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LE-1-2013

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

AKTUELL Potemkinsches

AKTUELL Potemkinsches Dorf zu Babylon Man sollte meinen, die EU-Politiker sprechen die gleiche Sprache und ziehen alle an einem Strang. Sieht man sich jedoch den aktuellen Budget-Entwurf an, kommen leise Zweifel ob der Kompetenzen und Interessen der beteiligten Akteure. Welches privatwirtschaftliche Unternehmen würde sich das erlauben? Redaktion: ANGELIKA THALER Stellen wir uns ein durchschnittliches Unternehmen vor, das seinen Jahresabschluss gemacht hat und nun die budgetäre Planung für das neue Geschäftsjahr in Angriff nimmt. Abgesehen davon, dass der Planungszeitraum von sieben Jahren undenkbar wäre – Zitat Europaparlaments-Sozialdemokrat Hannes Swoboda: „Kein Staat auf der Welt und in Europa macht für sieben Jahre sein Budget“ – wird es versuchen, die Unternehmensstrukturen und Prozesse aktuellen Trends anzupassen, um nachhaltig wirtschaftlich agieren zu können. Innovationen und Investitionen in die Zukunft stehen da wohl ganz oben auf der Prioritätenliste, dicht gefolgt von schlanker Verwaltung und dem Loslassen unrentabler Sparten. Mir ist durchaus bewusst, dass der Vergleich zwischen dem Konstrukt EU und einem Unternehmen hakt, dennoch sollten manche Aspekte der Privatwirtschaft mehr Beachtung finden, wenn ein rascher Weg aus der Krise gefunden werden will. Tradition vs. Neuerung Österreich konnte seinen „Rabatt“ zur Hälfte verteidigen. Wunderbar! Aber wieso ist ein Rabatt nötig? Könnte man nicht gleich das Budget besser kalkulieren und niedrigere Zahlungen festlegen? Die Kommission ist ja nicht dumm, was nachher als Rabatt runtergehandelt wird, wird davor auf den Betrag aufgeschlagen. Steckenpferd der EU sind Förderungen, hier liegt gewaltiges Potenzial. Jedes Land kämpft verbissen um jene Sektoren, in denen es die meisten Rückflüsse und Profite erwartet. Dass diese Sektoren aber teilweise heute schon unter dieser Wettbewerbsverzerrung leiden und dies weder im Sinne der ökonomischen noch der ökologischen Nachhaltigkeit ist (obwohl diese Fahne auch am europäischen Dach weht) – Stichwort Agrarförderungen – will scheinbar keiner der Verantwortlichen wahrhaben. Nur nichts wegnehmen lassen! Dabei sagt doch schon die Logik, dass man aus einem Topf nicht mehr herausholen kann, als drin ist, schon gar nicht, wenn die Verwaltung der „töpfischen“ Einnahmen und Ausgaben Unsummen verschlingt. Wenn in einer Bilanz zum Ausdruck kommt, dass eine Sparte nur durch extreme Quersubventionierungen haltbar ist, gibt es zwei Möglichkeiten: entweder die Sparte abstoßen, oder sie von Grund auf ändern, umstrukturieren und rentabel machen. Und hier sind wir nun endlich bei der Logistik angelangt: ist es wirklich rentabel, spanische Erdbeeren – deren Bewässerung das Land vor gröbere Probleme stellt – auch zur Erdbeer-Hauptsaison nach Österreich zu karren? Die vorhergesehene Koppelung der Direktförderung an Umweltauflagen ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Nach wie vor fehlt Kostenwahrheit bei den Transporten. Alles auf Schiene? Wenn man manchen Politikern zuhört, sollten sämtliche Transporte auf die Schiene verlagert werden. Dass angesichts der Mengenströme die europäische Schieneninfrastruktur dafür nicht ausgelegt ist, ist ein anderes Kapitel. Allerdings sind im Zuge dieses Vorhabens im kommenden Budget nicht unwesentliche Summen für die großen transeuropäischen Verkehrskorridore vorgesehen. Zwar liegen die 13,2 Milliarden Euro unter den ursprünglichen Vorschlägen, aber dennoch weit über den bisherigen Aufwendungen. Insgesamt werden voraussichtlich 23,2 Milliarden Euro in die Verkehrsinfrastruktur fließen. So weit, so schön. Das Problem: das Budget wird in dieser Form niemals das EU-Parlament passieren. Den Verpflichtungsermächtigungen von 960 Millionen Euro steht nämlich eine Zahlungsobergrenze von 908,4 Milliarden Euro gegenüber. Das bedeutet die unwesentliche Finanzierungslücke von 51,6 Milliarden Euro. Mit den Worten von Jupp Schmitz ausgedrückt: „Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld?“ Gehen wir zurück zu unserem Anfangsbeispiel, kein Unternehmen kann es sich leisten, am Jahresanfang ein Defizit zu planen. Ich wage zu behaupten, dass auch keines auf die Idee käme. In Babel wollten sie einen Turm bauen, hoch bis zum Himmel, zur Strafe für diesen Hochmut konnten sich die Beteiligten schließlich nicht mehr verstehen, alle sprachen unterschiedliche Sprachen. Manchmal kommt mir die EU wie dieser Turm vor, obwohl es gemeinsame offizielle Amtssprachen gibt und Unmengen in die Übersetzungen investiert werden, reden die einzelnen Interessensvertreter offenbar aneinander vorbei und verstehen nicht, was der andere sagt. Doch nach außen hin wirkt die Oberfläche verlockend glatt und strahlend schön, sonst würde es kaum neue Mitglieder geben. Willkommen im Potemkinschen Dorf zu Babylon. (AT) FOTO: ISTOCKPHOTO.COM 4 LOGISTIK express Ausgabe 1/2013 www.logistik-express.com

Smart. Ennovativ. Resilient. Die Zukunft der Logistik WORLDSTAR WINNER 2013 Magnum Optimum Der faltbare Großladungsträger im Baukastensystem Unendliche Moglichkeiten... Oder mit anderen Worten: Durch den Rückgriff auf schlaue Entwicklungen und Innovationen unter Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologie Krisen meistern. Wie das geht, vermittelt der diesjährige BVL Logistik Dialog im März. Redaktion: ANGELIKA THALER Für zwei Tage, nämlich am 14. und 15. März 2013, verwandelt sich die Veranstaltungspyramide in Vösendorf zum Mekka der Logistik. Erwartet werden über 600 Fachteilnehmer, die den Vorträgen lauschen, die Fachausstellung „Alles Logistik“ besuchen oder einfach in angenehmer Atmosphäre Netzwerken wollen. Die Organisatoren haben wieder ihr Bestes gegeben, und so jagt wohl ein Highlight das nächste. Politik & Wissenschaft Als vielleicht bekanntester Sprecher wird gleich am ersten Vormittag Österreichs Vizekanzler und BM für europäische und internationale Angelegenheiten, Dr. Michael Spindelegger etwas über „Österreichs smarte Zukunft in Europa und der Welt“ erzählen. Wissenschaftlich wird es dann mit „Cyberphysical Systems and Social Machines – Die Logistik der Zukunft steuert sich selbst“. Behauptet zumindest Prof. Dr. Michael ten Hompel von der TU Dortmund und gleichzeitig gf Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML. In den Spezialblöcken Rohstoffe und Ennovation sowie den Dialogblöcken Smart, Resilient, Industrie und Dienstleistung kommen einige Größen der heimischen und internationalen Logistikszene zu Wort, wie etwa Dr. Wolfgang Eder (voestalpine AG), Dr. Christian Haring (AVL List GmbH), Ing. Mag. Alexander Klacska (Wirtschaftskammer), Bernhard Goliasch (RHI AG), Prof. Dr. Wilfried Sihn (TU Wien, Fraunhofer Austria Research GmbH) und DI Siegfried Mayrhofer (A1 Telekom Austria AG). Preisverleihung Im Rahmen des Logistik Dialoges gibt es auch wieder Prämierungen. So wird Prof. Dr. Peter Faller, Emeritus Institut für Transportwirtschaft und Logistik Wirtschaftsuniversität Wien, die Absolventen der Logistik Akademie auszeichnen. Gleich im Anschluss erfolgt dann die mit Spannung erwartete Verleihung des 2. Nachhaltigkeitspreises Logistik 2013 durch den Juryvorsitzenden Dr. Christian Plas, Geschäftsführer denkstatt GmbH. Alles in Allem wieder ein anspruchsvolles und gut gemischtes Programm, das man nicht verpassen sollte! Infos unter www.bvl.at (AT) ...eine Basis • Flexibel und kompatibel • Reduziert Logistik- und Verpackungskosten • Mehr als 500 kg Zuladung möglich • Höhen von 750–1000 mm (mit Rahmen bis 1400 mm) • Umfassendes Zubehör Schoeller Arca Systems GmbH Rudolf Diesel Straße 26 2700 Wr. Neustadt Tel. +43 2622 206 56 Fax. +43 2622 206 56 21 info.neustadt@schoellerallibert.com www.schoellerallibert.com

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