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LE-2-2009

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

NETZWERKE Die Anlagen

NETZWERKE Die Anlagen der Fernwärme Wien gelten in der ganzen Welt als Vorbild, kaum woanders finden Abfallverbrennungsanlagen so viel Akzeptanz seitens der Bevölkerung. Ein Grund dafür sind die hohen Ansprüche, die das Unternehmen an sich selbst stellt: alle Betriebsstätten sind nach ISO 9001, ISO 14001 und OHSAS 18001 zertifiziert und nach EMAS von der Quality Austria begutachtet. Frauenpower Seit 17 Jahren ist DI Dr. Alice Papp im Umweltschutz tätig, für ihre Tätigkeit als Verantwortliche für das IMS der Simmeringer Haide hat sie die Module Qualitäts- und Umweltmanagement der Lehrgangsreihe Integrierte Managementsysteme sowie die Auditorenausbildung bei der Quality Austria Trainings-, Zertifizierungs- und Begutachtungs GmbH absolviert. „Eine zentrale Stärke unseres Integrierten Managementsystems ist das Rechtsmanagement, durch das wir Rechtssicherheit gewinnen“, sieht sie den Nutzen. Mit Hilfe der neuen Datenbank würden die Übersicht erhöht und Verantwortlichkeiten klar zugewiesen, insgesamt gebe es nun in Summe über 4.000 Auflagen, basierend auf 180 Gesetzen und Verordnungen. „Zudem hat sich in der Kommunikation viel verändert, durch mehr Diskussionsplattformen hat sich die Gesprächskultur nachhaltig positiv entwickelt. IMS in der Praxis Die Fernwärme Wien GmbH setzt seit einiger Zeit erfolgreich auf ein umfassendes Integriertes Managementsystem (IMS). Fragestellungen werden im Team erörtert, wodurch die Akzeptanz der Maßnahmen bei den Mitarbeitern steigt“, ist Papp mit dem Ergebnis zufrieden. Das IMS im Detail Das IMS wirkt übergreifend auf die Standorte Simmeringer Haide, Spittelau und Flötzersteig. Je Standort gibt es für Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsmanagement je einen Beauftragten. „Personalentwicklung kann nicht nur eine Frage der Zentrale sein, sie muss vor Ort passieren“, ist Papp überzeugt. Die Herausforderung sei, interne Qualifika- tion in die tägliche Arbeit einzubauen, ohne personelle Knappheiten entstehen zu lassen. Positiv sieht Papp auch die Audits: „Die Audits haben klar unsere Stärken und Schwächen herauskristallisiert. Während unsere Stärken im Rechtsmanagement liegen, müssen wir etwa an der Kommunikation auch in Zukunft arbeiten, denn einmal gesagt, heißt noch nicht, dass es in Fleisch und Blut übergegangen ist. Kommunikation ist Management und Management ist Kommunikation.“ Insgesamt sei es das Gebot der Stunde, mehr zu hinterfragen, nur die richtigen Maßnahmen zu finden und dann effizient umzusetzen. Studie zur Wirtschaftskrise Der BMÖ führte mit dem Institut für Transportwirtschaft und Logistik an der Wirtschaftsuniversität Wien die Studie „Wirtschaftskrise 2009 – Wie österreichische Unternehmen im Einkauf und im Lieferantenmanagement reagieren“ durch. Im Februar und März 2009 wurde eine Online-Befragung bei Unternehmen durchgeführt, 112 ausgefüllte Fragebögen dienten als Auswertungsgrundlage. Mit 53 Prozent der Teilnehmer kamen die meisten Antworten aus der Industrie, gefolgt vom Handel mit 12 Prozent, wobei 41 Prozent der Befragten EinkaufsleiterInnen waren. Nur acht Prozent der befragten Unternehmen beschäftigen weniger als 50 Mitarbeiter, durchschnittlich 12 Mitarbeiter sind in der Einkaufsabteilung beschäftigt. Die Ergebnisse Während 63 Prozent der Unternehmen stark oder leicht rückgängige Geschäftsverläufe melden, verzeichnen 18 Prozent keine Beeinflussung und 13 Prozent sogar leicht steigende Umsätze. 58 Prozent rechnen zudem mit einem weiteren Rückgang in den nächsten drei bis fünf Monaten, ein Fünftel der Befragten glaubt an eine Erholung und damit eine positive Umsatzentwicklung in diesem Zeitraum. Von jenen 71 Unternehmen, die mit einem Rückgang der Auftragslage rechnen, erwarten 46 Prozent eine Reduktion um 10 – 19 Prozent, immerhin 10 Prozent der Befragten erwarten mehr als 40 Prozent weniger Aufträge in den nächsten ein bis drei Monaten. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass sich die Lieferantenbeziehungen ändern: 77 Prozent erwarten einen verschärften Wettbewerbsdruck, 74 Prozent steigenden Preisdruck, 54 Prozent eine engere Zusammenarbeit mit den Lieferanten, nur vier Prozent glauben an keinerlei Änderungen. Drei Viertel der Unternehmen geben an, Nachverhandlungen bei bestehenden Verträgen zu führen, und 57 Prozent reduzieren die Bestellmengen. Bei neuen Verträgen zeigt sich, dass wesentlich härtere Verhandlungen um Konditionen und Preise geführt werden, der Einkauf also noch mehr an Bedeutung gewinnt. Immerhin geben 69 Prozent an, dass die Lieferanten sich kooperativ zeigen, nur 29 Prozent würden auf die Einhaltung bestehender Verträge beharren. Kommt es trotz allem zu einer Reduktion des Lieferantenstammes, ist zu 70 Prozent die Qualität noch vor dem Preis (65 Prozent) bei der Auswahl ausschlaggebend. Die Ergebnisse können über den BMÖ (www.bmoe.at) angefordert werden. 12 LOGISTIK express 2|2009 www.logistik-express.at

PROMOTION GEPIR (Global Electronic Party Registry) In über 100 Ländern weltweit vergeben nationale GS1-Organisationen global gültige Nummern und Nummernkreise an die in ihrem Land tätigen GS1-Mitglieder. Ein gemeinsames Netzwerk der lokalen GS1 Organisationen, das GEPIR Netzwerk, gibt weitere Information über den Besitzer einer GLN, einer GTIN (ehemals EAN) oder eines SSCC bekannt. Beitrag von andreas krölling Projektleiter GS1 Austria Mit Hilfe von GEPIR (Global Electronic Party Information Registry) kann ein Anwender ganz leicht feststellen, welches Unternehmen sich hinter einer GTIN, also der Artikelnummer, die unterhalb eines Strichcodes steht, oder einer GLN befindet. Als Ergebnis der Abfrage über die Webseite www.gepir.at erhält der Anwender die Adresse des Unternehmens und auch weitere Informationen wie z.B. Telefonnummern, Adresse, Mailadresse, Webadresse und natürlich auch die GLN (Global Location Number) des Unternehmens. Zusätzlich kann über die GEPIR- Webseite auch nach GLN, Name und Land eines Unternehmens und nach dem SSCC (Serial Shipping Container Code) gesucht werden. Was ist nun der Vorteil, und welchen Nutzen kann man daraus ziehen? Ist zum Beispiel nur die Artikelnummer auf einem Produkt vorhanden, so kann man feststellen, welches Unternehmen sich dahinter verbirgt. Einkäufer und Verkäufer können mit GEPIR ganz schnell überprüfen, ob die GTIN dem richtigen Unternehmen gehört oder ob diese GTIN vielleicht nicht richtig genutzt wird. Über die Suche nach dem SSCC wird ebenfalls die GLN des Besitzer-Unternehmens zurück gegeben. Es kann also die Richtigkeit und Gültigkeit der GTIN, einer GLN oder eines SSCC überprüft werden. Als Beispiel wollen wir sehen, welches Unternehmen sich hinter der GTIN 9000331697024 verbergen: Dazu gehen Sie auf die Webseite www.gepir.at, wählen „Suchen nach GTIN“ und geben die GTIN des Artikels in das Feld ein. Selbstverständlich findet im Hintergrund eine Prüfung der eingegebenen Zahl auf Länge (8,12 und 13 Stellen, SSCC) und Prüfziffer statt, um Fehleingaben schon vor der Abfrage abzufangen. Die hier abgefragte GTIN 9000331697024 auf einer Packung Mannerschnitten (Unterhalb des Strichcodes) ergibt dann als Ergebnis die Erzeugerfirma samt Adresse und Kontaktdaten inklusive dem Hinweis, welche GS1 Member Organisation die Daten zur Verfügung gestellt hat. Technisch gesehen ist GEPIR eine dezentrale Datenbank für GLN’s (Global Location Number), welche über Server und Router-Dienste Abfragen so gestaltet, dass z.B. österreichische Nummern aus der österreichischen Datenbank und deutsche Nummern auch aus der deutschen Datenbank geholt werden. Das heißt, dass die GS1 MO‘s (Member Organisation) für die eigenen Daten verantwortlich sind. Als Anwender muss man sich nicht darum kümmern, von welcher GEPIR-Webseite man anfragt. Die lokalen GEPIR-Server routen die Anfragen an die richtige Server weiter und liefern die gewünschte Antwort zurück. Prinzipiell werden über den XML-Standard Nachrichten ausgetauscht und über eine SOAP Schnittelle verarbeitet. Der große Vorteil an diesem System ist die einfache Anbindung durch diese Schnittstelle. Dadurch wird es möglich, eine externe Applikation, wie zum Beispiel ein ERP-System, so einzubinden, dass es automatisch die Zuordnung einer GTIN zu einer GLN überprüfen kann und vieles mehr. Derzeit sind nur 30 Abfragen pro Tag und IP-Adresse möglich, wenn Sie mehr benötigen oder andere Fragen über GEPIR haben, so können Sie uns sehr gerne unter den unten angeführten Kontaktdaten erreichen. Basierend auf dem Netzwerk hinter dem GEPIR Service gibt es noch weitere Anwendungsmöglichkeiten für die Datenabfrage via GEPIR, welche erst noch entwickelt werden müssen. Eine gesunde Basis ist mit GEPIR jedoch bereits vorhanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie unter: www.gs1austria.at Was ist die GS1 Austria? Die GS1 Austria ist ein Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum für die österreichische Konsumgüterwirtschaft und ihre angrenzenden Wirtschaftsbereiche. GS1 stellt ein weltweit eindeutiges Identifikationsund Codiersystem für Adressen, Artikel, Versandeinheiten, Leistungen, Standorte usw. zur Verfügung. Dieses ist Grundlage für den elektronischen Geschäftsdatenaustausch und die Standardisierung von Nachrichtenstrukturen (EANCOM®) und Geschäftsprozessen. GS1 Austria bietet Standards und Services, die in der eBusiness Plattform eXite Anwendung finden und in ECR Projekten Umsetzungsgrundlagen darstellen. Mission Statement: Ziel der GS1 ist die Schaffung offener, globaler, branchenübergreifender und auf Best Business Practices aufbauende Standards sowie entsprechende Einführungsunterstützung, um eine weltweit führende Rolle in der Verbesserung des Supply- und Demand Chain-Managements zu übernehmen. Eindeutige Identifikation: Die Identifikation erfolgt über eine international eindeutige, unverwechselbare, jedoch nicht klassifizierende Nummer. Die Eindeutigkeit dieser Nummern ermöglicht eine zeitsparende, fehlerfreie und kostengünstige Kommunikation entlang der gesamten Supply Chain. www.logistik-express.at LOGISTIK express 2|2009 13

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