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LE-3-2016

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

INTRALOGISTIK So kann

INTRALOGISTIK So kann mittels OPS ein sehr breites Artikelspektrum mit einer Vielzahl an Klein- und Kleinstartikeln problemlos beherrscht werden. Pufferstrecken vor den Arbeitsplätzen ermöglichen die sequentielle Bereitstellung der Lagerbehälter und entlasten diese gleichzeitig von der Geschwindigkeit der hochdynamischen Regalbediengeräte der Witron-Tochter FAS (Förder AnlagenSysteme GmbH). Für die in Mladá Boleslav durchgeführte Erweiterung hat Witron gemeinsam mit ŠKODA und dem TÜV Rheinland patentierte Pick-Arbeitsplätze entwickelt, welche in Bezug auf Arbeitsplatzergonomie die hohen Konzernanforderungen vollumfänglich erfüllen. „Diese beinhalten das Bereitstellen der Ware nach dem Waren-zur-Person-Prinzip, um 45 Grad geneigte Behälter, die Höhenverstellbarkeit des Arbeitsplatzes mittels eigenentwickelter Bodenplatten, sowie eine signifikante Geräuschreduktion am Arbeitsplatz und in der ganzen Anlage. Ebenso müssen aufgrund der komplett automatisierten Zu- und Abführung die Behälter nicht mehr gehoben bzw. getragen werden“, erklärt Witron-Prokurist JOSEF GALLERSDÖRFER, PROKURIST WITRON Josef Gallersdörfer. „Des Weiteren besteht für den Kommissionierer die Möglichkeit, wahlweise während der Arbeit zu sitzen oder zu stehen beziehungsweise Touch-Screens oder ein Fußpedal zum Quittieren der Aufträge zu nutzen.“ Zudem sind die Arbeitsplätze hell und optisch ansprechend gestaltet, um so eine gewisse Wohlfühlatmosphäre für den Mitarbeiter zu schaffen. Denn gute und zufriedene Mitarbeiter sind für ŠKODA die Basis für langfristigen wirtschaftlichen Erfolg. An jedem der drei neuen Arbeitsplätze können bis zu zehn Aufträge parallel kommissioniert werden. Ein Lagerbehälter kann hier bis zu vier verschiedene Produkte gleichzeitig enthalten. Die weitestgehend fehlerfreie Kommissionierung ist durch den Einsatz von Pick-by-Light-Anzeigen sowie integrierte Flächenscanner gewährleistet. Ebenso wird der Mitarbeiter durch akustische Signale auf Kommissionierfehler aufmerksam gemacht. Jeder Prozessschritt wird mit Terminal-Dialogen transparent dargestellt. Die durchschnittliche Kommissioniergeschwindigkeit liegt bei 220 Picks pro Arbeitsplatz / Stunde. Neue Technologie ermöglicht maximale Lagerverdichtung Um eine maximale Verdichtung im Lager zu erreichen, kommt bei ŠKODA eine weitere technische Witron-Innovation zum Tragen. Die im neuen AKL verwendeten Behälter unterschiedlichster Größe und Höhe werden auf Trays transportiert. Dabei ist der Boden der Tray-Trägerplatte so flexibel konzipiert, dass damit zwischen einem und vier Behältern gleichzeitig transportiert werden können. Erkennt das OPS-System, dass sich beispielsweise auf Trays mit zwei bzw. vier Behältern eine gewisse Anzahl an leeren Behältern im AKL befindet, werden diese automatisch an einen Verdichtungsplatz ausgeschleust. Hier erfolgt die mechanisierte Trennung von vollen und leeren Behältern. Volle werden mechanisiert auf einem Zweier- bzw. Vierer-Tray zusammengeführt und gehen zurück ins AKL. Leere werden ebenso mechanisiert auf einem Zweier-bzw. Vierer-Tray gebündelt und kommen in den Wareneingang, wo sie unmittelbar wieder befüllt werden können. Am Verdichtungsplatz erfolgt die Verdichtung jedoch nicht nur mechanisch, sondern wird unmittelbar im Lagerverwaltungssystem aktualisiert. Eine manuelle Unterstützung ist für diesen Prozess nicht mehr notwendig. „Diese systemseitige Verdichtung ermöglicht es, volle und leere Behälter zu trennen sowie automatisch und softwaretechnisch wieder zusammenzuführen, um die vorhandenen Lagerkapazitäten optimal auszunutzen“, sagt Gallersdörfer. „Durch die dadurch erreichte Kompaktheit in der Anlage kann so ein noch größeres Sortiment im AKL logistisch effizient abgearbeitet werden.“ 28 LOGISTIK EXPRESS 3/2016

Modernes Witron-Staplerleitsystem ITM erfolgreich realisiert Im Rahmen eines durchgängigen, ganzheitlichen Logistik-Gesamtkonzeptes hat ŠKODA mit Witron auch ein neues Staplerleitsystem erfolgreich integriert. Nach 15 Betriebsjahren wurde das bestehende Staplerleitsystem M.O.B durch die aktuelle, datenbankbasierende Produktlösung ITM (Integrated Transfer Management) für die Transportoptimierung in den manuellen Lagerbereichen abgelöst. Bereits zwei Tage nach Hochlauf wurden 100 Prozent der definierten Leistung erreicht. ITM kommuniziert bei ŠKODA direkt mit der SAP-Lagerverwaltung. Mittels ITM werden nicht nur große und sperrige Produkte transportiert, die im AKL nicht verwaltet werden können. Auch der komplette Warentransport zwischen verschiedenen Lagerbereichen des insgesamt 74.000 m² großen ŠKODA- Areals wird über ITM gesteuert. Eine Vielzahl an Funktionalitäten für die Wareneingangserfassung, Einlagerung, Umlagerung, Kommissionierung sowie den Warenausgang optimieren die Prozesse in den unterschiedlichsten manuellen Lagerbereichen von ŠKODA. Ausgereifte Funktionalitäten unter anderem für die automatische Auftragszuteilung, Wegeoptimierung oder auch die Einbindung eines Hochregallagers eines Fremdanbieters für den Nachschub schaffen einen hohen Benefit für das Personal. Aktuell sind circa 160 Logistik-Arbeiter im Dreischichtbetrieb mit Stapler- und Handterminals ausgestattet – ein weiterer Ausbau ist geplant. Des Weiteren verfügt ITM auch über eine nahtlose Integration zum Witron-AKL, damit beispielsweise Auftragsbehälter unmittelbar nach Kommissionierung gebündelt in den Warenausgang bzw. Leerbehälter in den Wareneingang gelangen. Generell kommuniziert ITM als Subsystem über offene Schnittstellen und kann sowohl an SAP als auch an alle weiteren Warenwirtschaftssysteme angebunden werden. Auch die Anbindung an kundenspezifische Lagerverwaltungssysteme ist in der Praxis problemlos möglich. Die beleglose Abwicklung der Transportaufträge erfolgt je nach Kundenwunsch mittels Handterminals, Gabelstapler-Terminals oder Pickby-Voice-Geräten. „Die Firma Witron ist für ŠKODA AUTO a.s. und den Bereich OT/OZ bereits über Jahre hinweg ein wichtiger Lieferant von automatisierter und konventioneller Lagertechnik“, sagt Jira. „Während dieser gesamten Zeit sind unsere Erfahrungen in beiden Bereichen durchweg positiv.“ Seit 1998 sind mit Witron mittlerweile weitere fünf größere Projekte erfolgreich umgesetzt worden. „Wir sind davon überzeugt, dass unser Logistikzentrum ein weltweites Benchmark für ähnliche Depots im Bereich OT/OZ-Verkauf ist“, so Jira. Und für die Zukunft hat ŠKODA bereits weitere Pläne: Im Verlauf der kommenden Jahre soll das Ersatzteilzentrum in Mladá Boleslav im großen Stil strategisch erweitert und um eine weitere Halle ergänzt werden. Kurzfristig können dann zwei zusätzliche AKL-Gassen installiert werden. Langfristig sollen die zehn älteren Gassen modernisiert und auf den neuesten Stand der Witron-Technologie umgestellt werden. „Bei diesen geplanten Erweiterungen muss man unbedingt auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter eingehen“, sagt Jira. „Unser Anspruch ist es dabei, gemeinsam mit Witron sämtliche Kommissionierarbeitsplätze so modern und ergonomisch wie nur möglich zu gestalten.“ [TW] „NEUE TECHNOLOGIE ERMÖGLICHT MAXIMALE LAGERVERDICHTUNG“ Die ŠKODA AUTO a.s. mit Sitz in Mladá Boleslav rund 60 Kilometer nördlich von Prag ist einer der traditionsreichsten Autobauer weltweit. In Tschechien produziert der Hersteller in den drei Werken Mladá Boleslav, Kvasiny und Vrchlabí. Gegründet im Jahr 1895, gehört die tschechische Marke seit 1991 zum Volkswagen- Konzern. Seitdem hat sie ihre Auslieferungen mehr als versechsfacht. 2014 hat ŠKODA einen neuen Rekord erzielt und erstmals in seiner Unternehmensgeschichte mehr als eine Million Fahrzeuge in einem Jahr verkauft. Knapp 26.000 Mitarbeiter sind aktuell bei ŠKODA beschäftigt. Das ŠKODA Spare Parts Center (ŠPC) in Mladá Boleslav mit einer zur Verfügung stehenden Lagerfläche von 74.000 Quadratmetern ist eines von acht konzernweiten Zentraldepots für Lieferungen von Originalteilen und Originalzubehör. Die Tagesleistung der Logistik liegt hier bei mehr als 26.000 kommissionierten Bestellpositionen und über 1.300 Positionen im Wareneingang. Das ŠPC stellt die Lieferungen für rund 185.000 aktive Sortimentspositionen sicher, im Lager liegen durchschnittlich etwa 137.000 Sortimentspositionen. 29

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