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LE-1-2012

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

TRANSPORT Ökombi lockt

TRANSPORT Ökombi lockt mit Doppelrabatt auf die RoLa Die ÖBB wollen mehr LKW auf die Rollende Landstraße bringen. Mit dem zu Beginn dieses Jahres eingeführten Doppelrabattsystem soll das gelingen. Redaktion: Markus trostmann Mit dem neuen Doppelrabattsystem sollen mehr Frächter und Spediteure zu einem Umstieg vom ausschließlichen Straßentransport zur Kombination von Straße und Schiene animiert werden. Das neue Rabattsystem wurde vom RoLa-Betreiber Ökombi kreiert und besteht aus einem Mengen- und einem Steigerungsrabatt. „Damit bekommt nicht nur ein Großunternehmer für eine bestimmte Menge an RoLa-Fahrten einen Rabatt, sondern es wird besonders auch dem typischen klein- und mittelständischen Transportunternehmen ein Anreiz zur Steigerung seiner RoLa-Fahrten geboten“, betont Franz Dirnbauer, Leiter des Geschäftsbereiches Intermodal bei Rail Cargo Austria (RCA) und gleichzeitig Geschäftsführer des RoLa- Operators Ökombi gegenüber dem Logistik express. Auch wenn das sektorale Fahrverbot in Tirol vom EuGH 2011 gekippt worden ist, ist man bei Ökombi als Operator der Rollenden Landstraßen zuversichtlich, dass deswegen keine RoLa-Kunden abhandenkommen und auch 2012 Straße und Schiene miteinander sinnvoll kombinieren. Ökombi bietet aktuell sechs RoLa-Relationen mit 66 Zügen pro Tag an. Dazu kommt noch der ISU-Zug (ISU steht für Innovativer Sattelauflieger- Umschlag) drei Mal wöchentlich zwischen Wels und Arad bzw. Ploiesti in Rumänien. Auf diesem Zug werden sowohl nicht kranbare Sattelauflieger als auch Container und Wechselbrücken transportiert. Die Nachfrage ist vorhanden, doch die Umstellung bei den potenziellen Nutzern in Europa und in der Türkei kommt nicht so schnell voran, wie man sich das bei RCA vorstellt. Der Knackpunkt dabei: Um nicht kranbare Auflieger auf diesen Zug zu bringen, muss die Vor- und Nachlaufdisposition adaptiert werden und müssen die Unternehmen die entsprechenden personellen Kapazitäten schaffen. Das geht Ökombi nicht schnell genug. RCA betreibt Intermodal-Terminal in Ploiesti Dass Ökombi in diesem ISU-Zug auch Container und Wechselaufbauten bis nach Ploiesti fährt, hat seinen guten Grund. Die Ökombi- Mutter RCA profiliert sich im rumänischen Alinso-Logistikpark in Ploiesti seit kurzem als Intermodal-Terminalbetreiber und nutzt die Präsenz als Brückenkopf auf den türkischen Markt. In dieser 50 Kilometer nordwestlich von Bukarest liegenden Industriestadt errichtet der belgische Logistik-Immobilien-Entwickler Alinso gerade den Ploiesti West Park, der eigenen Angaben zufolge zu den größten in Südosteuropa zählen wird. Alinso hatte für den Betrieb des Intermodal-Umschlags einen Betreiber gesucht, eine Ausschreibung durchgeführt und in RCA einen Partner gefunden, der die Ausschreibung gewonnen hat, zeigt sich Erik Regter, Vorstandsmitglied von Rail Cargo Austria zufrieden. Betrieben wird das Terminal-Handling von Rail Cargo Romania, der rumänischen Landesgesellschaft von RCA, und der Schwerpunkt liegt in der Anfangsphase klar im intermodalen Cargo-Umschlag. Der von RCA betriebene Teil des Alinso-Logistik-Parks umfasst eine Fläche von 20.000 m2, zwei Bahngleise zu je 380 Metern Länge und sei jederzeit modular erweiterbar. Der Betreibervertrag wurde auf unbefristete Zeit abgeschlossen. Auf dem West Park mit einer Größe von 250 Hektar entstand im Jahr 2010 das erste Logistik-Gebäude für Unilever. Im Sommer vergangenen Jahres wurde der Logistik-Bereich um 20.000 m2 erweitert und wurden weitere Hallen hochgezogen. Insgesamt ist der West Park ein multifunktionaler Terminal mit Fokus auf Handel, Gewerbe, Büro, Technologie und Logistik. Das Volumen nach Ploiesti bringt RCA mit den erwähnten, drei Mal wöchentlich verkehrenden ISU-Zügen ab Wels, wo auch Sendungen aus Westeuropa eingeschleust werden. 32 LOGISTIK express Ausgabe 1/2012 www.logistik-express.com

TRANSPORT Beim ISU-Umschlag werden Trailer mit einer speziellen Umschlagstechnik auf die Tragwagen gehievt und mit wenigen Handgriffen kombifähig gemacht, erklärt Dirnbauer das Konzept. Der Zug legt auch in Arad im nordwestlichen Teil Rumäniens einen Stopp für die Be- und Entladung von Sendungspartien ein. Ploiesti und der ISU-Zug passen, so Regter, gut in das Expansionskonzept von RCA Franz DIRNBAUER Leiter Intermodal Rail Cargo Austria (RCA) in Richtung Türkei. In Anatolien sieht man große Entwicklungschancen. Doch auch Reeder zeigen bereits Interesse, ihre maritimen Boxen vom Hafen Konstanza nach Ploeisti zu transitieren und auf den ISU-Zug zu setzen. Hier wiederum gibt es schnellen Anschluss zum Direktzug nach Rotterdam. Die Laufzeit auf dieser Strecke liegt bei Tag A auf B; von Wels nach Ploiesti dauert die Reise 22 Stunden. Für RCA ist Ploiesti der nunmehr neunte im Ausland betriebene Terminal. Schon präsent ist RCA in Budapest (BILK Kombiterminal), Prerov (UKV-Terminal), Bratislava (UKV-Terminal), Kosice (UKV-Terminal), Brünn (UKV-Terminal, Zizkov (UKV-Terminal), Zilina (UKV-Terminal) und Railport Arad (UKV-Terminal). RCA Intermodal zählt nach eigenen Angaben zu den Top-3-Kombi-Akteuren in Europa, „was viel zu wenig bekannt ist“, bedauert Dirnbauer. Auf das Jahr 2011 blickt der Manager zufrieden zurück: 350 Mio. Euro Umsatz hat Rail Cargo Autria mit dem gesamten Intermodal-Geschäft erwirtschaftet. In etwa gleich viel wie 2010. Unterm Strich sei das Ergebnis allerdings deutlich besser ausgefallen aus als im Jahr zuvor. Dirnbauer: „Wir haben das Ergebnis um zehn Mio. Euro verbessert.“ Das Plus verdankt man zu einem Drittel den massiven Preiserhöhungen im Vorjahr und zu zwei Dritteln massiven Kosteneinsparungen als Folge des drastischen Sanierungsprogramms, das seit Anfang 2011 läuft und erste Erfolge erkennen lässt. Beim Volumen gab es im unbegleiteten Verkehr einen leichten Rückgang von rund sechs Prozent auf rund 325.000 LKW. Der Rückgang im RoLa-Geschäft erklärt sich mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der Einstellung der RoLa Villach-Salzburg und einigen betriebsbedingten Streckensperren. Der Marktanteil von RCA am gesamteuropäischen Kombi-Verkehr liegt derzeit bei rund 16 Prozent. (MT) „Wir zählen zu den Top-3-Kombi-Akteuren in Europa.“ F r a n z D i r n b a u e r Die neuen Linde Elektrostapler im Traglastbereich von 3,5 bis 5 Tonnen sind auf dem Markt • Hohe Performance durch innovative Technik • Sicherheit und Unterstützung für den Fahrer • Sparsamer Ressourcenverbrauch • Große Auswahl unter zahlreichen Varianten www.topforyourjob.at Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gerne! Linde Fördertechnik GmbH, Zentrale Linz, Franzosenhausweg 35, 4030 Linz, Tel. 0732/3895-0, info@linde-mh.at, www.linde-mh.at www.logistik-express.com LOGISTIK express Ausgabe 1/2012 33

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