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LE-2-2008

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

IM FOKUS Österreichs

IM FOKUS Österreichs größtes Paketverteilzentrum in Inzersdorf Hier geht die Post ab An der Schwelle zur Stadt, in Inzersdorf, steht und werkt das größte und effizienteste Paketverteilzentrum Österreichs. TEXT: ANGELIKA THALER Auf rund 60.000 m 2 , davon 13.300 m 2 Produktionsfläche innen, bewegen 150 Mitarbeiter seit der Inbetriebnahme des neuen Paketverteilzentrums der Österreichischen Post im Jahre 2005 täglich 90.000 Pakete – unschlagbare Bestleistung in Österreich. Vor Weihnachten wächst diese Menge sogar auf 120.000 an – und selbst da bleibt theoretisch noch Luft nach oben. Logistik Express hat sich bei einem Rundgang mit Mag. Max Moser, Leiter Paket & Logistik, und mit Mag. Thomas Stadlhofer, Regionalleiter Paketlogistik Ost, von der Leistungsfähigkeit überzeugt. Geregeltes Timing für beste Effizienz Im Verteilzentrum wird in zwei Schichten gearbeitet. Um 12.15 Uhr beginnt die Vorlaufzeit, Pakete von Filialen werden angeliefert. Ab 14 Uhr kommen die Transoflex-Pakete, etwa ab 15 Uhr die der Großkunden, die direkt anliefern. Zwei große Sorter, die von allen Linien unabhängig einspeisbar sind, bringen bis zu 6.000 Pakete zu maximal 31,5 kg/h ins System ein. „Die Förderanlagen sind 2,5 km lang und laufen mit 2,6 m/s, das entspricht 9,4 km/h“, erzählt Stadlhofer. Die Pakete sind mit einem Label ausgestattet, das vom Scanner eingelesen wird – ein Vereinzeler verhindert, dass zwei Pakete parallel zur Lesestation kommen. „Bei ungefähr drei Prozent der Sendungen Ein Vereinzeler führt die Pakete zum Scanner Die Pakete werden nach Postleitzahl sortiert Förderbänder von den Ladebrücken ins System 24 LOGISTIK express 2|2008

IM FOKUS Mag. Max Moser, Leiter Paket & Logistik,Mag. Thomas Stadlhofer, Regionalleiter Paketlogitik Ost müssen wir manuell nachbearbeiten, etwa weil ein Label nicht gelesen werden kann“, beschreibt Stadlhofer die Zuverlässigkeit. „In Zukunft wird auf Volldatenerfassung mittels Kamera umgestellt, dann erfolgt die Verteilung aufgrund der exakten Adresse statt des Codes“, verrät Moser. Bereits im Vorfeld würde dann ein Aviso mit den Kundendaten erfolgen. Im Verteilzentrum sorgen die Mitarbeiter der vier Arbeitsgruppen im Schichtdienst dafür, dass alles läuft und die Zusteller pünktlich zu einer der 150 Touren aufbrechen können. Davor kommen die sortierten Pakete per Förderband zu den Ladebrücken, wo geübte Mitarbeiter sie möglichst platzsparend beladen. Ruhezeiten gibt es nicht! In den Zeiten, zu denen keine Pakete zur Verarbeitung angeliefert werden – beispielsweise zwischen 8 und 12 Uhr – übernimmt das Paketverteilzentrum die Aufteilung der Infopost. Die von der Druckerei angelieferten und nach Postleitzahl gebündelten Paletten werden als Sendungen automatisch verwogen und mit Hilfe ihres Identcodes verrechnet; die Rechnungen werden monatlich zugestellt. B2B im Vormarsch Seit Sommer 2006 bietet die Post B2B Paketdienstleistungen an, im Juni 2007 stieg sie auch ins internationale B2B Paketgeschäft ein. Bis Ende 2007 lag der Marktanteil bereits bei 5 Prozent. „Wir streben einen Marktanteil von 20 Prozent bis 2011 an“, sieht Moser hier gute Wachstumschancen. Allerdings wird es bis dahin die derzeitigen Bezeichnungen B2B und B2C in dieser Form nicht mehr geben, geplant ist die Einteilung in „Premiumpaket“, „Kombifracht“ und „Standardpaket“. Das Premiumpaket verspricht Laufzeiten von E (Einlieferung) + 1, was bisher lediglich Geschäftskunden vorbehalten war, soll demnächst auch bei Privatkundenlieferungen möglich sein. Prominente Benutzer dieses Services sind Großversender wie Amazon, QVC oder La Redoute. Möglich wird dies durch die engere Zusammenarbeit mit dem Briefbereich, bis zu 60 Prozent (derzeit: 40 Prozent) der Pakete sollen durch Briefzusteller verteilt werden. Insgesamt wurden in Österreich im Jahr 2007 43,2 Millionen B2C und 3,2 Millionen B2B Pakete durch die Post befördert. Abschließend erwähnt Moser noch einen aktuellen Feldtest: „Wir probieren gerade in vier Regionen einen disponierten zweiten Zustellversuch. Der Kunde kann via Hotline einen zweiten Zustelltermin vereinbaren, wenn Der Scanner erfasst jedes Paket er einmal nicht zu Hause war. Wenn der Test gut läuft, könnte das Modell durchaus Schule machen.“ Der Sorter schubst die Pakete in den richtigen Gang

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