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LE-1-2013

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

IT SICHERHEIT Zugriff

IT SICHERHEIT Zugriff auf die Datenschätze Aktuelle Studie zeigt: Handling der Datenflut überfordert viele Unternehmen. So bekommen Sie komplexe Marktanforderungen durch Big-Data-Analysen in den Griff! Fachbeitrag Von Jochen Werner, RVP Sales Central & Southern Europe, PROS Germany Eine Datenflut bricht über Unternehmen und Vertragspartner der Logistikbranche herein. Globale Lieferketten basieren darauf, dass sich geschäftsrelevante Informationen im Internet der Dinge zuverlässig über RFID- Tags, intelligente Systeme und Sensoren sowie hochentwickelte ERP- und CRM-Systeme austauschen lassen. Ergebnis: Immer mehr Kunden-, Finanz- und Prozessdaten müssen in immer höherer Geschwindigkeit verarbeitet, analysiert und abgerufen werden können. Neue Daten braucht das Land In der Logistikbranche steigen die Herausforderungen, aber viele Firmen verfügen nicht über die richtigen Werkzeuge zur Unterstützung ihrer Geschäftsstrategien. Wahre Datenschätze verstecken sich in den Unternehmensnetzen, werden aber nicht in eine Form gebracht, die im Geschäftsalltag nutzbar ist. Für den richtigen Zugriff auf relevante Informationen benötigen Unternehmen neue IT-Lösungen, die alle verfügbaren Daten umfassend auswerten. Ziel der Geschäftsführung ist es dabei, ein besseres Verständnis über (Neu)-Kunden zu gewinnen sowie höhere Effizienz und Wettbewerbsvorteile in einem hart umkämpften Marktumfeld zu erreichen. Die größten Herausforderungen In einer Studie unter Führungskräften der Ersatzteilindustrie hat PROS nach den aktuell größten Geschäftsherausforderungen auf Unternehmensseite befragt. Mehr als 65 Prozent der Umfrageteilnehmer nennen als Hauptproblem, wie sie die hohe und beständig wachsende Menge an (un)strukturierten Daten (Big Data) erfassen, auswerten und in ihre Geschäftsprozesse integrieren können. Denn der wirtschaftliche Druck auf Unternehmen der Logistikbranche nimmt durch volatile Märkte zu. Verantwortliche müssen mit Jochen Werner strukturellen Veränderungen auf den globalen Liefermärkten umgehen und im weltweiten Verdrängungswettbewerb bestehen. Zur Nutzung von Marktopportunitäten sind sie auf umfassendes Datenmaterial angewiesen, das von den Rohstoffpreisen und aktuellen Wechselkursen bis zu staatlichen Gesetzesanforderungen beim Handel und Umweltschutz reicht. Intelligente Lieferketten Nur durch eine Kanalisierung der Datenflut und ihre praxisrelevante Analyse in Echtzeit können Firmen strategische Wettbewerbsvorteile erzielen. Big-Data-Analysen sorgen dafür, dass der Informationsgehalt großer Datenmengen wirtschaftlich verwertet werden kann, um intelligente Logistikketten zu schaffen und Lieferprozesse effizient zu synchronisieren. Der Bedarf ist riesig: IDC errechnete für das Jahr 2012 ein Datenvolumen von 2,7 Zettabyte weltweit — 2.700.000.000.000.000.000.000 Byte. Statistiker prognostizieren, dass sich die verfügbare Datenmenge im Schnitt alle fünf Jahre verzehnfachen wird. Lediglich 15 Prozent der Daten liegen dabei strukturiert in IT-Systemen vor — rund 85 Prozent sind unstrukturiert. Noch Fragen? Bei der Umsetzung einer wirksamen Big- Data-Strategie müssen sich Unternehmen folgende Fragen stellen: • Wo liegt der geschäftliche Fokus angesichts der skizzierten Datenschwemme? • Inwiefern lassen sich die verfügbaren Daten nutzen, um den Mehrwert eigener Produkte oder Dienstleistungen auf Kundenseite zu erhöhen? • Wie lässt sich der Vertrieb verbessern, um Neukunden zu gewinnen und Gewinnmargen zu schützen? Unternehmen, die diese Fragen mit einer smarten Management-Strategie am besten beantworten, erhalten den besten Einblick in geschäftliche Zusammenhänge und profitieren am meisten von einem auf Big-Data-Analysen basierten Maßnahmenkatalog zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit. Der Wunsch nach mehr Visibilität wird schon allein deshalb immer wichtiger, um dem wachsenden Anteil an Echtzeitinformationen in modernen Informationssystemen begegnen zu können. Dafür ist eine effizientere Analyse und Auswertung der wertvollen Informationen nötig, die allein leistungsstarke Big-Data-Technologien liefern können. Auf diese Weise erhalten Unternehmen einen größeren Einblick und mehr Kontrolle über die Kosten der Lieferkette, Vertriebs-, Preis- und Angebotssteuerung in einem mobilen Geschäftsumfeld, das jederzeit und überall Kommunikationszugriff erfordert. Schwankende Währungen und Rohstoffpreise Komplexe Marktanforderungen und globale Lieferketten in einem dynamischen Geschäftsumfeld haben dazu geführt, dass viele Unternehmen nur schwer einschätzen können, wie sich volatile Rohstoffpreise und Währungsschwankungen auf ihre Margen und Profitabilität auswirken. Dabei lassen sich durch fortschrittliche IT-Werkzeuge zur Datenanalyse die tatsächlichen Kosten dynamisch in Echtzeit berechnen. Führungskräfte können so ihre Preise bedarfsgerecht und in kürzeren Intervallen an veränderte Marktbedingungen oder steigende Rohstoffkosten anpassen. Darüber hinaus leistet Software zur Datenanalyse wertvolle Dienste, weil sie die hohe Zahl an Kundentransaktionen und damit verbundenen Informationen innerhalb von professionellen Kundenmanagement- und Warenwirtschaftssystemen auswerten kann. Für eine solche Preisoptimierung segmentieren moderne Big-Data-Werkzeuge die Kunden mit Hilfe von statistischen Analysen. Die einzelnen Segmente beinhalten dann nur noch Kunden, die ein gleichartiges Kaufmuster und eine ebensolche Zahlungsbereitschaft aufweisen. Auf diese Weise ist ein viel passgenaueres Preismanagement anhand echter Kundenwünsche möglich. (LE) FOTO: ISTOCKPHOTO.COM 30 LOGISTIK express Ausgabe 1/2013 www.logistik-express.com

REPORT INTRALOGISTIK (Nach)nutzung leicht gemacht Finanziert ein Logistikimmobilieninvestor nicht nur das Gebäude, sondern auch die Technik, könnte das heikel werden, denn wer weiß schon, wer in 15 Jahren der Mieter sein wird. Alles kein Problem, sagt LTW – und entwickelte in Abstimmung mit Investor und Fresenius Medical Care ein Intralogistikmodell, das auch für Nachmieter interessant ist. Redaktion: ANGELIKA THALER Menschen mit chronischem Nierenversagen sind auf Dialysebehandlungen angewiesen. Der weltweit führende Anbieter im Hinblick auf Produkte und Dienstleistungen in diesem Bereich ist Fresenius Medical Care. Immer mehr Menschen leiden unter diesen Problemen, dadurch steigt auch die Nachfrage. Dynamisch steigende Warenströme machten ein neues, leistungsfähigeres Lager nötig. Nach Abwägung aller Faktoren entschloss sich Fresenius für einen Neubau in Biebesheim am Rhein mit Alpha Industrial als Investor. Das Besondere: im Gegensatz zu den üblichen Projekten für Logistik-Immobilien vermietet in diesem Fall der Investor neben dem Gebäude auch gleich die komplette Technik. Die Herausforderung dabei ist, dass die Anlage somit nicht nur für den aktuellen Mieter – Fresenius Medical Care – sondern auch für den möglichen Nachmieter geeignet sein soll. Generalunternehmer Intralogistik: LTW Die Lösung: eine universelle Gestaltung von Hochregallager, Fördertechnik und Software bis ins kleinste Detail. Dies reicht von der großzügigen Höhe der Palettenstellplätze über enge Rollenabstände bei den Förderbahnen bis hin zur Ausführung der Hallensohle mit abgedichteter Wanner, wie es für die Lagerung wassergefährdender Stoffe nötig ist. Bei der Suche nach einem Generalunternehmer, der hohe Verfügbarkeit garantiert, wurde Logistikplaner Rainer Reichelt bald fündig. „LTW konnte ein attraktives Angebot unterbreiten“, erklärt er. „Zudem hat LTW Vertrauen aufgebaut, transparent verhandelt und ist diesen neuen Weg ohne tausend Wenns und Abers mitgegangen.“ Überzeugt habe ihn vor allem die robuste, steife Konstruktion der Regalbediengeräte bei gleichzeitiger Gewichtsoptimierung, denn „jede eingesparte Tonne Stahl spart später bei jeder Palettenbewegung Energie.“ Obendrein garantiert LTW mit einem Full-Service-Konzept eine Anlagenverfügbarkeit im Dauerbetrieb von 98 Prozent über die gesamte Mietdauer von 15 Jahren, wozu vor Ort ein eigenes fünfköpfiges Service-Team aufgebaut wurde. Details zum Lager Vor dem Neubau hatte Fresenius zwei Zentrallager, die nun im neuen Distributionszentrum zusammengeführt wurden. In Zentraleuropa liegt der Schwerpunkt auf kommissionierten Sendungen an Stützpunktlager, Krankenhäuser und einzelne Patienten. Etwa 70 Prozent der Waren werden als Vollpaletten in 140 Länder exportiert. Zum Glück, denn anders wäre ein so hoher Automationsgrad aller Warenflüsse samt Automatischem Kleinteilelager und vollautomatischen I-Punkt mit Palettenunterstapelung und Richtplatz kaum erreichbar. Ursprünglich versahen sieben ganggebundene Regalbediengeräte im Lager ihren Dienst, doch seit der Erweiterung des 154 Meter langen, 74 Meter breiten und beachtlichen 38 Meter hohen Hochregallagers im Jahr 2011 sind es ihrer 10. Und die leisten ganze Arbeit, im Zweischichtbetrieb bewältigen sie etwa 6.400 Palettenbewegungen täglich. Für den Fall der Fälle wäre sogar eine dritte Schicht möglich. Die rund 78.000 Palettenstellplätze bieten eine Nutzlast von jeweils 1.200 kg bei angenehmen 15 bis 25 Grad Celsius. Die Fördertechnik läuft über zwei Ebenen mit Ein-und Auslagerstellen in Halle 1 und Halle 2. Komplettiert wird die Fördertechnik mit vier Vertikalförderern, drei Verschiebewagen, zwei Kommissionierbereichen, zwei Etikettierern und einer Palettenwickelanlage. Ergänzend zum HRL gibt es noch ein 48 Meter langes, 8 Meter breites und immerhin 6 Meter hohes Automatisches Kleinteilelager mit zwei Regalgassen für doppeltiefe Lagerung. Es bietet Platz für etwa 8.700 Kunststoffboxen bis zu 50 kg Gewicht. Zwei ganggebundene Regalbediengeräte sorgen für die rasche Einund Auslagerung. Damit alles rund läuft, lieferte LTW beim Gesamtprojekt nicht nur die Mechanik, sondern auch die SPS-Steuerung sämtlicher Komponenten und den Lagersteuerrechner mit Schnittstelle zur SAP-basierenden Lagerverwaltung. Diese Gesamtlösung bringt beispielsweise hinsichtlich der Wartung deutliche Vorteile. Die Verfügbarkeitsermittlung, die Aufzeichnung klimatischer Bedingungen und ein möglicher Notbetrieb für die Warenauslagerung zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit sind zusätzliche Zuckerl. Wenn Fresenius dann nach Ablauf des Mietvertrages ausziehen würde, könnte sich der Nachmieter bereits freuen. Ein klarer Sieg für die Nachhaltigkeit! (AT) www.logistik-express.com LOGISTIK express Ausgabe 1/2013 31

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