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LE-3-2011

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

TRANSPORT (LUFTFRAHT)

TRANSPORT (LUFTFRAHT) Berlin und Budapest rüsten sich für mehr Fracht Die deutsche Hauptstadt bekommt 2012 einen neuen Flughafen, den Berlin Brandenburg Airport Willy Brand, und ein kleines, feines Luftfrachtzentrum. Am Flughafen Budapest wird 2012 der erste Schritt zu einem Mega- Frachtzentrum getan. Redaktion: URSULA SCHMELING Am 3. Juni 2012 soll der neue deutsche Hauptstadt-Flughafen eröffnet und der Flughafen Berlin-Tegel geschlossen werden. Gerade rechtzeitig, im April 2012, wird ein neues Gebäude für rund 100.000 t/Jahr Beiladefracht am BBI fertig gestellt werden. Das AirCargo Center Berlin wird von der Dietz AG realisiert und verpachtet. Im Mai dieses Jahres wurden die Bauarbeiten für die 12.000 m² große Frachthalle und einen 7.000 m2 großen, dreistöckigen Bürotrakt über dem Rampenbereich aufgenommen. Da waren die Flächen schon zu 95 % vermietet. Die Luftfrachtabfertigung im AirCargo Center Berlin wird durch die Firmen WISAG Cargo Service Berlin-Brandenburg GmbH & Co. KG sowie SCS Swissport Cargo Services Deutschland GmbH durchgeführt. Daneben haben sich der Zoll, Grenzveterinär und die Pflanzengesundheitskontrolle in den Büroräumen eingemietet. Das Frachtabfertigungsgebäude ist 170 m lang, 70 m tief und verfügt über eine lichte Hallenhöhe von 4,55 m im Rampenbereich und 7,30 m im Lagerbereich. Es umfasst einen Kühlbereich für 70-120 Europaletten. Das Gebäude liegt nahe dem neuen Flughafenterminal im Luftsicherheitsbereich und verfügt über einen direkten Vorfeldzugang. Es wird durch einen eigenen Flughafenzubringer erschlossen. Weitere Ausbaustufen bis 600.000 t/Jahr Umschlagkapazität sind bereits genehmigt und können nachfrageabhängig realisiert werden. Die Expressfracht, Frachtcharterverkehre und das Rote Kreuz bleiben an Ihrem bisherigen Standort (nahe dem alten Flughafenterminal) und verfügt ebenfalls über eine eigene Zufahrtsstraße und eine schnelle Verbindung in die Berliner City zu gewährleisten. 2010 wurden über die bestehenden Luftfrachtanlagen an den Flughäfen Tegel und Schönefeld rund 65.000 t Fracht umgeschlagen. Für 2011 geht Thorsten Jüling, Sen. Consultant Aircargo bei der Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH von einer 15 Prozent Steigerung des Frachtaufkommens aus. Das stärkste Wachstum wird in der Beiladefracht erwartet gefolgt von der Expressfracht. Wachstumsmotor sind neue Flugangebote ab Berlin, insbesondere im Langstreckenverkehr, und das allgemeine Wirtschaftswachstum. Darüber hinaus soll ein neuer 109 ha großer Business Park mit Hotels, Büros und 5.000 m² Logistik-/Industriefläche sowie 10.000 m² Erweiterungsfläche für Logistikunternehmen in Flughafennähe für zusätzlichen Schub sorgen. Budapest richtet mit der großen Kelle an Seit der Beteiligung des Flughafenbetreibers Hochtief AG am Flughafen Budapest geht die Modernisierung und Erweiterung des Airport dynamisch voran. Dem Wachstum sind kaum Grenzen gesetzt, da der Flughafen über eine Fläche von 1.500 ha verfügt. Darüber hinaus wurden angrenzende 1,1 Mio. m² für die Entwicklung einer Cargo City reserviert. Der Flughafen Budapest möchte sich als führender Umschlaghub für Mittel- und Osteuropa positionieren. Insbesondere im Frachtbereich sieht der Flughafen gute Chancen, Ladung aus den angrenzenden Ländern auf sich zu ziehen. 20 Länder liegen innerhalb eines Umkreises von 1.000 km. 2010 wurde das neue Distributionszentrum der Ungarischen Post fertig gestellt. 2012 sollen zwei moderne Frachthallen eingeweiht werden. Für den Endausbau wird eine Umschlagkapazität von 2,5 Mio. t/ Jahr auf einer Frachtabfertigungsfläche von URSULA SCHMELING Logistik express Redaktion c/o Meneghin & Partner Unternehmensberatung 140.000 m² anvisiert. 12 Frachtterminals sind entlang der Startbahn 2 geplant. In einer ersten Phase bis 2012 werden 22.000 m² Frachtumschlag und -lagerfläche sowie 8.000 m² Bürofläche fertiggestellt. Rund die Hälfte ist bereits vermietet, unter anderem an Malév Cargo Handling und Çelebi Ground Handling. Darüber hinaus werden Zoll, Veterinärsamt und Pflanzenbeschau hier einziehen. Christa Soltau, Vice President for Cargo and Logistics am Budapest Airport, rührte anlässlich der Air Cargo Europe/transport logistic 2011 in München kräftig die Werbetrommel. 2010 wurden auf dem Budapester Flughafen 82.638 t Fracht umgeschlagen. Das waren 32 Prozent mehr als im Vorjahr. Wachstumstreiber sind Vollfrachterverbindungen nach USA, Asien und in den Mittleren Osten. Trotzdem ist es keine leichte Aufgabe für Christa Soltau, die Erwartungen der Flughafenbetreiber und Politik zu erfüllen. (US) FOTO: ISTOCKPHOTO.COM 40 LOGISTIK express 3|2011 www.logistik-express.com

TRANSPORT (LUFTFRACHT) Konkurrenzkampf neu entfacht Die Flughäfen Wien und Linz sind im Luftfracht-Bereich Konkurrenten. DHL Express lässt seine Frachtflieger nach Österreich in Linz landen und schleust das Ostösterreich-Geschäft über den Airport Bratislava ein. Redaktion: Markus trostmann Die Flughäfen Wien und Linz stehen schon allein wegen ihrer geographischen Nähe im Luftfracht-Bereich in starker Konkurrenz zueinander. Zwar sind die Dimensionen des Frachtgeschäfts volumensmäßig unterschiedlich, doch Linz Hörsching gibt sich serviceorientiert und punktet beispielsweise im Ad-hoc-Geschäft, aber auch in der Gunst des Heimcarriers Austrian Airlines, zwischen Wien und Linz wieder mehr tägliche Flüge abzufertigen. Beim Vergleich der Air-Cargo-Aktivitäten auf beiden Airports fällt auf, dass in Wien in den ersten sieben Monaten dieses Jahres das Luftfrachtgeschäft um beinahe vier Prozent auf 163.000 Cargo-Tonnen gegenüber 2010 zurückgefallen ist. In Linz hingegen legte Air Cargo im ersten Halbjahr um 14 Prozent auf mehr als 24.000 Tonnen zu. Davon entfielen rund 38 Prozent auf geflogene Fracht und zehn Prozent machten die Road-Feeder-Services auf dem Boden aus. Entscheidungskriterium für die Wahl von Frachtkunden für Wien oder Linz ist nicht die Entfernung der Flughäfen voneinander, sondern vielmehr deren Leistungsportfolio. Und hier glaubt man in Linz ganz gute Karten in der Hand zu haben. „Wir bieten kurze Umschlagszeiten und bei uns ist der Frachtkunde König“, sagt Flughafensprecher Ingo Hagedorn gegenüber dem Logistik express. Das starke Servicebemühen werde von den Kunden entsprechend honoriert. So wurden infolge der Nordafrika-Krise Waren statt mit Fährschiffen mit Flugzeugen via Linz nach Tunesien geflogen. Ein typisches Ad-Hoc-Geschäft, von dem der Flughafen pro Jahr einige hat und so die Cargo-Kapazitäten gut auslasten kann. Den Grund für die starke Verankerung des Frachtgeschäfts sei auch, dass „wir auf den Märkten sehr aktiv sind“, ergänzt Hagedorn. Auf Linz ist schon im Vorjahr bei der Luftfracht „voll die Post abgegangen“, erinnert sich Anton Gierlinger, Leiter Betriebswirtschaft des Flughafen Linz. Das Volumen stieg 2010 um 34 Prozent auf 45.000 Tonnen. In diesem Jahr rechnet man mit einem weiteren Wachstum von rund fünf Prozent. Zu den Kunden in Linz zählt der KEP-Dienstleister DHL Express, der einmal täglich mit einem Flieger Fracht nach Linz fliegt und hier in das Österreich-Verteilsystem einschleust. Es ist der einzige Flughafen, den DHL Express in Österreich anfliegt. Der nächste Airport ist Bratislava, wohin DHL fliegt und die Österreich-Sendungen per Lkw- Trucking zum neuen zentralen Verteilungshub nach Guntramsdorf bei Wien bringt. Die komplette Abfertigung der Sendungen wird jedoch unabhängig davon durch die österreichische DHL-Express-Organisation durchgeführt und wurde erst im April dieses Jahres nach Zusammenlegung der beiden Wiener Standorte Bleibtreustraße und Guntramsdorf in den ausgebauten Standort Guntramsdorf integriert, verlautet seitens DHL. Warum landen die Flieger in Bratislava und nicht in Wien? „Die Verlegung des Fluges von Wien nach Bratislava war Teil der Optimierung des europäischen Flugnetzwerks“, sagt Ralf Schweighöfer, Geschäftsführer von DHL Express Österreich. Durch die Umstellung können seither die Märkte Slowakei, Ungarn, Teile Tschechiens und Österreichs besser bedient werden. Wien bleibt wichtigstes Hub Auch wenn Fracht auf VIE im ersten Halbjahr 2011 rückläufig war, so bleibt als Faktum: Der Wiener Flughafen ist das wichtiges Cargo-Hub in Österreich und blickt auf ein positives Jahr 2010 zurück Air Cargo legte 2010 um 16 Prozent auf 296.000 Tonnen zu. Der Anteil der geflogenen Fracht machte 219.000 Tonnen aus, was ein Plus von 18 Prozent war. Bei den Road Feeder Services (RFS) gab es mit 77.000 Tonnen einen Zuwachs von 12 Prozent. Den Grund für das gute Abschneiden sieht man in der Tatsache, dass die Konjunktur wieder angesprungen ist und der Flughafen von Mitbewerbern Marktanteile „Bei uns ist der Kunde König.“ Ingo Hagedorn abringen konnte. Cargo ist ein volatiles Geschäft und das Ziel für 2011 wären fünf Prozent Wachstum. Auf VIE geplant sind in diesem Jahr die Schaffung von neue Abstellpositionen und Manipulationsflächen direkt beim Air Cargo Center, um hier die Kapazitäten zu erhöhen. In der Passage hat VIE im ersten Halbjahr deutlich besser abgeschnitten: Beinahe 12 Mio. Passagiere wurden abfertigt, um acht Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Wien hat eine wichtige Drehscheibenfunktion für Austrian und deren Mutter Lufthansa. Erst jüngst betonte Lufthansa-Konzernvorstand Stefan Lauer in Wien, wie sehr Lufthansa VIE für seine Wachstumsstrategie Richtung Osteuropa brauche und daher hoffe, dass die Politik mitzieht, um VIE als Wirtschaftsstandort im Interesse der Airlines zu festigen. (MT) Wir bringen alles zum Fliegen. Mit jährlich mehr als 40.000 Tonnen Fracht und modernst ausgestatteten Frachtterminals ist Linz die größte regionale Cargo-Drehscheibe Österreichs. Your new opportunity in Europe. www.logistik-express.com LOGISTIK express 3|2011 41

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