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LE-4-2010

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

NETZWERKE Gerade in

NETZWERKE Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten vermitteln Netzwerke Sicherheit und ein Zugehörigkeitsgefühl. In der Schweiz haben sich neben Branchenverbänden wie Swiss Shippers Council, GS1, Spedlogswiss und Asta sowie Service-Club-Organisationen wie Kiwanis, Lions und Rotary relativ spät Branchen bezogene Netzwerke etabliert. Hier können Manager aus dem gleichen Tätigkeitsfeld Erfahrungen, aber auch Klatsch und Tratsch austauschen, neue Kontakte knüpfen, bestehende pflegen, Geschäfte anbahnen, sich über Markttrends informieren und Meinungen in Presse und Politik beeinflussen. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten vermitteln die Netzwerke Sicherheit und ein Zugehörigkeitsgefühl. Der Propeller Club Port of Basel ist die bedeutendste Networking-Plattform für Führungskräfte international tätiger Transport- und Logistikfirmen in der Nordwest-Schweiz. Der 1978 gegründet Klub zählt heute über 300 aktive Mitglieder. Die Mitgliedschaft ist persönlich und auf Manager in Dienstleistungsunternehmen beschränkt. Logistiker in Industrie und Handel dürfen von den Mitgliedern zu Vorträgen eingeladen werden, können jedoch Schweizer Netzwerke Trotz Facebook, Xing, LinkedIn usw. spielen persönliche Netzwerke weiterhin eine wichtige Rolle in der Transport- und Logistikbranche – im Geschäftsleben, aber auch bei der persönlichen Weiterentwicklung und Karriereplanung. Redaktion: Ursula Schmeling URSULA SCHMELING Logistik express Redaktion c/o Meneghin & Partner nicht selbst Mitglied werden. Die Referenten an den Klubabenden kommen überwiegend aus dem Ausland. Auf Initiative der Basler wurde vor einigen Jahren der Propeller Club Port of Geneva in der Romandie aus der Taufe gehoben. Seine rund 100 Mitglieder kommen aus der Schifffahrt, Finanzwirtschaft, dem internationalen Handel und in Genf ansässigen internationalen Organisationen wie die UNCTAD. Erst im Januar 2000 formierte sich der LCS Logistikleiter Club Schweiz. Das Netzwerk für Persönlichkeiten der Schweizer Logistikszene wird durch eine von der Schweizer GS1-Geschäftsleitung gewählte Führungscrew geführt. Im Klub ist man per Du. Voraussetzung für die persönliche Mitgliedschaft ist ein Logistikdiplom. Auch die Absolventen der LOG-HSG (Lehrstuhl für Logistikmanagement, Hochschule St. Gallen) und der EPFL (École polytechnique fédérale de Lausanne) pflegen im Rahmen der Alumni Clubs das Networking. Regelmäßige Kontakte zu einander und zur Alma Mater sollen den Transfer von Forschungsergebnissen in die unternehmerische Praxis fördern. Da die Absolventen weltweit tätig sind, ist auch die gegenseitige Befruchtung global ausgerichtet. (US) Legendäre Einkäufertage Die Einkäufertage des BMÖ sind fast schon legendär. Nach durchaus erfolgreichen Veranstaltungen in diesem Jahr stehen für 2011 Tschechien, die Türkei, Litauen und vielleicht auch noch Serbien und Belarus auf dem Programm. DIE Gelegenheit für Einkäufer mit Ambitionen! Redaktion: ANGELIKA THALER Die Vernetzung der Länder eröffnet den Einkäufern ein riesiges Feld, ihre Fühler in umliegende Beschaffungsmärkte auszustrecken. Für Einzelpersonen ist es aber oft schwierig, auf gut Glück in ein fremdes Land zu reisen und geeignete Lieferanten aufzuspüren. Da bieten die Sourcing Days des BMÖ (Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik in Österreich) eine ideale Alternative, denn gemeinsam mit beispielsweise Außenhandelsagenturen des Wunschlandes werden Veranstaltungen organisiert, wo Einkäufer im Vorfeld Wunschlisten mit Produkten/Materialien abgeben und dann bereits vorselektiert geeignete Lieferanten eingeladen werden – bequem alle an einem Tag und an einem Ort. Matchmaking par excellence! Erfolg verpflichtet Sehr zufrieden mit dem Angebot ist Prokurist GEORG PEIN Unternehmer und Lobbyist Ing. Willibald Pranzl von Weber-Hydraulik GmbH, der bereits bei mehreren Einkäufertagen dabei war: „Litauen 2008 war beispielsweise hoch interessant, da das Land wirtschaftlich weit entwickelt ist und die Menschen vielsprachig und gut ausgebildet sind, meine Erwartungen wurden stark übertroffen. Wäre nicht die Krise dazwischengekommen, hätte sich wohl ein Auftrag ergeben. Die SDs sind ideal geeignet, um tiefer in den Markt vorzudringen, außerdem wird einem die Suche nach Lieferanten abgenommen. Die Events sind hoch effizient, man gewinnt schnell einen Überblick, trifft auch zwecks Erfahrungsaustauschs andere Einkäufer. Ich werde sicher wieder teilnehmen.“ Die Gelegenheit wird er bald haben, denn die Erfolgsstory wird natürlich weitergeschrieben: „Der Aufschwung ist langsam spürbar, das Interesse an Outsourcing steigt“, weiß Dkfm. Mag. Georg Pein, der die Treffen organisiert. Sein Plan für 2011: „Tschechien soll eine ständige jährliche Einrichtung werden. Wir führen auch Gespräche mit Istanbul, und Belarus hat Interesse bekundet. Litauen ist fix im Juni, hier können auch schon Einkäufer ihre Wünsche deponieren, wobei wir versuchen, zusätzlich Estland und Lettland abzudecken, da die Länder so nahe beisammen liegen. Und auch Serbien kommt für einen Einkäufertag in Frage.“ Bei jedem SD beträgt die Vorlaufzeit etwa ein halbes Jahr, es lohnt sich also, sich schon jetzt zu informieren! (AT) 18 LOGISTIK express 4|2010 www.logistik-express.com

NETZWERKE Im Spannungsfeld zwischen Wunsch und Wirklichkeit Beim 11. ECR-Tag der Standardisierungsorganisation GS1 Germany waren sich die Experten einig: Kooperationen sind notwendig, um die logistischen Abläufe effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten. Offen blieb jedoch an manchen Stellen, wie sich Wunsch und Wirklichkeit miteinander vereinbaren lassen. Redaktion: Karin walter KARIN WALTER Logistik express Redaktion c/o Medienbüro Walter Bis vor kurzem war „das beste Waschmittel“ noch jenes mit dem besten Image, der besten Waschleistung und dem besten Preis- Leistungs-Verhältnis. Diese Faktoren wirken heute noch immer. Allerdings wird das Markenbewusstsein der Kunden in jüngster Zeit immer stärker noch von einer vierten Komponente mitbestimmt: Der Warenverfügbarkeit im Onlinehandel sowie in den Läden. Ist das vermeintliche Lieblingswaschmittel vergriffen, kaufen die Kunden lieber ein anderes, bevor sie sich ein zweites Mal zu Edeka oder REWE auf den Weg machen. Millionenschwere Schäden durch nutzlose Marketingmaßnahmen - für die Markenartikelhersteller sind das die logischen Konsequenzen. Ein wirksames Gegenmittel heißt Kooperation. Das wurde auf dem 11. ECR-Tag in Hamburg deutlich. In ihrem Gemeinschaftsvortrag waren sich Dr. Heiko van der Gracht, Direktor des Centers für Zukunftsforschung und Wissensmanagement beim Wiesbadener Supply Chain Management Institute (SMI), und Alexander Türpitz, Direktor Vertriebslogistik DACH bei Procter & Gamble Germany, einig: „Die Konsumwelt ist im Wandel begriffen - von der Markenexzellenz zur markengeführten Supply Chain Excellence.“ Von der Gracht und Türpitz beriefen sich auf eine Befragung unter Konsumgüterherstellern, Handelsunternehmen, Forschungsinstituten und Logistikern. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die Marke der Zukunft nur dann von Erfolg gekrönt sei, wenn Hersteller, Logistikdienstleister und Händler miteinander strategisch kooperierten und trainierten. Bei Procter & Gamble habe die Umsetzung dieser Erkenntnis bereits begonnen, verriet Türpitz in Hamburg: „Wir arbeiten zurzeit mit Hochdruck am Aufbau einer Supply Chain Academy - einem physischen und virtuellen Ort, an dem Markenartikler, Händler und Logistiker ihre Erfahrungen untereinander austauschen.“ Einen nachhaltigen, in den Augen mancher Zuhörer vielleicht auch aberwitzig anmutenden Weg der Kooperation schilderte Moritz Gekeler, Miterfinder des visionären Paket- Zustellungskonzeptes „bring.BUDDY“. Dabei handelt es sich um ein innerstädtisches soziales Logistiknetzwerk, das sich in die natürlichen Bewegungsabläufe der Stadtbewohner eingliedert. Wer dem Netzwerk angehört, transportiert auf seinen täglichen Wegen mit der S-Bahn, dem Auto, oder dem Fahrrad die Pakete oder Päckchen für andere. Via Smartphone in das von der DHL unterstützte System eingeloggt, weiß der Hobbykurier, ob ein Päckchen in einer Packstation oder an einem Kiosk wartet, um auf der gewählten Route mitzureisen. Für jedes transportierte Paket sammeln die Zeitkuriere Punkte. Diese können dann beispielsweise in kostenlose S-Bahn-Tickets, Warengutscheine, oder Gratis-Paketsendungen umwandeln werden. Ob das Konzept aufgeht? Haftungsrechtlich sei das Verfahren durch die Teilnahme der Privatkuriere am Post-Identverfahren auf jeden Fall schon einmal abgesichert, wusste Gekeler beim ECR-Tag zu berichten. Wann es in Deutschland erprobt wird, sei allerdings noch offen. Offen blieb beim ECR-Tag auch die Frage, ob die von den Experten durch die Bank für gut und notwendig geheißenen Unternehmenskooperationen in Zukunft wirklich auch so weit gehen werden, dass sich selbst Wettbewerber gemeinsam für mehr Energieeffizienz einsetzen. Prof. Kai Hoffmann, Director Logistics School an der Europäischen Fernhochschule Hamburg ist skeptisch: „Für eine Bündelung der Warenströme müssten die Händler Lagerstandorte aufgeben“, meinte der Wissenschaftler. Ob sie dazu bereit sind, sei alleine schon der hohen Kosten wegen fraglich. Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1 Germany, gab sich in Hamburg dennoch kämpferisch: „Wir versuchen als GS1, alle möglichen Kooperationen der Unternehmen bei Transporten und beim Warehousing zu unterstützen.“ Denn Nachhaltigkeit - das sei das wichtigste Bindeglied zwischen Industrie, Handel, Logistikern und Kunden. (WAL) www.logistik-express.com LOGISTIK express 4|2010 19

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