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LE-1-2014

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

INTRALOGISTIK Flexible

INTRALOGISTIK Flexible und skalierbare Lösungen sind Trumpf Mit mehr als 1.000 Ausstellern und einem umfassenden Rahmenprogramm bot die Intralogistikmesse LogiMAT im Februar einen imposanten Marktüberblick über alles, was die Intralogistik-Branche bewegt. Die Logistik express Redaktion hat sich für Sie umgesehen. REDAKTION: KARIN WALTER Haben Hub- und Verteilwagen schon bald ausgedient? Gehört die Zukunft in der Produktionsversorgung, im Lagerbetrieb oder in der Warenkommissionierung schon in absehbarer Zeit nur noch kompakten und wesentlich flexibleren Kleinfahrzeugen, die ihren Weg durch Produktionshallen, Kommissionierlager und Logistikzentren selbst finden? Noch wäre es bestimmt verfrüht, über das vollständige Aussterben herkömmlicher, stationärer Transportgeräte aus der Intralogistikwelt zu spekulieren. „Systemtechnisch intensiviert sich mit der zunehmenden Verschmelzung von Shuttle- und Fahrerlosen Transportsystemen (FTS) sowie der Robotik aber ein Trend, den wir bereits in den vergangenen Jahren verfolgen konnten“, sagte LogiMAT-Messechef Peter Kazander zu Beginn der alljährlich stattfindenden, dreitägigen Intralogistikschau in Stuttgart. Auch wenn diese neuartigen Transportmittel längst noch nicht mit allen Fähigkeiten ausgestattet sind, die im Logistikalltag benötigt werden: Fest steht, dass Carrier-Fahrzeuge und Systemangebote für den automatisierten, ungebundenen Transport von Behältern und Paletten im Lager immer mehr die Systemgrenzen überwinden. Anlagenbauern und Fördertechnikherstellern wird damit der Weg geebnet, in Gebiete vorzustoßen, die vor ein paar Jahren noch ausnahmslos den Staplerherstellern vorbehalten waren. Auf der diesjährigen LogiMAT machte sich der unaufhaltsame Paradigmenwechsel in der Intralogistik zum Beispiel an dem Stand des Böblinger Intralogistikanbieters Eisenmann AG bemerkbar. Zu bestaunen gab es hier ein ursprünglich vom Institut für Fördertechnik und Logistik (IFT) der Universität Stuttgart entwickeltes und von dem Intralogistikanbieter aus Baden-Württemberg zwischenzeitlich zur Serienreife gebrachtes Doppelkufensystem - ein neuartiges Transportmittel, das optisch an einen um die Zugdeichsel verminderten Gabelhubwagen erinnert. Anders als ein herkömmlicher Gabelhubwagen bahnt sich das mit dem diesjährigen LogiMAT-Preis „Bestes Produkt in der Kategorie Lagern“ ausgezeichnete Kufenduo zwar in paralleler Fahrt, jedoch ohne dazwischenliegende Verbindung seinen Weg zu dem jeweils vordefinierten Bestimmungsort. Um eine Palette aufzunehmen, unterfahren beide Kufen selbständig den Ladungsträger. Sie heben diesen an, beschleunigen mit 0,3 Meter pro Sekunde und befördern die Last über ein optisches Spurführungssystem bis zum Ziel. Um synchron auf Kurs zu bleiben, kommunizieren beide Kufen miteinander, ein Leitrechner überwacht via WLAN die beiden Kufen während der Fahrbewegung. Sparsamer Verbrauch „Zu den entscheidenden Benefits unseres Doppelkufen-Systems gehört die äußerst platzsparende Bauweise“, sagte Bruno Geiger, Mitglied des Vorstands der Eisenmann AG im Rahmen einer Pressekonferenz. „Das System ist darüber hinaus beliebig skalierbar, es lässt sich im bereits im nächsten Entwicklungsschritt im Mischverkehr mit Personen einsetzen, und somit ist das fahrerlose Transportsystem äußerst flexibel einsetzbar.“ Da pro Bausatz nicht mehr als 100 Kilogramm Eigengewicht veranschlagt werden, zählt nach Ansicht des Eisenmann- Vorstandes auch die hohe Energieeffizienz zu den entscheidenden Vorteilen des mit Lithium-Ionen-Akkus betriebenen FTS. Publikumsmagnete auf der LogiMAT: Das Doppelkufensystem der Firma Eisenmann (links) und die E-Commerce- Lösung G-Com von Grenzebach. 16 LOGISTIK express Ausgabe 1/2014 www.logistik-express.com

INTRALOGISTIK Mit den komplett in den Kufen untergebrachten Antriebs- und Energieversorgungseinheiten und somit ohne jegliche An- und Aufbauten könnte sich das für Nutzlasten von bis zu 1.000 Kilogramm konzipierte Doppelkufensystem schon ab den Sommermonaten in vielen Logistikbereichen bewähren: von der Materialzu- und abfuhr bei Maschinen über die Be- und Entstückung von Lagerbereichen bis hin zu anspruchsvollen Kommissionieraufgaben. Ware-zum-Mann-Systeme im Vormarsch Am Stand der Karlsruher Grenzebach Automation GmbH, dem Intralogistikableger der international agierenden Grenzebach- Gruppe, konnte sich das Stuttgarter Fachpublikum ein Bild davon machen, dass es selbst für vollbepackte Kommissionierregale heutzutage kein Problem mehr darstellt, sich selbständig und vollautomatisch zu den Pick-Stationen zu bewegen. Das unter dem Namen G-Com neu auf den Markt gebrachte System besteht aus einem mobilen Lagersystem, einem Fahrerlosen Transportsystem mit intelligenten Transportfahrzeugen sowie ergonomischen und variabel konfigurierbaren Pick-Stationen. Im Intralogistiksystem des badischen Automatisierungsspezialisten unterfahren roboterähnliche Transportfahrzeuge die im Kommissionierlager bereitgestellten Regale. Sie heben diese an und transportieren sie auf dem von einem Flottenmanager gesteuerten, kürzesten Weg zum Pickplatz. Dort unterstützen Laserpointer, Put-to-Light- Technologie sowie Scanner und Displays die Mitarbeiter beim händischen Kommissionieren. „G-Com reduziert als „Ware-zum- Mann“-System den Kommissionieraufwand im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen drastisch“, erklärte Adrian Siegler, Geschäftsführer der Grenzebach Automation GmbH. Dank der einfachen Skalierbarkeit des Systems, seinem schnellen Anpassungsvermögen an sich ändernde Sortimente und den geringen Durchlaufzeiten, die mit dem System möglich sind, zielt der Karlsruher Anbieter mit dem System vor allem auf die Bedürfnisse im E-Commerce- und Multi- Channel-Markt ab. Aus diesem Marktumfeld gebe es bereits einige namhafte Interessenten, hieß es auf der Messe aus Unternehmenskreisen. Ob vielleicht schon auf dem nächsten Messe-Event, der CeMAT in Hannover, nähere Einzelheiten zu erfahren sind? Es bleibt spannend, die Entwicklung über die nächsten Monate hinweg im Auge zu behalten und die Nachfragesituation abzuwarten. Plug&Play in der Fördertechnik Ein hohes Maß an Flexibilität sowie die Möglichkeit eines Plug&Play-Einsatzes von Stetigförderern ohne großen Programmieraufwand: Diese Prämissen hat sich offensichtlich auch der Intralogistikanbieter GEBHARDT Fördertechnik auf die Fahnen geschrieben. Mit dem in Stuttgart neu vorgestellten System 600 bietet das Unternehmen aus dem baden-württembergischen Sinsheim ein modular aufgebautes Fördertechniksystem, bei dem es – abhängig von den individuellen Kundenvorgaben - möglich ist, unterschiedliche Steuerungskonzepte zum Einsatz zu bringen. Die Besonderheit des neuen Fördertechniksystems: Es bietet verschiedene Levels hinsichtlich der Flexibilität. Die GEBHARDT FlexConveyor Steuerung gilt unter allen Möglichkeiten als die flexibelste Lösung. Sie erkennt selbständig ihren eigenen Aufbau. Das Layout für die Visualisierung baut sich durch die selbständige Topologieerkennung von alleine auf. Die Fördermodule kommunizieren untereinander und finden den besten und kürzesten Weg für das Fördergut. Die FlexConveyor Steuerung ist dabei beliebig skalierbar und verzichtet vollständig auf eine zentrale Infrastruktur. Bei Erweiterungen oder Umbauten können die Module daher einfach umgesteckt oder ergänzt werden. „Zu den Vorzügen dieses modularen Fördertechniksystems, welches auf dem Plug & Play Prinzip basiert, zählen kurze Lieferzeiten, ein energiesparender Betrieb und einfachste Inbetriebnahme“, erklärt Marco Gebhardt, seines Zeichens Geschäftsführer des innovativen Fördertechnikunternehmens. Dass auch bei der Lagerautomatisierung das Thema Flexibilität eine immer größere Rolle spielt, wurde am Messestand des niederländischen Unternehmens Vanderlande Industries deutlich. Das neue Lager-, Entnahme- und Transportkonzept „Adapto“ erlaubt die Erweiterung vorhandener oder den Anbau zusätzlicher Gänge während das System weiterhin einsatzfähig bleibt. Auch die Steigerung des Durchsatzes durch die einfache Ergänzung mit Microshuttles oder Liften ist problemlos möglich. „Der Anwender kann somit zunächst klein starten und das System später einfach anpassen“, hob Tibor Matskassy, Business Development Manager bei Vanderlande Industries auf der Messe LogiMAT hervor. Als ersten Kunden für das Adapto-System hat Vanderlande das spanische Unternehmen Recio gewonnen: Der Einzelhändler entschied sich für die Adapto-Lösung, um noch im Laufe dieses Jahres sein bestehendes Auftragsdispositionssystem weiter auszubauen. (WAL) www.logistik-express.com LOGISTIK express Ausgabe 1/2014 17

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