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TRANSPORT KOMMENTAR

TRANSPORT KOMMENTAR SPEDITIONSKArtell - KEINE PANIK Die Aufregung hält schon hundert Tage an - und kein Ende ist in Sicht: Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat Ende Februar rund 40 Speditionsunternehmen an den Pranger ge- Dr. Peter Muzik stellt. Es geht um mut-maßliche Absprachen im Sammelladungsverkehr. Es wird wohl noch eine Ewigkeit dauern, bis das Kartellgericht entscheidet, ob der Verdacht begründet oder ein Mumpitz ist. Branchenkenner können jedenfalls bestätigen, dass es in der heimischen Logistikbranche, die zuletzt nicht gerade die angenehmsten Zeiten durchstehen musste, durchaus Wettbewerb und keine Flunkereien gibt; dass das unter Beschuss geratene Gremium, die SSK, alles andere als ein Geheimbund ist, sondern ein hochoffiziell angemeldetes Bagatellkartell; und dass die Anschuldigungen aus kaufmännischer Sicht folglich mehr als fragwürdig sind. Es mutet obendrein ziemlich eigenartig an, dass Mauttabellen angegriffen werden, die weder Gemeinkosten noch einen Gewinnaufschlag enthalten - aber bitte, auch das wird ja wohl juristisch einwandfrei zu klären sein. Wichtig wäre allerdings, dass diese aufgeplusterte Angelegenheit - allein die Anklageschrift enthält tausende Seiten - möglich rasch einer Lösung zugeführt wird und sich für die Branche nicht zu einer endlosen Belastung - primär psychologischer Natur - auswächst. Wie diese vermeintliche Affäre juristischbeurteilt wird, lässt sich zwar schwer abschätzen, aber die Devise sollte lauten: Keine Panik. Österreichs Logistikbranche ist mit weitaus wichtigeren Dingen konfrontiert als mit diesem letztlich unberechenbaren Kartellzirkus. Autor: Peter Muzik ist langjähriger Wirtschaftspublizist (u.a. „trend“, „Wirtschafts- Blatt“ und „Wiener Zeitung“) sowie Inhaber der auf Medien-Resonanz-Analyse spezialisierten Consultingfirma Public & Media. Transport zieht an Europas Exporte nach Übersee legen zu und steigern die Transportnachfrage. Schiffe und Flugzeuge füllen sich wieder. Redaktion: Markus Trostmann Der Blick auf die in Fachmedien wöchentlich veröffentlichten Frachtmarktbarometer bringt so manches sanftes Lächeln zurück in die Gesichter der in den vergangenen Monaten geschundenen Logistiker, Frächter, Spediteure. Allein im April entwickelte sich das Verhältnis zwischen Nachfrage und Angebot sehr günstig: Es bewegte sich bei 75 zu 25 und lag damit deutlich höher als der europäische Durchschnitt. Der Grund dafür ist schnell erklärt. Die Lager in den Industriebetrieben leeren sich und es wird wieder bestellt und der Nachschub kommt stärker in Gang. Laderaum von Österreich nach Deutschland, Italien und in die Slowakei ist derzeit besonders gefragt; der nördliche Nachbar ist Österreichs wichtigster Handelspartner und dementsprechend groß ist die Transportnachfrage von und nach Germanien, hört man in Spediteurkreisen. Dass Importe und Exporte zwischen Österreich und der Slowakei in den vergangenen Wochen so stark angezogen haben, überrascht selbst Insider. Was im europäischen Landverkehr zu beobachten ist, ist auch global ein Faktum: Die Containerreeder freuen sich über steigende Auslastung ihrer Schiffe und sind auf dem Weg, der Krise davonzufahren. „Unsere Schiffe sind voll und die Raten ziehen wieder an“, sagt Gunnar Finck, Schifffahrtsexperte und Leiter der Reedereivertretungen Aseco und Safe Shipping in Wien. Mit „unsere Schiffe“ meint Finck die Flotte von Hamburg Süd und der Deutschen Afrika-Linien (DAL), deren Interessen von der Safe Shipping in Österreich auf dem österreichischen Verladermarkt wahrgenommen werden. DAL fährt im traditionellen Fahrtgebiet Europa–Südafrika und die Verkehre sind durchaus paarig. Aus Südafrika kommen tonnenweise Obst und Gemüse. „Das Ratengefüge in diesem Trade ist relativ stabil“, weiß Finck. Zumal nicht allzu viele Reeder in dieser Relation fahren und auch DAL im Gemeinschaftsdienst mit dem Partnern Maersk und Safmarine von Europa zum Kap der Guten Hoffnung fährt. Voll seien auch die Containerschiffe von Hamburg Süd, deren Stärke die Dienste von Europa nach Südamerika und USA sind. Die Raten steigen und im letzten Quartal hat sich der Frachtpreis für einen Container um rund 25 Prozent erhöht. Volle Schiffe kann man auch bei der Wiener Reedereiagentur Cargocompass bestätigen. „Zwischen Europa und USA gibt es auf den Schiffen kaum noch Platz“, weiß Johannes Hofmann von Cargocompass aus dem täglichen Geschäft. Die Gründe dafür: Es gibt weniger Schiffe, die Reeder sparen und lassen ihre Schiffe langsamer übers Meer fahren. Mit voller Kraft voraus war in der Vergangenheit ein Containerschiff in 22 Tagen von Asien in Europa. Heute geht es langsamer und dauert die Reise 27 Tage. Cargocompass vertritt in Österreich die Reederein Yang Ming Line und der Multipurpose-Carrier Fednav, der alles transportiert, was nicht auf ein Containerschiff passt. Für 2.700 US-Dollar gibt es derzeit einen Boxentransport von Asien nach Europa. Umgekehrt ist man mit 800 US-Dollar pro Box dabei. In den asiatischen Häfen türmen sich die Container für Europa. Dafür fehlen in Österreich Container für den Überseetransport. Das mag vielleicht daran liegen, dass weniger nach Österreich importiert als exportiert wird. Hofmann: „Die Reeder beginnen wieder, sich die Ladung auszusuchen.“ Geduld ist gefragt Vor nicht allzu langer Zeit ging österreichisches Holz im Container in den Export. Heute sieht schon wieder anders aus. Um Cargo in die USA zu bringen, muss sich ein heimischer Verlader schon gedulden, weil die Schiffe voll ausgebucht sind. Bis April erfolgte schrittweise eine 30%ige-Ratenerhöhung von Asien nach Europa. Zahlreiche Reeder kündigen „raterestorations“ an. Rotterdam und Koper profitieren vom Boom. Mehr Container bringen den Häfen mehr Geschäft. So verzeichnete Europas größter Hafen, Rotterdam, im ersten Quartal dieses Jahres ein beachtliches Umschlagsplus von 21 Prozent beim Container- Handling. Insgesamt hat die Umschlagsmenge über den auch für Österreich wichtigsten Hafen von Jänner bis März um 14 Prozent auf 108 Mio. Tonnen gegenüber dem Vorjahr zugelegt. Markant fällt auf, dass die Exporte via Rotterdam um 25 Prozent zugelegt haben, während sich die Importe mit einem Plus von 10 Prozent vergleichsweise bescheiden entwickelten. Positive Nachrichten kommen auch aus dem für Österreich ebenfalls sehr wichtigen Hafen Koper. Um zwei Prozent mehr Cargo wurde über die Kais umgeschlagen; das Containergeschäft hingegen hob mit einem Zuwachs von 30 Prozent gegenüber 2009 ab. (MT) 28 LOGISTIK express 2|2010 www.logistik-express.com

TRANSPORT Dubai eröffnet weltgrößten Flughafen für Luftfracht In Dubai wird Ende Juni der weltgrößte Flughafen als Teil der Dubai World Central (DWC) in Betrieb gehen. Zunächst wird nur internationale Luftfracht am zweiten Dubaier Flughafen abgefertigt werden. Im Frühling nächsten Jahres ist dann auch der Passagierbetrieb geplant. Redaktion: dirk ruppik Text von DIRK RUPPIK Freier Journalist Asien/Fernost Korrespondent auch der Beste sein“, unterstrich Griffiths. Er sagte weiterhin, dass Dubai bis 2030 ein Passagieraufkommen von 150 Millionen an beiden Flughäfen erwartet. Dubai wird nicht mehr eine Stadt mit einem einzigen Flughafen sein, sagte der Geschäftsführer des Flughafens Paul Griffiths kürzlich auf der jährlichen Messe Arabian Travel Market in Dubai. Er gab den 27. Juni als Eröffnungstermin des ersten Moduls des Al-Maktoum International Airports bekannt. Der Bau des ersten Passagierterminals (Kapazität 7 Millionen PAX) soll bis Ende des Jahres fertiggestellt werden und schließlich zu Beginn der Sommersaison in 2011 - Ende März - in Betrieb gehen. Der Flughafen wird künftig sechs 4500 m lange Start- und Landebahnen besitzen und soll 120 Millionen Passagiere und 12 Millionen Tonnen Luftfracht in 2030 handeln. Eigentlich sollte das erste Modul schon bis Ende 2008 in Betrieb gehen. Der Termin musste aber aufgrund einer nicht vorliegenden Betriebslizenz verschoben werden. Eine Start- und Landebahn ist schon seit 2007 fertiggestellt. Je nach Entwicklung des Verkehrsaufkommens können fünf weitere Start- und Landebahnen und 15 weitere Frachtterminals gebaut werden, die dazu notwendige Tiefbauinfrastruktur wird bereits vorgehalten. Der im Zentrum vorgesehene Hauptteil des Passagierflughafens mit den so genannten Midfield-Terminals befindet sich derzeit in der Design-Planung - dieser Kernteil des Flughafens könnte frühestens im Jahr 2016 in Betrieb gehen. „Wir bauen nicht nur den größten Flughafen der Welt... es wird Der neue Flughafen überdeckt eine Fläche von 140 Quadratkilometer und ist Teil der 33 Milliarden US-Dollar (rund 26 Milliarden Euro) teuren DWC im Stadtgebiet Jebel Ali mit dem größten Hafen und der größten Freihandelszone der Region. Sie liegt 40 Kilometer vom bisherigen Dubai International Airport (DIA) entfernt, der ohnehin schon der geschäftigste des Mittleren Ostens ist. Dieser soll ebenso um eine neue Abfertigungshalle erweitert werden. Terminal 2 - Sitz der Billigfluglinie Flydubai - soll ebenfalls ausgebaut werden. „Wir wollen viel bessere und intelligentere Einrichtungen im Terminal 2 innerhalb der nächsten zwei Jahre schaffen.“ Im ersten Quartal 2010 handelte der DIA 11,47 Millionen Passagiere. Dies entspricht einer Zunahme von 20,4 Prozent verglichen mit dem selben Zeitraum in 2009. Die regionalen Fluglinien verzeichneten laut International Air Transport Association (IA- TA) das stärkste Wachstum bei den Passagierzahlen mit 25,9 Prozent im April. (DR) Betriebsnotwendige Immobilien: Wir bieten operative, wirtschaftsberatende und strategische Unterstützung als Consultants mit Experten-Knowhow In Österreich und Europaweit. Pedda Joens LTD Telefon: +43-1-2780373 Ignaz-Köck-Straße 10 Mobil: +43-676-9082244 A-1210 Wien Web: www.peddajoens.eu www.logistik-express.com LOGISTIK express 2|2010 29

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