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LE-3-2011

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

IM FOKUS Geshuttelt,

IM FOKUS Geshuttelt, nicht gerührt – Neue Bleibe für Edelstahl Einer der weltweiten Marktführer im Handel mit Edelstahl-Verbindungselementen setzt an seinem neuen Logistikstandort auf das Know-how und die Technik der KNAPP Systemintegration. Mit der neuen Anlage ist WASI für die Zukunft bestens gerüstet. Redaktion: Angelika Thaler Seit 1978 gehört die Wagener & Simon WASI GmbH & Co. KG, ein weltweit tätiger Systemanbieter für rostfreie Verbindungen, zur Würth-Gruppe. Aktuell beliefert WASI mehr als 6.000 Kunden in 60 Ländern mit Verbindungselementen aus den Edelstählen A1 bis A5 (Austenitische Edelstähle, Chrom-Nickel bzw. Chrom-Nickel- Molybdän Stähle, Anm.) sowie mit Aluminiumprofilen. Gleichzeitig bietet WASI als Lösungsanbieter Zusatzdienstleistungen wie Konfektionierungen, kundenindividuelle Versandverpackungen, Etikettierung und Vieles mehr. Am neuen Logistikstandort in Wuppertal Ronsdorf war KNAPP Systemintegration nicht nur als Generalunternehmer bei der Errichtung des Logistikzentrums tätig, das Unternehmen erhielt im Rahmen der Ausschreibung auch den Zuschlag für die Lieferung eines OSR, im konkreten Fall das OSR Shuttle TM , welches bei laufendem Betrieb errichtet wurde. Alleskönner Erstmals wurde das Shuttle-System für eine 3-fach-tiefe Einlagerung konzipiert. Als AKL, Überläuferpuffer, Versand- und Wareneingangspuffer versorgt es vier multifunktionale Arbeitsplätze, an denen bis zu 540 Positionen/ Behälter pro Stunde bearbeitet werden können. „Das Shuttle deckt genau jenes Leistungsspektrum ab, das wir brauchen, insbesondere der hohe Leistungsdurchsatz entspricht genau unseren Anforderungen“, erklärt Matthias Döhler, Lagersteuerungsverantwortlicher bei WASI. Die Anlage bietet derzeit 35.000 Stellplätze in einer 4gassigen Regalanlage, die jedoch bislang erst zu zwei Dritteln mit Shuttles befüllt ist. „Bei Bedarf können wir so das Lager einfach und rasch um rund 15.000 Stellplätze erweitern, so sind wir auch in Zukunft gut aufgestellt“, führt Döhler aus. Das automatische Kleinteilelager (AKL) verfügt zusätzlich über 150.000 Stellplätze, von denen aus das Shuttle dreimal täglich aufgefüllt wird. „Schließlich haben wir noch ein zweigassiges Hochregallager (HRL) für rund 10.000 Paletten, eine Fachbodenanlage für 21.000 Behälter, eine Durchlaufkanalanlage für 7.500 Behälter und im Kommissionierbereich Matthias Döhler Lagersteuerungsverantwortlicher WASI finden ebenfalls 2.250 Paletten Platz“, schildert Döhler die Dimensionen des Logistikzentrums. Täglich werden etwa 8 Container mit Waren aus dem zweiten Standort angeliefert, wo die Prüfung und Wareneingangsvorbereitung stattfindet. Dank der standardisierten Steuerund Verwaltungssoftware KiSoft Motion kann trotz großer Artikelvielfalt auf kleinstem Raum gelagert und bei Bedarf ein Artikel zeitnah für die Kundenaufträge bereitgestellt werden. „Das Shuttle deckt genau jenes Leistungsspektrum ab, das wir brauchen.“ Matthias Döhler Einheitliche Systemwelt Bei WASI entfaltet die KiSoft Produktfamilie ihr gesamtes Können: das hochperformante Lagerverwaltungssystem KiSoft Warehouse sorgt in Zusammenarbeit mit dem Materialflussrechner KiSoft Control für einen optimalen Warenfluss. Die Kommissionierung klappt dank der Sprachsteuerung KiSoft Voice reibungslos, hier überzeugten Einfachheit, Flexibilität und vor allem die Tatsache, dass durch die Sprachsteuerung beide Hände für den Kommissioniervorgang frei bleiben. Am Leitstand der Anlage können die Mitarbeiter voll auf die Steuerung mittels KiSoft Command vertrauen. Laufender Betrieb Die Inbetriebnahme des Shuttle Systems erfolgte während des Betriebes in zwei Stufen, nach und nach wurden die Gassen freigegeben. „Unsere Branche verzeiht es nicht, wenn wir einen Tag nicht lieferfähig sind“, bringt es Döhler auf den Punkt. Daher sind die einzelnen Fördertechnikkomponenten auch redundant gehalten und abgesichert. Sollte doch etwas passieren, ist das Unternehmen vorbereitet, weiß Döhler: „Unsere Betriebstechniker wurden durch die KNAPP-Mitarbeiter bestens geschult, auch Ersatzteile haben wir vorrätig, um im Ernstfall schnellstmöglich wieder flott zu sein.“ Bleibt zu hoffen, dass dies möglichst nie passiert. (AT) 26 LOGISTIK express 3|2011 www.logistik-express.com

IM FOKUS RAN-Projekt testet RFID-Einsatz in der Automobilindustrie Hersteller, Zulieferer und Dienstleister testen in Deutschland derzeit, wie die RFID-Technik die Prozessabläufe in der Automobillogistik nachhaltig verbessern und durch eine Reduktion der Fertigungstiefe die immer komplexer werdenden Lieferantennetzwerke wirtschaftlicher steuern kann. redaktion: THOMAS WÖHRLE Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Forschungsprojekts RAN soll zunächst bis Ende 2012 ein durchgängiges Szenario geschaffen werden, welches erlaubt, auf der Basis standardisierter Prozesse einheitliche Informationen entlang der Supply Chain zur Verfügung zu stellen und diese zur optimierten Steuerung der Lieferkette zu verwenden. Die RFID- Technik dient dabei als wesentlicher Informationsträger und Impulsgeber. Nach Ablauf des Projekts sollen die Ergebnisse dann in einen VDA-Standard einfließen. Durch eine unternehmensübergreifende intelligente Materialflusssteuerung sollen eine effiziente Produktion sowie eine aufwandsarme und bestandsoptimierte Logistik realisiert werden. Hierbei werden erstmals branchenweite Standards geschaffen, die alle an der Wertschöpfung beteiligten Unternehmen mit einbeziehen. Zur Gewährleistung eines ganzheitlichen Ansatzes bei der Bearbeitung des Forschungsprojekts setzt sich das Konsortium aus allen an der Produktions- und Logistikkette beteiligten Partnern zusammen. RFID im Kunden-/Lieferantenmanagement bei Bosch in Homburg Insgesamt sieben Anwendungsszenarios, sogenannte Use Cases, sowie fünf Arbeitspakete wurden von den beteiligten Industriepartnern definiert. So will der Automobilzulieferer Bosch beispielsweise in seinem Werk in Homburg das Verbrauchssignal vom Kunden bis zum Lieferanten entlang der Lieferkette „durchreichen“. Damit soll eine standardisierte Informationssteuerung sowie die Automatisierung von Abläufen ermöglicht werden. Die entlang der Lieferkette ermittelten Informationen werden in RAN über eine Informationsdrehscheibe, den sogenannten Infobroker, allen beteiligten Partnern zur Optimierung des gesamten Material- und Informationsflusses zur Verfügung gestellt. Im Bosch-Werk in Homburg kommen derzeit rund 400 RFID-Reader in den Prozessabläufen zur internen Nachschubsteuerung und Produktionsrückmeldung zum Einsatz. Sechs RFID-Gates befinden sich in der Erprobungsphase im produktiven Umfeld. Mehr als 100.000 RFID-Buchungen werden pro Monat innerhalb des Werkes getätigt. Visualisierung und Überwachung multimodaler Transportwege In einem weiteren RAN-Teilprojekt arbeiten Euro-Log, Daimler, IBM Deutschland und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) an einem System zur Überwachung multimodaler Transportketten. Ziel ist es dabei, die in unterschiedliche Umladungen, Zwischenlager, verschiedene Verkehrsmittel und beteiligte Firmen fragmentierte Transportkette mit neuen Methoden und Techniken übergreifend wirtschaftlich zu steuern. Durch die Nutzung bereits vorhandener Datenquellen in Kombination mit der flexiblen Einführung von zukunftsweisenden Techniken wie RFID, sollen hier die Ereignisse aus der realen Welt flächendeckend erfasst, gespeichert und analysiert werden. Rund 70 Unternehmen sowie wissenschaftliche Einrichtungen wirken an den verschiedenen Vorhaben mit. Das Fördervolumen beträgt unter dem Strich etwa 35 Millionen Euro - einschließlich des Eigenanteils der beteiligten Partner wird ein Investitionsvolumen für Forschung und Entwicklung von rund 80 Millionen Euro mobilisiert. (TW) Das RAN-Konsortium im Überblick: - Daimler AG - BMW AG - Adam Opel AG - Robert Bosch GmbH - Keiper GmbH & Co. KG - Rehau AG + Co - BLG Logistics Group AG & Co. KG - Deutsche Post DHL - Euro-Log AG - IBM Deutschland GmbH - IBS AG - SAP Deutschland AG & Co. KG - Dimension Data Holdings plc - Siemens AG - BIBA – Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH - Fraunhofer-Institut IML - FZI Forschungszentrum Informatik - Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) - Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (IWB) TU München www.logistik-express.com LOGISTIK express 3|2011 27

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