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LE-1-2013

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

Job karriere Charakter

Job karriere Charakter vor Titel? MSC, Magistra, Bakkalaureat, Doktor, Mag. (Fh), Dipl.-Ing., Professor … die Liste an akademischen Titeln, die motivierte Studenten in Österreich erlangen können, ist lang. Neben der allgemeinen Verwirrung ob der Bedeutung und der Unterschiede der einzelnen Hochschulabschlüsse stellt sich auch immer öfter die Frage: Wie wichtig sind Titel in der beruflichen Praxis? Redaktion: ANNA STEINER Überfüllte Vorlesungsräume und überlaufene Massenstudiengänge sind zwei der Indikatoren, dass Österreicher gerne die Schulbank drücken. Auch die Zahl der Studenten, die ihr Studium tatsächlich abschließen (mag dies auch „nur“ mit einem Bachelorabschluss sein), ist im Studienjahr 2011/12 auf 34.342 Abschlüsse weiter angestiegen. In einem hochgradig titelfixierten Land wie Österreich ein erfreuliches Ergebnis – oder? Wie wichtig ist ein Studienabschluss für die berufliche Karriere tatsächlich? Jeder muss mit anpacken! Mag. Alexander Ghezzo, Gründer und Geschäftsführer der Confare GmbH - Anbieter von Seminaren und Konferenzen - stellt fest, dass sich Titel in der Praxis als nebensächlich erweisen: „Jeder soll Alexander Ghezzo mitanpacken und sich für das Ergebnis und die Qualität von Produkten und Dienstleistungen mitverantwortlich fühlen. Loyalität und Begeisterungsfähigkeit – das sind die Eigenschaften, die letztlich zählen.“ Vor allem in Krisenzeiten sind diese und weitere persönliche Stärken wie Resilienz und Motivation essentiell für den beruflichen Aufstieg - der am Ende auch für den Erfolg eines Unternehmens steht: „Die Logistik muss nicht nur die inner- und außerbetrieblichen Waren-, Informations- und Geldflüsse gewährleisten, sie sichert durch ihre Kernaufgaben auch das Überleben von Unternehmen“, meint Günther Pressler, Logistic Manager bei der Salvagnini Maschinenbau GmbH und ergänzt: „In der aktuell volatilen Wirtschaftswelt wird die Bedeutung der Charaktereigenschaften von Mitarbeitern erst so richtig sichtbar!“ Lernfähigkeit und soziale Kompetenz zählen. Dies wird auch in der Ausbildung berücksichtigt, und viele Weiterbildungsprogramme bieten so genannte Managementfächer an, um Kompetenzen wie Teamfähigkeit, richtiges Reagieren in Krisensituationen etc. zu stärken. So lernt man auch an Günther Pressler Massenuniversitäten die situationsbedingte Anonymität zu überwinden und wird vom Einzel- zum Teamkämpfer. Eine Kompetenz, die für ein erfolgreiches Berufsleben essentiell ist. Wie praktisch ist die Theorie? „Natürlich spielt das Fachwissen eine wesentliche Rolle“, beteuert Mag. Gregor Herzog, MBA, Geschäftsführer von GS1 Austria, „eine gute Formalausbildung ist einer von mehreren Indikatoren Gregor Herzog für Qualifikation und erleichtert die Mitarbeiterauswahl.“ Ohne die Kompetenz, theoretisches Fachwissen in der Praxis anzuwenden, verliert dieses jeden Sinn. Daher spielen berufliche Referenzen bei Einstellungsgesprächen eine ebenso wichtige Rolle – hier muss man auch das Alter des Bewerbers berücksichtigen: „Die Ausbildung spielt insbesondere bei unbeschriebenen Blättern – also jungen Bewerberinnen und Bewerbern mit noch wenig Berufserfahrung – eine Rolle. Ältere Personen mit guten Referenzen gleichen nicht vorhandene Titel mit Referenzen wieder aus“, so Herzog. Die wahre Herausforderung liegt seiner Meinung nach woanders: „Es ist schwierig, in einer Bewerbungssituation rasch zu erkennen, ob die Charaktereigenschaften zu uns passen – wie dynamisch, innovationsfreudig oder selbständig ist die Person? Denn wir haben keine Ambitionen, den Charakter unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter grundlegend zu ändern, die wichtigsten Charaktereigenschaften müssen also von vornherein passen.” Nachträgliche Qualifikation sei hingegen leichter möglich. Reinhard Botek Wichtig ist aber natürlich auch die Bereitschaft, das Fachwissen stetig zu erweitern. Dabei wird es eher Akademikern nachgesagt, für Weiterbildungen im fortgeschrittenen Alter offen zu sein. Dazu Reinhard Botek, Key Account Manager der COS Group Austria: „Bei Berufseinsteigern ohne Titel liegt die Bereitschaft zur Weiterbildung neben dem Beruf signifikant unter der von Akademikern.“ Das Rezept zum Erfolg Ein beruflicher Werdegang wie „vom Tellerwäscher zum Millionär“ ist heutzutage beinah undenkbar. „Möchte man eine Führungsposition erreichen, ist ein Hochschulabschluss bestimmt der beste erste Schritt“, so Ludger Schuh, Leiter des Geschäftsbereichs Inventory & Supply Chain der INFORM GmbH sowie Mitglied der Geschäftsleitung. Nicht jeder Akademiker bringt jedoch die Charaktereigenschaften eines Geschäftsführers mit. „Trotz Ausstattung mit einem Titel stehen die Türen die Karriereleiter hinauf ohne persönliches Zutun keineswegs mehr automatisch offen“, so Botek. Eine „gesunde“ Mischung aus Fachwissen, sozialer Kompetenz und persönlicher Motivationsfähigkeit ist das Rezept, das zum Erfolg führt. (AS) ANNA STEINER Redakteurin / Karriere Logistik express 42 LOGISTIK express Ausgabe 1/2013 www.logistik-express.com

AUSBILDUNG Neue Chancen für die Karriere: Das Ausbildungsjahr 2013 Mehr Sport treiben, weniger rauchen, öfters Obst essen – die Liste der Neujahrsvorsätze ist auch zu Beginn des Jahres 2013 wieder lang. Auf jeden Fall reinpassen sollte aber noch: „Weiterbilden um der Karriere Schwung zu geben“. Wie man diesen Vorsatz in die Realität umsetzen kann, soll folgende Liste an Lehrgängen und Kursen verdeutlichen. Eins ist schon sicher – Kaugummi kauen alleine wird nicht reichen. Redaktion: AnnA STeiner Wifi Nachhaltigkeit im Einkauf Erlernen der Möglichkeiten strategischer Managementarbeit im Bereich Nachhaltigkeit im Einkauf. Kurstermin: 26. und 27.04.2013 Ausbildung zum Lagerleiter Im Zuge der Ausbildung zum Lagerleiter Werden die Grundlagen des Lager- und Logistikmanagements vermittelt. Kurstermin: 11.3. bis 29.5.2013 FOTO: ISTOCKPHOTO.COM Montanuniversität Leoben Industrielogistik Nach dem Bachelorstudium, bei dem unter anderem technische und betriebswirtschaftliche Grundlagen am Lehrplan stehen, folgt das dreisemestrige Masterstudium mit den wählbaren Schwerpunkten Logistik Management oder Logistics Engineering Semesterbeginn: 18. Februar 2013 Semesterbeginn Bachelor: 1. Oktober 2013 FH Campus Steyr Internationales Logistikmanagement Studieninhalte des Bachelorstudienlehrganges Logistikmanagement an der FH Campus Steyr sind unter anderem Controlling und Rechnungswesen. Semesterbeginn: 1. März 2013 Supply Chain Management Internationales Management, Leadership and coorporate Finance sowie Umsetzungskompetenz stehen am Lehrplan der Ausbildung. Semesterbeginn: 1. März 2013 bfi Wien Außerordentlicher Lehrabschluss Lagerleiter Innerhalb von drei Modulen werden betriebswirtschaftliche Themen behandelt und Grundkenntnisse um die Lagerlogistik vermittelt. Kurstermin: 13.02.2013-24.6.2013 Lagerleiterin als Führungsprofi Praktische Erfahrungen unter anderem in den Bereichen Einlagerung und Verpackung innerhalb von 60 Übungseinheiten vertiefen. Kurstermin: 14.3.2013 bis 12.4.2013 Expert in Logistics Im Zuge des berufsbegleitenden Diplomlehrgangs werden unter anderem Planungstechniken in der Logistik und Lösungskonzepte für Logistikprobleme behandelt. Kurstermin: 18.10. 2013 bis 10.5.2014 FH des bfi Wien Logistik und Transportmanagement Der Studiengang bietet eine Kombination von Wirtschaftspraxis und Theorie. Die Absolventen sind unter anderem dazu in der Lage innerbetriebliche und zwischenbetriebliche Supply Chains sowie Logistikketten zu koordinieren. Semesterbeginn: 1. März 2013 Universität Wien Institut für Wirtschaftswissenschaften Produktion und BWL Neben betriebswirtschaftlichen Grundkenntnissen werden alle Bereiche der Logistik von Supply Chain bis Lagerlogistik behandelt. Semesterbeginn: 1. März 2013 Donau Universität Krems: Professional MBA Logistics & SCM Ganzheitliches Denken und Handeln stehen bei diesem Studiengang im Mittelpunkt. Vermittelt werden Kompetenzen in der Analyse und Steuerung von Prozessen, ob im Kundenmanagement, bei einer Produktfertigung oder in weltweiten Handels- und Logistikketten. Semesterbeginn: 1. März 2013 BMÖ Certified Professional Supplier Qualification Expert (CPSQE) Der Lehrgang des BMÖ zur globalen systematischen Lieferantenqualifizierung, -zertifizierung und -entwicklung. Innerhalb von sechs Modulen mit Inhalten von Betriebswirtschaft bis hin zu ethischen Grundlagen alles lernen um zum Experten der Supply Chains zu werden. Lehrgangsstart: September 2013 Master of Business Administration- MBA Karriere im strategischen Einkauf machen. In Kooperation mit der KMU-Akademie und der Middlesex University London bietet die BMÖ Akademie ein Studium an, den Sie mit einem MBA der Middlesex University of London abschließen können. Semesterbeginn: 1. Oktober 2013 Die Auswahl ist groß – nun noch den inneren Schweinehund überwinden, informieren und anmelden! Weitere Studiengänge und Kurse finden sie auch im Bildungskatalog Herbst 2012 des Vereins Netzwerk Logistik (vnl). (AS) www.logistik-express.com LOGISTIK express Ausgabe 1/2013 43

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