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LOGISTIK express Fachzeitschrift

INTRALOGISTIK SPEZIAL

INTRALOGISTIK SPEZIAL Eine der ersten Logistikfirmen, die sich ganz intensiv mit dem Thema Ergonomie beschäftigt haben, ist die Parksteiner Witron Logistik + Informatik GmbH. „Wir haben das Thema Ergonomie in den Mittelpunkt unserer Zukunftskonzepte gestellt“, sagt Geschäftsführer Helmut Prieschenk. „Ganzheitliche Lösungen in Bezug auf die Faktoren Ergonomie, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit sind bei allen Witron-Lösungen von entscheidender Bedeutung.“ Ganzheitliche Lösungen sind gefragt Die Bevölkerung in Mitteleuropa wird im Durchschnitt immer älter und immer weniger. Vor dem Hintergrund dieser demografischen Entwicklung müssen auch die intralogistischen Prozesse und Organisationssysteme zukünftig noch stärker nach ergonomischen Gesichtspunkten ausgerichtet werden. Redaktion: Thomas wöhrle Wirtschaftliche und modernste Automation in der Logistik sei bereits heute und werde auch in Zukunft ein Rezept für erfolgreiche Unternehmen bleiben. Das sagte Simone Neumann, Leiterin des Fachbereichs Technische Beratung und Arbeitssicherheit bei der Otto-Gruppe, auf dem Deutschen Logistikkongress in Berlin. „Denn nur wenn alle Beteiligten vom Lagermitarbeiter bis zum Vorstandsmitglied hinter der Leistungsmotivation stehen, können schwierige Phasen gemeinsam bewältigt und herannahende Probleme rechtzeitig angegangen werden.“ Gerade im Bereich der Intralogistik liegen hier noch viele ungenutzte Potenziale. Die B. Braun Melsungen AG will in einem Kooperationsprojekt mit dem Lehrstuhl für Fördertechnik, Materialfluss und Logistik an der TU München geeignete Maßnahmen umsetzen, um einem erhöhten Krankenstand in Produktion und Logistik zu begegnen. „In einem ersten Projekt haben wir nun exemplarisch Arbeitsanalysen an ausgewählten Arbeitsplätzen durchgeführt“, so Braun-Personalmanager Uwe Ross. „Erstes Ziel ist die transparente Darstellung der derzeit an den Arbeitsplätzen vorherrschenden körperlichen Belastung.“ Ergonomie, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit kombinieren Die körperliche Belastung der Mitarbeiter ist in vielen Branchen ausgesprochen hoch. Beispielsweise im Bereich der Handelseinheiten-Kommissionierung im Lebensmitteleinzelhandel werden Durchschnittsgewichte von etwa 8 Kilogramm pro Handelseinheit bewegt. Die Obergrenze liegt teilweise bei 20 Kilogramm und mehr. Dies hat zur Folge, dass ein Mitarbeiter pro Schicht zum Teil bis zu 15 Tonnen – dies entspricht zwei kompletten LKW-Ladungen – oft noch mit konventionellen Hilfsmitteln kommissionieren muss. Nicht ergonomische Arbeitsabläufe, wie vielmaliges Bücken, Heben und Tragen erschweren die Arbeit zusätzlich. Dabei gelte es, Lösungen anzubieten, mit welchen die Mitarbeiter unabhängig von Alter und Geschlecht eine hohe Leistung bringen können – hinsichtlich Qualität und Quantität – und gleichzeitig die Nachhaltigkeit und die soziale Verantwortung der Unternehmen im Vordergrund steht. Somit bekommt das Thema Ergonomie bei allen Neuentwicklungen und Weiterentwicklungen von Systemen – weltweit – einen sehr hohen Stellenwert. Unternehmen bemühen sich in der Logistik immer mehr, attraktive Arbeitsplätze für ihre Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen. Witron tut dies beispielsweise mit den beiden Systemlösungen „Order Picking Machinery (OPM)“ und „Ergonomic Tray Picking (ETP)“. Hohe Sicherheitsstandards umsetzen „Mit dem Thema Ergonomie befassen auch wir uns seit einigen Jahren bereits recht intensiv, insbesondere bei der Gestaltung individueller Kundenlösungen, weil es dabei immer um die optimale Abbildung der individuellen Kundenanforderungen geht“, sagt Michael Etlinger, Marketing & Communications Manager bei der österreichischen TGW Logistics Group mit Sitz in Wels. „Jeder Kunde hat insbesondere an den Kommissionierarbeitsplätzen seine speziellen Prozesse und Abläufe, die es möglichst ergonomisch umzusetzen gilt.“ In Bezug auf die Ergonomie ist für TGW aber immer auch die Sicherheit ein Thema. Förderelemente, die in Arbeitsplatzbereichen eingesetzt werden, müssen höchsten Sicherheitsstandards entsprechen, um eine Verletzung der Mitarbeiter am Arbeitsplatz zu verhindern. „Einerseits legen wir darauf bereits bei der Konstruktion der Geräte höchsten Wert, andererseits aber auch in der Lösungsgestaltung, indem wir nur wirklich geeignete Elemente am Arbeitsplatz einsetzen und mit entsprechenden Zusatzeinrichtungen wie beispielsweise Lichtgittern, Verkleidungen oder Zäunen die Mitarbeiter zusätzlich vor potenziellen Verletzungsquellen schützen“, so Etlinger gegenüber Logistik express. 22 LOGISTIK express Ausgabe 4/2011 www.logistik-express.com

INtralogistik SPEZIAL Thomas Wöhrle Logistik express Redaktion c/o freier Fachjournalist Der von TGW entwickelte Kommissionierarbeitsplatz „PutStation“ beispielsweise stehe für höchste Leistungen durch eine äußerst ergonomische Arbeitsplatzgestaltung und die effiziente Umsetzung des Ware-zum-Mann- Prinzips. Die hohe Ergonomie drücke sich insbesondere durch die individuell adaptierbare Höhe der Kommissionierware, die geneigte Positionierung der Behälter auf einer Ebene und die optimale Position der Displays aus. Je nach Beschaffenheit der Waren können hier sogar Leistungen von über 1.000 Picks pro Stunde und Mitarbeiter erreicht werden, bei weitgehend ermüdungsfreiem Arbeiten. Hochleistungs-Kommissionierung gepaart mit Ergonomie Der Intralogistikanbieter Dematic kombiniert bei seiner vollautomatischen Hochleistungs- Kommissionierstation „RapidPick Premier“ Leistungsvermögen mit ergonomischen Aspekten. Diese Lösung für die Kleinteilekommissionierung ist durch ihre höhenverstellbare Rampe auch behindertengerecht beziehungsweise für Rollstuhlfahrer geeignet. Die Stufen werden mittels Höhenverstellung zur Rampe. Leere Auftragsbehälter und Behälter mit Kommissioniergut werden automatisch an die Workstation herangeführt. Eine speziell entwickelte Liftvorrichtung hebt jeweils Einzelbehälter an und übergibt sie in ergonomisch optimaler, einstellbarer Höhe an den Pickplatz. Dort werden die Behälter mit dem Fördergut angekippt, um den Zugriff zu erleichtern. Auch Viastore Systems hat einen neuen Hochleistungskommissionier-Arbeitsplatz entwickelt, der es dem Kommissionierer ermöglicht, je nach Artikel- und Auftragsstruktur kontinuierlich die höchstmögliche Pickzahl pro Stunde zu leisten. Entnahmeort und Entnahmemenge sowie Ablegeort werden ihm klar angezeigt. Unterstützt wird das durch übersichtliche und schnell erfassbare Bildschirmdialoge. Der Arbeitsplatz ist höchst ergonomisch, denn er kann per Knopfdruck exakt an die Körpergröße des Kommissionierers angepasst werden. Sowohl die Entnahme- als auch die Versandeinheiten (Behälter oder Karton) werden dem Arbeitsplatz automatisch angedient und wieder weggefahren. Das alles reduziert die Ermüdung der Mitarbeiter und erhöht deren Kommissionierqualität und -leistung. Und mit seinem Montagearbeitsplatzsystem Pick@work hat SSI Schäfer sein Werkstattund Betriebseinrichtungs-Portfolio ergänzt. Das System stellt eine Erweiterung des E-Pick dar und dient insbesondere der Koordination von Montagearbeitsplätzen und der Bauteileoptimierung. Pick@work verknüpft ergonomische Arbeitsplätze mit Pick-by-Light und führt den Mitarbeiter mit Hilfe einer Displayanleitung Schritt für Schritt durch den Montagearbeitsprozess. Intelligente Kom- missionier- und Montagestrategien sorgen für optimale Prozessabläufe und gesteigerte Produktivität, zudem wird eine perfekte Übersicht über zu montierende Teile sowie Ergonomie am Arbeitsplatz geschaffen. Auch bei Knapp ist Ergonomie mittlerweile ein fester Bestandteil bei Überlegungen zur Systemgestaltung. So berücksichtigt auch die neue Ware-zur-Person Arbeitsplatz-Serie eine Vielzahl ergonomischer Aspekte, ganz ohne Performanceverlust. Durch die intelligente Steuerung ist weiterhin eine fehlerfreie Auftragszusammenstellung von bis zu 1.000 Auftragspositionen je Mannstunde möglich. Dem Hochleistungskommissionierplatz werden über ein Fördertechniksystem Lagerbehälter aus dem OSR Shuttle-System zugeführt und automatisch in die Kommissionierpositionen ausgesteuert. Der Bediener wird beim Kommissioniervorgang durch visuelle Führung unterstützt. Über Pick-to-Light wird die Anzahl der zu entnehmenden Artikel angezeigt, Put-to-Light markiert den Zielbehälter. Zusätzlich zeigt die Behälterbeleuchtung die gesamte Zielposition an und sorgt dadurch für besonders ergonomisches und fehlerfreies Arbeiten. (TW) „Nur wenn alle Beteiligten hinter der Leistungsmotivation stehen, können schwierige Phasen gemeinsam bewältigt werden.“ Simone Neumann Benötigen Sie friSche ideen zur VerBeSSerung ihrer LagerLogiStik? STÄRKEN SIE IHRE FILIALEN … STRAFFEN SIE IHRE LAGERPROZESSE Reduzieren Sie Fehlmengen, verbessern Sie Ihre innerbetriebliche Logistik, wickeln Sie Kundenaufträge schnell und präzise ab und realisieren Sie geringste Kosten pro Versandeinheit. Entdecken Sie unsere Möglichkeiten unter www.vanderlande.com vi_adv_distri_DE_185x90.indd www.logistik-express.com1 LOGISTIK express Ausgabe 18.04.11 4/2011 13:24 23

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