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LOGISTIK express Fachzeitschrift

MANAGEMENT Mit Active

MANAGEMENT Mit Active Sourcing die besten Mitarbeiter finden Die Zeiten, in denen wechselwillige Mitarbeiter aktiv nach Stellenangeboten gesucht haben, sind vorbei. Qualifizierte Fachkräfte wollen gefunden werden – und stellen dazu ihre Profile in den sozialen Netzwerken zur Verfügung. ISBN 978-3-658-09383-9 www.springer.com/de/ book/9783658093822 Der Fachkräftemangel in der Logistik betrifft nicht nur den Bereich der Berufskraftfahrer – auch bei den Akademikern hat die Logistik nicht gerade einen guten Ruf. Mit fatalen Folgen: Bereits 2011 hatten 75 Prozent der Logistikunternehmen Schwierigkeiten, offene Stellen adäquat zu besetzen, so das Ergebnis einer Umfrage unter BVL-Mitgliedern. Hinzu kommt, dass viele Kandidaten zwar wechselwillig, aber nicht aktiv auf der Suche sind. Um vakante Positionen zu besetzen, sollten Unternehmen ihre Personalstrategie überdenken. Statt auf Bewerbungen aufgrund von Stellenausschreibungen zu warten, ist die aktive Suche in Business-Netzwerken wie Xing und LinkedIn gefragt. gelten auch hier klare Spielregeln, die auch mit den Erwartungen der Kandidaten zu tun haben. So möchten potenzielle Mitarbeiter gerne wissen, wer sie anspricht. Gefragt sind also Hintergrundinformationen über das Unternehmen, das Arbeitsklima und das soziale Engagement. Und dies ohne lange Recherche. Dazu bieten sich neben der eigenen Website Profile auf Arbeitgeberbewertungsportalen sowie die Präsenz in den sozialen Netzwerken an. Xing bietet dazu ein sogenanntes Unternehmensprofil an. Dieses beinhaltet neben einer „Über uns“-Seite unter anderem Angaben darüber, welche Mitarbeiter des Unternehmens Xing-Mitglieder sind. Auch lassen sich Unternehmens-Neuigkeiten verfassen. Wem dieses Basis-Paket nicht ausreicht, der kann sich für das kostenpflichtige Employer Branding-Paket entscheiden. Dieses beinhaltet unter anderem die Möglichkeit, Videos, Bilder und Präsentationen sowie Arbeitgeber- Gütesiegel einzubinden. Zudem werden gebuchte Stellenangebote angezeigt und die Unternehmen erfahren, wer das Profil angesehen hat. Für noch mehr Aufmerksamkeit sorgt Werbung auf Mitbewerber-Profilen sowie auf der kununu-Startseite und in den Suchergebnissen des Arbeitgeberbewertungsportals. Aktive Suche nach geeigneten Kandidaten Wer nicht einfach warten möchte, dass sich Kandidaten von selbst melden, sollte das Heft in die Hand nehmen und potenzielle Kandidaten aktiv ansprechen. Auch hier ist strategisches Vorgehen gefragt: Angesprochen werden sollte nur, wer wirklich zu der vakanten Position passt. Alles andere sorgt für Unmut. Im Web 2.0 reicht es allerdings keineswegs aus, einfach mal Kontakt mit einem potenziellen Kandidaten aufzunehmen. Vielmehr Doch wie lassen sich aus mehr als 8,4 Millionen Xing-Mitgliedern genau die zwei, drei Kandidaten herausfiltern, die man gerne 48 LOGISTIK express 3|2015

näher kennenlernen würde? Hierzu bietet das Netzwerk die „Erweiterte Suche“, mit der die Profile der Kandidaten gezielt durchsucht werden können. Kriterien sind hier beispielsweise Bundesland, Position oder auch Interessen. Aber auch nach Mitarbeitern aus einem bestimmten Unternehmen, nach ehemaligen Mitarbeitern oder nach bestimmten Qualifikationen lässt sich hier suchen. Dabei kann innerhalb der Suchfelder nach Verknüpfungen oder Synonymen gesucht werden. Kombiniert mit der Stichwortsuche bietet sich hier die Chance, die Mitglieder-Profile zielgenau zu durchsuchen. Je nach Trefferquote müssen die Ergebnisse weiter verfeinert werden, bis die Anzahl der Profile überschaubar ist. Für die intensivere Personalsuche und für Personaldienstleister bietet Xing den Talentmanager mit speziellen Kandidaten-Filtern an. Damit lassen sich beispielsweise die Mitglieder anzeigen, die an Karrierechancen interessiert sind sowie Angaben zu Gehaltsvorstellungen und Umzugsbereitschaft – und diese nur für Recruiter freigegeben haben. Entscheidend für erfolgreiches Active Sourcing sind schlanke und wirkungsvolle Abläufe. Wer gezielt auf Effizienz setzt, wird merken, dass die aktive Personalsuche bei gleichen Kosten bessere Resultate bringt. Dazu gibt es professionelle Suchwerkzeuge, die gezielt die sozialen Netzwerke nach geeigneten Kandidaten durchsuchen und in den nächsten Monaten zur Marktreife gebracht werden. In jedem Falle sollten die Regeln des Netzwerks für persönliche Mitteilungen eingehalten werden. Diese sehen vor, dass ein klarer Bezug zum Profil des Empfängers gegeben sein muss. Dies sollten Recruiter schon im eigenen Interesse beherzigen – denn je deutlicher dem potenziellen Kandidaten wird, weshalb er für die angebotene Position der Richtige ist, umso eher wird er bereit sein, über einen Wechsel nachzudenken. (HS) Business-Netzwerke: Fundgruben für Personalverantwortliche Zu den Platzhirschen der Business-Netzwerke zählen Xing und LinkedIn. Beide bieten eine kostenfreie Mitgliedschaft an, die ein persönliches Profil beinhaltet. Hier können potenzielle Bewerber über ihre Qualifikationen sowie ihren Werdegang informieren. Der Unterschied der Netzwerke liegt in ihrer Reichweite und den Qualifikationsstufen: Während die mehr als 8,4 Millionen Xing-Mitglieder überwiegend aus der deutschsprachigen DACH-Region kommen und vom Auszubildenden bis zum Manager alle Qualifikationsstufen abdecken, ist LinkedIn internationaler aufgestellt. Es wird von über 300 Millionen Menschen in mehr als 200 Ländern genutzt. Personalverantwortliche finden hier potenzielle Bewerber mit internationaler Erfahrung oder mit der Bereitschaft, auch ins Ausland zu gehen. Wie kann ich mich in sozialen Netzwerken präsentieren, dass ich von Recruitern gefunden werde? Ansprache nur mit konkretem Bezug Bleibt die Ansprache der potenziellen Kandidaten: Diese erfolgt – sofern das Xing-Mitglied dies nicht in seinen Einstellungen unterbunden hat – über eine persönliche Nachricht. Doch Vorsicht: Nicht alles ist hier erlaubt. So hat das Landgericht Heidelberg im Mai 2012 entschieden, dass die Abwerbung von Mitarbeitern unzulässig sein kann, „wenn wettbewerbsrechtlich unlautere Begleitumstände … wie z. B. herabsetzende Äußerungen über den bisherigen Arbeitgeber" hinzukommen (Urteil vom 23.05.2012, 1 S 58/11). Die Autoren: Alexander Scheel, Geschäftsführer und Gesellschafter der Tiba Personalberatung GmbH, unterstützt Kunden bei der aktiven Suche nach Talenten. Dabei nutzt er u. a. ein professionelles Suchwerkzeug, mit dem sich die Profile in den Sozialen Netzwerken schnell und zuverlässig durchsuchen lassen.Heike Steinmetz, PR-Beraterin und Social Media Managerin erarbeitet für ihre Kunden aus Industrie und Dienstleistung Strategien und Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit und zu Employer Branding. Index verbalis www.verbalis.de LOGISTIK express 3|2015 49

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