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LE-4-2011

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

transport Managing

transport Managing Compliance in internationalen Supply Chains In der derzeit ungewissen Wirtschaftslage wächst der Druck, Rohstoffe und Halbwaren noch günstiger einzukaufen oder Kunden zu finden, die bereit sind, mehr für Produkt/Service zu zahlen. Doch dies kann teuer werden, wenn der Geschäftspartner auf einer Sanktionsliste steht. Automatisierte Trade-Compliance-Lösungen sorgen für gesetzeskonformes Verhalten. redaktion: URSULA SCHMELING Globale Supply Chains berühren unterschiedliche nationale Rechtsordnungen. In Europa ist neben dem nationalen Recht das EU-Recht zu beachten, aber ggfs. auch US-amerikanisches Recht. Waren mit Ursprung USA, Mindestanteil Ursprung USA, US-Technologie und Software unterliegen weltweit den US-amerikanischen Export Administration Regulations (EAR) und kommen auch gegenüber nicht-amerikanischen Firmen zur Anwendung. Für Speditionen ist es unerheblich, dass sie nur im Auftrag handeln. Sie können in den USA selbst dann belangt werden, wenn die Waren über Dritte von einer Person oder Firma auf einer so genannten Schwarzen Liste in ihre Hände gelangt sind. Auch Veredelungsverkehre, Mustersendungen und Blaupausen sind betroffen. Der Dienstleister geht meist davon aus, dass der Produzent die notwendigen Kontrollen macht und Genehmigungen einholt. Doch er kann und darf sich nicht darauf verlassen. Zugelassene Wirtschaftsbeteiligte (AEO - Authorised Economic Operator) sollten auf jeden Fall alle Kundendaten, Lieferadressen und Informationen über Partner und Agenten mit den gängigen Sanktionslisten abgleichen. 200 schwarze Listen Neben der wachsenden Liste von Ländern, die von der UN mit Sanktionen belegt wurden, gibt es weltweit über 200 verschiedene „Schwarze Listen“ mit Firmen- und bis zu 120.000 Personennamen, mit denen kein Handel betrieben werden darf. Die Prüfungsergebnisse müssen gerichtsfest dokumentiert und mehrere Jahre archiviert werden; denn die Behörden verfolgen Compliance-Verstöße auch noch nach mehreren Jahren. Bei Nichteinhalten der Gesetze (Non-Compliance) drohen in den USA und Europa saftige Geldbußen und Gefängnisstrafen. 2009 wurde beispielsweise DHL vom US-Department of Commerce Bureau of Industry & Security (BIS) und vom US Department of Treasury‘s Office of Foreign Assets Control (OFAC) mit einer Strafe in Höhe von 9,44 Mio. USD für Sanktionsverstöße in Verbindung mit der Verbringung von Waren in den Sudan, Iran und nach Syrien belegt. Trotzdem verfügen viele Firmen weder über firmeninterne Compliance-Richtlinien, noch über ein Compliance-Management-System. In Deutschland sind es laut einer Erhebung des Instituts für Demoskopie Allensbach gerade mal 58 Prozent respektive 35 Prozent der befragten Firmen. Mehr als die Hälfte der Logistikdienstleister führt kein IT-gestütztes Screening aller international geltenden Sanktionslisten durch, obwohl sie dazu seit fünf Jahren gesetzlich verpflichtet sind, sagt die Hamburger Nielsen+Partner Unternehmensberater GmbH. Zahlreiche Software-Häuser bieten Lösungen für die automatisierte Kontrolle von Kunden und Lieferanten an. Dazu gehört der Abgleich mit Sanktionslisten zur Beantragung von Ausfuhrgenehmigungen und sonstiger Bewilligungen sowie Prüfung von Total- oder Teilembargos. Unterschiedliche Schreibweisen von Namen und Adressen, abweichende Hausnummern, etc. verkomplizieren ein Screening. Qualitativ hochwertige Produkte nutzen die Methoden der Fuzzy-Logik (Handhabung unscharfer Begriffe), Phonetik (Berücksichtigung unterschiedlicher Schreibweisen gleich oder ähnlich klingender Namen), Schreibfehleranalyse (Vergleichen von Schreibweisen), Abkürzungsanalyse (str.=Straße) etc. und erreichen somit einen hohen Grad an Treffsicherheit (False/Positive Match). Die Screening-Software kann in die unternehmensinternen CRM-, ERP- und Logistiksysteme integriert oder je nach Bedarf („on demand“) auf Transaktionsbasis über eine IT-Schnittstelle genutzt werden (interessant für KMU). (US) FOTO: ISTOCKPHOTO.COM 24 LOGISTIK express Ausgabe 4/2011 www.logistik-express.com

Kostentreiber „verpackte Luft“ TRANSPORT Es wird wieder gespart. Angesichts der schwierigen Weltwirtschaftlage suchen Industrie und Handelsfirmen wieder intensiv nach Sparpotenzialen. Produktverpackungen sind ein Ansatzpunkt. redaktion: URSULA SCHMELING Der international tätige Logistikdienstleister Damco bietet Kunden in Deutschland, der Schweiz und Österreich seit kurzem einen Beratungsservice für Sendungsverpackungen an. Damit können laut Firmenaussagen die Supply-Chain-Kosten um 10 – 20 Prozent gesenkt werden. Die Bezahlung auf Erfolgsbasis wird mit einem Prozentsatz der Einsparungen honoriert. „Mit anderen Worten, wir verdienen kein Geld, wenn es keine Einsparungen gibt”, erläutert Erling Nielsen, Global Head of Supply Chain Development bei Damco. „Luft in nicht vollbeladenen Containern ist wahrscheinlich das teuerste Gut, das um die Welt verschifft wird. Jedes Unternehmen sollte sich daher fragen: Sind die aktuellen Maße der Produktverpackung optimal für das Handling und die Lagerkosten (Volumen- und Flächennutzung)? URSULA SCHMELING Logistik express Redaktion c/o Meneghin & Partner Ist die Kartonage stark genug, um das Produkt beim Transport optimal zu schützen (Schadensquote)? Wie viel Luft wird transportiert und in den Supply-Chain-Kosten verrechnet? Verpackung sollte nicht nur gut aussehen und das Produkt schützen, sondern auch in der ganzen Logistikkette platz- und kosteneffizient funktionieren: in der Produktion und Lagerung bis zum Kunden und dessen Kunden sowie bei der Entsorgung. Durch die Reduzierung der Kartonhöhe einer Primärrespektive Umverpackung um 2 cm können eventuell 100 zusätzliche Kartons in einen Container geladen und so die Transportkosten und der CO2-Fußabdruck verringert werden. Firmen scheuen sich oft, das Thema Verpackungsoptimierung anzugehen, da es einen ganzheitlichen Ansatz verlangt und die Zusammenarbeit mehrerer Abteilungen in einem Unternehmen erfordert. (US) „Wenn Firmen beim Transport richtig Geld sparen wollen, beginnen sie bei der Artikelverpackung.“ Erling Nielsen Einfach einfacher. Der einzige Serien-Hubwagen mit Lithium-Ionen-Batterie. Einfacher zu laden: Die handliche Lithium-Ionen-Batterie ist jederzeit schnell und effizient nachladbar. Jungheinrich reduziert Ihre Betriebskosten um bis zu 20%. Mit Lösungen, die Ihre Total Cost of Operations (TCO) auf ein Mindestmaß reduzieren. Dafür steht Jungheinrich mit BestInvest. Damit Sie Ihre beste Investitionsentscheidung treffen. Einfacher zu verladen: Das besonders geringe Gesamtgewicht (289 kg) und die sehr geringe Fahrzeug länge (425 mm, ohne Gabeln) machen den EJE 112i zum idealen LKW- Mitnahmegerät. www.logistik-express.com LOGISTIK express Ausgabe 4/2011 25

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