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LE-3-2011

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

IM FOKUS

IM FOKUS Umweltfreundliches Investment für die Zukunft Wer heute weiß, wie man Waren von A nach B bringt, zählt zur Transport-elite – das wird aber schon morgen zu wenig sein. redaktion: peter baumgartner Seit 115 Jahren gibt es in der LKW- Branche eine stabile Regel: LKW fahren mit fossilen Kraftstoffen. Spätestens im Jahre 2030 ist diese Regel passé. Das ist die Prognose von Daimler-Truck Chef Andreas Renschler und der sollte es wissen. Immerhin ist Daimler der weltweit größte LKW Hersteller. Zwar schränkt auch Renschler ein, dass es den Dieselmotor nach 2030 noch geben wird, aber die Monopolstellung dieser Technologie ist bis dahin Geschichte. Bis 2030 ist es jedenfalls ein überschaubarer Zeitraum und wer angesichts derartiger Prognosen nicht langsam umdenkt, hat später nur mehr einen fixen Garagenparkplatz für seinen (Diesel)Fuhrpark. Berücksichtigt man die weltweite Entwicklung, dürfte wohl niemand an der Daimler-Prognose zweifeln. Der Trend hin zur Stadtbevölkerung ist unübersehbar. Bald werden doppelt so viele Menschen wie jetzt in Städten leben. Die Folge davon muss zwangsläufig sein, dass die Stadt für den Verbrennungsmotor gesperrt ist. Fakt ist, die Nutzfahrzeug-Industrie erlebt gerade den Beginn des größten Wandels in der Geschichte. Wer diesen Wandel als Aufbruch in eine neue Zukunft sieht, wird künftig wieder zur Transportelite zählen. Toyota und Ford sind gerade deshalb aktuell eine weitreichende Kooperation eingegangen. Der steirische Logistikplayer Frikus hat bereits 2007 als erstes Transportunternehmen in Österreich die Auszeichnung klima:aktiv- Partner verliehen bekommen. Das Traditionsunternehmen (Gründung 1928), hat schon frühzeitig erkannt, wohin die Reise geht und 2005 mit enormen Investitionen auf die moderne Mercedes Blue Tech-Technologie gesetzt. Deshalb verlassen sich Großkunden wie Magna, die auch auf ein umweltfreundliches Image achten, auf die Dienste von Frikus. Nun ist in einer beispielgebenden Kooperation und nach einjähriger, erfolgreicher Testphase ein Meilenstein auf dem Weg hin zum klimaschonenden Straßentransport gelungen. Das als steirisches Leitprojekt geführte Forschungsprojekt „Clean Heavy Duty“ der TU-Wien hat ergeben, dass es möglich ist, LKW auch mit Bio- oder Erdgas sinnvoll zu betreiben. Der anerkannte Wissenschaftler Prof. Ernst Pucher von der TU-Wien, der aktuell auch den Gasantrieb für das Binnenschiff erforscht, hat gemeinsam mit Magna Steyr AG, Frikus, Salzburg AG und den Förderpartnern BMVIT/FFG, Steiermark und Graz gezeigt, wie ein LKW im Regelverkehr mit Gasantrieb betrieben werden kann. Die Vorreiterrolle übernimmt dabei der 279 PS starke Mercedes-Benz Econic NGT, weil dieser ohne technische Veränderungen mit Biogas fahren kann. Gas, das zum Beispiel auch in Österreich direkt und in großen Mengen aus Schnittgras erzeugt werden kann. Regenerativer Energieverbrauch bedeutet für die beiden Hauptpartner Magna und Frikus natürlich auch einen beträchtlichen Imagegewinn. Die Emissionen des Econic-LKW mit Erdgasantrieb enthalten keinen Feinstaub und keine Partikel. Hinzu kommt noch der enorme Vorteil für den Transport im städtischen Bereich, weil der LKW mit einem 72 dBA-Geräuschpegel daher schnurrt, wie ein stärkerer PKW. Derzeit zirkulieren etwa 100 schwere LKW täglich zwischen den Magna Werken und den Verladebahnhöfen. Jeden Tag werden so 10.000 Liter Diesel verbrannt. Daraus lässt sich leicht ableiten, wie wichtig diese durch den innovativen Gasantrieb erreichten Eigenschaften Gasantrieb Mercedes-Benz ECONIC für die Luftqualität im stark belasteten Grazer Raum sind. In einem ersten Schritt werden jetzt 20 bis 30 Diesel-LKW ersetzt und eine eigene Tankstelle im Transportbereich geschaffen. Für Mercedes-Benz wird sich dieser Schritt hin zu Peter Baumgartner Logistik express Redaktion MAN LKW Design, dank ausgereifter Aerodynamik minus 25 Prozent CO2 einem neuen, innovativen LKW-Angebot auf alle Fälle auch lohnen. Natürlich haben auch andere LKW-Hersteller bereits Ideen und reife Projekte. Zum Beispiel der von MAN besonders aerodynamisch optimierte Lang-LKW, der bis zu 25 % Einsparung beim Kraftstoffverbrauch verspricht. Aber der Econic ließ sich schon bisher gut verkaufen. Vielerorts, wie zum Beispiel in Stockholm, dürfen schon jetzt nur Elektrofahrzeuge und Gasfahrzeuge in geschützte Bereiche einfahren. Der Econic darf in jeder Umweltzone agieren. Laut Daimler interessieren sich bereits auch Kunden aus Singapur und Mexiko für den vielseitig verwendbaren und innovativen Econic. Gas-Transporter sind eine erste praktikable Lösung, um Verkehre deutlich ökologischer und trotzdem ökonomisch zu verwirklichen. Es ist sehr erfreulich, dass dieser innovative Technologiesprung gerade in der kleinen Alpenrepublik gelungen ist, während die große USA erst am 9. August 2011 eine Verordnung zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen für schwere LKW erlassen hat. Im stark wachsenden Straßentransport bleibt zu hoffen, dass es weiter gelingen wird, klimafreundliche Fahrzeuge für die Zulieferer von morgen zu entwickeln, die in einer vernünftigen Regulation zu erschwinglichen Preisen für den Kunden fahren können. (PB) 28 LOGISTIK express 3|2011 www.logistik-express.com

IM FOKUS Shuttledienst – Präzise und effizient! Wer besonders schwere Teile lagern und kommissionieren muss, kann nicht einfach irgendwelche Geräte einsetzen. Im Distributionszentrum der Heinrich Reiter GmbH, Spezialist für Industriekomponenten, sorgen MEGALIFT FSE und Kardex-Shuttle für den reibungslosen Ablauf. Redaktion: ANGELIKA THALER Das 1934 gegründete Familienunternehmen Reiter ist nicht nur auf den Handel mit Industriekomponenten wie Wälzlagern und Antriebstechnik spezialisiert, dank der eigenen Fertigung hat es sich auch als Lieferant von Sonderlösungen einen Namen gemacht. Am Standort in Wien Inzersdorf verrichteten schon seit geraumer Zeit drei MEGALIFT FSE und zwei Umlaufregale MEGAMAT zuverlässige Dienste. Aus einer Hand Als die Unternehmensentwicklung ein neues Kommissioniersystem nötig machte, wurde nicht lange nach einem Anbieter gesucht: „Da wir mit dem MEGAMAT und mit der Betreuung und Beratung seit dem Erstkauf äußerst zufrieden waren, war die Entscheidung für die Kardex Austria GmbH, die inzwischen mit der Megamat GmbH fusioniert hat, schnell getroffen. So gab es auch keine Kompatibilitätsprobleme bei der Software, das ist ein großer Vorteil“, erklärt Inhaber Leopold Reiter, der das Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder in 2. Generation führt. Shuttle für schwere Fälle Die besonders schweren Produkte – ein Wälzlager kann beispielsweise locker mehrere hundert Kilo auf die Waage bringen – bringen einige Herausforderungen an das verwendete Material mit sich. Die Lösung: ein Kardex XP 700, das speziell für schwere oder sperrige Lagergüter entwickelt wurde. Die 75 Tablare für je maximal 700 kg Zuladung haben eine www.logistik-express.com Abmessung von je 1.850 x 864 mm. Insgesamt misst das Shuttle 180x900x6.650 cm (l x b x h). „Bei voller Auslastung erreichen wir rund 50 Tonnen Ladung im Shuttle, das erfordert unter anderem ein festes Fundament“, verdeutlicht Reiter die Anforderungen. Trotzdem ist die benötigte Grundfläche im Verhältnis zur Nutzlast gering, und das war eine der Grundvoraussetzungen für die Installation der Anlage. Schneller Zugriff Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Anlagenwahl war die Zugriffszeit. „Da bei uns nur ein Mitarbeiter das Shuttle bedient, muss es schnell gehen. Die durchschnittliche Zugriffszeit beträgt jetzt 41 Sekunden“, erläutert Reiter. Ein weiterer Punkt, der dem Unternehmer gut gefällt: „Durch die eindeutige Zuordnung kann nichts verwechselt werden.“ Der einzige Wehrmutstropfen sei, dass man mit jedweder automatischen Anlage bei einem Stromausfall oder einer Störung quasi handlungsunfähig sei. „Aber wenn man die höhere Effizienz dieser Anlagen mit dem Risiko abwägt, bleibt kaum eine Alternative“, gibt Reiter zu bedenken. Sicherheit geht vor Natürlich liegt Reiter auch die Sicherheit der Mitarbeiter am Herzen. „Wenn beispielsweise eine normale Stellage überladen wird und plötzlich einknickt oder umfällt, kann es zu schweren Unfällen und Verletzungen kommen. Beim Shuttle hingegen wird bei Überlastung das Tablar gar nicht eingezogen. Eine Überbeanspruchung ist somit ausgeschlossen“, ist Reiter begeistert. Durch die „Ware zur Person“ Arbeitsweise des automatisierten Hochregallagers, das den gewünschten Artikel in eine angenehme Entnahmehöhe befördert, wird zudem die Gesundheit des Mitarbeiters geschont. Chaos bringt Vorteile Die Anlage setzt auf ein chaotisches Lagersystem. „Ein numerisch geführtes Lagersystem wäre für uns undenkbar. Schlichtet man beispielsweise der Reihe nach vom leichtesten bis zum schwersten Produkt und plötzlich kommt ein Artikel für mittendrin, fängt sicher niemand zu schieben an“, veranschaulicht Reiter. Dank Chaosprinzip könne jedoch der Platz ideal ausgenützt werden. Mit dem neuen Shuttle ist das Unternehmen gut für die Zukunft gerüstet. Und was, wenn es doch einmal nicht mehr ausreicht? „Dann holen wir uns noch ein Shuttle“, ist Reiter überzeugt. (AT) Kardex Remstar Shuttle XP ® . Das Lagerliftsystem für hochverdichtetes Lagern auf kleinster Standfläche. Optimale Lagerverdichtung: Höhere Raumeffizienz um bis zu 85 Prozent. Flexible Lagerstrategie: Elektronische Geschwindigkeitssteuerung und Höhenkontrolle des Einlagergutes. Kardex Remstar zählt weltweit zu den führenden Herstellern von automatischen Lager- und Bereitstellungssystemen. www.kardex-remstar.at Kardex Austria GmbH, Tel. +43 18 95 87 48, info.remstar.at@kardex.com LOGISTIK express 3|2011 29

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