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LE-2-2011

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

AKTUELL Wann, wenn nicht

AKTUELL Wann, wenn nicht jetzt? Haben Sie auch schon genug von den täglichen Horrormeldungen über Naturkatastrophen, Aufstände, Ölpreissteigerungen, atomare Probleme und belastete Lebensmittel? Überblättern Sie diese News bereits? Dann ist es passiert, Sie sind abgestumpft… und das ist das Schlimmste, was unserem Planeten passieren kann: die Gleichgültigkeit. Es ist höchste Zeit, in die Hände zu spucken und das Ruder herumzureißen, so lange es noch geht! Redaktion: Angelika Thaler Eines der größten Probleme der Menschheit ist unsere „der Andere“-Mentalität. Wie im Kindergarten… die Vase ist kaputt? Der Andere hat sie runtergeworfen. Am Boden liegt Mist? Soll ihn doch ein Anderer wegräumen. Die Co2-Emissionen sind zu hoch? Pah, die Transportwirtschaft und Industrie sind schuld, wieso sollte ich auf mein Auto verzichten? Es gibt noch unzählige weitere Beispiele, aber der Hintergrund ist stets derselbe. Statt selbst Verantwortung zu übernehmen, schieben wir sie gerne auf Andere. Klar, ich allein kann den Klimawandel nicht stoppen. Und schon gar nicht bis morgen. Aber um ein Ziel zu erreichen, muss ich den ersten Schritt tun! Um die Vision der Nachhaltigkeit – in welchem Bereich auch immer – zu verwirklichen, ist jeder Einzelne gefordert. Denn selbst wenn die Klonforschung schon (bedenklich) weit ist – einen zweiten Planeten wird sie wohl in absehbarer Zeit nicht erschaffen. Unsichtbare Gefahr Sie riecht nicht, sie schmeckt nicht, und sehen kann man sie auch nicht…. radioaktive Strahlung ist heimtückisch – und extrem ausdauernd! Als Nachwirkung des Reaktorunglücks in Tschernobyl wird es noch 300 Jahre dauern, bis das Cäsium-137 (Halbwertszeit 30 Jahre) in Österreichs Böden nicht mehr nachweisbar ist. In Japan, wo auch extrem giftiges Plutonium zum Einsatz kam, ist das Sperrgebiet rund um Fukushima auf 250.000 (!) Jahre verstrahlt. Wer kann in solchen Dimensionen denken? Wir produzieren atomare Abfälle, die nicht wiederverwertet, sondern nur „endgelagert“ werden können, und hinterlassen so vielen kommenden Generationen ein gravierendes Problem. Immer wieder hört man von Lecks bei solchen „Endlagern“, die oft nichts anderes als Höhlen tief unter der Erdoberfläche sind. Frei nach dem Motto: „Was man nicht sieht, ist auch nicht da“. Aber das ist doch keine Lösung! Selbst wenn die Hoffnung besteht, dass durch wissenschaftlichen Fortschritt eines Tages das Problem Atommüll gelöst werden kann, ist es unverantwortlich, auf Teufel-komm-raus dieses gefährliche, oft tödliche Material anzuhäufen! Es ist klar, dass ein Ausstieg aus der Atomkraft von heute auf morgen nicht zu bewerkstelligen ist, ohne in einigen Ländern (wie etwa Frankreich) dauerhaft das Licht abzudrehen. Aber es müssen bereits jetzt international langfristige Maßnahmen ergriffen werden, um die Wende zu schaffen – anstatt immer neue Meiler zu planen. Und da muss jeder Einzelne sich an die Nase fassen: klar gibt es Schöneres, als einen Windpark vor der Haustüre. Aber es gibt auch viel Schlimmeres, und wenn immer jemand erfolgreich Einspruch erhebt, sobald so etwas geplant wird…. sehe ich für eine atomfreie Zukunft schwarz. Protz-Gesellschaft Warum ist es nötig, einen riesigen SUV zu fahren, wenn ich in der Stadt wohne? Abgesehen davon, dass die Parkplatzsuche mit diesen Schlachtschiffen besonders in der Innenstadt einer mittleren Katastrophe gleichkommt, ist trotz aller Effizienzsteigerungen der Spritverbrauch bei solch starken Motoren enorm. Und so gut wie immer sitzt in solchen Image- Karossen lediglich eine Person. Müssen wir den Amerikanern (die übrigens wesentlich breitere Straßen haben) mit ihren mächtigen Spritfresser-Fahrzeugen wirklich alles nach- machen? In den USA laufen Klimaanlagen rund um die Uhr, in Hotels beträgt die Raumtemperatur im Hochsommer rund 16 Grad, das ist doch nicht gesund! Vom rücksichtslosen Energieverbrauch ganz zu schweigen. So wenig erfolgreich ein gewisser ehemaliger Schauspieler aus der Steiermark in politischen Belangen auch gewesen sein mag, es brauchte diesen Österreicher, um zumindest in Kalifornien ein breites ökologisches Bewusstsein zu schaffen! Auch wenn das kleine Land Österreich international manchmal ob seines politischen „aus-der-Reihe-Tanzens“ belächelt wurde, jetzt gilt es, die Vorreiterrolle zu übernehmen und mit aller Macht und vereinten Kräften die anderen Länder zu überzeugen. Falsche Förderpolitik der EU aufgrund massiven Lobbyings muss rasch unterbunden werden, es gilt, alle verfügbaren freien Ressourcen in die Entwicklung nachhaltiger Energiequellen – egal ob nun für die Stromversorgung der Haushalte und der Industrie oder die Mobilität – zu stecken und unabhängig zu werden von Atomkraft und Erdöl. Das Klima kennt keine Grenzen, und wir leben hier auf keiner isolierten Insel, wir müssen global handeln. Wann, wenn nicht jetzt? (AT) FOTO: ISTOCKPHOTO.COM 4 LOGISTIK express 2|2011 www.logistik-express.com

AKTUELL Flughafen Wien kommt nicht zur Ruhe ... Die Flughafen Wien AG kommt auch nach dem Führungswechsel und der Hauptversammlung nicht zur Ruhe. Mit dem angekündigten Abgang von Aufsichtsratsprecher Karl Samstag und der beabsichtigten Nachbestellung durch Ewald Kirchner, Chef der kommunalen Wohnbaugesellschaft Gesiba, nimmt das Gerangel um politische Einflussnahme und Machterhaltung in doch wichtigen Unternehmen kein Ende. Dort, wo die Politik ihre Interessen im Spiel hat, kann kein Paradies sein. Mit Kirschner soll jene Stelle besetzt werden, auf die der derzeitige Vorstandssprecher Christoph Herbst nach der zum Jahresende geplanten Vorstandsneubesetzung zurückkehren sollte. Herbst wechselte nach der Ablöse des Vorstandssprechers Herbert Kaufmann vom Aufsichtsratsprecher interimistisch in den Chefsessel des Flughafens. Bei der Hauptversammlung wurde wieder sichtbar, wie Managerleistung heutzutage abgegolten wird. Zusätzlich zum Fixgehalt von 254.000 Euro stehen Herbert Kaufmann, Ernest Gabmann und Gerhard Schmid für 2010 Boni von je rund 165.000 Euro zu. Die Hälfte davon ist an die nunmehr für Mitte 2012 vorgesehene Inbetriebnahme des Skylink gekoppelt. „Diese Skylink-Prämie wird für 2009, 2010, 2011 und 2012 erst ausbezahlt, wenn alle Ziele erreicht sind“, kündigte Interims-Aufsichtsratschef Karl Samstag zwar an. Doch allein die Tatsache, dass Boni für Managerleistungen bezahlt werden, die auf Falscheinschätzungen, politischen Seilschaften und Dilettantismus beruhen, schreit zum Himmel. Der Skylink, dessen Kosten unter den zuletzt veranschlagten 830 Mio. Euro liegen sollen, weil doch kein Totalübernehmer zur Fertigstellung engagiert wird, kostet per saldo das Doppelte wie ursprünglich geplant. Das Bauwerk hat bisher „nur“ die Verschuldung hochgetrieben – das Gearing (Nettoverschuldung gemessen am Eigenkapital) lag Ende 2010 bei 81 Prozent. Ab 2012 werden die Abschreibungen, die Herbst mit 50 Mio. Euro pro Jahr bezifferte, das Ergebnis und wahrscheinlich auch die Dividendenzahlungen empfindlich belasten. Die börsennotierte Flughafen AG befindet sich zu je 20 Prozent im Besitz der Stadt Wien sowie des Landes Niederösterreich. Also haben hier rote, grüne und schwarze Interessen eine Spielwiese, auf der auf Kosten des Steuerzahlers gespielt wird. Zehn Prozent der Anteile halten die Mitarbeiter, der Rest der Aktien ist in Streubesitz. Über einen Syndikatsvertrag haben die Minderheitseigner Wien und Niederösterreich die Verfügungsgewalt über das Unternehmen. Trotz Beteuerung der Landeseigentümer, die anstehende Neubesetzung des Vorstands nach ausschließlich fachlichen Kriterien auszurichten, haben die politischen Paritäten der Syndikatsvertreter im Aufsichtsrat dennoch Einfluss auf das dabei angewandte Vergabeverfahren. Das Spiel geht also weiter ... UND WENN ICH JEMANDEM DIREKT IN DIE AUGEN SEHEN WILL, WENN ER MIR ETWAS vERSPRICHT? Dann fragen Sie Logwin! Als integrierter Logistikdienstleister entwickelt Logwin ganzheitliche Logistik- und Servicelösungen für Industrie und Handel: mit über 5.600 Mitarbeitern an rund 250 Standorten in 37 Ländern. Logwin bietet Kontraktlogistik, weltweite Luft- und Seefracht sowie Transportlösungen auf Straße und Schiene. Mit individuellen Logistikkonzepten bringt Logwin das Geschäft seiner Kunden nachhaltig voran. Mehr Kundennähe und mehr Innovation finden Sie unter: www.logwin-logistics.com www.logistik-express.com LOGISTIK express 2|2011 5 2011_LgistikExpress_190x137_M2.indd 1 09.03.11 14:42

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