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LE-4-2008

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

IM FOKUS D en Wenigsten

IM FOKUS D en Wenigsten blieb bislang verborgen, dass das weite Themenfeld der Logistik auch in Zukunft noch gute Wachstumschancen verspricht, weshalb auch mehr und mehr Anbieter auftauchen und ein Stück vom Kuchen mitnaschen wollen. In dieser Konkurrenzsituation ist es immer gut, sich vom Mitbewerb unterscheiden zu können, und eine der besten Möglichkeiten hierfür bieten Serviceleistungen. Zusatzdienste, für die ein hohes Maß an Erfahrung und/oder Know-how nötig ist, dienen heute als Alleinstellungsmerkmal und fördern so den Unternehmenserfolg. Logistik Express hat drei diesbezügliche Vorreiter zum Gespräch gebeten. Mehr als nur Transport Interview mit HUBERT MIERKA Mierka Donauhafen Krems Gesellschaft m.b.H & Co KG Erfolgssicherung durch Service Für Hubert Mierka, Inhaber und Geschäftsführer der Mierka Donauhafen Krems Gesellschaft m.b.H. & Co KG und auch Geschäftsführer der Wiencont Krems, der Danugrain und der Mierka Befrachtung, umschließt ganzheitliche Logistik neben der Darstellung von Supply Chain Management-Prozessen vor allem das umfassende Begleiten von Güterbewegungen, sämtliche Informationen und auch die Beschaffungslogistik. Ein gutes Beispiel hierfür seien Rohstoffe: „Die Beförderung von Rohstoffen schließt die Planung der zeitlichen Abläufe, notwendige Lagerstände unter Berücksichtigung eventuell möglicher Verzögerungen, Lieferzeiten, Lieferquellen und mögliche Risiken mit ein.“ Diese klar herauszuarbeiten sei ein wesentliches Ziel der Logistik. Hinzu kämen die möglichen Risiken bei Verzögerungen. „Wir wollen die Risiken gemeinsam mit den Kunden abfedern, hier Lösungen zu erarbeiten zählt mit zu den spannendsten Aufgaben der Logistik.“ Natürlich müssten auch die Kosten berücksichtigt werden, denn Warenbindung bedeute auch immer Kapitalbindung. Auf der Basis klarer Informationen wäge das Unternehmen dann gemeinsam mit den Kunden ab, was beispielsweise absolute Liefersicherheit koste. „Die Logistik ist heute weit mehr als nur Transport und Informationen, sie ist ein komplexer und vernetzter Prozess“, stellt Mierka fest. Für immer mehr Unternehmen sind Zusatzleistungen ein Entscheidungskriterium bei der Partnerwahl. Umfassende Services und ganzheitliche Lösungen sind gefragt, bilden manchmal sogar das Zünglein an der Waage. TEXT: ANGELIKA THALER Stellenwert außer Frage „Der Stellenwert der Logistik wird immer größer!“ ist für Mierka klar. Die bereits hervorragenden technischen Voraussetzungen würden dazu beitragen, beispielsweise wachsende Informationsmengen mit zunehmender Geschwindigkeit zur Verfügung zu stellen, gleichzeitig steige das Angebot an dementsprechenden Werkzeugen, die auch immer komplexer und anspruchsvoller würden. „Es geht darum, die richtigen Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zusammenzuführen, das ist einer der Vorteile moderner Logistik“, so Mierka. „Die Logistik ist heute weit mehr als nur Transport und Information, sie ist ein komplexer und vernetzter Prozess“ HUBERT MIERKA Trimodalität als Zuckerl Mierka ist ein trimodaler Logistiker, der drei Verkehrsträger vereint. „Als Hafenumschlagsunternehmen verknüpfen wir das Binnenschiff mit dem LKW und dem Wagon“, erklärt Mierka, „Zudem bieten wir begleitende Dienstleistungen, etwa die Lagerung. Wir haben spezielle Rohstoff-Lager, dank derer wir etwa Just-in-Time-Services für die Industrie anbieten können.“ Des Weiteren übernehme das Unternehmen gerne die Ver- und Entpackung von Produkten, auch eine Fülle von Services für Container – etwa das Stuffen und Strippen (Be- und Entladen, Anm.) – bei Bedarf in Kombination mit einem Zollservice (das Firmengelände dient gleichzeitig als offizieller Zollamtsplatz mit eigenen Beamten) zähle zum umfangreichen Angebot. Zu guter Letzt organisiere Mierka Donauhafen Krems auch zugeschnittene trimodale Transportlösungen und biete Logistikpakete mit unterschiedlichen Dienstleistungen für bestmögliches Kundenservice. „Da unser Unternehmen eigentümergeführt ist, haben wir sehr schnelle Entscheidungsprozesse und FOTOS: ISTOCKPHOTO.COM 16 LOGISTIK express 4|2008 www.logistik-express.at

IM FOKUS können flexibel auf Kundenwünsche eingehen.“ Stolz ist Mierka auch auf sein zuverlässiges Team, das sich durch hohe Professionalität und wenig Fluktuation auszeichne: „Schon aufgrund unserer Unternehmenskultur sind die Mitarbeiter sehr wichtig, nicht wenige sind schon Jahrzehnte bei uns.“ Gleichgewicht finden Bei jedem Kundenauftrag werde genau kalkuliert: „Eine Dienstleistung macht nur dann Sinn, wenn Sie auch Nutzen für den Kunden kreiert“, ist Mierka überzeugt. Die Vorteile müssten in Gemeinschaft mit den Kunden einzeln herausgearbeitet werden. Aus manchen jahrelangen Kundenbeziehungen seien auch schon Partnerschaften entstanden, mit denen gemeinsam Lösungsmöglichkeiten erarbeitet würden. „Für solche Partnerschaften sind gegenseitiger Respekt und Vertrauen die Grundvoraussetzung, und dieses zu rechtfertigen, ist unsere tägliche Aufgabe“, ist Mierka überzeugt. Ganzheitlichkeit gegen Komplexität Interview mit ACHIM TAYLOR Kühne + Nagel Gesellschaft m.b.H Für Achim Taylor, Generaldirektor bei der Kühne + Nagel Gesellschaft m.b.H, ist die stets zunehmende Relevanz des Global Sourcing und der damit einhergehenden komplexeren Strukturen der Logistik über Ländergrenzen und Ladungsträger hinweg offensichtlich: „Alle Bereiche vom Lagern, Kommissionieren bis zum weltweiten Weiterversand müssen abgedeckt sein, wir dürfen nicht nur Insellösungen sehen. Die immer komplexeren Warenströme und Firmenorganisationsstrukturen machen heutzutage ein ganzheitliches Logistikangebot unverzichtbar.“ Hinzu kämen langjährige Kunden, die im Zuge ihrer Unternehmensstrategie in zusätzliche Länder expandieren und auch wegen des einheitlichen Approaches gemeinsam mit Kühne + Nagel neue Märkte erschließen wollen würden. „Wir verfügen über eine eigene, ganzheitliche Division – „Lead Logistics Solutions“ – die über verschiedene Verkehrsträger und Regionen hinweg Logistikdienstleistungen für unsere Kunden organisiert und auch abwickelt“, erläutert Taylor. Dies hieße jedoch bei Weitem nicht, dass dadurch das „normale“ Geschäft wegfalle, auch wenn bei solchen Aufträgen der Mehrwert „Immer komplexere Warenströme machen ein ganzheitliches Logistikangebot unverzichtbar.“ ACHIM TAYLOR geringer ausfalle. „Um als Logistikdienstleister erfolgreich zu sein, muss ich mich von der Konkurrenz abheben. Angebote wie Netzwerk-, Struktur- oder Gravitationsanalysen sind nur ein paar der dafür möglichen Mittel und Werkzeuge“, ist Taylor überzeugt. Durch die Kombination der beratenden mit der umsetzenden Funktion sei es auch möglich, eindeutig zu belegen, warum sich beispielsweise im Prozessablauf der Kunden etwas ändern oder auch bestehen bleiben solle. Immer kleiner immer weiter Die Globalisierung ist jedoch nicht der einzige Grund, der die ganzheitliche Sichtweise nötig mache: „Produktionszyklen werden stets schneller, kürzer und gleichzeitig viel globaler und damit komplizierter gesourct. Parallel dazu sehen wir uns mit immer kleineren Losgrößen konfrontiert“, führt Taylor aus, wo weitere Herausforderungen lauern. Um diesen zu begegnen baue Kühne + Nagel etwa auf ausgeklügelte neue IT-Konzepte und einheitliche Logistiktools. „Hier ist auch der Mensch gefordert, umzudenken und den Weg für einen ganzheitlichen Blick auf die gesamte Kette frei zu machen. Tools müssen entlang der gesamten Supplychain entwickelt werden“, ist Taylor überzeugt. „Der Trend zum Outsourcing ist nach wie vor ungebrochen, auch wenn vereinzelte Unternehmen vielleicht bereits über Re-Regionalisierung nachdenken“, meint Taylor und fügt hinzu: „Fakt ist jedenfalls, dass besonders in Zeiten, in denen die wirtschaftliche Situation etwas trüber wird, ganzheitliche Logistik eine wichtige Rolle spielt.“ Abheben vom Mitbewerb Christian Erlach, Geschäftsführer der Jungheinrich Austria Vertriebsges.m.b.H, ist von der zunehmenden Relevanz umfassender Serviceleistungen überzeugt: „Logistik Services stellen einen entscheidenden Faktor zur Unterscheidung im Wettbewerb dar. Sei es im Bezug auf Reaktionszeiten, Ersatzteilverfügbarkeiten oder die kontinuierliche Wartung – hier werden Unterschiede besonders deutlich.“ Dementsprechend positiv sei auch das Feedback der Kunden zu den angebotenen Leistungen. „Bei Kundenanalysen wurden wir hervorragend bewertet. Immerhin verfügen wir auch österreichweit über die größte Anzahl an Servicetechnikern“, meint Erlach stolz. Die Vorteile für die Kunden lägen klar auf der Hand: Je mehr Techniker verfügbar seien, desto einfacher sei auch die Disposition, wodurch stets der nächstgelegene und für den jeweiligen Bedarfsfall bestqualifizierte Techniker zum Kunden geschickt würde: „Mehr als 95 Prozent aller Störungen können wir binnen 24 Stunden beheben“, merkt Erlach an. Alles aus einer Hand Jungheinrich bietet weit mehr als nur Stapler, Kunden erhalten auf Wunsch die komplette innerbetriebliche Logistik. Von der Planung und Beratung über Generalunternehmerschaft, Stapler, Regale und Lagersoftware bis hin zum Datenfunk. Das Angebot der Serviceleistungen rundet das Portfolio ab. „Es geht auch darum, den Kunden den Werterhalt ihrer Investition zu garantieren. Ein Gerät, das nicht einsatzbereit ist, hat keinen Wert – deshalb ist die hohe Verfügbarkeit durch beste Serviceleistungen so unglaublich wichtig“, führt Erlach aus. Neben vorbeugender Wartung, Ersatzteilen und gegebenenfalls Reparaturen bietet Jungheinrich umfassende Serviceverträge inklusive Sicherheitsüberprüfungen und sogar ein „rundum sorglos Paket“, das permanente Beratung vor Ort durch den Serviceleiter einschließt. Das bringt die Zukunft „Die Logistik ist heute schon deutlich vernetzter, auch innerhalb der Betriebe. Anbieter mit Komplettportfolio kommen diesem Umstand entgegen“, erläutert Erlach. Er ortet auch einen steigenden Bedarf an fahrerlosen, untereinander kommunizierenden Transportsystemen. „Begleitende Wareninformationen gewinnen an Bedeutung, RFID-Lösungen sind auf dem Vormarsch. Je höher die Stückzahlen und der Warenwert sind, desto günstiger wird das System, auch wenn die Entwicklung noch eher am Anfang steht“, sieht Erlach voraus. „Der Trend zum Outsourcing ist nach wie vor ungebrochen.“ CHRISTIAN ERLACH Interview mit CHRISTIAN ERLACH Jungheinrich Austria Vertriebsges.m.b.H www.logistik-express.at LOGISTIK express 4|2008 17

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