Aufrufe
vor 6 Monaten

LE-2-2011

  • Text
  • Transportlogistik
  • Intralogistik
  • Jaklitsch
  • Express
  • Logistik
  • Unternehmen
  • Austria
  • Hafen
  • Wirtschaft
  • Industrie
  • Thema
  • Entwicklung
  • Wien
LOGISTIK express Fachzeitschrift

NETZWERKE (A) Mitten ins

NETZWERKE (A) Mitten ins Schwarze Das Motto des Österreichischen Logistiktags 2011 lautet „Treffsicherheit“, und so werden am 8. Juni namhafte Sprecher verraten, wie sie zielsicher Maßnahmen setzen, um ihr Unternehmen in Zeiten hoher Volatilität und steigender Kundenanforderungen zum Erfolg zu führen. Redaktion: Angelika Thaler Wer bei dem Begriff Treffsicherheit an Darts denkt, hat dringenden Nachholbedarf – den er sehr gut am Logistiktag oder auch bei den Programmpunkten des Vortages decken kann. „Treffsicherheit – zwischen Planbarem und Unplanbarem, Stillstand und Höchstbeschleunigung“ ist der Titel der vom Verein Netzwerk Logistik (VNL) ausgerichteten Veranstaltung, die auch in diesem Jahr wieder im Design Center Linz stattfinden wird. Schwankung wird normal So scheinbar berechenbar die wirtschaftliche Entwicklung vor der heftigen Krise war, so unregelmäßig sieht die Zukunft aus: „Die Schwankung des Bedarfs wird uns in Zukunft ständig begleiten“, ist Prof. (FH) DI Franz Staberhofer, Obmann des VNL, überzeugt, „daher ist eine Steigerung der Treffsicherheit bei der Beschaffung und in Lieferantenbeziehungen unabdingbar.“ Die Themen für den Logistiktag zu finden, war nicht schwer: „In gezielten Gesprächsrunden mit Wirtschaftstreibenden versuchen wir stets herauszufinden, was die Unternehmer am meisten bewegt“, erklärt Staberhofer. Die Unternehmensentwicklung sei eng mit Supply Chain Management und Logistik verknüpft. Für den Erfolg seien natürlich auch andere Faktoren wie Marketing und Finanzwesen wichtig, aber die Möglichkeiten zur Steigerung der Treffsicherheit seien für die Meisten besonders interessant, fasst er zusammen. „Als Veranstalter möchte man natürlich immer das bestmögliche Programm bieten. Die Vorträge bieten viel Orientierungshilfe, ich hoffe, dass jeder Einzelne sich daraus etwas mitnehmen kann“, so Staberhofer. Am Logistiktag bietet sich die Gelegenheit, sich mit anderen Teilnehmern funktions- und branchenübergreifend auszutauschen, auch die geplanten Diskussionen dürften wieder für Spannung sorgen. v.l.n.r. Angelika Thaler, Redakteurin Logistik express mit Prof. (FH) Franz Staberhofer Geballtes Programm Wer den Tag optimal starten möchte, kann sich gleich um 7:30 Uhr zum Frühstück mit Gleichgesinnten einfinden und die gut bestückte Fachausstellung besuchen, ehe um 9:00 Uhr die Veranstaltung offiziell eröffnet wird und Staberhofer auf das Thema einstimmt. Danach erklärt Dipl.-Ing. Peter Glatzmeier, Vorsitzender des Vorstands der HTI High Tech Industries AG, „Wie ein Technologiekonzern Werte mit Zukunft schafft.“ Ihm folgt Dragos Burca, Supply Network Operations Manager bei Procter & Gamble, mit „Maximizing agility of supply network to satisfy rapidly changing demand and still deliver highest service while reducing inventory” (mit Simultanübersetzung). Nach der Kaffeepause hat man die Wahl zwischen drei Parallelsequenzen. In Sequenz 1 stellt man sich die Frage „Was kann eine agile Beschaffung zwischen Krise und Boom leisten?“ Zu Wort meldet sich hier Bernhard Goliasch, Head of Group Supply Chain Management/Business Management Division Raw Materials, RHI AG, mit seinem Vortrag „Kapazitätsmanagement – Ist Planung out?“ Dabei wird er anhand der Stahlproduktion anschaulich darlegen, wie unberechenbar Preisentwicklungen sind und welche Maßnahmen man zur Planungsverbesserung setzen kann. „Ein wesentlicher Punkt ist, dass eine schnelle Reaktion stets besser ist, als zuzuwarten. Generell hilft es auch, die Planungsfrequenzen zu erhöhen“, erklärt Goliasch und bricht gleichzeitig eine Lanze für aktives Working Capital Management. Andreas Schuster- Woldan, Leiter Materialwirtschaft bei BMW Motorrad, verrät anschließend Details über das „Lieferanten-Risiko-Management bei BMW Motorrad“. Parallel dazu geht in Sequenz 2 alles um „Höchstleistung in der Produktverfügbarkeit: Welche Logistikstrukturen für welche Kundenbedürfnisse?“ Joachim Anna, Head Logistics Europe Central, Hilti, wird über das “Redesign Zentral Europäisches Logistiknetzwerk der Hilti Gruppe“ berichten. DI Ralf Kolshorn, Leiter Zentralbereich Parts- Logistics, MAN Truck & Bus AG, hingegen wird den Zuhörern den „Change Prozess in der Ersatzteillogistik: Exzellenz durch höchste Materialverfügbarkeit beim Kunden – weltweit“ näherbringen. „In den vergangenen Jahren ist es durch die konsequente Kundenorientierung, aber auch durch gesetzliche Vorgaben zu einer starken Modellausweitung gekommen, die wiederum eine steigende Komplexität mit sich brachte. Die Variantenvielfalt spiegelt sich in den Ersatzteilen wieder, wodurch wir dazu übergingen, echte Logistik-Kompetenz aufzubauen. Unsere gesamte Supply Chain ist 18 LOGISTIK express 2|2011 www.logistik-express.com

NETZWERKE (A) auf Verfügbarkeit beim Kunden ausgerichtet. In meinem Vortrag berichte ich, welche Systemanpassungen auch im Kontext der Globalisierung nötig waren, um das zu erreichen“, fasst Kolshorn zusammen. Die Sequenz 3 hat es ebenfalls in sich: Zu „Erfordert die Volatilität der Wirtschaft neue Transportkonzepte?“ gibt es zunächst den Beitrag „Flexibilität und Adaptivität: Was die Transportwirtschaft von „anderswo“ lernen kann“ von Prof. em Dr. Peter Klaus, Friedrich- Alexander Universität, Erlangen-Nürnberg, ehe es in einer Diskussion zur Sache geht. Die Diskutanten: Mag. Christian Janecek, Geschäftsführer, LogServ GmbH; Walter Konzett, MBA, Direktor Produktmanagement Landverkehre, Gebrüder Weiss GmbH; Wolfgang Klepatsch, Director Seafreight and Intermodal Austria, KÜHNE + NAGEL GmbH sowie Kurt Leidinger, Mitglied des Vorstands, SCHENKER & CO AG. Qual der Wahl Auch nach der Mittagspause stehen zunächst wieder drei Parallelsequenzen auf dem Programm. In Sequenz 1 dreht sich alles um „Welche Beiträge liefert die Logistik für eine neue Flexibilität in Produktionssystemen?“ Die Antwort auf diese Frage liefern Thomas Saiko, Werksleiter bei TRUMPF Maschinen Austria, mit „Wie kann sich die Produktion auf unerwartete Schwankungen einstellen?“, Jens Tilgner, Leiter Transportlogistik Material, AUDI AG mit „Herausforderungen an die Logistik in der Automobilindustrie“ und Christian Karner, Logistikleiter Werk Utting, Webasto, mit „Herausforderung für die Automobil-Zulieferindustrie im Hochlohnland“. Nicht weniger brisant das Thema von Sequenz 2: „Beziehungskiste Industrie-Handel: Wie kann die Wertschöpfung in der Konsumgüter-Supply Chain gesteigert werden?“ Dazu plaudern Mag. Alois Huber, Geschäftsführer SPAR Österreichische Warenhandels-AG, Zentrale St. Pölten (Vom Point-of-Sale zurückgedacht: Logistik beginnt im Regal) und Dr. Johann Seif, Supply Chain Management, Henkel CEE (Forecast-/Planungssystematik bei Henkel & Integration in den Handel) aus dem Nähkästchen. Die dritte Option ist Sequenz 3 „Marktschwankungen beherrschen, Kundenanforderungen erfüllen: Wo liegen die Hebel zur flexiblen Supply Chain?“. Uwe Detroy, Supply Chain Management, Produktions- und Programmplanung, Heidelberger Druckmaschinen AG, spricht über „Beherrschung von Marktdynamik durch eine kapazitätsorientierte Produktionsplanung“, danach nennt Hans Ehm, Principal Logistics Systems, Head of Supply Chain Innovations, Infineon OLIVER MAYR NETZWERKMANAGER VNL Technologies AG, die „Herausforderungen und flexible Lösungen im globalen stark volatilen Halbleiterumfeld”. Frisch gestärkt von der Kaffeepause warten noch zwei spannende Themen, ehe der Tag sich dem Ende zuneigt: „Neues Marktverständnis ist notwendig: Die Sicht eines Industrie-Logistik-Dienstleisters“, präsentiert von Michael Preymesser, Geschäftsführender Gesellschafter, M. Preymesser GmbH und – last, but not least – „Absatzschwankungen logistisch bewältigen: Die Kunden-/Lieferantenbeziehung bei Marktüberraschungen“. Zu diesem Thema gibt es gleich zwei Vortragende: Peter Ackerlauer, Vorstand voestalpine Stahl und DI Herbert Ortner, Vorstandsvorsitzender Palfinger AG. „Wir sind davon überzeugt, dass es in Zukunft vermehrt zu starken Schwankungen in der Nachfrage kommen wird. Aber da es nicht möglich ist, das Personal von Monat zu Monat anzupassen, muss man sich etwas anderes einfallen lassen“, erklärt Ortner. „Wichtig ist, in allen Teilprozessen schnell zu reagieren – die Konzepte betreffen das Material, die Maschinen, das Lager und die Finanzierungskraft gleichermaßen. Am Logistiktag werde ich den Zusehern unsere Erfahrungen vermitteln, wie wir von einer Umsatzverdopplung vor der Krise auf fast Null gefallen sind und trotzdem alles gut überstanden haben. Mein Stichwort dabei: Trendmonitoring!“ Nach all den abwechslungsreichen und teils anspruchsvollen Beiträgen steht einem gemütlichen gemeinsamen Ausklang nach der offiziellen Verabschiedung nichts mehr im Wege. Übrigens: bei der Gala am Vorabend des Logistiktages wird wieder der Österreichische Logistik-Preis in den Kategorien „Beste Ergebnisverbesserung durch ein Logistik- Tool“, „Beste innoviative (partnerschaftliche) Lösung“ und „Beste Diplomarbeit/Masterthesis mit Praxisbezug“ verliehen. (AT) www.logistik-express.com LOGISTIK express 2|2011 19

LOGISTIK express informiert

LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2018 Journal 4
LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2018 Journal 3
LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2018 Journal 2
LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2018 Journal 1
LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2017 Special 1
LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2017 Journal 4
LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2017 Journal 3
LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2017 Journal 2
LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2017 Journal 1
LE-4-2016
LE-3-2016
LE-2-2016
LE-1-2016
LE-4-2015
LE-3-2015
LE-2-2015
LE-1-2015
LE-3-2014
LE-2-2014
LE-1-2014
LE-4-2013
LE-3-2013
LE-2-2013
LE-1-2013
LE-4-2012
LE-3-2012
LE-2-2012
LE-1-2012
LE-4-2011
LE-3-2011
LE-2-2011
LE-1-2011
LE-4-2010
LE-3-2010
LE-2-2010
LE-1-2010
LE-4-2009
LE-3-2009
LE-2-2009
LE-1-2009
LE-4-2008
LE-3-2008
LE-2-2008
LE-1-2008
OEQA-2018-2
OEQA-2018-1

© Copyright 2018 LOGISTIK express® Markus Jaklitsch. Alle Rechte vorbehalten.