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LE-3-2014

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

INTRALOGISTIK Lidl baut

INTRALOGISTIK Lidl baut Logistik-Center Der europaweit tätige Lebensmitteldiskonter Lidl errichtet in der südsteirischen Gemeinde Wundschuh bei Graz das nach eigenen Angaben modernste und nachhaltigste Logistik-Center im gesamten europäischen Lidl-Konzern. Auf 100.000 m2 Landfläche entsteht für 60 Mio. Euro eine 37.000 m2 große Immobilie, in der 18.000 Paletten mit 1.400 Artikeln umgeschlagen und gelagert werden für die Distribution zu 60 Lidl-Filialen in Südösterreich. Lidl investiert in diesem Jahr 100 Mio. Euro in den Ausbau seiner Filialen in ganz Europa, kündigte Lidl-Österreich-Chef Alexander Deopito anlässlich des feierlichen Spatenstichs in Wundschuh an. Lidl betreibt in Österreich in Laakirchen und Mühlendorf zwei Logistik-Center. Wundschuh liegt einen Steinwurf entfernt vom Cargo Center Graz in Werndorf, wo Lidl ebenfalls eine großes Lager für seine Non-Food-Produkte betreibt, die hauptsächlich aus Übersee über den Hafen Koper nach Werndorf kommen. Das kontinuierliche Umsatzwachstum und die steigende Kundenfrequenz machen neben den schon bestehenden Niederlassungen in Laakirchen in Oberösterreich und Müllendorf im Burgenland ein drittes Logistikzentrum notwendig. Die Ressourcen im neuen Zentrallager seien die Basis für eine Erweiterung des Filialnetzes, so Deopito. Lidl Österreich investiert in das Vorzeigeprojekt in Wundschuh knapp 60 Millionen Euro, bis zu 200 Mitarbeiter werden im neuen Logistikzentrum einen Job finden. Das Investment in Wundschuh wird als klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Österreich verkauft. Im Vollbetrieb werden in der neuen Logistik-Immobilien pro Monat etwa 70.000 Paletten bewegt. Die Fertigstellung des neuen Lagers ist für Herbst 2015 geplant. Das hochtechnisierte Lager auf dem rund 100.000 Quadratmeter großen Grundstück in Wundschuh wird nach modernsten Umweltstandards errichtet: Bei der Beleuchtung setzt Lidl Österreich auf stromsparende LED-Lampen. Für die Kühlung werden ausschließlich natürliche Kältemittel eingesetzt, entstehende Abwärme wird für das Heizen genutzt. Somit ist der gesamte Bau frei von umweltschädlichen fluorierten Treibhausgasen, den sogenannten F-Gasen. Zusätzlich wird auf dem Dach des Lagers eine ^ Lidl Logistik Center bei Wundschuh 5.000 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage installiert, um die Sonne als Energielieferant zu nutzen Das Verwaltungsgebäude wird eine ansprechende Holz-Fassade bekommen, der Entwurf dafür wird gemeinsam mit Universitätsprofessor Andreas Lichtblau in einem Studenten-Wettbewerb an der TU Graz ermittelt. Von Wundschuh aus werden künftig rund 60 Filialen in der Steiermark, in Kärnten und im Südburgenland beliefert. „Das verkürzt unsere Transportwege und schont die Umwelt“, betont Deopito. „Langfristig wären die Lieferwege von den beiden anderen Standorten aus einfach zu weit entfernt gewesen.“ Die Effekte könnten sich sehen lassen: Knapp zwei Millionen Lkw-Kilometer werden so pro Jahr durch das neue Regionallager eingespart. Das künftige Lager befindet sich in einem Gewerbepark direkt an der Autobahn im Süden von Graz. Neben dem Vorteil der direkten Anbindung ist damit auch sichergestellt, dass keine direkten Anrainer durch das neue Lager belastet werden. (LE) 18 LOGISTIK express 3|2014 LEITARTIKEL BLICKPUNKT INTRALOGISTIK TRANSPORTLOGISTIK

Odlo für Wachstum gerüstet Einen Schritt voraus. Mit ihrem neuen, mehrgeschossigen Logistikzentrum ist die Logistik des Schweizer Sportbekleidungsherstellers Odlo für künftiges Wachstum bestens gerüstet. Wenn die eigenen Logistikkapazitäten am Limit sind, gibt es für viele Unternehmen eigentlich nur noch eine Alternative: Die Logistikaktivitäten auszulagern und an externe Dienstleister zu übertragen. Der Schweizer Hersteller von Funktionsbekleidung Odlo fährt hier eine andere Strategie. Das Unternehmen holte die outgesourcten Teile des Logistikgeschäfts in den vergangenen Jahren sukzessive wieder von externen Dienstleistern zurück - um der anhaltenden Wachstumsphase mit einem verbesserten Service zu niedrigeren Kosten Rechnung zu tragen. Die kürzlich erfolgte Zusammenlegung der Logistikaktivitäten von den vier Außenlagern und dem kleinen Logistikzentrum unter das Dach eines neuen und wesentlich größeren Logistikzentrums am niederrheinischen Firmensitz Brüggen-Bracht war so gesehen der nächste konsequente Schritt. „Wir hatten ganz klare Vorstellungen, wie die Logistik im neuen Zentrum ablaufen soll“, sagt Bernd Wolf, Geschäftsführer der Odlo Logistik GmbH. Bestehende Prozesse, die sich bewährt hatten, sollten übernommenen und gegebenenfalls weiter optimiert werden. Um flexibel zu bleiben, wollte der Odlo-Logistikchef die Logistikabläufe jedoch keinesfalls automatisieren. „Außerdem suchten wir nicht nur nach einem Lieferanten, sondern nach einem Partner für von der Planung bis zur Realisierung“, begründet Wolf, warum die Entscheidung im Rahmen der Ausschreibung letztlich auf die Bito-Lagertechnik GmbH aus Meisenheim fiel. Nach der Analyse sämtlicher Logistikabläufe stand fest: Die künftige Logistikhalle musste 53 x 94 Meter in der Fläche und drei Geschosse in der Höhe umfassen. Somit es die größte Mehrgeschossanlage, die der Lagertechnikanbieter Bito jemals für einen Kunden realisiert hat. Im Erdgeschoss des neuen Zentrallagers befindet sich eine Palettenregalanlage mit den Feldmaßen 1.800 x 1.100 Millimeter. In dieser Anlage können etwa 4.200 Ladungsträger deponiert werden. „Hier haben wir die Fächer auf Wunsch von Odlo etwas höher gestaltet, damit die von den Produktionsstandorten kommenden Paletten mit etwas mehr Waren bestückt werden könnnen“, erklärt der Bito-Gebietsverkaufsleiter Simon Alexander Pumptow. Das senkt die Frachtkosten der Odlo-Logistik um etwa 50.000 Euro pro Jahr. Auf der zweiten Ebene, im ersten Obergeschoss, wurde eine Fachbodenregalanlage mit insgesamt 10.500 Fachböden in den Maßen 1.300 x 600 Millimeter installiert. Darin lassen sich etwa ^ Mehrgeschossanlage aus dem Hause BITO 80.000 Einheiten lagern. Das dritte Obergeschoss ist so ausgelegt, dass sowohl Lagerung von Paletten oder bei Bedarf weitere 10.500 Fachböden verbaut werden können. Die Regale werden sowohl zum Kommissionieren als auch als Puffer genutzt. Die komplette Kommissionieranlage bietet insgesamt 11.800 Quadratmeter Fläche, von denen derzeit rund 5.900 Quadratmeter genutzt werden. Zusätzlich wurde an der Stirnseite eine zweigeschossige Bühnenanlage mit weiteren 3.450 Quadratmetern angebaut, um den kompletten logistischen Prozess, von der Lagerung bis zum Versand, abdecken zu können. Eine automatische Förderanlage verbindet alle drei Geschosse. „Durch bedarfsgerechte interne Erweiterungen und ohne Mehrkosten vom Gebäude können wir den Warenausstoß in unserem Logistikzentrum im Vergleich zu vorher fast verdoppeln“, resümiert der Odlo-Logistikchef Wolf. Der Zukunft hat für die Odlo-Logistik somit schon heute begonnen. (WAL) MANAGEMENT UNTERNEHMEN JOB & KARRIERE TERMINE LOGISTIK express 3|2014 19

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