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LE-1-2012

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

INTRALOGISTIK IT auf

INTRALOGISTIK IT auf Rezept Mit 1,5 Millionen Kunden und einem täglichen Ausliefervolumen von 12.000 Artikeln ist Sanicare der Branchenprimus unter den Versandapotheken in Deutschland. Eine leistungsfähige SAP-Landschaft, optimierte Logistikprozesse und die langjährige Zusammenarbeit mit dem Outsourcing-Dienstleister arvato waren in den vergangenen Jahren die Erfolgsgaranten. Redaktion: KARIN WALTER Auch sspät am Abend laufen die Telefonleitungen im Call-Center der Versandapotheke Sanicare noch auf Hochtouren. Rund um die Uhr nehmen die Mitarbeiter – allesamt ausgebildete Pharmazeuten und PTAs – in den Räumlichkeiten am Unternehmenssitz in Bad Laer die Bestellungen der Kunden entgegen. Wer keine persönliche Beratung durch das pharmazeutische Fachpersonal benötigt, dem bietet der Online-Shop eine riesige Auswahl. Rund 70.000 Artikel sind in dem etwa 15.000 Quadratmeter umfassenden Logistikzentrum vorrätig. Ob Aspirin-Tabletten oder medizinische Hilfsmittel wie Rollatoren: DHL als Logistikpartner liefert täglich rund 12.000 Artikel im gesamten deutschen Bundesgebiet im Namen der Online-Apotheke aus. Mit ihrem Stamm von mittlerweile über 1,5 Millionen Kunden gilt Sanicare somit als Marktführerin unter den Versandapotheken in Deutschland. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: Als der Versand rezeptpflichtiger Medikamente in Deutschland Anfang 2004 per EU-Beschluss zugelassen wurde, zählte der Sanicare-Gründer Johannes Mönter nicht nur zu den ersten Apothekern, der das Wachstumspotenzial durch den Multi-Channel-Vertrieb erkannte. Er gehörte zu diesem Zeitpunkt auch zu den wenigen Pharmazeuten, die neben dem herkömmlichen Ladengeschäft bereits auf einen relativ breit angelegten Erfahrungsschatz im Versandgeschäft mit Diabetesartikeln sowie in der Versorgung von Kliniken zurückblicken konnte. Neue SAP-Lösung Mit der Neuausrichtung des Versandgeschäftes und dem stärkerem Fokus auf die Verbraucher als Endkunden begann für Sanicare jedoch die größte Herausforderung in der noch relativ jungen Unternehmensgeschichte. „Wir waren durch diesen Schritt gefordert, unsere gesamte IT-Struktur zu verändern“, schildert Heinrich Meyer, Leiter der Versandapotheke, die Anfänge. „Das von uns eingesetzte Warenwirtschaftssystem PRO- KAS im Frontendbereich und unsere ERP- Backendlösung auf Basis von SAP R/3 hielten der Entwicklung unseres Online-Bestellsystems nicht mehr Stand. Wir waren daher auf der Suche nach einem langfristig angelegten Business-Service-Modell, das dem Tempo unserer Geschäftsentwicklung gewachsen ist, das uns auf der anderen Seite aber auch von permanenten Neuinvestitionen in die Hardware entbindet.“ Hartmut Fries Geschäftsführung arvato systems Technologies GmbH Dank der langjährigen Versandhandels- Expertise der Gütersloher arvato Systems- Gruppe wurde mit der auf Outsourcing- Dienstleistungen und SAP-Systemintegration spezialisierten Tochter der arvato AG schnell ein passender Partner gefunden. „Die Potenziale des Unternehmens im B2B- und B2C- Geschäft haben uns beeindruckt. Deshalb haben wir nicht lange gezögert, als IT-Partner in das Geschäft zu investieren“, sagt Hartmut Fries, Vice President der arvato systems Technologies GmbH. Die Hauptaufgabe des achtköpfigen arvato Systems-Teams vor Ort konzentrierte sich zunächst darauf, die unternehmensinternen Prozesse von der Beschaffung über den Vertrieb und die Logistik bis hin zur Buchhaltung zu erfassen und in ein passendes Grundgerüst an entsprechenden IT-Funktionalitäten zu formen. In einem nächsten Schritt ging es darum, ein einheitliches IT-Umfeld für die Versandapotheke, die Krankenhausbelieferung sowie den Home-Care-Versand aufzubauen. Mit dem Umbau der kompletten IT-Infrastruktur, dem Wechsel auf ein neues SAP R/3-Release und der Installation einiger zusätzlicher Applikationen aus dem arvato BEST4MAIL Order-Portfolio gelang es schließlich, der Sanicare-Unternehmensgruppe ein langfristig angelegtes Rundum-Sorglospaket zu schnüren. „Wir haben die Prozesse nach innen hin angeglichen und eine einheitliche IT-Struktur geschaffen. Wir haben die Auftragsannahme durch unser selbst entwickeltes, SAP-gestütztes System zur Dokumentation und Auswertung von Kundenkontakten verbessert. Und im B2B-Bereich haben wir eine optimale Anbindung des Web-Frontends an neue die SAP-Umgebung realisiert“, resümiert der arvato Systems-Projektleiter. Nach erfolgreichem Projektverlauf hat sich die Sanicare-Unternehmensgruppe bereits dazu entschlossen, arvato Systems als Outsourcing-Partner künftig noch stärker in die internen Betriebsabläufe einzubinden: „Im Logistikumfeld haben wir bereits notwendige Schritte eingeleitet, um die Prozesse in der Kommissionierung, der Endkontrolle sowie im Warenausgang neu zu strukturieren und zeitlich zu optimieren“, erklärt Fries. Gemeinsames Ziel der nächsten zwei bis drei Jahre sei es, das Output-Volumen abermals zu verdoppeln. „Der Markt“, ist sich der arvato Systems- Manager sicher, „gibt das her.“ (WAL) „Unser gemeinsames Ziel ist, das Output-Volumen abermals zu verdoppeln.“ arvat0 systems Hartmut Fries Mit seinen Standorten in Wien und Salzburg ist der Outsourcing-Spezialist arvato systems seit acht Jahren auch für österreichische Unternehmen aktiv. Geplant und umgesetzt wurden u.a. bereits Konzepte in Verbindung mit • Skidata (Aufbau eines technischen Zugangssystems für Skigebiete) • Bellaflora (Integration eines Systems zur Nachschubversorgung) • Kuhn Gruppe (Aufbau eines Microsoftbasierten Auftragsmanagement- und Abrechnungssystems) • Magna Steyr (Aufbau eines SAP-basierten Produktions- und Fertigungsplanungssystems) FOTO: ISTOCKPHOTO.COM 26 LOGISTIK express Ausgabe 1/2012 www.logistik-express.com

INTRALOGISTIK Vom Traum zur Wirklichkeit Alle wichtigen Lagerprozesse mit nur einem System abzudecken ist nun möglich: mit dem OSR ShuttleTM als Gesamtlösung von KNAPP, realisiert beim Gesundheitsdienstleister ProServ im deutschen Pulheim Brauweiler. Redaktion: Angelika thaler Als erfolgreicher Vollversorger im Gesundheitsbereich weiß die zur Unternehmensgruppe der „Stiftung der Cellitinnen“ gehörende ProServ Management GmbH genau, worauf es in der Logistik für Krankenhäuser, Arztpraxen und andere Gesundheitseinrichtungen ankommt. „Die positive Geschäftsentwicklung führte dazu, dass unser altes Logistiksystem seine Grenzen erreichte und wir uns nach einem neuen umsahen. Aus der Ausschreibung ging dann im Juli 2011 KNAPP als Sieger hervor“, sagt Hans J. Peglow, Initiator und Geschäftsführer der ProServ. „Diese Shuttle-Lösung hat uns einfach überzeugt.“ Hans J. Peglow Die Anlage im Detail Das Rückgrat des Logistiksystems besteht im 3.000 m2 großen Lager aus zwei Komponenten: dem leistungsstarken KiSoft WMS für die Lagersteuerung und einem zweigassigen Ware-zur-Person OSR ShuttleTM. Dank Softwarepaket KiSoft erfolgt die gesamte Abwicklung der logistischen Prozesse beleglos, zudem wird der Nachschub für die manuelle Kommissionierzone und den Pick-to-Belt- Bereich getriggert. Im Shuttle-System werden sowohl Lagerordnungskästen, als auch Behälter und Originalkartons verschiedener Größen gelagert, kommissioniert, gepuffert und sortiert. Ebenso übernimmt das OSR ShuttleTM den Nachschub für den manuellen Kommissionierbereich: es befüllt alle 360 Durchlaufkanäle vollautomatisch, die Kommissionierung erfolgt mit Hilfe von RF- Terminals. Original-Kartons kommissioniert ProServ direkt aus dem Übervorrat. Querverfahrungswagen sorgen für die Nachfüllung der doppeltiefen Paletten-Kanäle. Nach erfolgreicher Auftragszusammenstellung im Pick-to-Belt Verfahren kommen die Kartons zu einer automatischen Tray-Beladestation, im Anschluss folgt die Zwischenpufferung im OSR ShuttleTM, das nach erfolgter Anbrin- gung der Versand-Labels auch die Sortierung nach Postleitzahlen sowie die Sequenzierung auf Versand-Dollies erledigt. „Diese Shuttle- Lösung, bei der ein einziges System die Lagerung, Kommissionierung, Nachfüllung und Versandsortierung übernimmt, hat uns überzeugt“, erklärt Peglow. Ausbaufähig Die Inbetriebnahme ist bereits für Mitte 2012 geplant, und schon wird laut über eine Erweiterung nachgedacht: „Wir erwägen eine Erweiterung der WMS-Lösung durch das KiSoft Track&Trace Modul, welches uns eine 100%ige Auslieferkontrolle und eine system- geführte Leergut-Rücknahme ermöglichen würde“, verrät Peglow. Dass ProServ auch in Zukunft auf KNAPP vertrauen wird, ist anzunehmen: „Für KNAPP spricht, dass die KNAPP-Gruppe nicht nur eine hohe eigene Fertigungstiefe darstellen kann, sondern auch über große Erfahrung im logistisch verwandten Bereich des pharmazeutischen Großhandels einnimmt.“ Doch bereits ohne die Erweiterung ist durch die Realisierung dieser Logistiklösung, bei der alle Lagerbereiche nahtlos ineinandergreifen und so der Materialfluss optimiert ist, das „Low Complexity Warehouse“ Wirklichkeit geworden. (AT) www.logistik-express.com LOGISTIK express Ausgabe 1/2012 27

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