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LE-3-2011

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

UMWELT (HANDEL) Studien

UMWELT (HANDEL) Studien belegen, dass bis zum Jahr 2030 Emissionen in jedem Glied der Lieferkette erfasst und den Verursachern zugeordnet werden dürften. Die mit Emissionen verbundenen Kosten würden dem Produktpreis zugerechnet. Fazit: Der Endverbraucher bezahlt den Preis der Globalisierung. Eben diese Studien prognostizieren auch, dass bis 2030 globale Lieferketten stark sinken werden, die regionale Beschaffung hingegen erstarkt und neue Logistik-Modelle bedingt. Kaum ein Handelsunternehmen, das nicht aktuell auf „grüne“ oder „nachhaltige“ Konzepte setzt und damit in der Öffentlichkeit und somit bei den Konsumenten punkten will. Das Weißbuch der EU-Verkehrspolitik zeigt, dass es an Bekenntnissen und Zielen zur nachhaltigen Gestaltung des Wirtschaftssystems im Allgemeinen und der Logistiksysteme im Speziellen nicht mangelt. Der Begriff „Green Logistics“ wird derzeit beinahe schon inflationär verwendet und häuft entsteht der Eindruck, als würden schon bald Null- Emissions-LKW ums Eck kommen und aus dem Auspuff Schmetterlinge fliegen, weil die „Der grünste Transport ist der, der nicht stattfindet.“ Martin Gleiss Logistik so umweltfreundlich daherkommt. Green Logistics steht vielmehr für das Einklangbringen von Ökologie, Ökonomie und Soziales. Erst dieser breitere Ansatz wird auch den betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten, denen jedes Unternehmen ausgesetzt ist, gerecht. „Wenn es sich nicht rechnet, können Sie es vergessen“, sprach ein Vorstandsmitglied eines österreichischen Handelsunternehmens Klartext. Bei der österreichischen Handelskette Spar beispielsweise sollen alle Logistik-Bereiche grüner werden. Das beginnt bei den Transporten von der Produktion in den Großhandel. Die Strategie hier: Bündelung und Effizienzsteigerung auf den Transportstrecken und Planung der Kapazitäten. Denn „der grünste Transport ist der, der nicht stattfindet“, sagt Martin Gleiss, Leiter Konzernlogistik bei Spar in der Zentrale in Salzburg. Bei der Filialbelieferung wird akribisch darauf geachtet, dass die Rollbehälter optimal bestückt und die LKW bestmöglich ausgelastet sind. Green Handel will „grüner“ transportieren Österreichs Lebensmittelhandel setzt in der Logistik auf die grüne Karte und leistet seinen Beitrag für eine umweltfreundlichere Welt. Redaktion: Markus Trostmann Logistics ist aus Sicht von Gleiss kein modischer Trend, sondern vielmehr eine wirtschaftliche Notwendigkeit, Ressourcen besser auszulasten, um unterm Strich Kosten zu sparen und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Spar fährt seit Beginn dieses Jahres bereits mit Elektro-Fahrzeugen, wenngleich sich deren Zahl mit sechs noch bescheiden ausnimmt. Euro-5-LKW, keine Tandem-Anhän- ger, straffere Disposition, höhere Auslastung der Fahrzeuge, alles das sind Maßnahmen, die der grünen Logistik im transportseitigen Bereich zuträglich sind. Beim Warehousing setzt man auf Wärmerückgewinnung, alternative Energieproduktion, Wärmeisolierung, LED-Beleuchtung, Wegfall von Blindstrom bei Ladegeräten für die Flurförderfahrzeuge etc. Auch die Verpackung muss grüner FOTO: ISTOCKPHOTO.COM 22 LOGISTIK express 3|2011 www.logistik-express.com

UMWELT (HANDEL) „Hybrid-LKW können sich zur Filialbelieferung eignen.“ Andreas Bayer werden, betont Gleiss. So hat Spar eine eigene Abteilung geschaffen, in der die gesamte Verpackung der Produkte auf dem Prüfstand steht und hier das Prinzip gilt: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Der erhoffte Vorteil, als „Geringere Kosten und gleichzeitig der subjektive Vorteil als innovatives Unternehmen wahrgenommen zu werden“, sagt Gleiss. Dabei stellt sich die Frage, ob der Kunde im Spar-Geschäft für das Produkt mehr bezahlen muss, weil es grüner transportiert worden ist: Gleiss: „Die Kunden erwarten zu Recht effiziente Logistik, die ihnen keine zusätzlichen Kosten aufbürdet.“ LKW beteiligt. Das Fahrzeug stammt von Iveco und laut Bayer hat der bisherige Feldversucht gezeigt, dass sich Hybrid-LKW für Filialbelieferung eignen könnten. „Das Fahrzeug ist nah an der Serienreife: Es weist keine Besonderheiten im Arbeitsablauf und Fahrverhalten nach kurzer Eingewöhnungsphase auf.“ Der Diskonter Lidl versteht unter grüner Logistik die bestmögliche Auslastung der LKW in der Verteilung von den beiden österreichischen Zentrallagern zu den Filialen in ganz Österreich, verlautet seitens der Lidl- Geschäftsleitung in Salzburg. Lidl setzt beim Transport zwischen den Zentrallagern und KNAPP.com Filialen auf mittelständische Akteure, deren Fahrzeuge laut Lidl bis zu 97 Prozent ausgelastet unterwegs sind. Die neue Ware kommt in die Filiale und auf dem gleichen Weg retour gelangen Kartonagen, Plastik und andere Verpackungsmaterialien in den Recyclingprozess. Pro Jahr kommen so schnell rund 270 Tonnen Plastikfolien und 9.000 Tonnen Kartonagen zusammen, die wiederverarbeitet werden, betont man seitens Lidl. Im nächsten Jahr wird in Österreich übrigens ein drittes Zentrallager errichtet, in dem der Green-Logistics-Gedanke beispielsweise beim Heiz- und Kühlsystem umgesetzt wird. Was auch schon für einen Großteil der Lidl-Filialen gilt. (MT) Bei Billa in Österreich als Teil des deutschen REWE-Konzerns bildet Mobilität und Logistik eine von vier Säulen der Nachhaltigkeit. Der Handelsdiskonter betreibt in Österreich acht Regionallager und zwei Zentrallager und spult mit seinen eigenen 350 LKW und 160 Anhänger pro Jahr 21 Mio. Kilometer ab. „Wir haben eine optimale Verteilerstruktur und reduzieren so die Transportkosten und Umweltbelastungen auf ein Minimum“, betont Andreas Andreas Bayer, Logistik-Chef bei REWE Österreich. Nachhaltig transportieren heißt bei Billa u. a. Verlagerung von der Straße auf die Schiene. Seit Dezember 2006 werden zwischen Ost- und Westösterreich 95 Prozent der Zentrallagerwaren mit der Bahn und anschließender LKW-Feinverteilung abgewickelt. Täglich rollen zehn Wechselbehälter von Wien nach Hall in Tirol bzw. sechs bis acht Behälter nach Bludenz. Seit 2008 rollt auch die Salburg-Ware zu 90 Prozent auf der Schiene, so Bayer. Fazit: Pro Jahr werden so 860.000 Liter Diesel gespart, 2,5 Mio. Autobahnkilometer und 3.000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden. Die LKW-Fahrer werden seit 1999 in optimaler Fahrweise geschult und absolvieren Fahrsicherheitstrainings. Das Ergebnis, auf das Bayer stolz ist: Halbierung der Unfälle, Senkung des Treibstoffverbrauchs um bis zu drei Liter auf 100 Kilometer und somit Treibstoffersparnis von 500.000 Liter Diesel pro Jahr. Gleichzeitig wird an Innovationen getüftelt, wird der Einsatz neuer Technologien geprüft und wird dem Treibstoff Biodiesel beigemischt. Seit 2009 ist Billa bzw. REWE an einem Testlauf für Hybrid- making complexity simple solution provider Zuverlässige Logistiksysteme sind unsere Kompetenz. Zahlreiche Referenzen bestätigen, dass KNAPP intelligente Lösungen für verschiedenste Lager erfolgreich realisiert. Vertrauen Sie auf die Verknüpfung von Branchenkenntnis und technologischem Wissen. pharma | cosmetics | office | retail | tobacco | audio & video | fashion KNAPP AG | Günter-Knapp-Strasse 5-7 | 8075 Hart bei Graz | Österreich | Tel.: +43 316 495 0 | sales@knapp.com www.logistik-express.com LOGISTIK express 3|2011 23

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