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LE-2-2013

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

AKTUELL Was hat den denn

AKTUELL Was hat den denn geritten? Kaum ein Politiker hat es zuletzt so intensiv in die Schlagzeilen gebracht wie Minister Berlakovich. Wenn ein Umweltminister gegen ein Pestizidverbot stimmt, fragt man sich, was dahinter steckt. Oder vielleicht doch eher „wer“? Es würde mich nicht wundern, wenn wir es hier mal wieder mit einem Fall von Lobbying zu tun haben… doch ist Lobbying immer schlecht? Redaktion: ANGELIKA THALER Ganz ehrlich, ich möchte keine Politikerin sein. Jedes Wort wird auf die Waagschale gelegt – und dabei ist es oft nicht mal die eigene Meinung, die man von sich gibt, sondern die von Spindoktoren, Schreibern, der eigenen Partei oder Interessensgemeinschaften. Und es ist unmöglich, es Allen Recht zu machen. Der deutsche Politiker Horst Lorenz Seehofer sagte einmal – allerdings nach seiner Tätigkeit als BM für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz – in Angelika Thaler einer Fernsehsendung „Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.” Das ist wohl der Grund dafür, warum so wenige Wissenschaftler und Experten politische Ämter bekleiden, die entscheiden lieber im Hintergrund. Lobbyist? Ich doch nicht! Von Lobbyismus zu sprechen, hat etwas Anrüchiges. Keiner will im direkten Kontext genannt werden, denn er gilt als verpönt. Warum eigentlich? Sucht man nach Definitionen, findet man bei neutraler Betrachtung nichts Schlimmes. Denn es geht um einen systematischen Prozess zur Formulierung und Durchsetzung von Interessen bzw. Anliegen von Personen(gruppen), Institutionen, Unternehmen oder einer ganzen Branche durch sachliche, umfassende Information. Überzeugen statt Überreden lautet demnach die Devise. Der einzige Unterschied zur „guten, alten“ Werbung ist, dass die Einflussnahme hauptsächlich durch organisierte Interessengruppen – beispielsweise Verbände, Vereine oder NGOs – und deren Vertreter erfolgt anstatt durch Einzelunternehmen. Ok, noch ein Unterschied: die Wahl der Mittel ist vielfältiger. Denn bei etwas lockererer Betrachtungsweise bin ich ein Logistik-Lobbyist. Ich informiere die Öffentlichkeit und auch Entscheidungsträger (die sich unter unseren Lesern befinden) über die Leistungen der Logistik und versuche damit auch, deren und die allgemeine Meinung (positiv) zu beeinflussen. Dafür werde ich bezahlt. Die Sache mit der Gegenleistung lassen wir einfach mal beiseite. Oder zählt das Vertilgen eines Extra- Lachshäppchens bei einer Presseveranstaltung als unlautere Geschenkannahme? Politikberatung Wie in fast allen Bereichen des Lebens gibt es auch auf dem Gebiet des Lobbyismus ein „Schönreden“. Mit anderem Namen versehen, klingt es auch nicht mehr so schlimm. Ein Beispiel: „Politikberater Alfons Mensdorff-Pouilly“ klingt doch viel netter als „Waffenlobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly“. Oder? Auch die Bezeichnungen „Public Affairs“ oder „politische Kommunikation“ sind durchaus gängig und akzeptiert. Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum viele internationale Konzerne eine „Hauptstadtrepräsentanz“ haben?Lobbying ist aus dem täglichen Leben nicht wegzudenken, es beeinflusst die Entscheidungen und den technischen Fortschritt. Hätte niemand sich für die Einführung der CD stark gemacht, hätten wir heute noch Kassetten. Ohne einen gemeinsamen Standard für VHS als Nachfolger von Super8 und Betamax, wer weiß, wo die Filmindustrie sich hin entwickelt hätte. Verschiedene Mauterfassungssysteme buhlten um die Gunst der Regierung, ehe sich die GO-Box durchsetze. Mein Standpunkt: solange es transparent abläuft, ist Lobbying absolut ok. Einzelne haben oft Probleme dabei, sich und einer potenziellen tollen Idee Gehör zu verschaffen, doch wenn sie in einem Interessenverband Unterstützung finden, steigen ihre Chancen. Doch kehren wir zurück zum armen Minister. Wird sein ursprüngliches Votum gegen das Verbot von Neonicotinoiden zu einem politischen Suizid? Der Misstrauensantrag wurde abgeschmettert, noch rettet ihn seine Partei vor dem Rücktritt. Wer weiß, wie lange noch – so gesehen würde ihm etwas Lobbying zu seinen Gunsten nicht schaden. Wer will, wer mag? (AT) FOTO: ISTOCKPHOTO.COM 4 LOGISTIK express Ausgabe 2/2013 www.logistik-express.com

AKTUELL | EVENT Stabilität durch Flexibilität Oder auch Applaus, bis die Wände wackeln, denn das Programm des 20. Österreichischen Logistik-Tages, der am 20. Juni 2013 in Linz stattfindet, lässt einige Höhepunkte erwarten. Und Flexibilität ist auch für erfolgreiche Unternehmen das Gebot der Stunde. Redaktion: ANGELIKA THALER Immer mehr Besucher wissen die Qualität des Logistik-Tages zu schätzen und strömen nicht nur zur Hauptveranstaltung ins Design-Center Linz, sondern genießen auch schon die drei Themenspecials und die Abendgala des Vortages. Bei den Specials 1 Integrierter Einkauf: Vom Erfüllungsgehilfen zum Supply-Chain-Motor und 3 Zukunftsfähige Transportkonzepte: Beiträge zur industriellen Konkurrenzfähigkeit auf globalen Märkten kann man sich auch gleich die voestalpine Stahlwelt ansehen. Special 2 Beschleunigte Wirtschaft: Innovationen und Paradeprojekte in der Intralogistik findet im Courtyard Marriott statt. Zur Abendgala im RaiffeisenForum finden sich dann alle zusammen, um der Verleihung des Österreichischen Logistik-Preises 2013 beizuwohnen. Keynotes Jeder Vortrag bietet geballte Information, aber manche Sprecher üben einen besonderen Reiz aus. Die so genannten Keynotes kommen in diesem Jahr von Thomas Fahnemann, CEO der Semperit AG, Dr. Erhard F. Grossnigg, Sanierer, Investor und Geschäftsführer der E.F. Grossnigg Finanzberatung und TreuhandgesmbH („Vom Seufzer zum WOW! Der Turnaround zu wertbeständigen Business- Modellen“) sowie von Dipl. Kfm. Wolfgang Grupp, Alleiniger Geschäftsführer und Inhaber TRIGEMA („Verantwortung übernehmen – Herausforderungen annehmen“). wo man auch Zeit für die Fachausstellung finden wird, gibt es wieder parallele Fachbeiträge. In Sequenz 1 „Integrierte Planung braucht den Einkauf: Die Rolle der Lieferanten in einer dynamischeren Umwelt“ hinterfragt Prof. (FH) DI Dr. Gerald Schönwetter, Professor für Logistik-Management, Logistikum die Inhalte der Beiträge. Ebenso wie wohl auch Prof. (FH) Dr. Andreas Breinbauer, Leiter Studiengang Logistik und Transportmanagement, Rektor (FH) der FH des bfi Wien in Sequenz 2 „Dienstleistung im volatilen Umfeld: Tendenzen und Entwicklungen für stabile Lieferketten“. Sequenz 3 titelt „Hoher Lieferservice und hohe Wirtschaftlichkeit: Die ständige Balance zwischen Lieferfähigkeit und Beständen“ unter der Moderation von Hans-Christian Siegert, Geschäftsführer dr. schaab + Partner. Wofür werden Sie sich entscheiden? Nur jene Unternehmen, die mit den wachsenden Flexibilitätsanforderungen des Marktes mithalten können, werden langfristig im rauen Wettbewerb bestehen können. Der Logistiktag zeigt erprobte Möglichkeiten auf, die eigenen Prozesse dahingehend zu hinterfragen und gegebenenfalls zu optimieren. (AT) FOTO: ISTOCKPHOTO.COM Parallelsequenzen Wie immer wird man sich auch heuer wünschen, sich mehrteilen zu können – um sich die Beiträge in den unterschiedlichen Sälen anzuhören. Aber man muss sich entscheiden! In Sequenz 1 „Mehrwert für die Supply Chain: Marktsignale nutzen – Kundennähe verbessern – Vertrieb integrieren“ sorgt Mag. Klaus Venus, GF und Partner Ifl Consulting GmbH, für einen geordneten Ablauf. Sequenz 2, moderiert von Prof. hc. Dr. Franz Freudhofer, Senior Expert Produktion & Logistik, nennt sich „Marktorientiert und schnell: Mit Flexibilität zur stabilen Produktion“. Dr. Alexander Wiegele, Geschäftsführer bauMax Import & Logistik GmbH, führt durch die Sequenz 3 „Innovative Optimierungen der Konsumgüter- Supply Chain“. Auch nach der Mittagspause, www.logistik-express.com LOGISTIK express Ausgabe 2/2013 5

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