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INTRALOGISTIK SPEZIAL

INTRALOGISTIK SPEZIAL Neue Trends in der Intralogistik - Cemat setzt grüne Akzente Das Thema Nachhaltigkeit wurde in diesem Jahr auf der Cemat ganz groß geschrieben. Die Aussteller zeigten auf der Weltleitmesse in Hannover zahlreiche Innovationen, wie Intralogistik ökonomisch, ökologisch und sozial verantwortlich ausgestaltet werden kann. Und auch in den Vortagssequenzen wurden Ansätze diskutiert, unter welchen Aspekten logistische Prozessabläufe in Zukunft zu optimieren sind. Redaktion: THOMAS WÖHRLE Insgesamt kamen zur Cemat in diesem Jahr 1.084 Unternehmen aus 38 Ländern - und davon mit 548 die Hälfte aus dem Ausland. „Damit hat die Cemat 2011 das Ergebnis der Vorveranstaltung, die im Mai 2008 vor der tiefgreifenden Wirtschaftskrise ausgerichtet wurde, noch einmal übertroffen“, sagte Dr. Andreas Gruchow, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG. Die offizielle Besucherzahl lag mit rund 58.000 in etwa auf dem Niveau von vor drei Jahren. „Die Messe hat gezeigt, dass die Intralogistik große Chancen zur Steigerung der Effizienz durch beträchtliche Reduzierungen von Kosten, Zeit und Energie bietet und damit ein entscheidender Faktor für den notwendigen Vorsprung im internationalen Wettbewerb sein kann“, so Gruchow. Das spiegle sich auch im diesjährigen Messemotto „Sustainability in Intralogistics“ wider. Forumsveranstaltungen nehmen Messemotto auf So ging es zum Beispiel auf dem International Cemat Forum vor allem um die Frage, welchen Beitrag die Intralogistik zur nachhaltigen Gestaltung von Wertschöpfungsketten leisten kann. „Für mich besteht Nachhaltigkeit aus den drei Aspekten Ökonomie, Ökologie und soziale Verantwortung“, sagte Dr. Christoph Beumer, Vorsitzender des Cemat- Präsidiums in Hannover. „Ziel nachhaltigen Wirtschaftens sollte es deshalb immer sein, ein Gleichgewicht zwischen diesen drei Säulen herbeizuführen.“ Denn durch den Einsatz energieeffizienter und ressourcenschonender Produkte werde ein ökonomisches und ökologisches Wirtschaften erst gewährleistet. Die soziale Nachhaltigkeit beziehe sich in der Intralogistik in erster Linie auf die Optimierung der Arbeitsplätze. Das Forum „See- und Binnenhäfen – ‚Green Logistics’ für die globalisierte Wirtschaft“ beschäftigte sich vor allem mit der Frage, welchen Beitrag eine ‚grüne’ Hafenlogistik in See- und Binnenhäfen zur Entwicklung nachhaltiger Logistikketten leisten kann und wie dies die Handlungsfelder von Verladern, „Die Messe hat gezeigt, dass die Intralogistik große Chancen zur Steigerung der Effizienz bietet.“ Andreas Gruchow Spediteuren und Logistikanbietern beeinflusst. Dazu gelte es vor allem, technische Reserven und Zeitverkürzungspotenziale zu heben. Dies könne sowohl durch innovative Entwicklungen in der Transport- und Umschlagstechnik, als auch durch fortschrittliche IT-Lösungen zur Steuerung der beteiligten Verkehrsträger und Terminals sowie deren Verknüpfung realisiert werden. Und auf dem Forum Lagertechnik lagen in diesem Jahr die Schwerpunkte vor allem auf folgenden Themen: Automatisierung im Kommissionierbereich, Energieeinsparung trotz Automatisierung, Verbesserung in der Lagerbehältertechnik, optimierte Lagerhaltung am Montagearbeitsplatz, Erhöhung der Ergonomie im Lager, Steigerung der Lagersicherheit durch Inspektion sowie optimierte Lagerbestandsführung. Systemanbieter setzen verstärkt auf Integration Zwar verursacht die Intralogistik „nur“ rund 25 Prozent der Energiekosten im Logistiksektor, doch lassen sich hier durch technische Innovationen zum Teil sehr schnell Effizienzverbesserungen umsetzen. Vom fahrerlosen Transportsystem mit Hybridantrieb über Serien-Flurförderzeuge mit Lithium- Ionen-Technik, Platz und Energie sparende Verpackungsanlagen bis hin zu neuer Cloud- Computing-Software bildete die Messe ein umfangreiches Ausstellungsportfolio ab. Bei zahlreichen Unternehmen standen in diesem Jahr die Themen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz im Fokus ihres Messeauftritts. So hat zum Beispiel der Systemanbieter Dematic in Hannover live gezeigt, wie sich Thomas Wöhrle Logistik express Redaktion c/o Freier Fachjournalist Ladeeinheiten unterschiedlichster Größenordnung in einer einzigen Anlage bearbeiten lassen. Eingebunden in den kompletten innerbetrieblichen Materialfluss sind dabei neben einem neuen Regalbediengerät für das Automatische Kleinteilelager (AKL) und einem Multishuttle neue Fördertechnikkomponenten sowie die beiden Weltneuheiten „Dematic IT Ecodrive“ und das Hochleistungskommissioniersystem „Rapid Pick Premier“. Und mit dem Konzept einer ganzheitlichen „Fulfilment Factory“ präsentierte SSI Schäfer einen vollkommen neuen Produktbaukasten zur kombinierten Auftragsfertigung für verschiedene Vertriebswege. Die Einzelproduktförderer- und Sortertechnik ist dabei explizit auf die Verschmelzung der Intralogistik für die Endkundenbelieferung (B2C) sowie das Filial- und Großhandelsgeschäft (B2B) in einem integrierten Bearbeitungsprozess ausgerichtet. Die Fulfilment Factory kann branchenübergreifend und flexibel auf die logistischen Anforderungen der jeweiligen Anwender angepasst werden. Intelligenz in Lagerprozessen nimmt zu Ein echtes Highlight hatte in diesem Jahr auch Still zu bieten. Der „Cube XX“ vereint sechs Fahrzeugkonzepte: den klassischen Gabelstapler, den heutigen flexibel nutzbaren Alleskönner im Lager, sowie den Routenzug, die sogenannte Horizontalkommissionierung, den Hoch- und Niederhub und die Doppelstockbeladung. Das Erfolgsgeheimnis darüber hinaus ist die Nutzung des Cube XX wahlweise im manuellen oder automatischen Betrieb, je nach Anforderung im Lager. Als erstes Unternehmen weltweit zeigte der Wettbewerber Jungheinrich in Hannover eine neuartige Lagernavigation, die im Breitgang 24 LOGISTIK express 2|2011 www.logistik-express.com

INTRALOGISTIK SPEZIAL - und damit auch in der Vorzone - eingesetzt werden kann. „Damit wird es in Zukunft möglich sein, auch die Prozesse außerhalb des Schmalgangs noch effizienter und sicherer zu gestalten“, sagte Vertriebsvorstand Dr. Helmut Limberg. „Denn mit der Lagernavigation im Schmalgang, die wir bereits seit zwei Jahren sehr erfolgreich im Markt positioniert haben, können heute in der Praxis bis zu 25 Prozent höhere Umschlagleistungen erreicht werden.“ Österreichische Aussteller zeigen sich zufrieden Auch österreichische Aussteller zogen ein positives Messefazit. „Die diesjährige Cemat hat unsere Erwartungen voll erfüllt“, sagt etwa Harald Scherleitner, Spartenleiter Batterieladesysteme beim Pettenbacher Technikanbieter Fronius. So konnten Kontakte zu den ausstellenden Flurförderzeugherstellern, Logistikverantwortlichen aus den Unternehmen sowie Batterie- und Staplerhändlern vertieft werden. „Wir haben einige Neuigkeiten präsentiert, wie zum Beispiel das Whitepaper ‚Einkaufshilfe für die Beschaffung von Batterieladesysteme für Elektro-Flurförderzeuge‘“, so Scherleitner. „Dieses soll den Logistikentscheider über die verschiedenen Ladegeräte- Techniken aufklären und darstellen, welchen Einfluss ein Batterieladegerät auf die laufenden Betriebskosten eines Elektro-Flurförderzeugs hat.“ Und auch Knapp-Vorstand Gerald Hofer war mit dem Besucherzuspruch am Stand sehr zufrieden. „Wir konnten auf der Cemat zahlreiche interessante Kontakte knüpfen“, so Hofer. „Vor allem unsere neuen ergodynamischen und multifunktionalen Ware-zur-Person-Arbeitsplätze sowie die energieeffiziente Shuttle-Technik stießen auf breites Interesse. Zudem haben wir einen Blick in die Zukunft der Lagerlogistik gewährt.“ Ein Beispiel hierfür seien die frei fahrenden Shuttles, die nicht mehr an Fördersysteme gebunden sind, sondern sich im Lager völlig frei bewegen und für Transportund Kommissionieraufgaben eingesetzt werden können. Kommentar zur CeMAT Nein, der ganz große Publikumsmagnet war die Cemat in diesem Jahr mit Sicherheit nicht. Ob es an der fehlenden Bindung zur Veranstaltung aufgrund des dreijährigen Turnus‘ liegt oder daran, dass sich zahlreiche Besucher und Aussteller zwischen Cemat und transport logistic nur eine Woche später entscheiden mussten oder aber am nicht wegzudiskutierenden Erfolg der kleineren Logimat in Stuttgart, die sich in jedem Frühjahr fest im Terminkalender der Logistiker etabliert hat – Gründe kann es viele geben. Denkbar ist auch, dass die Erweiterung der Cemat auf regionale Events in Indien, Russland, China und Südamerika zwar die Marke Cemat international weiter aufwertet, dem Anspruch der Veranstaltung in Hannover als Weltleitmesse für Intralogistik jedoch diametral entgegenwirkt. Diese ist dann in erster Linie nämlich nur noch für Besucher aus dem europäischen Ausland interessant und zieht nicht mehr Intralogistik-Fachleute aus aller Welt an. Vielleicht sollten die Messemacher ihr Konzept auch einfach noch einmal grundsätzlich überdenken und das Angebot mehr auf die Erwartungen der Besucher zuschneiden. Die Aussteller – vor allem die kleineren und mittelständischen - mit ihren vielen innovativen Produkten jedenfalls hätten es verdient. Eine Woche später auf der transport logistic hat das schließlich auch funktioniert: hier gab es volle Hallen und einen Rekordbesuch. (TW) Lagertechnik, Materialfluss und Automation Die WAMAS Logistiksoftware ermöglicht die Integration verschiedenster Lager- und Kommissioniertechnologien in eine Gesamtlösung. Dieses Leistungsspektrum garantiert unseren Kunden eine maximale Steigerung der Effizienz. SALOMON AUTOMATION GMBH office@salomon.at www.ssi-schaefer.at ssi_anz_wamas.indd 1 30.05.11 10:50 www.logistik-express.com LOGISTIK express 2|2011 25

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