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LE-4-2009

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

IM FOKUS Prinzipiell

IM FOKUS Prinzipiell dienen Staplerleitsysteme (SLS) der optimalen Steuerung der Transportaufträge von der Produktionsübernahme bis hin zur Endverladung, wobei der Staplerfahrer lediglich die Aufträge auf sein Terminal erhält. Da das System mehr „weiß“ als der Fahrer, arbeitet es üblicherweise nach dem Push-Prinzip, dabei gibt das System die auszuführenden Transporte vor. Zusätzlich werden die Transportaufträge nach Prioritätsstufen verwaltet, ebenso wie Staplerdaten und der Personalstamm. Voraussetzungen Leider ist es mit dem Kauf der Soft- und Hardware zur Implementierung eines SLS nicht getan. „Um später eine eindeutige Identifizierung und Positionierung zu ermöglichen, muss die Lagerfläche genau vermessen und modelliert werden“, erklärt Mag. Karl Kaufmann, MBA, Geschäftsführer der Metasyst Informatik GmbH. Neben der Installation der Software und der Inbetriebnahme des Staplerleit- sowie des Warenmanagementsystems ist der dritte Hauptfaktor die Ausstattung der Stapler und der Lagerhalle mit dem Navigationssystem. Nur um den Block? Besonders in der Getränkeindustrie kommen aus Platzgründen häufig Blockläger zum Einsatz. Ein neuentwickeltes Staplerleitsystem erhöht nun die Effizienz und Genauigkeit ebenso wie es die Nachverfolgbarkeit garantiert. wie eine Hub- und Drucksensorik am Stapler vonnöten (siehe Grafik). Während der Stapler sich völlig frei durch das Lager bewegt, tastet ein eigens montierter Sensor auf dem Staplerdach kontinuierlich die Hallendecke nach den Referenzstreifen ab. Trifft der Laserstrahl einen solchen Streifen, wird dadurch die Position millimetergenau erfasst. „Die Navigation erinnert an einen Kreiselkompass“, meint Kaufmann, „Seitwärtsbewegungen werden durch einen Winkelsensor erkannt. In Kombination mit der tatsächlich gefahrenen Strecke, die der Wegsensor registriert, ergibt sich die absolute Staplerposition.“ Eventuelle Abweichungen durch Schlupf oder Abrieb würden durch eine Neukalibrierung bei der Durchfahrt unter den Referenzstreifen ausgeglichen. Interview mit KARL KAUFMANN Geschäftsführer METASYST Dies ermöglicht die optimierte Kapazitätsund Ressourcenplanung, da sichtbar wird, wo was steht. Mittels einer Hub-Sensorik wird die jeweilige Höhenposition registriert, wodurch sich die exakte Position jeder einzelnen Palette im Blocklager festhalten lässt. Die Identifikation der Palette erfolgt dadurch lediglich bei der Übernahme, nicht mehr jedoch bei der Lagerung – die Verfolgung erledigt die Software. Lokalisierung Das Um und Auf eines funktionierenden Staplerleitsystems ist die Positionierung. Für die automatische Ortung via Wegstreckenmessung, wie sie das neuentwickelte System der Metasyst verwendet, sind Decken-Referenzstreifen an neuralgischen Punkten so- So funktioniert’s Das SLS führt den Staplerfahrer via Anzeige (Auftrag) auf dem Fahrzeugterminal zum Abhol- oder Abgabepunkt. Das am Stapler montierte Streckenmessgerät registriert den Fahrweg, gleichzeitig erfolgt eine Fahrwegsund Positions-Visualisierung am Leitstand. Kontrollinstanz Das SLS gibt vor, der Mensch hat allerdings das letzte Wort: „Ist durch irgendetwas der Weg versperrt oder der vorhergesehene Abstellplatz nicht erreichbar, beispielsweise wenn eine Kiste umgefallen ist, kann der Fahrer einen alternativen passenden Platz auswählen und ins System eingeben. Hier zeigt sich auch deutlich der Vorteil eines Menschen gegenüber eines Fahrerlosen Transportsystems“, erläutert Kaufmann. Dieses würde nämlich vor dem Hindernis warten, bis der Weg wieder frei sei, und somit wertvolle Zeit vergeuden. Anwendungsgebiet Das SLS dient in erster Linie einer Eliminierung der Leerfahrten sowie einer Optimierung der Flächennutzung im Blocklager. Kaufmann: „Vor der Durchführung eines Projektes empfiehlt sich die Errechnung des Potenzials für ein SLS. Betragen die Leerfahrten 20 Prozent der Gesamtfahrten, amortisiert sich so ein System in weniger als drei Jahren.“ Ein großer Vorteil ist die Qualitätssicherung: durch die automatische Steuerung kommen nur Waren des gleichen Ablaufdatums (MHD) in einen Block, es wird stets die älteste Ware entnommen. Das SLS garantiert 100prozentige Leistungstransparenz bei zugleich 100prozentiger Chargen- und MHD- Verfolgung. 28 LOGISTIK express 4|2009 www.logistik-express.at

IM FOKUS Nach MEINEM Plan Das Charterangebot der ErlebnisBahn lässt Bubenträume wahr werden: einen ganzen Zug für sich allein zur Wunschdestination dirigieren, oder in einem liebevoll restaurierten Original-Oldtimerbus fahren. Der „Blaue Blitz“ Für Gewöhnlich denken Logistiker bei der Bahn an den Gütertransport, aber so kurz vor Beginn der Advents- und Weihnachtsfeiernzeit kann man sich ruhig auch ein Mal die anderen Angebote ansehen, die es gibt. Für jeden Anlass Egal ob Betriebsausflug oder Kundenevent, Hochzeit oder Partyzug – den Wünschen und Ideen sind kaum Grenzen gesetzt. Die Auswahl reicht von nostalgischen Zugklassikern bis zu modernen Reisezügen, Verpflegung mit Snacks bis zur Sternenküche, Zugfahrt als Selbstzweck oder All-inklusive-Programmpaket zu Veranstaltungen. Große Vielfalt Bequem machen kann man es sich in den Sitzwagen der ersten und zweiten Klasse, für Stimmung sorgt im Speisewagen die Tonanlage. Wer die flüssige der festen Nahrung vorzieht, sollte das elegant-exklusive Ambiente eines Salon-Barwagens testen oder ein Mal bei einer Ausfahrt im umfunktionierten Heurigenwagen dabei sein. Die zusätzliche Ausstattung mit Küche, Betten und Dusche macht den Salon-Wagen zum fahrenden Hotel. Am edelsten und beliebtesten sind aber die Nostalgietriebwagen wie beispielsweise der legendäre „Blaue Blitz“ aus den 1950er Jahren, die Nostalgiesitzwagen mit ihren großen Panoramafenstern oder gar offenen Plattformen laden zum Genießen der Landschaft ein. Wie oft nimmt man sich denn noch die Zeit, sich gemütlich zurückzulehnen und zu fahren, nur um des Fahrens Willen? Zuverlässige Elektro- und Diesellokomotiven ziehen einen sicher durch die Landschaft, auf besonderen Wunsch hin dürfen aber sogar historische Dampflokomotiven ihre Garage verlassen. Auch den Busfans wird etwas geboten, das Highlight ist mit Sicherheit der Saurer 5GF-O „Glocknertyp, ein Bus mit 29 Sitzplätzen aus dem Jahr 1953 im Originalzustand. Oder der Gräf & Stift 145-FON, Baujahr 1962. Die nächste Feier kann kommen! www.hochleistungsstapler.at Die neuen Elektro-Dreirad-/Vierradstapler. Neue Lösungen für Energie und Effizienz. www.logistik-express.at LOGISTIK express 4|2009 29

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