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LOGISTIK express Fachzeitschrift

KARRIERE Onlineangebote

KARRIERE Onlineangebote zur Stellenvermittlung gibt es inzwischen fast wie Sand am Meer. Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich aber so mancher edle Prinz als Frosch, und weder die angebotenen Leistungen noch die daraus resultierenden entsprechen den Qualitätsansprüchen der Meisten. Aufwändige Anmeldungsprozesse, undurchsichtige Suchkriterien oder unzählige Werbepopups können einem die vermeintlich schnelle Suche nach einem neuen Mitarbeiter vergällen. Doch es geht auch anders, Logistik Express hat sich mit einigen namhaften Onlineplattformen unterhalten. Ambivalente Arbeitsmarktsituation „Laut der Studie Recruiting Trends 2009, die in unserem Auftrag die 500 größten österreichischen Unternehmen zu brisanten Recruiting- Themen befragt hat, planen Unternehmen trotz der Wirtschaftskrise Neueinstellungen“, verrät Mag. (FH) Barbara Wiesinger, Country Manager & Sales Director Austria, Monster Worldwide Austria. Trotzdem steigen die Arbeitslosenzahlen weiterhin an. MMag. Klaus Hofbauer, Geschäftsführer von Karriere.at, meint dazu: „Die Marktlage ist eindeutig schwieriger geworden, man muss innovativ sein, um Aufträge zu generieren. Aus diesem Grund haben wir im September unser Portal mit vielen Verbesserungen neu gelauncht.“ „Das Sommerloch ist vorbei, die Situation entspannt sich deutlich, das zeigt auch der Börsenindex. Trotzdem ist ein Rückgang an Stellenangeboten in Höhe von 40 Prozent zu verzeichnen“, stellt Wolfgang Kowatsch, Careesma-Country-Manager Österreich, fest. Ausschlaggebend ist das Individuum: „Je besser man ausgebildet ist, desto einfacher ist es, auch in einem schwierigen Umfeld einen Job zu finden. Hochqualifiziertes Personal wird immer gesucht“, ist Wiesinger überzeugt. Hofbauer: „Bei technischen Berufen besteht immer das Problem, dass die Nachfrage die Anzahl der Absolventen übersteigt. So gesehen befinden wir uns regelrecht in einer Bildungskrise.“ Spezialgebiete Wie fast in jedem Wirtschaftsbereich, gibt es auch bei den Onlinejobportalen Spezialisierungen auf eine bestimmte Klientel. „Zu unseren Kunden zählen sehr viele KMU, daher bieten wir für diese auch ein spezielles Gratispaket an. In Bezug auf die Branchen liegt unser Fokus auf Sales und IT, zudem findet man auf unserer Seite einen eigenen Channel für Studentenpraktika“, berichtet Kowatsch. „Wir haben uns auf Fach- und Führungskräfte im kaufmännisch-technischen Bereich Online den richtigen Bewerber finden „Zeit ist Geld“, das wusste schon Benjamin Franklin. Er wäre von den neuen Medien, insbesondere vom Internet, begeistert gewesen. Eröffnet es doch völlig neue Möglichkeiten, rund um die Uhr mit Menschen aus aller Welt in Kontakt zu treten. Warum es also nicht nutzen, um Jobs zu suchen oder zu vergeben? Interview mit Klaus Hofbauer Geschäftsführer Karriere.at spezialisiert. Dementsprechend fällt auch die Unterteilung nach Berufsfeldern in unserem Angebot aus“, schildert Hofbauer. Er ortet einen verstärkten Bedarf in den Bereichen Pharma und Gesundheitswesen. Monster hingegen versteht sich seit der Migration der jobpilot-User als generalistischer Anbieter für Arbeitssuchende zwischen 19 und 45 Jahren. „Zu unseren Top-10 Berufsfeldern zählen unter anderem der Vertrieb & Verkaufsbereich, IT & Telekommunikation, Marketing & PR, Logistik & Transport, Programm & Projektmanagement als auch der Finanzen & Controllingsektor. Auf Platz 1 der Suche stehen in letzter Zeit jedoch administrative und sachbearbeitende Berufe“, weiß Wiesinger. Tipps zur Kandidatensuche Wer mit seinem Stellenangebot Erfolg haben möchte, sollte ein paar wichtige Details beachten: „Von Beginn an sollte man sich ein klares Bild von einem potenziellen neuen Mitarbeiter machen, da er nicht nur die notwendigen Qualifikationen vorweisen, sondern auch in die bestehende Unternehmenskultur passen sollte“, nennt Hofbauer einen wichtigen Punkt und ergänzt: „Es muss auch das Umfeld der Suche passen, einen Elektriker werde ich kaum auf einem IT-Fachkräfteportal finden.“ Kowatsch: „Je präziser die Angaben, beispielsweise bei der Region, desto besser ist der Rücklauf. Man muss darauf achten, alle passenden Kategorien auszuwählen. Zudem sollte der Text unbedingt die Unternehmensphilosophie widerspiegeln und gleichzeitig auf den Bewerber abgestimmt sein. Suche ich jemanden für einen kreativen Beruf, muss auch der Inseratentext kreativ sein.“ Der gleichen Meinung ist auch Wiesinger: „Bei der Online-Stellenanzeige ist es wichtig, auf einen klaren Aufbau zu ach- FOTO: ISTOCKPHOTO.COM 32 LOGISTIK express 4|2009 www.logistik-express.at

KARRIERE Interview mit Barbara Wiesinger Country Manager & Sales Director Austria, Monster Worldwide ten. Ein aussagekräftiger Jobtitel hilft, damit das Angebot leichter gefunden wird. Über den Inhalt kann man sich von den anderen abheben, auch sollte die Anzeige optisch ansprechend gestaltet werden.“ Für schwer zu besetzende Stellen hat sie einen besonderen Tipp parat: „In diesem Fall bewährt sich die Suche in der Lebenslaufdatenbank, da hier gezielt nach geeigneten Kräften gesucht werden kann und bei Bedarf diese direkt kontaktiert werden können, was die Time-to-Hire oft verringert.“ Chance Employerbranding Kaum genutzt wird in unseren Breiten noch die „Arbeitgebermarkenbildung“. Hierbei handelt es sich um eine unternehmensstrategische Maßnahme, bei der Konzepte aus dem Marketing angewandt werden, um ein Unternehmen insgesamt als attraktiven Arbeitgeber darzustellen. „Das Employer Branding wird von vielen Unternehmen noch völlig außer Acht gelassen. Um als attraktiver Arbeitgeber von Bewerbern wahrgenommen zu werden, müssen Werkzeuge wie beispielsweise das Einbinden von Videos zur visuellen Darstellung der Unternehmensphilosophie, zum Einsatz kommen“, erläutert Wiesinger. Zweischneidiges Schwert Das Internet bietet unzählige Möglichkeiten, gleichzeitig aber auch Risiken. Jobsuchenden gibt Wiesinger einen wertvollen Rat: „Der Bewerber muss bei der Suche über das Internet darauf achten, welches Image von ihm selbst im Internet gezeichnet wird. Personalisten googlen mittlerweile schon Bewerber, um vorab an Informationen zu kommen, die Interview mit Wolfgang Kowatsch Careesma-Country- Manager Österreich nicht im Lebenslauf zu finden sind. Also Achtung bei Verwendung von Social Networks wie facebook, die sich für manche schon als Karrierefalle entpuppt haben.“ „Aus der Sicht des Bewerbers ist es ratsam, sich schon vor der aktiven Suche zu überlegen, welche Wünsche man hat und wofür man bereit ist, sich einzusetzen. Klar strukturierte, logische und vollständige Unterlagen sind Voraussetzung für erfolgreiche Bewerbungen. Verhält man sich dann auch professionell und angemessen, hängt die Zusage nur noch von der Übereinstimmung des Profils ab“, berichtet Kowatsch. Seiner Meinung nach gibt es in Österreich noch Nachholbedarf: „Das Internet ist leider als qualitativ hochwertiges Medium noch nicht akzeptiert, dabei ist es schnell, aktuell und multimedial, also ideal für die Jobsuche.“ Alleinstellungsmerkmal Der Wettbewerb wird auch in diesem Bereich härter, jeder Anbieter versucht daher, sich vom Mitbewerb abzugrenzen. So ging etwa am 19.9.09 der neugestaltete Internetauftritt von Karriere.at online, der mit einer semantischen Suchfunktion aufwarten kann. „Wir haben die höchsten Zugriffsraten im Vergleich zum Mitbewerb, das verspricht auch die größte Rücklaufquote“, ist Hofbauer stolz. Careesma punktet mit einer „Ein-Klick-Bewerbung“. Zudem wurde eine neue Plattform gemeinsam mit Motary ins Leben gerufen. „Auf careermoves.at unterstützen wir Jobsuchende mit körperlichen Einschränkungen“, beschreibt Kowatsch die Initiative. Monster bietet seit der Umstellung auf Web 2.0 neben abrufbaren Informationen die Möglichkeit der Interaktivität. Wiesinger: „Jeder kann seine eigene Karriere-Seite personalisieren und seinen Bedürfnissen anpassen.“ Den besten Kandidaten frei Haus Wer sich nicht selbst mit der Personalsuche herumschlagen möchte, kann sich auch eines Personalberaters bedienen. Besonders bekannt für ihre „Headhunter“ ist die Reinecke & Associates CCE GmbH. Seit Dezember letzten Jahres gibt es auch in Wien eine Niederlassung des Consultingunternehmens, das über Partnerschaften weltweit agiert und auf die Bereiche Transport, Verkehr, Logistik und verwandte Industrien spezialisiert ist. „Besonders gefragt sind vertriebsorientierte Führungskräfte mit Erfahrung“, meint Martin Eckerstorfer, Geschäftsführer und Partner der Wiener Filiale. Besonders viele Aufträge für Positionen in Zentralasien und am Kaukasus kämen derzeit interessanterweise aus Afghanistan und Aserbaidschan, doch auch in Osteuropa sei die Nachfrage nach jungen Managern mit vielfältigen Sprachkenntnissen und westlicher Einstellung ungebrochen. „In Österreich überwiegt die Suche nach jungen, internationalen Vertriebsmitarbeitern im klassischen Sinn, wie Verkaufsleiter. Geht es allerdings um Leitungsfunktionen in höherer Ebene, sind eher erfahrene Personen gefragt“, ergänzt Eckerstorfer. Neutrale Suche Der Vorteil eines internationalen Personalberaters liegt klar auf der Hand: er ist auf die gewünschte Branche spezialisiert, sucht länderübergreifend und bedient sich unterschiedlicher Medien, zudem wird eine Vorauswahl getroffen. „Wir bedienen uns persönlicher Social-Netzwerke, über die potenziell geeignete Bewerber nach Softskills durchleuchtet werden. Dann führen wir Interviews mit allen Kandidaten und treffen eine Vorselektion entsprechend des Anforderungsprofils, was den Auswahlprozess für den Auftraggeber erheblich verkürzt“, erklärt Eckerstorfer die Vorgehensweise. So findet Interview mit Martin Eckerstorfer Geschäftsführer & Partner Reinecke & Associates sich im Zeitraum von durchschnittlich einem bis drei Monaten der passende Bewerber. „Durch den engen Kontakt zu Top-Leuten ergeben sich oft kurzfristig Vermittlungsmöglichkeiten“, weiß er. Durch seine jahrelange internationale Tätigkeit erstreckt sich seine direkte Kompetenzregion neben Österreich und Osteuropa auch über die CIS-Staaten, die ehemaligen SU-Staaten und den mittleren Osten bis nach Afrika. Zusätzlich zur Personalberatung hat sich das Unternehmen auch im Bereich Mergers & Acquisitions einen Namen gemacht. www.logistik-express.at LOGISTIK express 4|2009 33

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