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LE-2-2014

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

TRANSPORT KEP-Studie

TRANSPORT KEP-Studie 2014 Die Paket- und Expressdienste in Deutschland bauen ihr dynamisches Wachstum weiter aus: Das bildet die neue „KEP-Studie 2014“ des BIEK eindrucksvoll ab. DIE REDAKTION Am 13. Mai 2014 wurde in Berlin im Rahmen einer Pressekonferenz in der Hamburger Ländervertretung die aktuelle KEP-Studie des BIEK vorgestellt. Auf dem Podium saßen neben Gunnar Uldall, Senator a.D. und Präsident des BIEK, auch Dr. Philip Nölling, Finanzvorstand des BIEK und kaufmännischer Geschäftsführer der Hermes Logistik Gruppe Deutschland, Uwe Detering, Director Public Affairs Germany bei UPS und Vorstand Public Affairs des BIEK, sowie Dr. Walther Otremba, Vorsitzender des Bundesverbandes Briefdienste (BBD). Der Hörfunkjournalist Volker Wieprecht moderierte die Runde. Die Experten auf dem Podium stellten die aktuellen Kennzahlen der Branche vor und ordneten sie ein. Die Journalisten bekamen zudem die Chance auf eine ausführliche Fragerunde, die sie intensiv nutzten. Der Gesamtumsatz der Branche ist im vergangenen Jahr um 3,4 Prozent auf 16,1 Milliarden Euro gestiegen. Knapp 2,7 Milliarden Sendungen wurden in Deutschland verschickt - 4,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Paket- und Expressdienste in Getrieben vom starken Wachstum des Onlinehandels, gewinnt der Paketversand weiter deutlich an Stärke. 2013 betrug der Umsatz im Teilsegment Paketmarkt 8,4 Mrd. Euro, das entspricht einem Anteil von 52 % am KEP- Gesamtmarkt - Tendenz weiter steigend. Der Markt der Paket- und Expressdienste wächst damit weiter deutlich stärker als der gesamte Güterverkehrsmarkt; die Zunahme ist seit 2000 fast doppelt so hoch wie in der Gesamtwirtschaft. Boom der Paket- und Expressdienster Vom Boom der Paket- und Expressdienster profitiert auch der Arbeitsmarkt: 197.000 Menschen sind in Deutschland aktuell bei diesen Unternehmen beschäftigt. Rechnet man ihre Dienstleister und alle wirtschaftlichen Impulse hinzu, sind von der Paketund Expressbranche sogar 308.800 Arbeitsplätze abhängig. Die „KEP-Studie 2014“ zeigt einmal mehr: Ohne die Paket- und Expressdienste sind arbeitsteilige und effiziente Wirtschaftsabläufe inzwischen nicht mehr denkbar. „Die Branche ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Deutschland“, unterstreicht Gunnar Uldall, Präsident des BIEK. „Die Paket- und Expressdienste sorgen mit ihrem starken und zuverlässigen Service, flexiblen Lieferprozessen und innovativen Logistik-Lösungen dafür, dass ihre Kunden wettbewerbsfähig sind, sie bieten ihnen Kosten- und Absatzvorteile.“ Dabei sorgt die Bündelung der Transporte gleichzeitig für eine immer geringere Umweltbelastung. Die in der KEP-Studie befragten Unternehmen schauen zudem optimistisch in die Zukunft: Sie erwarten auch für die kommenden Jahre eine weiter wachsende Nachfrage. Für den gesamten Paket- und Express-Markt ist 2014 mit einem Zuwachs von etwa 3,5 % zu rechnen. Damit würde das Sendungsvolumen erneut um knapp 100 Mio. Sendungen zunehmen. Gunnar Uldall erklärt: „Paket- und Expressdienstleistungen sind für immer mehr Bereiche der Wirtschaft relevant und machen sich dort unentbehrlich. In unserer dynamischen Branche hat der Wandel Bestand.“ Paket- und Briefmärkte sind über ähnliche Strukturen und die Präsenz der marktbeherrschenden Deutsche Post AG verbunden. Zur Situation im Briefmarkt erklärte der Vorsitzende des Bundesverbandes Briefdienste, Dr. Walther Otremba: „Die Gesamtentwicklung im Briefbereich ist in Deutschland - anders als in den meisten anderen Ländern - stabil. Dabei gewinnen die alternativen, meist mittelständischen Briefdienstleister langsam Marktanteile hinzu und sorgen für mehr Wettbewerb durch kundenorientierte Angebote, wettbewerbsfähige Preise und mehr Qualität. Ihr Anteil an den Sendungsmengen belief sich im Jahr 2013 auf 13 Prozent, nachdem er jahrelang bei 10 Prozent stagnierte“. (LE) 28 LOGISTIK express Ausgabe 2/2014 www.logistik-express.com

TRANSPORT Eurapid-Netzwerk vergrößert Mit einer Aufstockung von 30 auf 41 Terminals reagiert DHL Freight auf die positive Resonanz auf ihren taggenauen Stückgut-Service in 14 Ländern. Wenn es so weitergeht, könnten bis Ende 2015 alle Terminals des Frachtexperten in das eigenständige Eurapid-Netzwerk integriert sein. REDAKTION: ANGELIKA GABOR Heike Sommer Als im Herbst 2013 der Startschuss für den Eurapid-Service in Europa fiel, waren die Erwartungen an den taggenauen Service für Stückgutverkehre (LTL) bis zu einem Gewicht von 2,5 Tonnen hoch. Sehr zur Freude von Heike Sommer, Managing Director Austria & Slovenia der DHL Freight, haben sie sich erfüllt: „Die Einführung des Eurapid-Service war eine Reaktion auf die Kundennachfrage, und sie war goldrichtig. Die Entwicklung der vergangenen Monate zeigt, dass unsere Strategie richtig ist, und hat uns auf unserem Weg bestätigt.“ Die Einbindung weiterer Terminals in das Netzwerk ist der nächste logische Schritt. Mit den 41 Terminals werden bereits 75 Prozent aller Geschäftsadressen in Europa abgedeckt. Zuverlässig und schnell Die bevorzugte Behandlung der Eurapid-Sendungen – es gibt sogar einen eigenen Kundenservice – bietet den Kunden eine sehr kurze und damit besonders attraktive Lieferzeit, ein Extra-Zuckerl ist die Abholung von Sendungen am selben Tag bei Buchungen vor 12 Uhr. „Bestimmte Branchen wie zum Beispiel die Technologie- oder Textil- und Modeindustrie fordern höhere Frequenzen und eine zuverlässige Abwicklung. Eurapid bedient diesen Bedarf und wird von unseren Kunden sehr gut angenommen. Da die Nachfrage groß ist und weiter steigt, läuft der Ausbau der Service-Verfügbarkeit wie geplant“, sagt Amadou Diallo, CEO DHL Freight. Das qualitativ hochwertige Straßengut-Netzwerk von DHL wurde mit je einer Station in Dänemark, Großbritannien, Italien, Niederlande, Österreich, Polen, Schweiz, Spanien und Tschechien erweitert. Darüber hinaus sind zwei Stationen in Deutschland (Worms und Renningen) in das Netzwerk integriert worden. Doch damit nicht genug: „Bis Ende des Jahres werden wir weitere neun Stationen in das Netzwerk integrieren“, verrät Sommer. Insgesamt sind damit dann 80 Prozent des internationalen Geschäfts von DHL Freight abgedeckt. (AG) Pfiffige Prozesse IT-Systeme gelten in der Logistik als Schlüssel zu mehr Effizienz. Doch der Glaube in die Technik trügt – nur wer über pfiffige Prozesse verfügt, kann sich auch einen Vorteil erarbeiten. KOMMENTAR: RAINER HOPPE Viele Logistikunternehmen planen IT-Umstellungen als „großen Wurf“. Es soll dies eine Maßnahme sein, die zur Verbesserung der Marge führt. Dahinter steckt der Wunschgedanke, mit dem Austausch der Software durch ein anderes Produkt entscheidende Wettbewerbsvorteile erzielen zu können. Ein Vorhaben, das gelingen kann. Aber das ersehnte Ergebnis wird kaum automatisch einsetzen. Denn auch die allerbeste Software kann immer nur so effizient sein wie die Prozesse, die sie unterstützt. Und vor eine IT-Umstellung haben die Götter den Schweiß gesetzt. Wirklich von Rainer Hoppe einer neuen Software profitieren kann nämlich nur, wer zuvor seine gesamte Prozesslandschaft auf den Prüfstand stellt. Echte Einsparpotenziale liegen dort, wo sich durch organisatorische Verbesserungen auch Zeit- und Personaleinsatz optimieren lassen. In IT-Abläufen gedacht, heißt das zum Beispiel, dass Buchhaltung und Abrechnung wesentlich besser laufen, wenn den Fachabteilungen sämtliche Offerten-Daten aus dem Vertrieb ohne Medienbrüche direkt elektronisch vorliegen. Die wesentlichen Stichworte lauten hier Konsistenz und Datenqualität. Denn es gilt: Wo Preise oder andere Daten nicht zweimal im IT-System erfasst werden müssen, wird echtes Geld verdient. Es sind also die pfiffigen Prozesse, aus denen Mehrwerte entstehen. Dazu kann eine moderne IT einen wesentlichen Teil beitragen. Der alleinige Auslöser einer verbesserten Effizienz ist sie aber nie. Rainer Hoppe ist geschäftsführender Gesellschafter der Wiesbadener Logistikberatung A’PARI Consulting. (RH) www.logistik-express.com LOGISTIK express Ausgabe 2/2014 29

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