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MANAGEMENT Man kann fast

MANAGEMENT Man kann fast jeden kriegen Manager gibt es wie Sand am Meer ... Aber nicht jeder verdient diese Bezeichnung. Wird ein Posten frei und ist rascher, adäquater Ersatz nicht in Sicht, kommt oft der „Headhunter“ zum Zug. Agenturen oder auch Einzelpersonen, die sich auf das Aufspüren des „perfekten Kandidaten“ spezialisiert haben und Erfolg versprechen, auch wenn die Lage hoffnungslos scheint. DIETRICH MATTHIAS Ein Headhunter ist per Definition jemand, der sich auf das Abwerben von Mitarbeitern – vorrangig auf Managementebene – spezialisiert hat. Aber ist wirklich jeder zu haben? Wir haben uns mit einem durchaus erfolgreichen Headhunter der renommierten Eblinger & Partner Personal- und Managementberatungs GmbH unterhalten, um mehr über seine Tätigkeit zu erfahren. Dkfm. Matthias Dietrich ist Senior Consultant und auf strategische Personalberatung und -entwicklung in den Branchen Industrie, Handel und Logistik spezialisiert. Bedingt durch die immer größer werdende Vielfalt und Globalität der Logistikketten stehen Supply-Chain-Manager ganz oben auf den meisten Wunschlisten. „Hier sind Manager mit Helikopterblick gefragt. Viele Transportleiter tun sich mit der Abstraktionsebene schwer, aufgrund der hohen Komplexität gepaart mit immenser Automatisierung und hohem IT-Anteil ist aber gerade dieser umfassende Überblick besonders wichtig. Gleichzeitig sind Personen mit Hands-on-Mentalität gefragt. Das Problem dabei: diese zwei Anforderungen schließen sich einander leider oft aus, was es schwierig macht, wirklich gute Kandidaten zu finden“, fasst Dietrich zusammen, „und gerade Industrie und Handel stellen besonders hohe Ansprüche an Manager in puncto theoretischer Methodik.“ Doch das ist nur einer der Gründe, warum die Position des SC-Managers so schwer zu besetzen ist. Hinzu kommt, dass es aufgrund der vergleichsweise geringen Größe Österreichs und des so betrachtet ebenso geringen Exportvolumens wenig vergleichbare Positionen in Österreich gibt. „Daher beziehen wir bei der Suche automatisch auch immer sofort das deutschsprachige Ausland mit ein, im nächsten Schritt dann auch weitere europäische Länder“; erklärt er. Asien und die USA werden wegen der kulturellen Unterschiede eher selten „bejagt“. Doch wer beauftragt eigentlich einen Headhunter? „Das ist ein Personalberaterthema. Unsere Kunden kommen aus allen Branchen mit Logistikpositionen, klassisch aus Handel und Industrie (z.B. Logistikleiter, Anm.). Bei Speditionen werden eher Transport- und Key Account Manager gesucht. Zu uns kommt man, wenn man das Optimum aus dem Markt herausholen möchte, und das in einer überschaubaren Zeitspanne – oder wenn man schon erfolglose Selbstversuche hinter sich hat.“ Aufträge beginnen ab 50.000 Euro Jahresgehalt der Ziel-person, nach oben gibt es theoretisch keine Grenze. „Wir wissen, dass auch sehr viele gute Disponenten gesucht werden, aber aufgrund der Gehaltsklasse ist das ein eher regionales Thema, somit sind die Möglichkeiten des Abwerbens sehr eingeschränkt.“ Geld ist nicht alles Prinzipiell ist ein Wechsel oft monetär begründet – sei es ein höheres Gehalt, ein attraktives Firmenauto oder ein anderer Bonus. Aber: „An erster Stelle steht gerade bei hohen Positionen der Gestaltungsspielraum“, weiß Dietrich. „Echtes, konzeptionelles Arbeiten statt fertiger Konzepte auszuführen, die Macht, tatsächlich etwas bewegen und Prozesse selbst gestalten zu können, sind der wahre Treiber bei einem Jobwechsel.“ Und hier liegt auch die Achillesferse vieler Unternehmen. „Es hängt von vielen Faktoren ab, ob man einen Wunschkandi- daten – denn es gibt durchaus auch konkrete Personenanfragen – tatsächlich bekommt. Aber wir sind Profis im Ansprechen und wissen genau, was wen zum Wechsel reizen könnte. Neben dem Verantwortungsbereich zählen vor allem das Image des Unternehmens und eine mögliche Aufbauarbeit.“ Interessantes Detail: Österreicher, die international tätig waren, kehren gerne für österreichische Unternehmen zurück, selbst wenn dies mit gewissen Gehaltseinbußen verbunden ist. „Hier ist eine gewisse Loyalität zu bemerken. Außerdem besteht bei den internationalen Unternehmen doch irgendwo die Gefahr, dass die Offices aus Österreich abgezogen werden, und das möchten manche nicht riskieren.“ Rund acht Wochen dauert es von der Auftragserteilung bis zur Präsentation der Kandidaten. Der erste Schritt ist immer ein ausführliches Briefing beim Kunden, eine „strategische Positions- und Anforderungsanalyse“, um festzustellen, in welche Unternehmenskultur der neue Mitarbeiter passen muss. Erst dann startet eine breite Suche in allen Kanälen. „Um zu wissen, welcher Kandidat optimal passt, muss man auch wissen, was nicht ideal ist“, meint Dietrich. Daher gibt es eine eigene Research-Abteilung, die laufend potenzielle Kandidaten filtert. Etwa drei Viertel der Inserate werden verdeckt geschaltet, um mehr Resonanz zu erhalten. Nach einer zweistufigen Selektion (telefonisch und persönlich) und eventuellen Persönlichkeitstests stehen die geeigneten Mitarbeiter in spe fest und werden dem Auftraggeber vorgestellt. Und die Erfahrung zeigt: in den meisten Fällen passt es perfekt und das Suchen hat ein Ende. (AG) Redaktion: Angelika Gabor INFO TIPP Eblinger & Partner www.eblinger.at 42 LOGISTIK express 1|2015 LOGISTIK express 1|2015 43

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