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LE-2-2013

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

UMWELT PVC-Recycling auf

UMWELT PVC-Recycling auf Rekordniveau VinylPlus, das Nachhaltigkeitsprogramm der europäischen PVC-Industrie, verzeichnete im letzten Jahr einen Recycling-Rekord von 362.076 Tonnen PVC. Damit liegt die Industrie auf gutem Kurs, ihr ambitioniertes Ziel von 800.000 Tonnen Recyclat pro Jahr bis zum Jahr 2020 zu erreichen. Eine neue Definition gibt es übrigens auch. Text: Angelika Mader, API PVC- und Umweltberatung GmbH Die Definition fur „recycliertes PVC“ wurde aktualisiert. Sie umfasst neben post-consumer PVC auch bestimmte Arten von post-industrial PVC sowie einige der innerhalb der EU regulierten Abfallstrome. VinylPlus, das Nachhaltigkeitsprogramm der europäischen PVC-Industrie, verzeichnete im letzten Jahr einen Recycling-Rekord von 362.076 Tonnen PVC. Damit liegt die Industrie auf gutem Kurs, ihr ambitioniertes Ziel von 800.000 Tonnen Recyclat pro Jahr bis zum Jahr 2020 zu erreichen. Die zugrundeliegende Definition für „recycliertes PVC“ wurde aktualisiert. Sie umfasst neben postconsumer PVC auch bestimmte Arten von post-industrial PVC sowie einige der innerhalb der EU regulierten Abfallströme. Neue Technologien, um schwierig zu verarbeitendes Alt-PVC zu recyclieren, werden derzeit evaluiert. Gleichzeitig wurden bedeutende Anstrengungen unternommen, um das Problem der „legacy additives“ aufzugreifen, das aus geänderten Rahmenbedingungen für zulassungspflichtige Chemikalien im recyclierten PVC resultiert. Die Ergebnisse für 2012 wurden auf dem Nachhaltigskeitsforum für PVC in Istanbul präsentiert. Mit Bezug auf Aussagen von EU Umweltkommissar sagte Filipe Constant, Chairman von VinylPlus, die Industrie „entwickelt sich tatsächlich von einem Modell des Ressourcen-Verbrauchs, das dem linearen Muster nehmen-machen-verwendenwegwerfen folgte, zu einem echten Kreislaufmodell, das end-of-life Materialien wieder in die Produktionskette eingliedert und so den inhärenten Mehrwert von PVC – Langlebigkeit und Vielseitigkeit – erhöht.“ 2012 verzeichnete VinylPlus im 5-Jahresvergleich (2007) in den Staaten der EU-27 eine Reduktion von 76,3 % bei der Verwendung von Blei. Bis Ende des Jahres 2015 wird Blei vollständig ersetzt sein. Der aktuelle Audit über die Einhaltung der „PVC Industriechartas“ ergab eine nahezu vollständige Erfüllung von 96 %. Mehrere VinylPlus Arbeitsgruppen sind dabei zu untersuchen, wie erneuerbare Energien und Rohstoffe in den Produktionsprozess einzugliedern sind, wie Additive nachhaltig verwendet werden und der ökologische Fußabdruck der PVC-Produktion umfassend zu erheben ist. In Zusammenarbeit mit „The Natural Step“, einer NGO, die VinylPlus beratend unterstützt, und BRE, dem Britischen Expertengremium für Zertifizierungen, wurde ein Konzept für ein VinylPlus Produktlabel entwickelt. „Es ist ziemlich beeindruckend zu sehen, wie eine dermaßen dynamische Wertschöpfungskette zusammenarbeitet, um die gesamte Industrie und ihre Produkte nachhaltiger zu machen“, kommentierte Reha Gür, Vizepräsident des Verbands der türkischen Kunststoffwirtschaft PAGDER. „Gerade jetzt, wo ein Großteil Europas und der Welt schwierige wirtschaftliche Zeiten erlebt, ist das umso mehr zu bewundern. Es ist uns eine Ehre, das Nachhaltigkeitsforum für PVC als Gastgeber in Istanbul zu beherbergen, und wir hoffen, dass die Arbeit von VinylPlus die großen und kleinen PVC-Produzenten unseres Landes inspiriert, einen Schritt näher an die Prinzipien und Ziele des Programmes heranzurücken.“ Ein wichtiger Fokus von VinylPlus ist die Förderung des „Bewusstseins für Nachhaltigkeit“. In dieser Hinsicht wurde letztes Jahr eine Reihe von Kommunikationsprojekten unterstützt, um die Botschaften der freiwilligen Selbstverpflichtung entlang der Wertschöpfungskette zu untermauern. VinylPlus engagierte sich weiters in externen Debatten inklusive „Rio+20“, der Konferenz der Vereinten Nationen zur Nachhaltigen Entwicklung. Die freiwillige Selbstverpflichtung von Vinyl- Plus wurde ins offizielle „registry of committments“ von Rio+20 aufgenommen. Tomas Anker Christensen, Senior Advisor für Partnerschaften im Büro der Vereinten Nationen, bemerkte im Rahmen seiner Ansprache auf dem Forum in Istanbul: „Partnerschaften sind der Schlüssel zur Erreichung vereinbarter Entwicklungsziele inklusive nachhaltiger Entwicklung. VinylPlus ist eine erfolgreiche Initiative und wir sind gespannt zu sehen, wie ambitioniert die Europäische Industrie auf konkrete Herausforderungen reagiert. Die Industrie muss eine kritische Rolle spielen, indem sie Veränderung forciert, die Wirtschaft „grüner“ macht und weltweit nachhaltigen Fortschritt ansteuert.“ (LE) FOTO: ISTOCKPHOTO.COM 28 LOGISTIK express Ausgabe 2/2013 www.logistik-express.com

Modernisierung statt Neubau Gerade auf dem Gebiet der Intralogistik entwickelt sich die Technik laufend weiter. Um im Wettbewerb mit der Konkurrenz mitzuhalten, muss jedoch die Leistungsfähigkeit eines Distributionszentrums oder auch eines normalen Lagers oftmals ausgereizt werden. Nach ein paar Jahren kann es passieren, dass die Anforderungen zu groß geworden oder die Abläufe einfach nicht mehr optimal sind, obwohl die Anlage generell gute Dienste leistet. Ein Neubau ist in solchen Fällen nicht nur zeitlich, sondern auch investitionstechnisch nicht immer machbar. Die Lösung: aus alt mach neu. Paradebeispiele für Retrofit liefert etwa LTW mit Projekten für IKEA und 11er. „Für einen Modernisierungsschub genügt es häufig, nur einzelne Komponenten auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen. Erster Auswechselkandidat ist meist die Steuerung“, weiß Werner Schön, Kundendienstleiter der LTW Intralogistics GmbH. INTRALogistik Nachhaltigkeit und Sparwünsche sind zwei der Gründe, warum sich Unternehmen für ein Retrofit-Projekt entscheiden. Oft kann durch den Austausch weniger Bauteile die Leistungsfähigkeit einer alten Anlage enorm verbessert werden. Redaktion: Angelika Thaler FOTO: ISTOCKPHOTO.COM Gründliche Analyse Ins Blaue hinein zu raten und auf gut Glück etwas auszutauschen, wäre völlig sinnlos. Daher steht am Beginn jedes Modernisierungsprojektes eine sorgfältige und umfassende Analyse der kompletten Anlage. „Es gilt, Maßnahme für Maßnahme die optimale Kosten- Nutzen-Balance zu finden, hier kommt die ganze Erfahrung unserer Mitarbeiter zum Tragen“, erklärt Werner Schön. Ehe dann vor Ort etwas ausgetauscht wird, wird simuliert und getestet, damit es nur zu minimalen Standzeiten kommt und die Produktion bald wieder ihren gewohnten Gang gehen kann – nur eben effizienter. Kartoffeln fliegen In Frastanz, Vorarlberg verarbeitet die 11er Nahrungsmittel GmbH jährlich gut 80.000 Tonnen Rohkartoffeln zu rund 300 unterschiedlichen Tiefkühlprodukten wie Kroketten, Rösti-Taschen oder Pommes Frites. Die ursprüngliche Anlage mit Hochregallager wurde bereits 1991 errichtet und von LTW in den Jahren 2004/2005 binnen nur drei Wochen einer ersten Modernisierung unterzogen, bei der unter anderem drei Regalbediengeräte erneuert und ein modernes Lagerleitsystem implementiert wurden. „Im Wartungsbahnhof, wo die Arbeiten stattfanden, hatte es minus 28°C, das war eine enorme Herausforderung für Mensch und Material“, erinnert sich der Kundendienstleiter. Qualität überzeugt, denn als wieder ein „Modernisierungsschub“ nötig war, holte 11er erneut LTW zu Hilfe. Eine neue Schienenanlage mit Doppel-Verschiebewagen sorgt dafür, dass die Kartoffeln nahezu durch die Halle fliegen. „Allein durch den störungsfreien Betrieb der Regalbediengeräte verzeichnen wir heute eine um 15 % höhere Umschlagsleistung. Und der neue Verschiebewagen, hat die Leistung um weitere 5 % verbessert“, freut sich der Verantwortliche bei 11er. Nicht nur Billy Das IKEA Möbelhaus ist weltweit bekannt. Das Distributionszentrum in Wels war ursprünglich für die Belieferung Mittel- und Osteuropas zuständig, seit 2007 liegt die Konzentration auf den Märkten Österreich und Schweiz. Diese Umverteilung und die gestiegene Nachfrage ließen auch das großzügig angelegte Lager an seine Grenzen stoßen. Nach der Prüfung verschiedener Konzepte entschloss sich IKEA für ein Retrofit: schichtweise wurden Schienenanlage, Weichen und die 10 Regalbediengeräte getauscht und auf den neuesten Stand der Technik und Ergonomie gebracht. „Die Umsetzung hat genauso perfekt gepasst wie die Planung. Nach zwanzig Jahren Zusammenarbeit mit LTW habe ich auch nichts anderes erwartet“, zeigt sich der Instandhaltungsleiter bei IKEA Wels, zufrieden. (AT) www.logistik-express.com LOGISTIK express Ausgabe 2/2013 29

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