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LE-1-2016

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

LOGISTIK / SOFTWARE /

LOGISTIK / SOFTWARE / VERPACKUNG / TRANSPORT Wenn das Bestandsmanagement blüht ... Der Frühling kommt, die Osterglocken sprießen. Hochsaison für Gartencenter wie das norwegische Unternehmen Plantasjen. Von April bis Juni erwirtschaftet die Gartencenterkette 85 Prozent ihres jährlichen Profits, hauptsächlich mit dem Verkauf von Saisonware. Um Überbestände zum Saisonende zu vermeiden, die Nachbestellungen aller 114 Filialen zu zentralisieren und die Regalverfügbarkeit zu erhöhen, hat das Unternehmen die manuelle Disposition automatisiert. REDAKTION Bei Plantasjen stehen alle Zeichen auf Wachstum – und das nicht nur beim großzügigen Pflanzensortiment. 1986 in Norwegen gegründet, betreibt das Unternehmen heute insgesamt 114 Filialen in Norwegen, Schweden, Finnland und Irland. Mit einem jährlichen Umsatz von rund 433 Millionen Euro ist das Unternehmen mit Hauptsitz im norwegischen Kjeller die größte Gartencenterkette Skandinaviens. Das Sortiment ist mit 30.000 aktiven Produkten pro Filiale breit gefächert und umfasst neben Garten- und Zimmerpflanzen auch Dünger, Deko-Artikel, Haustierbedarf sowie Gartengeräte und -möbel. Ganz klar: Die Bestände des Unternehmens sind sehr saisonal geprägt. Kunden erhalten in den Filialen ganzjährig aktuelle Saisonware, von Schneeglöckchen über Grillausrüstung und Sommerstauden bis hin zu Weihnachtsbäumen. Im Zuge einer umfassenden Umgestaltung der Geschäftsabläufe begann Plantasjen mit der Suche nach einer Lösung für das SCM, um das Bestandsmanagement zu vereinfachen und wirtschaftlicher zu gestalten. Überbestände sollten künftig vermieden, die Disposition zentral und filialübergreifend gemanagt sowie die Regalverfügbarkeit erhöht werden. Auch die Disposition der ganzjährigen Produkte galt es effizienter zu gestalten und somit den Lagerumschlag und die Verfügbarkeit zu verbessern. Darüber hinaus erhoffte sich die Gartencenterkette Mit der Software von RELEX erfolgt die Disposition zentral und für alle 114 Filialen von Plantasjen – in Finnland und Schweden nennt sich das Unternehmen Plantagen. vom Einsatz einer SCM-Software eine bessere Qualität der Daten, Analysen und Prognosen, um auf deren Basis bessere und schnellere Entscheidungen zur Nachfrageplanung treffen zu können. Wichtig war Anna Ståhle, Nordic Supply Planning Manager bei Plantasjen, auch, dass die Lösung einfach zu bedienen ist. „Im Handel steht nichts still“, sagt Ståhle. „Wir hören nie auf, unsere Prozesse weiterzuentwickeln und unser Unternehmen zu verbessern. Uns ist wichtig, dass ein System anpassungsfähig ist. Wir möchten alle benötigten Änderungen selbst umsetzen, sodass wir Korrekturen zu jeder Zeit unabhängig vom Support durchführen können.“ Reiche Ernte nach kurzer Implementierungsphase Für die Umsetzung griff Plantasjen auf die Supply-Chain-Management- Lösung von RELEX zurück. Nachfrageprognosen, SCM-Analysen und automatisierte Disposition bildet die Software in Echtzeit ab. Dabei werden sämtliche Informationen zu filialspezifischen Absatzmustern, Lagerbeständen und saisonalen Faktoren in der selbstentwickelten Big-Data-Datenbank hinterlegt. Anhand dieser Daten erstellt die Software in Echtzeit präzise Nachfrageprognosen und Bestellvorschläge, mit denen ein Großteil der Dispositionsprozesse automatisiert werden kann. Plantasjen wickelte die Verteilung der saisonalen Produkte 48 LOGISTIK EXPRESS 1/2016

RELEX Solutions ist der erste Anbieter von Supply-Chain-Lösungen, der Einzelhändlern, Großhändlern und Herstellern die Rechenleistung von In-Memory-Computing ermöglicht. Mit seiner eigens entwickelten Datenbank und einzigartigen Funktionalitäten liefert RELEX Prognosen und Analysen über 100-mal schneller als herkömmliche Systeme. Damit bringt die Software ein bislang unerreichtes Maß an Leistung und Agilität ins Supply-Chain-Management. zwar bereits zentral ab, jedoch waren die Prozesse so zeitaufwendig, dass das Team den kompletten verfügbaren Bestand immer zu Saisonbeginn in einem Schwung in die Filiale bringen musste. Eine Kombination aus vorsaisonaler Erstallokation, zentraler Warenauffüllung während der Saison und der Allokation zum Saisonende sorgt für hohe Verfügbarkeit und geringe Restbestände. „Unsere täglichen Prognose-Updates und die Berechnung der Bestellvorschläge für unsere rund 1,7 Millionen Produkt-Standort-Kombinationen dauern keine Stunde mehr“, erzählt Ståhle. „Obwohl das System historische Daten von ungefähr 5,5 Millionen Produkt- Standort-Kombinationen nutzt, ist das Reporting sehr schnell.“ Nachfrageveränderungen werden zeitnah festgestellt und unnötige Bestellungen, Restbestände und Rabattaktionen vermieden. Innerhalb der ersten 24 Monate nach dem Projektstart sind die Bestände der Filialen um 32 Prozent gesunken und die Verkäufe um acht Prozent gestiegen. Zudem stieg die Verfügbarkeit der vom Zentrallager gelieferten Produkte um zwölf Prozent. Mittlerweile ist die Filialdisposition komplett in den Einkauf des Zentrallagers integriert. Dadurch erhöhte sich der Servicegrad im Zentrallager in vielen Kategorien um mehr als zehn Prozent. Der Wert der gesamten Filialbestände reduzierte sich um bis zu 32 Prozent. (AP) Kunden in 15 Ländern nutzen RELEX- Lösungen für Nachfrageprognostizierung, Bestandsoptimierung und automatisierte Disposition. Mit der Software reduzieren sie den Verderb um 40 Prozent, Bestände um 30 Prozent, erhöhen die Regalverfügbarkeit auf 98 Prozent und mehr und steigern so ihren Profit. RELEX wurde 2005 von drei Logistikwissenschaftlern gegründet und ist europaweit das wachstumsstärkste Unternehmen auf seinem Gebiet. RELEX beschäftigt rund 150 Mitarbeiter in seinen Büros in Deutschland, Schweden, Norwegen, Dänemark und im UK sowie an seinem Hauptsitz in Helsinki und plant seinen US-Markteintritt für Ende 2015. www.relexsolutions.de Alles für Garten, Haus und Hof: Das Sortiment von Plantasjen ist stark saisonal geprägt. 49

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