Aufrufe
vor 6 Monaten

LE-2-2014

  • Text
  • Handel
  • Jaklitsch
  • Express
  • Logistik
  • Unternehmen
  • Industrie
  • Wien
  • Europa
  • Zukunft
LOGISTIK express Fachzeitschrift

TRANSPORT

TRANSPORT Standortfeindliche Verkehrspolitik rasch korrigieren Oberösterreichischer Verkehrs-Spartenobmann kritisiert hohe Abgabenlast und wirtschaftsfeindliches Beschränkungsunwesen DIE REDAKTION Hohe Abgabenbelastungen und übermäßig strenge Vorschriften behindern die Produktivität der Betriebe wesentlich - fasst Johannes Hödlmayr, Verkehrs-Spartenobmann in der WKO Oberösterreich, die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturerhebung in der Verkehrswirtschaft zusammen. Diese Fakten sind letztlich auch ein wesentlicher Grund dafür, dass der Wirtschaftsstandort Österreich in internationalen Rankings an Terrain verliert. In den letzten Monaten hat sich zwar die Nachfrageentwicklung leicht verbessert, die Geschäftslage und der Beschäftigungsstand in der Branche haben sich weitgehend stabilisiert, aber die Preiserwartungen sind gestiegen. „Dies ist auf Kostensteigerungen infolge der Erhöhung verkehrsspezifischer Steuern und Abgaben, vor allem der rund neunprozentigen Mauterhöhung per 1.1.2014, zurückzuführen und lässt eine notwendige Weitergabe bis an die Konsumenten erwarten“, betont Hödlmayr. Ganz und gar als verspäteten Aprilscherz wertet Spartenobmann Hödlmayr auch den realitätsfernen Vorstoß nach einer Ausdehnung des Road Pricing auf Bundes- und Landesstraßen. Abgesehen von der technischen Umsetzung und den damit verbundenen immensen Errichtungskosten werden die Transportwirtschaft, aber auch der Steuerzahler schon bisher über Gebühr zur Kasse gebeten, erteilt Hödlmayr weiteren finanziellen Belastungen eine klare Abfuhr. Zudem behindern schon jetzt gesetzliche Fahrbeschränkungen die Transportwirtschaft enorm. Ob dies die Immissionsschutz-Fahrverbote in Wien, Niederösterreich, Burgenland und der Steiermark, das generelle LKW-Nachtfahrverbot auf der Inntal-Autobahn oder die unsinnige 60-km/h- Geschwindigkeitsbeschränkung für LKW in der Nacht sind, auf jeden Fall behindert dies alles die heimischen Verkehrsbetriebe ganz wesentlich. Das oft dazu ins Treffen geführte Argument, diese Beschränkungen gelten für In- und Ausländer gleich, kann Johannes Hödlmayr Hödlmayr nur bedingt gelten lassen, da Unternehmer bei Ausübung einer Transporttätigkeit von Österreich aus davon permanent betroffen sind, hingegen bei bloß gelegentlicher Durchfahrt aus dem Ausland eben nur fallweise. Auch das Fehlen spezifischer Förderungen für die Mobilitätswirtschaft verschärft die insgesamt ungünstigen Rahmenbedingungen für heimische Transporteure. Die Auswirkungen dieser Benachteiligung der heimischen Transportwirtschaft spiegeln sich aktuell darin wider, dass die Fahrleistungen auf den heimischen hochrangigen Straßen im letzten Jahr zwar geringfügig um etwas mehr als 1 Prozent angestiegen, die Transporte durch heimische Betriebe aber um über 5 Prozent zurückgegangen sind. Der Marktanteil heimischer Beförderer an den heimischen Fahrleistungen ist somit gegenüber der Auslandskonkurrenz wesentlich gesunken, sieht der Verkehrs-Spartenobmann mit Sorge. „Dass heimische Unternehmen durch wirtschaftsferne Rahmenbedingungen mehr und mehr aus dem Heimatmarkt gedrängt werden, kann nicht Ziel einer verantwortungsvollen Politik sein“, kritisiert Hödlmayr und fordert die Bundesregierung auf, rasch Korrekturen vorzunehmen, um für heimische Betriebe wieder echte Chancengleichheit sicherzustellen. 26 LOGISTIK express Ausgabe 2/2014 www.logistik-express.com

TRANSPORT Frachtkosten steigen Aktueller „Trendreport Transportlogistik“ rechnet mit einer Zunahme der Frachtkosten sowohl in Deutschland als auch in Europa und weltweit. DIE REDAKTION Der Transport von Gütern wird teurer: Für 2014 rechnen Experten mit einem weiteren Anstieg der Frachtkosten. Dies ist das Ergebnis des aktuellen „Trendreport Transportlogistik“*, welcher das Diplomatic Council (DC, www.diplomatic-council. org) und der 4PL Transportlogistikspezialist G-SCS (Global Supply Chain Solutions, www.g-scs.com) in Auftrag gegeben haben. Demnach rechnen 64 Prozent der befragten Experten mit einem Anstieg der Frachtkosten in Deutschland. Die Entwicklung wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Dementsprechend geht eine große Mehrheit von 91 Prozent der Befragten davon aus, dass bis 2020 die Frachtkosten in Deutschland weiter steigen werden. Um die steigenden Frachtkosten wirtschaftlich besser auffangen zu können, unternehmen viele Firmen erhebliche Anstrengungen. „Es gilt, die Logistikkosten spürbar und nachhaltig zu senken. Hierbei spielen 4PL-Service-Dienstleistungen eine immer wichtigere Rolle“, erläutert Steffen Rabus, Chairman des International Logistics Forum (ILF) im Diplomatic Council (DC) und gleichzeitig Geschäftsführer von G-SCS. Ein entscheidender Grund für Unternehmen, ihre logistische Abwicklung in externe Hände zu geben, ist die verstärkte Konzentration auf ihre Kernkompetenzen. Dementsprechend sind die 4PL-Anbieter gefordert, ihre Lösungen den ständigen Veränderungen in der Transportlogistik anzupassen. Der Trendreport hat neben Deutschland auch die Entwicklung in Europa und weltweit untersucht. Infolgedessen gehen die Experten auch in diesen Regionen von steigenden Frachtkosten aus. Für Europa rechnen 64 Prozent der Experten für 2014 mit einer Zunahme, weltweit sind es sogar 82 Prozent. Dieser Trend wird noch bis mindestens 2020 anhalten. Für diesen Zeitraum prognostizieren 84 Prozent der Befragten für Europa eine Zunahme der Frachtkosten, weltweit sind es immerhin noch 80 Prozent. * Für den aktuellen „Trendreport Transportlogistik 2014“ wurden im Auftrag des Diplomatic Council (DC) und Global Supply Chain Solutions (G-SCS) 100 Fach- und Führungskräfte aus der Transportlogistikbranche befragt. Die Studie wird anlässlich der diesjährigen Automotive Logistics Europe am 11. März 2014 veröffentlicht. Interessenten können jedoch unter Tel.: 0611 / 973150 oder E-Mail: team@euromarcom. de bereits vorab ein Exemplar anfordern. Das Diplomatic Council (www.diplomaticcouncil.org) ist ein globaler Think Tank zur Förderung der internationalen Völkerverständigung und handelt gemäß der Charta der Vereinten Nationen. Es umspannt ein Netzwerk von mehr als 4.500 Persönlichkeiten rund um den Globus. Als Mitglieder sind ausdrücklich nicht nur Diplomaten willkom- men, sondern auch Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Sport und Politik. Global Supply Chain Solutions (G-SCS, www.g-scs.de) ist einer der führenden Anbieter von Freight Bill Audit- und Supply Chain Visibility-Services. Seit Beginn 2013 hat G-SCS eines der umfangreichsten 4PL (Fourth Party Logistics) Dienstleistungsund Softwareportfolios auf den Markt gebracht. Das Serviceangebot, das über den G-SCS Integrated Control Tower koordiniert wird, umfasst u. a. Transportmanagement, Contract Management, und Supply Chain-Analysen. Durch den Einsatz der maßgeschneiderten, modular aufgebauten G-SCS-Lösungen können die Kunden ihre Logistikkosten kontinuierlich und nachhaltig senken. (LE) www.logistik-express.com LOGISTIK express Ausgabe 2/2014 27

LOGISTIK express informiert

LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2018 Journal 4
LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2018 Journal 3
LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2018 Journal 2
LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2018 Journal 1
LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2017 Special 1
LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2017 Journal 4
LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2017 Journal 3
LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2017 Journal 2
LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2017 Journal 1
LE-4-2016
LE-3-2016
LE-2-2016
LE-1-2016
LE-4-2015
LE-3-2015
LE-2-2015
LE-1-2015
LE-3-2014
LE-2-2014
LE-1-2014
LE-4-2013
LE-3-2013
LE-2-2013
LE-1-2013
LE-4-2012
LE-3-2012
LE-2-2012
LE-1-2012
LE-4-2011
LE-3-2011
LE-2-2011
LE-1-2011
LE-4-2010
LE-3-2010
LE-2-2010
LE-1-2010
LE-4-2009
LE-3-2009
LE-2-2009
LE-1-2009
LE-4-2008
LE-3-2008
LE-2-2008
LE-1-2008
OEQA-2018-2
OEQA-2018-1

© Copyright 2018 LOGISTIK express® Markus Jaklitsch. Alle Rechte vorbehalten.