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LE-4-2009

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

IM FOKUS Bekannt wurde

IM FOKUS Bekannt wurde die Agrana vor allem durch die Herstellung von Zucker, und so werden jährlich auch noch sehr große Mengen an Zuckerrüben, Rohzucker und Stärkekartoffeln verarbeitet. Den höchsten Anteil macht in der Zwischenzeit jedoch die Produktion von Fruchtzubereitungen für Molkereien aus, im Jahr 2008 passierten fast eine Milliarde Tonnen Früchte die Anlagen. Insgesamt konnte die Agrana dadurch im Geschäftsjahr 2008/2009 2,026 Mrd. EUR Umsatz erzielen. Agrana Fruit Service Die AGRANA Fruit Austria GmbH als eine Division der Agrana-Gruppe ist auf die Produktion hochwertiger Fruchtzubereitungen wie etwa Pürees spezialisiert. Im steirischen Gleisdorf sind etwa 300 Mitarbeiter an 5 Tagen die Woche im Dreischichtbetrieb im Einsatz. „Der internationale Fruchteinkauf wird von Wien aus gesteuert, die Auslieferung in die Werke läuft über das Lager in Holland“, verrät Hanspeter Jauk, technischer Leiter der Niederlassung. Da etliche Fruchtsorten sehr rasch verderben, werden sie gefroren angeliefert – eine besondere Herausforderung für Lager, Material und auch Mitarbeiter, denn: „In unserem Tiefkühllager hat es minus 20 Grad“, erklärt Jauk. Wöchentlich werden etwa 60 LKW-Ladungen angeliefert, noch macht sich die generell schwierige wirtschaftliche Situation kaum bemerkbar. Jauk: „Bei einer so rasch verderblichen Ware wie der unseren wäre ein Rückgang sofort spürbar. Glücklicherweise befinden wir uns aber derzeit noch auf Vorjahresniveau, auch wenn das Agieren am Markt nicht einfacher wird. Was zählt, ist neben den Verkaufspreisen vor allem das Erfüllen der strengen Qualitätsstandards, und da haben wir die Nase vorn.“ Qualität und Zuverlässigkeit Was für das Produkt gilt, gilt natürlich auch für die gesamte Anlage und den Fuhrpark, und so stellt die Agrana höchste Ansprüche an das Material. Deshalb setzt das Unternehmen auf seine Partnerschaft mit Jungheinrich. „Wir haben im Jahr 2008 einen großen Anbietervergleich gemacht. Abgesehen davon, dass kaum ein Anbieter unsere Anforderungen erfüllen konnte, überzeugte Jungheinrich einfach mit seiner Qualität“, erzählt Jauk. Und es kam noch besser: „Was wir nie erwartet hätten, traf tatsächlich ein: Wir konnten mit den neuen Geräten die Energiekosten für Ladungen um 30 Prozent senken“, ist Jauk begeistert. Dank eines Subzählers werden die Einsparungen genau dokumentiert. Da es sehr viele Nassbereiche gibt, stellte die adäquate Bereifung eine besondere Herausforderung dar, die v.l. Otto Fabits, Prokurist Key Account Manager Jungheinrich, Christian Erlach, Geschäftsführer, Jungheinrich und Hanspeter Jauk, Technical Manager, Agrana Süß und fruchtig Wenn Sie in letzter Zeit irgendwo ein Fruchtjoghurt gegessen haben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die darin enthaltene Fruchtmasse aus Österreich kam. Als Weltmarkführer bei Fruchtzubereitungen und zudem größter Produzent von Fruchtsaftkonzentraten in Europa legt die Agrana höchsten Wert auf Qualität, in jeder Hinsicht. durch eine intensive Zusammenarbeit bei der Reifenwahl und der Traktionskontrolle gemeistert wurde. Insgesamt sind 41 Elektrostapler im Einsatz, vom Schubmaststapler in Tiefkühlausführung über Vierradstapler bis hin zu Hoch- und Niederhubwägen. Für den Großteil davon hat Agrana Rental-Verträge abgeschlossen. „Das bringt für uns den klaren Vorteil, dass wir uns um Service und Wartung nicht mehr selbst kümmern müssen. Dadurch konnten wir eine halbe Arbeitskraft einsparen“, berichtet Jauk. Hygiene wird großgeschrieben Als Hersteller von Lebensmitteln erfüllt AGRANA strenge Hygienevorschriften. Eine davon besagt, dass in der Produktion keinerlei Gläser ohne geprüfte, zertifizierte Schutzfolien verwendet werden dürfen – dazu zählen auch die Scheiben der Stapler. Jauk: „Sämtliche Scheiben wurden von Jungheinrich mit einer Splitterschutzfolie ausgestattet. Geht doch ein Mal etwas zu Bruch, wird sofort „Glasalarm“ ausgerufen, und sofortiger Stillstand tritt ein. Erst wenn alles beseitigt ist, kann die Produktion weiterlaufen, damit garantiert kein Fremdkörper in die Lebensmittel gelangt.“ Jedem sein Stapler „Im Tiefkühl- und im Auslieferungslager erfolgt eine genaue Zuordnung der Fahrzeuge zu Personen. Dadurch konnten wir die Anzahl der Gewaltschäden und den Wartungsaufwand an den Fahrzeugen und den Regalen (auch die sind von Jungheinrich, Anm.) deutlich senken“, freut sich Jauk. Zur entsprechenden Bewusstseinsbildung haben wohl auch die Mitarbeiterschulungen beigetragen. Durchgeführt wurden sie von Jungheinrich – wie sollte es auch anders sein. Hanspeter Jauk und Christian Erlach inspizieren den neuen Stapler von Jungheinrich 20 LOGISTIK express 4|2009 www.logistik-express.at

IM FOKUS In bereits 140 Märkten in Zentral- und Südost-Europa mit über 10.000 Mitarbeitern bietet das Unternehmen mit Stammsitz in Klosterneuburg seinen Kunden alles, was das Heimwerkerherz höher schlagen lässt. Kein Wunder, dass der Gruppen-Umsatz im Jahr 2008 um 12,5 Prozent auf stolze 1,42 Milliarden Euro gestiegen ist. Zum weiteren Wachstum neben dem geplanten Markteintritt in der Türkei 2010 trägt auch die inzwischen auf sechs angewachsene Baumärkte-Anzahl in Kroatien bei. Hilfreich dabei ist das spezielle Preis- und Servicepaket, mit dem bauMax in Kroatien aufwartet: das „every day low price“-Konzept. Mit der Tiefpreispolitik reagiert bauMax – auch in Rumänien und Bulgarien - auf die Bedürfnisse der aufgrund der internationalen Wirtschaftsund Finanzkrise sensibilisierten Kunden und garantiert ihnen Mehrwert für ihr Geld. Ein besonderes Zuckerl für Eilige ist zudem der große Drive-In-Bereich des neueröffneten Marktes in Zagreb Sesvete, wo man direkt hineinfahren und die Waren ins Auto oder auf den Kleinlastwagen laden kann. Logistische Herausforderung Aufgrund seiner Form entlang des Meeres sind die Transportwege in Kroatien ungewöhnlich lange im Vergleich zur Größe des Landes. Die meisten Lieferanten finden sich im Hinterland rund um Zagreb, und hier beginnt das Problem: „Für viele Lieferanten ist es unrentabel, Kleinmengen in die weiter entfernten Märkte in Zadar oder Split zu transportieren“, weiß Dr. DI. Alexander Wiegele, Geschäftsführer der bauMax Import & Logistik GmbH. Aus diesem Grunde hat das Unternehmen ein innovatives Konzept entwickelt, um das Problem zu lösen: „Es handelt sich hierbei um eine Logistikdienstleister-Plattform, über die sämtliche nationalen Transporte gebündelt werden sollen“, erklärt Wiegele. Bei einer Plattformausschreibung mit anschließendem Bieterprozess ging die Gebrüder Weiss Ges.m.b.H als Sieger hervor. bauMax expandiert in Kroatien Trotz der wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen hält bauMax an seinen Expansionsplänen in Zentral und Südosteuropa weiter fest. Für den geographisch herausfordernden Markt Kroatien setzt der führende Bau- und Heimwerkermarkt auf die Kooperation mit Gebrüder Weiss. Interview mit Alexander Wiegele Geschäftsführer bauMax Import & Logistik GmbH Die beste Lösung „Uns war die Flächendeckung im Land sehr wichtig. Die Gebrüder Weiss konnten uns eine Standortstruktur bieten, die unserer Marktpositionierung entspricht“, freut sich Wiegele. Immerhin verfügen die Gebrüder Weiss allein in Zagreb über 3.600 m2 Umschlagsfläche. Das Projekt wurde zwar erst im Oktober gestartet, aber schon heute nehmen einige Lieferanten das Angebot an und nutzen die bestehende nationale Crossdocking-Plattform von GW. Geplant ist langfristig eine komplette Zentralisierung und Vereinheitlichung des Logistiksystems für alle kroatischen bauMax-Lieferanten. „Schon seit Jahren erfolgen die bauMax-Bestellungen bei den Lieferanten über eine internetbasierte online-Plattform - genannt Jet4max – wo sich die Lieferanten ihre Daten in die jeweils notwendigen Datenformate automatisiert konvertieren lassen können. Die nunmehrige Umstellung der Frachtavisierung und Sendungsverfolgung auf ein Online-Portal, welches Gebrüder Weiss für Kroatien zur Verfügung stellt, war somit der nächste logische Schritt“, ist Wiegele überzeugt. Immerhin tätigen die sechs Märkte mit einer Gesamtfläche von 7.000 m² bis 18.000 m² jährlich bis zu 25.000 Bestellungen mit einem Stückgut-Sendungsvolumen von 30.000 m³. „Täglich gibt es bis zu 50 Anlieferungen je bauMax-Markt. Würde nun zusätzlich jeder einzelne Lieferant mit seinem eigenen LKW vorfahren, käme es zu sehr langen Wartezeiten und Staus“, zeigt Wiegele Vorteile der Bündelung auf, „das spart Frachtkosten und entlastet gleichzeitig die Umwelt.“ Verteilung über Hubs Für die Sammelbelieferung der bauMax- Märkte in Zagreb (zwei Filialen), Varazdin, Osijek, Split und Zadar nutzen die Gebrüder Weiss ihre Hubs und Lagerhäuser in Zagreb, Osijek, Rijeka, Split, Zadar und Dubrovnik, wobei der Großteil (ca. 85%) über den Haupthub in Zagreb abgewickelt wird. So kann die Regellaufzeit von 48 Stunden von der Abholung der Ware bis zur Anlieferung in den Märkten gewährleistet werden. Ein modernes Track&Trace-System ermöglicht die lückenlose Verfolgung der Sendungen. www.logistik-express.at LOGISTIK express 4|2009 21

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