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LE-2-2008

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

IM FOKUS

IM FOKUS Tiefkühllogistik 1A – bei SPAR Eine ausgefeilte Logistikstrategie sorgt für die flächendeckende Versorgung mit Lebensmitteln. Im Tiefkühlbereich brachte eine coole Idee nun neben garantierter Qualität eine Auszeichnung mit sich. TEXT: ANGELIKA THALER Bereits seit 1954 gibt es SPAR in Österreich, heute ist die SPAR österreichische Warenhandels AG mit 35.422 MitarbeiterInnen – davon sind 2.546 Lehrlinge (Stand 2007) – der größte private Arbeitgeber des Landes. Um die 1.474 Standorte möglichst effizient mit den rund 11.400 verschiedenen Artikeln zu beliefern, bedarf es modernster Logistiksysteme. Eine Zentrale und sechs kleine Brüder Neben dem Zentrallager in Wels, das lange Zeit als das modernste Logistikzentrum Europas galt, betreibt SPAR in Österreich sechs regionale Zentralen in Dornbirn, Graz, Wörgl, Maria Saal, Marchtrenk und St. Pölten. Von hier aus erfolgt die regionale Distribution für Frischeund schnelldrehende Trockenprodukte. „Die Auslieferung bei Frischeprodukten erfolgt binnen 18 Stunden“, erklärt Ing. Martin Gleiss, Leiter der konzernalen Lager- und Transportlogistik, „beim Trockensortiment beträgt die Regellaufzeit 36 Stunden.“ Insgesamt sind in Österreich 2.000 Mitarbeiter, 150 firmeneigene Ing. Martin Gleiss, Leiter der Lager- und Transportlogistik, SPAR österreichische Warenhandels AG LKW und 50 fixe Speditions-LKW im Einsatz, um bei etwa 620.000 Kundenanfahrten jährlich 6,7 Millionen Rollbehälter zu bewegen. Für den reibungslosen Ablauf in der Logistik sorgen neben dem Zentralsystem SAP die Software WAMAS von Salomon Automation sowie die Leerguterkennung aus dem Hause KNAPP. Gleiss: „Diese österreichischen Unternehmen gehen schon lange mit uns gemeinsam den Weg der Individualisierung. Standardsoftware kommt für uns nicht in Frage.“ Ausgezeichnete Tiefkühllogistik dank RFID Die Fachzeitschrift „Planet Retail“ verlieh der SPAR Österreich den „Innovation Award 2007“ für eine neue Methode der Temperaturkontrolle bei Tiefkühlprodukten, die gemeinsam mit der Firma „Daily Service Tiefkühllogistik“ entwickelt wurde. Diese Kerntemperatur-Messmethode „Daily-Lebensmittel- Temperatur-Sicherheitssystem“ (DLTS) ist gleichermaßen simpel wie effektiv: eine eigens entwickelte, TÜV-zertifizierte Prüfmasse mit eingebautem RFID-Funkchip wird als Kontrollpaket jeder einzelnen Kühlsendung mitgegeben. Der Funkchip kann überall bequem ausgelesen werden und bietet so eine lückenlose Überwachung der Kerntemperatur über die gesamte Lieferung. „Wir können die gesamte Lieferkette verfolgen und die Temperatur der Ware messen, ohne das Produkt zerstören zu müssen“, zeigt sich Gleiss von den Vorteilen überzeugt. Schon bevor die Ware die Filiale erreicht, können eventuelle Temperaturschwankungen festgestellt und betroffene Sendungen retourniert werden. Vorteilhafte Eigentümerstruktur Das Unternehmen befindet sich auch heute noch zu 100 Prozent in den Händen der Gründerfamilien, die Eigentümer sitzen im Vorstand. Diese Tatsache erlaubt kurzfristige Entscheidungen und ebnet den Weg für ständige rasche Weiterentwicklung. Und noch etwas unterscheidet SPAR laut Gleiss von vielen Mitbewerbern: „SPAR ist nach wie vor ein Familienunternehmen, und mit unseren Mitarbeitern gehen wir um wie mit Familienmitgliedern.“ Vielleicht ist ja auch das der Schlüssel zum Erfolg. 18 LOGISTIK express 2|2008 www.logistik-express.at

IM FOKUS FOTOS: OTTO Lifestyle auf Bestellung Von Kalsdorf bei Graz verschicken Otto und Universal Österreich jährlich vier Millionen Pakete an 1,5 Millionen Kunden. 400 Mitarbeiter besorgen das Handling der Waren. 300.000 verschiedene Produkte müssen korrekt und möglichst rasch zugestellt werden. TEXT: STEPHAN HOFSTÄTTER Werner Otto aus Hamburg veröffentlichte 1950 den ersten Otto- Bestellkatalog – handgebunden mit eingeklebten Fotos und in einer Auflage von 300 Stück. 14 Seiten zählte der Katalog, das Angebot: 28 Paar Schuhe. Das Konzept der Warenbestellung von zuhause mit Bezahlung gegen Rechnung wurde ein Erfolg. Heute ist Otto das weltweit größte Versandhaus mit 123 Gesellschaften in 19 Ländern. 55.000 Mitarbeiter machten 2006/07 einen Umsatz von 15,25 Milliarden Euro. Zudem ist Otto der weltweit zweitgrößte Internethändler mit einem Umsatz von vier Milliarden Euro. Alle Produkte im Internet In Österreich begann die Unternehmenstätigkeit 1988 mit der Übernahme des Grazer Traditionsunternehmens Moden Müller. Seit 1998 ist Otto auch in Österreich im Online- Shopping tätig und mit einer Million Kunden einer der größten Internethändler des Landes. Laut Mag. Harald Gutschi, Sprecher der Geschäftsführung von Otto Österreich, ist man Marktführer bei Mode und Lifestyle. „Der Bereich E-Commerce ist heute der häufigste Bestellweg. Hundert Prozent unserer Produkte bieten wir im Internet an, im gedruckten Katalog ist nur die Hälfte des Sortiments“, so Gutschi, „Bestellungen per Postkarte sind stark rückläufig. In Zukunft werden aber auch M- Commerce über mobile Telekommunikationstechniken und T-Commerce über interaktives Fernsehen wichtiger werden.“ Mag. Harald Gutschi, Sprecher der Geschäftsführung von Otto Österreich Bestellung dauert zwei Werktage Die Kunden wollen die Ware nicht nur bestellen, sie wollen sie auch möglichst rasch erhalten. In der Regel dauert der Bestellvorgang zwei Werktage. Otto Österreich verschickt pro Jahr zwei Millionen Pakete von seinem Kommissionier- und Verpackungslager Kalsdorf bei Graz. Gemeinsam mit Universal-Versand, der auch zur Otto-Gruppe gehört, sind es sogar vier Millionen Pakete. Zählt man die Spezialversender der Otto-Gruppe hinzu, sind es unglaubliche acht Millionen Pakete. Da Textilien nur wenig Platz brauchen, handelt es sich um ein relativ überschaubares Lager mit 16.000 m 2 Lagerfläche. 400 Mitarbeiter besorgen das Handling der in Normkartons verpackten Ware. Beschickt wird das Lager von europäischen Zentrallagern aus. Die Ware bleibt entsprechend der statistischen Prognosevorschau zwischen fünf und sieben Tagen im Regal, bevor sie der Kunde beordert. 300.000 Artikel sind im Angebot, der Lieferbereitschaftsgrad liegt bei wirtschaftlichen neunzig Prozent. Die Lagerhaltung ist funktional organisiert, jeder Karton bekommt einen Barcode zugewiesen, der bei der Entnahme mit der Auftragsnummer verknüpft wird. Der Entnahmeprozess geschieht händisch mittels Kommissionierwagen und laut einem „Fahrplan“. So werden Großserien je nach Regalgängen entnommen und danach in der automatischen Sortiermaschine in Kleinserien aufgeteilt. Die Förderanlage wirft die Pakete – zu Aufträgen kombiniert – auf die richtigen Packstellen, von wo sie auf die LKWs zur Versendung geladen werden. Die Zustellung erfolgt mit der Firma Hermes. Renommierte Lagertechnik Bei der Computertechnik benutzt Otto eigene Software, die zentral für fast ganz Europa in Deutschland entwickelt wird. „Die Anforderungen bei der Computertechnik sind bei uns ganz spezifisch, deshalb entwickeln wir sie selbst“, sagt Gutschi. „Das gilt für alle Logistikprozesse, die über Deutschland laufen, wo unsere zentralen Hochregallager stehen.“ Die maschinelle Lagertechnik kommt von den renommierten Firmen FKI Logistex, Knapp, Wiltsche, Gebhardt, Pep, Lippert und Log- Comp. Die Regale hat Assmann Regalbau aufgestellt. Otto und Universal Österreich machen einen Umsatz von 200 Millionen Euro pro Jahr. Bis 2010 soll das Angebot auf zwei Millionen Artikel ausgeweitet werden.

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