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LE-4-2011

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

Automobilcluster

Automobilcluster Innovation durch Kooperation Die beiden Automobilcluster in der Steiermark und Oberösterreich sind Know-how-Drehscheiben rund um das Thema Mobilität. Die Logistiker sind dabei mit von der Partie. redaktion: MARKUS TROSTMANN Der oberösterreichische Automobilcluster ist das größte Unternehmensnetzwerk der österreichischen Automobilindustrie mit weit mehr als 200 Partnerfirmen. „Als Clustermanagement sind wir Kompetenzzentrum für Kooperationen und stehen in engem Kontakt mit der Wirtschaft, wissen über die Herausforderungen unserer Partner Bescheid und bringen die richtigen Unternehmen zusammen“, sagt Thomas Eder, Cluster Manager des Automobilcluster Oberösterreich gegenüber Logistik express. THOMAS EDER Geschäftsführer Automobilcluster Oberösterreich Der Cluster fungiert als „Innovationsbeschleuniger“, wie er sagt. Er initiiert Projekte, unterstützt die Partnerunternehmen beim Marktzugang und bietet automotive Qualifizierung an. Dabei fehlen nicht Logistikunternehmen. Auf der Mitgliederliste von Eder scheinen so prominente Namen wie Schachinger automotive, Magna Steyr, Siemens, voestalpine, MAN oder Rosenbauer auf. „Wir haben vier Logistikunternehmen im Cluster sowie Unternehmen, die mit dem Thema Logistik zu tun haben“, sagt Eder. Sie alle bringen ihre Expertise in den Cluster ein, davon profitieren alle Mitglieder im Cluster. Derzeit liegt der Schwerpunkt bei Automotive und Nutzfahrzeuge. Da in diesem Bereich Leichtbau ein großes Thema ist, sind auch Betriebe aus dem Bahn- und Luftfahrtsektor aktiv in die Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Rahmen des Clusters involviert. Ab 2012 will man sich verstärkt auf den Schwerpunkt „Mobilitätsbranchen“ fokussieren, denn Mobilität ist ein zentrales Thema in der globalisierten Welt. Innovation durch Kooperation ist die Philosophie der Oberösterreicher im Cluster. Stolz ist Eder auf die Potenz der Mitgliedsunternehmen: Alle 200 Firmen zusammen machen einen Jahresumsatz von 24 Mrd. Euro, hinter dem die Arbeitsleistung von 83.000 Menschen steht. Der Forschungs- und Entwicklungsanteil in diesen Firmen liegt bei beinahe fünf Prozent. Steirer tüfteln an Green Cars Das Pedant zum oberösterreichischen Cluster befindet sich in der Steiermark in Gestalt des ACstyria, der seit Anfang Oktober von Franz Lückler als neuer Geschäftsführer geleitet wird. Mit dem neuen Chef kam auch eine strategische Neuausrichtung des Clusters, in dem künftig auch die Verkehrsträger Bahn und Flugzeug Gewicht bekommen sollen. Die neue Strategie des steirischen Autoclusters „Green Cars – Clean Mobility“ zielt darauf ab, die Steiermark weiterhin als automotive Region zu positionieren, in der an innovativen Technologien und nachhaltigen Lösungen zur Reduktion der Umweltbelastung durch Mobilität gearbeitet wird. Insbesondere gilt es, die Reichweite und Batterielebensdauer von Elektrofahrzeugen zu erhöhen, andererseits sollen leichtere Materialien und Werkstoffe wie Glasfasern oder Carbon verstärkt verwendet werden. Auch der Lebenszyklus eines Autos von Produktion bis Recycling spielt eine große Rolle. Das ist deshalb bedeutend, weil man davon ausgehen kann, dass in zehn Jahren in Graz bereits viele Hybrid- und Elektrofahrzeuge zu sehen sein werden, gibt sich Lückler gegenüber dem Logistik express überzeugt. Der ACstyria sieht seine Aufgabe seit 1995 darin, Wirtschaft, Industrie, Forschung und öffentliche Einrichtungen zu vernetzen sowie Stärkefelder und Synergien zu erkennen. Als unternehmensübergreifende Plattform hat man sich das Ziel gesetzt, die Innovationsleistung seiner Mitglieder durch branchenübergreifende Projekte, Seminare und Veranstaltungen zu steigern und die Wertschöpfung in der Steiermark zu erhöhen. Als erster österreichischer Autocluster zählt der ACstyria heute über 40.000 Mitarbeiter in 180 Partnerbetrieben und erwirtschaftet einen jährlichen „Cluster fungieren als Innovationsbeschleuniger.“ T h o m a s E d e r FRANZ Lückler Geschäftsführer Automobilcluster Steiermark Umsatz von rund zehn Milliarden Euro. Die fünf Gesellschafter sind AVL, Krenhof, Magna Steyr, SFG und TCM International. Gemeinsam mit seinen Partnerbetrieben setzt der ACstyria zukünftig auf Innovationen und Technologien im Bereich „Green Cars – Clean Mobility“ mit drei Schwerpunkten: ECO-Powertrains, ECO-Materials und ECO-Design & Smart Production. Das heißt: Intelligente, elektrifizierte Antriebe mit entsprechender Reichweite, Bauteile und Komponenten aus ökologischen und ressourcenschonenden Materialien sowie kosteneffiziente Produktionstechnologien werden in Zukunft eine wesentliche Rolle in der Arbeit des ACstyria spielen. Eingebettet in die Wirtschaftstrategie Steiermark 2020 „Wachstum durch Innovation“ hat der ACstyria in diesen drei Kernbereichen sechs Schwerpunkte definiert, die sich der Cluster in Zukunft verstärkt widmen wird, nämlich: ECO-Powertrain-Produkte, Batterie- Test-Center, Naturwerkstoffe und -technologien, Multi Material Joining Technologies, Kompetenzzentrum Recycling und virtuelles Entwicklungscenter & Technology-LAB. (MT) FOTO: ISTOCKPHOTO.COM 28 LOGISTIK express Ausgabe 4/2011 www.logistik-express.com

TRANSPORT Sonderlösungen für Automobilund Zulieferindustrie Jede Industrie stellt ihre eigenen Anforderungen an die Logistik, das weiß man bei DHL Freight schon lange. Daher gibt es den eigenen Bereich „Automotive/ Engineering & Manufacturing”, wo Branchenkunden maßgeschneiderte Transportlösungen erhalten. redaktion: ANGELIKA THALER Laut aktueller Zulassungsstatistik können sich die Autohändler in Österreich freuen, es werden wieder mehr PKW verkauft. Auch in den USA und vielen anderen Absatzregionen zeigen die Verkaufszahlen nach oben. Wenn die Nachfrage steigt, muss natürlich auch das Angebot nachziehen – die Automobilproduktion läuft auf Hochtouren. Da ein Fahrzeug aus vielen Einzelkomponenten besteht, müssen diese aber erst einmal zum Produktionsort gelangen – und zwar in ausreichender Zahl, unbeschädigt und zur rechten Zeit. Ein überaus kompetenter Logistikpartner ist die DHL Freight, bei der sich ein eigener Bereich auf die besonderen Anforderungen spezialisiert hat. Automotives Know-how Das Netz umfasst mehr als 165 DHL-Terminals in Europa, CIS, Nordafrika und im Nahen Osten, einige davon – insbesondere in der Nähe von Gebieten mit verstärkter Automobilindustrie – sind speziell auf die Anforderungen dieser Industriekunden zugeschnitten. „In diesen Terminals sind die Prozesse auf die Automobilproduktion abgestimmt. So werden beispielsweise die VDA-Kriterien (VDA, Verband der Automobilindustrie, Anm.) hinsichtlich IT, Papierhandling, Behälterrückführung und vieles mehr erfüllt“, hebt Dr. habil. Martina Fohr, Vice President, Sector Head Automotive/ Engineering & Manufacturing, DHL Freight, hervor. Auch das Personal sei speziell geschult: „Das Ziel von DHL Freight ist es nicht, gewöhnliche ‚von A nach B-Logistik‘ anzubieten, sondern Lösungen für einzelne Industrien, und da natürlich über die entsprechende Expertise für prozesssicheres Agieren zu verfügen.“ Dabei ginge es nicht darum, der billigste, sondern der beste am Markt zu sein – und den Kunden den gewissen Mehrwert zu bieten. „Bei uns herrscht eine sehr hohe Prozesssicherheit“, so Fohr, „die Zustellqualität liegt nahe der Perfektionsgrenze.“ Bestes Equipment Um möglichst effizient die Waren zu verschieben, verfügt der Fuhrpark über Megatrailer. Zum Standardrepertoire zählt das Leerguthandling, egal ob Spezialbehälter, Gitterbox oder Palette. „Die Prozesse können in Breite und Tiefe flexibel an die Wünsche des Kunden angepasst werden“, erzählt Fohr. Eine Spezialität sei etwa der so genannte „Implant“-Service, wo DHL-Mitarbeiter direkt beim Kunden im Lager ihren Standort haben und von dort aus die Aufgaben rasch erledigen können. „Beliebt ist auch unser ‚Control Tower‘. Hier übernehmen unsere Mitarbeiter die komplette Logistiksteuerung“, weiß sie. Weit über die Hälfte der größeren Kundenprojekte nehme diesen kundenspezifischen Control Tower bereits in Anspruch. „Je nach Wunsch entwickeln wir 3PL- oder 4PL (LLP)-Konzepte“, ergänzt die Automotive-Expertin. Als Lead Logistics Provider (LLP) verantwortet DHL das Change-Management entlang der gesamten Supply Chain. Das Angebot der DHL Freight reicht damit von einfachen Verkehren über komplexe Gebietsspeditionen für OEMs und große Zulieferer bis hin zu einem umfassenden SnE Netz, einem Standardnetz, speziell für die Automotive-Industrie. Namhafte Kunden Den Mehrwert dieser Serviceleistungen haben auch schon namhafte Hersteller wie BMW erkannt: „Wir wickeln für BMW die komplette Inbound-Logistik für Stückgut und Teilpartien in Europa ab“, berichtet Fohr, „durch die entladestellenreine Vorsortierung konnte das Unternehmen Zeit und damit Kosten in der Warenannahme einsparen.“ Ein heikleres Thema wurde gemeinsam mit Renault gemeistert, die Elektrobatterienverteilung: „Wir haben ein Konzept für den Aftermarketbereich aufgesetzt, das die Belieferung der Händler und die Rücknahme der defekten Batterien einschließt. Hierbei handelt es sich um besonderes Gefahrgut“, verrät Fohr. Nur speziell ausgebildete Fahrer in eigens adaptierten Fahrzeugen dürfen diese Transporte durchführen. In der Regel befinden sich die Trailer und Aufbauten im Besitz von DHL, die Zugfahrzeuge hingegen gehören auditierten Subunternehmen, die zu einem großen Teil ausschließlich für DHL tätig sind. „Wir gehen bei der Auswahl unserer Subunternehmer nach sehr strengen Kriterien vor, um die durchgehende Qualität zu gewährleisten“, ergänzt sie. Da die Anzahl der OEMs in Österreich eher bescheiden ist, konzentrieren sich die Niederlassungen auf die Zulieferindustrie. „Wir haben in Österreich dedizierte Automotive-Mitarbeiter, die vorwiegend Gebietsspeditionskonzepte ausarbeiten“, schließt Fohr. So ist sichergestellt, dass auch hierzulande der automotive Kunde bekommt, was er braucht. (AT) MARTINA FOHR Vice President, Sector Head Automotive/ Engineering & Manufacturing DHL Freight www.logistik-express.com LOGISTIK express Ausgabe 4/2011 29

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