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LE-1-2013

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

INTRALOGISTIK

INTRALOGISTIK Staplerweise Innovationen Verbrauchs- und emmissionsärmere Verbrennungsmotoren, verbesserte Umschlagsleistungen, zusätzliche Sicherheitsfeatures und effizientere Batteriespeichermethoden: Die Innovationen, mit denen die Top 4 des europäischen Staplermarktes zu Jahresbeginn an die Öffentlichkeit gehen, sind vielversprechend. Redaktion: KARIN WALTER Sie müssen ein Maximum an Umschlagsleistung bringen, dürfen angesichts der explodierenden Strom- und Treibstoffkosten aber kaum noch Energie verschlingen. Geht es nach den Bedürfnissen der Kunden, sollten die Stapler der Zukunft die Eigenschaften einer eierlegenden Wollmilchsau mit sich bringen: kompakt und leistungsstark, ergonomisch, sparsam und möglichst frei von Emissionen. Aber ist das realistisch? Kann man von den Staplern der Zukunft wirklich noch große Entwicklungssprünge erwarten? Oder sind die heutigen Modelle, mit denen die vier Top-Vertreter des europäischen Staplermarktes, Toyota Material Handling, Still, Linde Material Handling und Jungheinrich, auf dem Markt auftreten, technisch nicht schon so ausgereizt, dass sie kaum mehr einen Spielraum für wirklich entscheidende Weiterentwicklungen bieten? Sicher ist: Wer die Innovationskraft der Staplerbranche in Zweifel stellt, wurde in den vergangenen Jahren bereits das eine ums andere Mal widerlegt. Und man kann davon ausgehen, dass die Big-Player unter den Flurförderzeugherstellern längst schon wieder an den Sicherheits-, Ergonomie- und Antriebskonzepten von morgen tüfteln – noch während sie ihren Kunden im Frühjahr die aktuellsten Staplerinnovationen präsentieren. „Alles spricht dafür, dass der technische Fortschritt auch in den kommenden Jahren weiter gehen wird“, sagt Detlef Sieverdingbeck, Leiter der Linde- Unternehmenskommunikation. Und zugegeben: Das große Innovations- und Optimierungspotenzial zeigt sich bei der neuen verbrennungsmotorischen Frontstaplergeneration von Linde schon heute in großen Schritten. Die neuen Staplermodelle H25 bis H35D EVO, die der Aschaffenburger Flurförderzeughersteller im Februar auf der Stuttgarter Messe LogiMAT erstmals vor einem breiten Publikum präsentieren wird, zollen insbesondere dem bevorstehenden Inkrafttreten der nächsten Stufe der europäischen Abgasemissionsrichtlinie 2004/26/EG Tribut. „Der Namenszusatz EVO verdeutlicht, dass die neuen Modelle über zahlreiche technische Verbesserungen verfügen und sich das Fahrzeugkonzept der erfolgreichen Linde Diesel- und Treibgasstaplerbaureihe 39x entscheidend weiterentwickelt hat“, erklärt Sieverdingbeck. 69 Prozent weniger Ausstoß Ausgestattet mit einer neuen Motorengeneration und einem serienmäßigen Partikelfilter, zählen die neuen Geräte laut dem Linde-Kommunikationschef zu den saubersten Dieselstaplern, die es je gab: „Sie unterschreiten die gesetzlich geforderten Schadstoffgrenzwerte um durchschnittlich 69 Prozent“, sagt Sieverdingbeck. Ein weiteres Highlight ist die in die Hubhydraulik integrierte Axialkolbenverstellpumpe. Mit ihr lässt sich die Ölzufuhr bedarfsgerecht steuern, so dass der Antriebsmotor im Bereich niedriger Drehzahlen maximale Hubgeschwindigkeiten erreicht. „Selbst bei hoher Leistung lassen sich mit dem Stapler bis zu 28 Prozent Treibstoff einsparen und die Emissionen senken“, betont Sieverdingbeck. Die Fahrzeuge arbeiten zudem extrem leise. Als Weltneuheit präsentiert Linde für die Dieselstapler eine werksseitig vordefinierte Anpassung der Kurvengeschwindigkeit. Abhängig vom Lenkeinschlag reduziert der „Curve Assist“ automatisch das Tempo des Staplers in Kurven und schützt den Fahrer so vor Unfällen. Motorschäden lassen sich mit einem zusätzlichen elektronischen Motorschutz vermeiden. Dieser überwacht die Unter- oder Überschreitung wichtiger Fahrzeugparameter und warnt bei Bedarf über eine Fehlermeldung im Display oder im weiteren Eskalationsverlauf durch eine Leistungsreduzierung. Leistungsbilanz im Fokus Kombinierbare Lösungen aus technischen Innovationen und modernen Intralogistiksystemen stellt der Hamburger Flurförderzeughersteller Still seit einigen Jahren in den Fokus. „Kraft, Präzision, Ergonomie, Kompaktheit und Sicherheit – nur das optimale Zusammenspiel dieser fünf Aspekte sichert eine maximale Umschlagleistung“, betont Christian Baerwolff, Marketingleiter von Still. Die bereits im Januar neu vorgestellten Schwerlaststapler mit der Bezeichnung RX 70-60/80 und RX 70-40/50 passen nach seiner Einschätzung genau auf dieses Anforderungsprofil. Neben dem Energieeffizienz-Modus Blue-Q und dem bewährten dieselelektrischen An- 24 LOGISTIK express Ausgabe 1/2013 www.logistik-express.com

INTRALOGISTIK trieb glänzen die neuen RX 70-Modelle mit einer Tragkraft von vier bis acht Tonnen vor allem mit ihrer innovativen Antriebssteuerung. Diese ist einfach erklärt: Der Stapler schaltet im ausbeschleunigten Zustand gewissermaßen noch einen weiteren Gang hoch, so dass sich die Motordrehzahl bei gleichbleibender Fahrgeschwindigkeit um ein Viertel reduziert. „In Kombination mit dem optional erhältlichen Tempomat reduziert sich der Kraftstoffverbrauch damit insbesondere beim Einsatz der Stapler auf der langen Strecke“ so Baerwolff. Neben einem serienmäßig integrierten Rußpartikelfilter sowie brandneuen, leistungsstarken Deutz-Motoren fallen die neuen „Schweren“ aus dem Hause Still vor allem auch durch ihr gut durchdachtes und funktionales Fahrzeugdesign auf. Bei den RX 70-60/80-Modellen stechen insbesondere die nach links versetzten Fahrerkabinen ins Auge. Sie gewähren dem Fahrer eine optimale Sicht durch das Hubgerüst, und tragen zu einer deutlich erhöhten Sicherheit beim Heben, Senken und Befördern besonders schwerer Ware bei. Die etwas leichteren RX 70-60-Modelle kommen dagegen mit einer für ihre Fahrzeugklasse sehr geringen Fahrzeugbreite von gerade einmal 1,60 Metern aus. Damit lassen sich Schwerlasttransporte effektiv auch bei geringen Lagergangbreiten von unter fünf Metern realisieren. Lithium-Ionen-Akkus auf dem Vormarsch Mit welchen technischen Feinheiten die brandaktuellen Staplermodelle von Toyota Material Handling im Frühjahr glänzen werden – darum hüllt der japanische Flurförderzeughersteller auch auf Nachfrage noch ein geheimnisvolles Mäntelchen des Schweigens. Klar ist jedoch: Das Unternehmen plant, in diesem Jahr erstmals mit serienreifen Fahrzeugen auf Lithium-Ionen-Basis auf die Messe LogiMAT nach Stuttgart zu kommen. „Lithium-Ionen-Batterien bieten viele Vorteile“, begründet Julia Isert, Marketingleiterin bei Toyota Material Handling Deutschland, den Schritt. Sie seien platzsparend einsetzbar, verfügen über einen größeren Energiespeicher als herkömmliche Blei-Säure-Batterien und zeichnen sich darüber hinaus auch durch einen hohen Wirkungsgrad, verkürzte Ladezeiten und ihre Langlebigkeit aus. Eine neue 80-Volt Elektrostapler-Baureihe mit Tragfähigkeiten von 2,0 bis 5,0 t sowie das neue Warnsystem SpotMe runden das in diesem Frühjahr weiteren Fokus. „Das Warnmodul kann bei jedem Kunden innerhalb weniger Minuten installiert werden – unabhängig vom Fahrzeug-Typ, der Stapler- Marke oder der Flottengröße“, beschreibt der Toyota MH-Fachbereichsleiter Logistiksysteme gegenüber Logistik express. Das System sei so konzipiert, dass die Warneinrichtung direkt an den Lagerwänden oder Regalen befestigt wird. Zusätzliche Installationen an den Geräten könnten dadurch künftig vermieden werden. Kompetenz im Flottenmanagement Neben einem fahrerlosen Transportsystem, das der Stapler- und Lagertechnikhersteller Jungheinrich in diesem Frühjahr unter dem vielleicht etwas sperrig klingenden Namen Auto Pallet Mover EKS APM 215a frisch auf den Markt bringen wird, setzt das Hamburger Unternehmen einen besonderen Schwerpunkt seiner Innovationskraft auf die Themen Prozessoptimierung und Flottensteuerung. Beispielhaft ist hier das seit der CeMAT 2011 um einige Features weiterentwickelte Flottenmanagementsystem ISM Online. Es versetzt Lagermanager in die Lage, Flurförderzeugflotten via Online- Zugriff unabhängig von deren Größe und Komplexität zu managen, zu analysieren und zu optimieren. ISM Online besteht aus verschiedenen, individuell kombinierbaren Modulen, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Nutzer ausgelegt sind. Das Modul Basis bietet dem Anwender einen standortübergreifenden Überblick über alle Stammdaten seiner Fahrzeuge, Verträge und Ausstattungsmerkmale. Das zusätzliche Modul „Sicherheit“ erlaubt den Nutzern unter anderem, Schäden zu dokumentieren und einzelnen Flurfördergeräten zuzuordnen. Die aktuellste Innovation ist das Modul „Betriebskosten“, das eine detaillierte Kostendarstellung gewährleistet. Der Nutzer erhält zudem Informationen über Fakturen, Betriebsstunden und Serviceberichte sowie eine differenzierte Darstellung und Analyse der Gesamtkosten pro Flurförderzeug. Interessierte Kunden dürfen weiter gespannt sein: Denn für den Jahresverlauf haben die Jungheinrich-Entwickler bereits einige weitere Modul-Implementierungen in Aussicht gestellt. (WAL) www.logistik-express.com LOGISTIK express Ausgabe 1/2013 25

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