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JOB & KARRIERE

JOB & KARRIERE Zukünftige Leistungsträger selbst „erschaffen“ Wer unser Handwerk von der Pike auf lernt, hat es aufgrund des angeeigneten Fachwissens vielleicht sogar leichter als ein Quereinsteiger. cargo-partner setzt auf Gespräche bei der Findung der geeigneten Mitarbeiter. „Wir unterscheiden nicht zwischen Lehrlingen und anderen Mitarbeitern. Im Vordergrund steht der Mensch, die Persönlichkeit. Eine positive Einstellung, positive Energie und der Wille, etwas leisten zu wollen, sind hier die Grundvoraussetzungen - alles andere bringen wir den Mitarbeitern in unserer Ausbildung bei. Der Auswahlprozess findet über persönliche Gespräche statt. Nach einem erfolgreichen ersten Gespräch mit der Personalabteilung folgt ein persönliches Gespräch mit der Führungskraft“, erläutert Hutter. Während cargo-partner und DHL Freight „nur“ die besonders branchenrelevanten Lehrberufe Speditionskaufmann/frau oder Speditionslogistiker/in anbieten, kann man sich bei Gebrüder Weiss zusätzlich noch zu Betriebslogistikkaufmann/frau, Bürokaufmann/ frau und IT- und Telekommunikationstechniker/in ausbilden lassen. Bei Quehenberger gibt es neben Speditionskaufleuten auch Finanz- und Rechnungswesenassistent/in sowie KFZ-Mechaniker/in zu erlernen. DB Schenker bietet neben Speditionskaufmann/frau und Speditionslogistiker/in auch Lehrstellen für Betriebslogistikkaufmann/frau an. Der Wille zählt! Wer es über die Eingangshürden geschafft hat, ins Unternehmen aufgenommen zu werden, dem stehen alle Türen offen: denn es zeigt sich, dass man es gerade in dieser Branche mit Fleiß, Engagement und Weiterbildung bis ganz nach oben schaffen kann. So sind etwa bei Gebrüder Weiss rund 70 Prozent aller Direktoren der DACH-Region ehemalige Lehrlinge. Schöpf: „Die Leistung muss beim Kunden ankommen, der Kunde sich gut bei der Person aufgehoben fühlen – dann steht der Karriere nichts im Wege.“ Das beste Beispiel für Karriere mit Lehre ist Heike Sommer, die selbst einst eine Lehre absolvierte: „Lehrlingen bei DHL stehen alle Türen offen. Es liegt nur am Willen des einzelnen Lehrlings und natürlich auch an der Eigeninitiative.“ Das sieht Hutter ähnlich: „In unserem Unternehmen ist mit Einsatz, Leistung und Engagement alles möglich. Geschäftsführer für Länderorganisationen oder gruppenweite Produktmanager, die für die weltweite Entwicklung unseres Speditionsangebotes zuständig sind, haben sich mehrheitlich aus unseren eigenen Reihen entwickelt.“ Schinwald sieht bei der Karriere sogar einen Vorteil für Lehrlinge: „Wer unser Handwerk von der Pike auf lernt, hat es aufgrund des angeeigneten Fachwissens vielleicht sogar leichter als ein Quereinsteiger mit Studium. Ein Aufstieg in die Geschäftsführungsebene ist also – entsprechende Weiterbildung vorausgesetzt – durchaus möglich.“ Daher findet sie es auch sehr bedauerlich, dass die Nachfrage und auch die Qualität der Bewerber zurückgehen. „Die Bedeutung der Lehre sinkt – leider. Dabei hat man gerade als Speditionskaufmann nahezu 100 % Jobsicherheit, aber in der Gesellschaft ist die Lehre einfach nicht so angesehen.“ Auch bei DB Schenker kann man es als Lehrling weit bringen, so begann beispielsweise die Karriere des aktuellen Vorstandsvorsitzenden ebenfalls als Lehrling. Glatz: „Wir haben unser eigenes Aus- und Weiterbildungsprogramm, die ‚young stars academy‘. Wenn jemand strebsam ist und sich gut entwickelt, stehen alle Türen offen.“ Learning by doing Die Lehrlinge werden gleich in das Tagesgeschäft eingebunden, ein Rotieren durch die Abteilungen sorgt für umfassende Kenntnisse der Abläufe und Zusammenhänge. Doch ein Schüler kann nur so gut sein wie sein Lehrer, daher ist auch der Ausbildner sehr bedeutsam. Hutter: „Die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter ist essentiell für die Unternehmensentwicklung Daher haben wir eigene Mitarbeiter, die sich um die Ausbildung unserer Leute kümmern. Ob Seminare, Workshops oder ein firmeninternes Mentoring durch erfahrene Mitarbeiter, es gibt sehr viele Zugänge, unsere Mitarbeiter voranzubringen. Wenn die Leistung und das Potential passen, bieten wir auch berufsbegleitende Fachhochschul- und MBA-Studien sowie Universitätslehrgänge zu fachnahen Themen an.“ In allen Unternehmen gibt es eigene Ausbilder, die aber natürlich nebenbei auch ihrem Tagesgeschäft nachgehen. Schinwald: „In unserer internen Lehrlingsakademie vermitteln wir Themen, die in der Berufsschule zu kurz kommen, die aber trotzdem gebraucht werden.“ Schöpf: „Lebenslanges Lernen ist Realität. Wir bieten eine unglaubliche Lernlandschaft, die auch stark genutzt wird. Für unsere Kunden gehen wir eine Extra-Meile, und das muss jeder verinnerlichen, das ist kein normaler 8-Stunden-Job.“ Generell zeigt sich, dass die Mehrzahl der Lehrlinge ihrem Ausbildungsbetrieb die Treue hält – zur Freude der Unternehmen. „Über 90 % unserer Lehrlinge bleiben nach der Ausbildungszeit bei uns, und wir übernehmen sie, weil wir sie auch brauchen. Wir halten nichts von hire-fire“, versichert Schöpf. Dasselbe Bild bei Quehenberger, auch hier bleiben etwa 90 %: „Wir versuchen, alle zu übernehmen, aber einige wollen sich einfach noch mehr anschauen.“ Glatz ergänzt: „Wir investieren Zeit und Geld in die Ausbildung, daher ist es natürlich wichtig, diese Personen im Unternehmen zu behalten.“ Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit auch bei Jugendlichen in Österreich und in der EU können wir uns glücklich schätzen, hochwertige Ausbildungsplätze wie in der Speditionsbranche zu haben – leider stehen sie nur begrenzt zur Verfügung. In Zeiten der totalen Vernetzung und fortgeschrittener Globalisierung ist es nur eine Frage der Zeit, bis Lehrstellensuchende aus allen Teilen der Welt ihre Chance hier ergreifen. Denn auch heute hat in gewissen Bereichen Handwerk noch „goldenen Boden“, man muss es nur zu schätzen wissen. (AG) Über 90 % unserer Lehrlinge bleiben nach der Ausbildungszeit bei uns, und wir übernehmen sie, weil wir sie auch brauchen. 50 LOGISTIK express 1|2015 LOGISTIK express 1|2015 51

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