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LE-1-2012

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

Ein Spediteur für ganz

Ein Spediteur für ganz Russland Seit Anfang Februar bündelt DHL Freight alle Stückgutsendungen aus Österreich, Slowenien, Kroatien, Ungarn und der Slowakei und bietet nunmehr eine tägliche Anbindung für Stückgutsendungen ab dem HUB Wien nach Moskau an. Text: Redaktion Warum gerade Moskau? Ganz einfach: „Russland als Markt entwickelt sich gerade sehr stark, und die Nachfrage ist enorm. In Moskau befindet sich die Zentrale von DHL Freight Russland mit einem Logistikterminal mit 60.000 m² Fläche“, kennt Andreas Edelmann, Sales & Marketing Manager AT, SI, HR bei DHL Freight, die Antwort. Wien als Hub Schon seit vielen Jahren zählt Russland zum fixen Landtransportnetzwerk der DHL Freight. DHL Freight unterhält europaweit bereits mehrere Linienverkehre aus verschiedenen Ländern Westeuropas nach Moskau und St. Petersburg. „Für unsere Osteuropäischen Nachbarländer bietet sich Wien als „Wien ist der ideal HUB für osteuropäische Nachbarländer.“ Andreas Edelmann idealer HUB an, um die Volumen zu bündeln und dadurch die Abfahrtsfrequenzen deutlich zu erhöhen! Die Einrichtung eines fixen Linienverkehrs war daher ein logischer Schritt“, erklärt Edelmann. Stückgutsendungen von 31,5 kg bis 2.500 kg Gewicht werden schnell und effizient nach Russland geleitet. Das 60.000 qm große Terminal von DHL Freight Moskau liegt im Nordosten der Weltmetropole und besteht aus einem Hochregallager, einer 7.500 m² großen Cross-Docking-Fläche und – was in Russland immer noch am wichtigsten ist – einem eigenen Zolllager. Alles aus einer Hand DHL Freight gehört zu den wenigen Logistikdienstleistern, die über eine eigene Zoll- Broker Lizenz verfügen, berichtet Edelmann stolz. Dies gewährleistet, dass alle Sendungen während des gesamten Transportweges unter voller Kontrolle von DHL sind. Dieser Prozess beschleunigt die Zollabfertigung enorm und es wird wertvolle Zeit bei der Abwicklung den umfangreichen Einfuhrprozeduren eingespart. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass DHL mit der Zollabfertigung beauftragt wird. Ohne Zoll Know-how geht in nichts Die Abwicklung sämtlicher Zollformalitäten erfolgt an einem der sechs DHL Zollterminals (Moskau, St. Petersburg, Nischni Nowgorod, Andreas Edelmann Marketing & Sales DHL Freight Austria Jekaterinburg, Novosibirsk, Wladiwostok). „Unsere rund 60 zertifizierten Deklaranten führen pro Monat mehr als 2.000 Zollabfertigungen durch“, erzählt Edelmann. So werden beispielsweise 85 Prozent aller Sendungen bereits am Ankunftstag abgefertigt. Mehr als 200 Städte Natürlich ist in Moskau nicht für alle Sendungen die Endstation. DHL Freight verfügt in Russland insgesamt über 11 Niederlassungen und bis 2015 werden jährlich drei weitere Niederlassungen hinzukommen. Insgesamt werden mehr als 200 Städte in ganz Russland zu fixen Laufzeiten mit diesem Transport Netzwerk abgedeckt. DHL Freight bietet seinen Russlandkunden ein Service aus einer Hand, in bewährter Qualität (DHL Freight Russland ist nach ISO 9001 – 2001 zertifiziert) und mit durchgehender Sendungsverfolgung an! (AT) FOTO: ISTOCKPHOTO.COM 36 LOGISTIK express Ausgabe 1/2012 www.logistik-express.com

Up, up and away TRANSPORT Das Luftschiff als innovative Logistiklösung für den Schwertransport. 200 Jahre nach dem ersten Versuch, gewinnt das Luftschiff wieder an Höhe und fliegt seinen Kurs. redaktion: Peter Baumgartner Die Idee eines Luftschiffes, eines lenkbaren Fluggerätes, ist schon fast 400 Jahre alt und entstand aus dem Versuch, ein Boot mittels Ballons in die Luft zu bewegen. 1812 scheiterte der erste Versuch ein Transportluftschiff in die Lüfte zu bekommen, was die Luftschifftechniker aber nicht daran hinderte, die Idee weiter zu verfolgen. Vor genau 160 Jahren dann der erste Durchbruch in der Luftschifffahrt. Dem Luftfahrtpionier Giffard, der vor 130 Jahren gestorben ist, gelang die erste motorisierte Luftfahrt. Vor genau 140 Jahren gelang auch in Deutschland die erste Luftschifffahrt. Dem Sohn eines Schiffskapitäns, Paul Haenlein, gelang der Bau eines Prototypen. Allerdings hatte er in Deutschland damit keinen Erfolg und zog deswegen nach Wien, wo er dann erfolgreich sein 50-Meter Luftschiff umsetzten konnte. Die größte Luftschiffhalle wurde dann aber vor genau 100 Jahren trotzdem in Deutschland bereits von der Luftschifffahrtslegende Graf Zeppelin gebaut. Zeppelin, an dessen 95. Todestag heuer gedacht wird, erlangte dann mit seiner „Hindenburg“ eine nachhaltige Erinnerung an die Luftschifffahrt, wie er sie sich allerdings natürlich nicht gewünscht hatte. Vor genau 75 Jahren fand nämlich die bis dahin so erfolgreiche Geschichte der Luftschifffahrt in Lakehurst mit 36 Todesopfern ein jähes Ende. Trotz dieses schrecklichen Unfalls, blieb die Luftschifffahrt danach weiter auf Erfolgskurs – verschwand aber fast ganz aus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Erst vor genau 10 Jahren, im Jahre 2002, rückte die Luftschifffahrt wieder in das Blickfeld der Öffentlichkeit. Anlass war aber auch kein besonders rühmliches Ergebnis der Luftschifffahrt, obwohl damals in Deutschland bereits die mit 360 Meter Länge größte Luftschiffhalle der Welt fertig gebaut war und heute noch steht. Das Luftschiffunternehmen Cargolifter musste damals Konkurs anmelden und brachte dadurch die Luftschifffahrt wieder in die negativen Schlagzeilen. Cargolifter hatte das Ziel, Schwerlasttransporte, die bislang auf die Straße oder auf den Hubschrauber angewiesen waren, um eine grundsätzlich neue Perspektive zu erweitern. Cargolifter brachte es allerdings nur bis zu einem Versuchsluftschiff. Eine erfolgreiche Umsetzung des Projekts hätte mit den geplanten 160 Peter BAUMGARTNER Freier Journalist Logistik express Tonnen Traglast durchaus eine Revolution in der Konstruktion und dem Transport großer Industrieanlagen einleiten können. Die „Hindenburg“ hatte bei ihrem Unglück nur 11 Tonnen Ladung an Bord. Die neue, aus dem Konkurs hervorgegangene Gesellschaft gleichen Namens Cargolifter, versucht einen Neustart für das ausschließliche Tragen von Lasten mit Ballons und Luftschiffen. 2011 wurde der erste Test mit einem Ballonkran erfolgreich abgeschlossen und eines ist jedenfalls sicher: Der Ballonkran ist in der Lage, Lasten wesentlich höher, weiter und leichter zu heben, als ein herkömmlicher Kran das jemals vermag. Immerhin schon ein (er)heblicher Fortschritt für das Luftschiff. Mit der Gründung des Unternehmens CargoLifter Operations S.A. am 6. Oktober 2011 in Luxemburg, soll nun 2012 die erste Fracht abheben. Ein Grund, warum CargoLifter entwickelt wurde, ist, weil Maschinen- und Anlagenbauer seit Jahren nach einer derartige Logistiklösung suchen. Große oder schwere Teile einfach aufheben und dort absetzen, wo sie gebraucht werden, dazu ist kein Flugzeug in der Lage. Hubschraubern fehlt die nötige Tragkraft und den anderen Fluggeräten fehlt die nötige Ausdauer, denn der Auftrieb muss dynamisch erzeugt werden. Hier kamen die ersten Überlegungen auf, ein Luftschiff zu verwenden. Das Luftschiff hat einen statischen Auftrieb, der durch sein Traggas (leichter als Luft) erzeugt und gehalten wird – ohne weitere Energiezufuhr! Das „heiße” Thema der Klimaerwärmung und die damit verbundene, eingeschränkte Transportmöglichkeit über die Eisstraßen in den kalten Klimaregionen, erzwingt außerdem alternative Transportlösungen. Ein britisch/kanadisches Konsortium ist daher bereits aktiv in arktischen Gebieten mit einer neuen Luftschifflösung aktiv. Auch dem Schwertransport in der Binnenschifffahrt kann die Unterstützung aus der Luft enorme Vorteile bringen. Zum Beispiel bei der direkten Umladung vom LKW auf das Schiff oder zwischen zwei Schiffen. Entscheidend wird der Vorteil der Luftunterstützung dann, wenn die „letzte Meile“ zwischen Schiff und Land mit dem Luftschiff durchgeführt werden kann. Völlig neue Produktionsperspektiven ergeben sich auch für die Schiffsbauindustrie. Luftschiffe sind geeignet, die Kran- und Transportlogistik zu revolutionieren. (PB) www.logistik-express.com LOGISTIK express Ausgabe 1/2012 37

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