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LE-3-2008

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

LOGEXP_3_2008_END.qxp 21.09.2008 14:14 Uhr Seite 24 IM FOKUS Der Kornspitz® ist heute das erfolgreichste Markengebäck Europas, doch kaum jemand weiß, dass dessen Ursprung in Asten in Oberösterreich liegt. 1964 gründete die Familie Augendopler, in deren Händen sich der Betrieb bis heute befindet, die Firma backaldrin und startete mit der Produktion von Backgrundstoffen. Heute umfasst das Sortiment mehr als 400 Produkte von Weizen- und Brotbackmitteln über Spezialvormischungen, Gebäck, feine Backwaren, Brotgewürze und Bioprodukte bis hin zu Füllen und Aromen. Höchstleistungen erfordern Spitzenmaterial Um die Kunden – gewerbliche und industrielle Bäckereien sowie Konditoreien in über 80 Ländern, 75 Prozent der Produktion gehen ins Ausland – schnell und zuverlässig beliefern zu können, sind präzise logistische Abläufe und ein entsprechend organisiertes Lager unbedingt erforderlich. Neben dem Stammhaus in Asten betreibt backaldrin vierzehn internationale Niederlassungen sowie ein zweites Produktionswerk in Amman/Jordanien. Zur besseren Bewältigung der steigenden Nachfrage errichtete das Unternehmen ein neues, modernes und vollautomatisches Hochregallager mit 11.800 Palettenplätzen. Dank der Rohstoff-Lagerung bei nur 15,3 Prozent Sauerstoffgehalt – jede Flamme würde sofort ersticken – setzt der Bau auch neue Standards beim Brandschutz. In nur einjähriger Bauzeit entstand das 37 Meter hohe und 70 Meter lange Lagergebäude. Insgesamt investierte backaldrin im Geschäftsjahr 2007/08 rund 20 Millionen Euro in den Standort Asten, neben dem HRL errichtete das Unternehmen auch ein neues Qualitätslabor und zusätzliche Büroräume. Dieses Engagement ist ein Beweis für den eindeutigen Österreich-Bezug backaldrins, der sich auch in der Rohstoffbeschaffung widerspiegelt: „Soweit es irgendwie möglich ist, verarbeiten wir ausschließlich Rohstoffe aus Österreich, denn da stimmt die Qualität“, versichert DI Stefan Hutter, Geschäftsführung Technik. Immerhin verarbeitet das Unternehmen jährlich mehrere 10.000 Tonnen davon. Warenverfolgung komplett in SAP Nicht nur bei der Entwicklung der Backwaren, auch im Bezug auf die Lagerung beschreitet Peter Augendopler, backaldrin-Eigentümer Unser Gebäck für die ganze Welt Vollwertige Ernährung ist ein Eckpfeiler für ein langes Leben. Die backaldrin Österreich GmbH sorgt nicht nur für die umfassende Versorgung mit Backrohstoffen, sie schafft dank klarem Heimatbekenntnis auch Arbeitsplätze in der Region. TEXT: ANGELIKA THALER backaldrin neue Wege. „Wir waren die ersten in Österreich, die mit Hilfe von SAP TRM (Task Ressource Management) die gesamte Kette vom Wareneingang bis zur Verladung durchgängig in SAP abbildeten. Dank der Führung mit TRM bleiben so die Paletten immer im Bestand, so DI Stefan Hutter, Geschäftsführung Technik backaldrin Österreich GmbH wird nicht nur die Sicherheit erhöht, auch die besonders im Lebensmittelbereich so wichtige lückenlose Rückverfolgbarkeit vom Rohstofflieferanten bis zum Kunden ist damit garantiert“, ist Hutter stolz. Das logistische Rückgrat der Anlage bildet dabei die 120 Meter lange so genannte „Spine“. Sie verbindet Wareneingang, alle Produktions- und Lagerbereiche sowie Warenausgang. „Man kann sich das wie eine zweispurige Verbindungsstraße vorstellen, auf der der Verkehrsfluss vollautomatisch geregelt wird“, veranschaulicht Hutter. Verantwortlich für die Entwicklung und Umsetzung der Gesamtsteuerung zeichnet das Linzer SAP-Systemhaus unit-IT Dienstleistungs GmbH & Co KG, mit dem backaldrin bereits seit über 10 Jahren erfolgreich zusammenarbeitet. „Seit vielen Jahren verbindet uns mit unit-IT ein konstruktives Verhältnis, daher haben wir auch dieses anspruchsvolle Projekt mit unit-IT umgesetzt“, erklärt Hutter. Palettenpools sind keine Option Bei so vielen auf Paletten transportierten Gütern kommt die Frage auf, ob nicht die Beteiligung an einer Tauschbörse sinnvoll wäre. Hutter: „Wir haben das kurz überlegt, aber das ist für uns nicht möglich. Abgesehen davon, dass einige der von uns belieferten Länder nicht über die nötigen Strukturen verfügen, benötigen wir für den Lebensmitteltransport aus hygienischen Gründen ausschließlich neue Paletten, und das lässt sich bei Tauschbörsen nicht verwirklichen.“ 24 LOGISTIK express 3|2008 www.logistik-express.at

LOGEXP_3_2008_END.qxp 21.09.2008 14:14 Uhr Seite 25 IM FOKUS Familienbetrieb am Puls der Zeit Die Schachinger Logistik Holding geht nun in die dritte Generation über. Vorausschauendes Denken und ein Gespür für Marktchancen legen die Basis, damit dies nicht der letzte Generationswechsel bleibt. TEXT: ANGELIKA THALER Hausgemachte Lösungen Unterschiedliche Kunden haben natürlich unterschiedliche Bedarfe, weshalb Schachinger kundenspezifische Lösungen anbietet, die auf die Umstände eingehen. Die Herausforderung liegt dabei darin, über normale Dienstleistungen hinauszugehen. „Wir beginnen ein neues Projekt mit Schwarzmüller, wo wir versuchen, ein spezielles Ladungsträgersystem zu entwickeln. Die Ladungsträger sollten stapelbar, flexibel und vorkommissionierbar sein und zudem den unterschiedlichen Verladungen entsprechen“, nennt Dallinger ein Beispiel. Für heiklere Projekte beschäftigt das Unternehmen einen eigenen Fuhrpark mit besonders qualifizierten Fahrern und Spezialequipment, ein Think Tank mit Universitätsabsolventen und Praktikern sorgt für frische Ideen. v.l.r. DI Alexander Dallinger, Dr. Oliver Schauer, MBA (Schachinger), Otto Fabits (Jungheinrich Austria) Der Firmensitz in Hörsching und die hohen Investitionen in die österreichischen Standorte unterstreichen den ausgeprägten Fokus des Unternehmens auf Österreich. Das strategische Ziel liegt daher auch nicht vordergründig darin, ein Global Player zu werden, sondern durch intelligente Branchenlogistik zu wachsen. Bei diesem Unterfangen kommt dem Unternehmen die Struktur des Familienunternehmens zu Gute: „Flachere Hierarchien und rasche Kommunikation führen zu besserer Agilität am Markt. Die einheitliche Firmenkultur ist ein zusätzlicher Vorteil“, hebt DI Alexander Dallinger, Leiter Fuhrpark und Technik, hervor. Schwerpunkt Branchenlogistik Zunehmende Konsolidierungen und Zusammenschlüsse der Branche führten bei Schachinger zur erfolgreichen Konzentration auf hochwertige Dienstleistungen in Nischenmärkten. Das Unternehmen bietet heute innovative Lösungen für Markenartikel, Lebensmittel und Frischhaltung, Pharma/Healthcare, Automotive, Baulogistik, High-Tech und Industrielogistik. Diese eindeutige Ausrichtung erlaubt die Bündelung von Aufträgen zu Touren/Milkrunlösungen, was als positive Folge die Minimierung der einfahrenden LKW und damit auch CO2-Belastung nach sich zieht. „Umweltpolitik ist für uns Teil der Unternehmenspolitik, CSR ist ein äußerst wichtiges Thema – diesbezüglich wurden wir schon mehrfach ausgezeichnet“, betont Dr. Oliver Schauer, MBA, Mitglied der Geschäftsleitung. In jeder Sparte beschäftigt Schachinger eigene Spezialisten, um ideal auf die jeweiligen „Jungheinrich ermöglicht uns unbürokratische Lösungen und Flexibilität.“ DI ALEXANDER DALLINGER Kunden eingehen zu können: „Jede Branche hat eine eigene Terminologie und typische Speziallösungen, natürlich auch eine angepasste IT“, nennt Schauer die Gründe dafür. Aktuell betreut Schachinger viele namhafte Kunden auf Outsourcingbasis mit eigenen Lagern, wodurch die Vertragslaufzeit mehrere Jahre umspannt. Oftmals entstehen dabei Partnerschaften über mehrere Vertragslaufzeiten hinweg: „Mit Opel arbeiten wir beispielsweise seit den 1960er Jahren zusammen, im Laufe der Jahre nimmt natürlich die Dienstleistungstiefe stetig zu“, meint Schauer stolz. Schachinger und Jungheinrich – eine Erfolgsgeschichte Für ein Logistikunternehmen ist ein gut funktionierendes Lager die Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit. Ein Rundgang im dem International Food Standard entsprechenden Frischelager macht deutlich, warum ohne moderne Ausstattung die Einhaltung von Lieferzeiten unmöglich wäre. „Unser Lager ist im Laufe der Zeit organisch gewachsen, unterschiedliche Bauhöhen und -breiten stellten uns vor einige Herausforderungen. Zuletzt haben wir vom Schmalgang mit ETX auf Breitgang mit Schubmaststaplern umgestellt", erläutert Schauer. Verantwortlich für die Ausstattung zeichnet die Firma Jungheinrich, mit der Schachinger eine langjährige Partnerschaft verbindet. So wurden bereits einige Standorte auf das Rental-Sytem umgestellt: „Die bestehenden Jungheinrich-Fahrzeuge kaufen wir zurück, alte mustern wir aus, passende vermieten wir wieder. Nach einer neuen Bedarfsanalyse stellen wir den optimalen Fuhrpark zusammen", nennt Otto Fabits, Prokurist Key Account Manager bei Jungheinrich, die groben Umrisse. Die Projekte bieten bei einer Laufzeit zwischen 3 und 5 Jahren vollen Service samt Flexibilitätsklausel: bei zwingenden wirtschaftlichen Gründen können 25 Prozent der Fahrzeuge kostenfrei retourniert oder getauscht werden. Warum die Wahl auf Jungheinrich als Anbieter fiel, ist für Dallinger schnell erklärt: „Wir suchten nach einer Lösung, die uns ein dichtes Servicenetz mit guten Reaktionszeiten und Eskalationsszenarien an allen betroffenen Standorten bot. Jungheinrich ermöglicht uns unbürokratische Lösungen, Flexibilität und mit über 100 Monteuren im Außendienst schnelle Hilfe bei Ausfällen." Bis zu 84 Monate laufen die einzelnen Verträge, da ist Vertrauen ein Muss - und bei dieser Beziehung eindeutig gegeben. Schauer: „In dem Moment, wo man den Vertrag braucht, ist die Partnerschaft meist vorbei." www.logistik-express.at LOGISTIK express 3|2008 25

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