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LE-1-2011

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

AKTUELL Wie viel Kunst

AKTUELL Wie viel Kunst verträgt ein Unternehmen? Unlängst bekam ich einen Veranstaltungshinweis für einen Workshop, wo neue Geschäftsmodelle spielerisch mit Hilfe von Bauklötzen entwickelt werden. Auch andere Managementseminare beschäftigen sich mit künstlerischer Betätigung, wie etwa Zeichnen. Weg von der klassischen Theoriedoktrin, hin zu kreativen Ansätzen scheint die Devise. Doch passt das wirklich in jedem Bereich? Lassen sich jahr(zehnt)elang erprobte Methoden so einfach durch künstlerisches Gestalten ersetzen? Und wie passt das überhaupt zur Logistik? Redaktion: Angelika Thaler Gleich vorweg: es mag nicht jedermanns Thema sein, aber auf manch verschlungenem Pfade sind Kunst und Wirtschaft oder Kunst und Unternehmensführung durchaus miteinander verbunden. Kreativität lautet das Zauberwort, das all diese Bereiche verbindet. Denn ohne Kreativität entstehen Kunstwerke ebenso wenig wie Innovationen, neue Produkte oder frische Strategien. Haben Sie schon einmal vom ART-Prinzip gehört? Es steht für Aktion, Reflexion und Transformation. Eigentlich nichts anderes als ein Unternehmensaudit... man tut etwas, wirft einen kritischen Blick darauf und gegebenenfalls ändert man dann Details oder wirft gleich das Ganze über den Haufen. Ein Prinzip, das sich übrigens auch der Logistik express zu eigen gemacht hat, denn für unsere Leser sind wir stets bemüht, uns neu zu erfinden, besser zu werden und uns mit unseren Produkten von anderen abzuheben. Freies Denken In vielen Unternehmen ging aufgrund starrer Hierarchien die Kreativität schon lange verloren. Viel zu langsam spricht es sich in allen Führungsetagen herum, dass jene Mitarbeiter, die in ihren Ideen und Visionen gefördert werden, das meiste Potenzial für Weiterentwicklungen oder auch die überall beliebten Kosteneinsparungen mitbringen. „Kunst braucht Freiheit. Sie muss risikobereit sein, sich dem Gefälligen verweigern. Sie muss sperrig sein können. Sie muss scheitern können. Nur auf dem Boden der Freiheit kann sie ihre Potentiale entfalten und diejenigen Wirkungen erzeugen, von denen auch die Wirtschaft profitiert“, sagte einst der deutsche Bankmanager Dr. Walther Zügel. Und genau darum geht es! Wer beim kleinsten Fehler oder einer abgelehnten Idee um seinen Job zittern muss, wird sich hüten, kreativ und innovativ zu agieren. Doch selbst der beste Unternehmenspatron hat immer nur seine eigene Meinung und Perspektive – dabei ist es so wertvoll, über den Tellerrand zu blicken und Strategien, Konzepte oder Produkte auf neue Weise zu betrachten! Stichwort Transformation Etwas zu wissen, ist gut. Doch viel besser ist es, wenn man das Wissen auch in konkrete Taten umwandeln kann. Und wenn mehrere Menschen zusammenkommen, die über unterschiedliche Erfahrungen und Ansichten verfügen, und all ihr Wissen in einen Topf werfen, um von einander zu lernen, dann kann etwas Großes dabei herauskommen. Nun fehlt nur noch, es in konkrete Maßnahmen im Unternehmen zu transformieren. Im Prinzip ist ein Unternehmen wie ein Gemälde auf einer Zaubertafel: man kann stets etwas verbessern, es ist nicht fix und wenn man nicht aufpasst, wird es zerstört – durch äußere Einflüsse oder den Künstler/Unternehmer selbst. Es gibt eigene Seminare und Kurse, wo Menschen durch die Auseinandersetzung mit bestehender Kunst und durch eigenes, kreatives Gestalten (zB Malen) einen neuen Zugang zu sich selbst, verborgenen Talenten und neuen Perspektiven erhalten. Durch Bestätigung und so gewonnenes Selbstvertrauen entwickelt sich der Mut, neue Schritte zu wagen. In welche Richtung die Schritte führen? Das muss jeder selbst ausprobieren. Vorbild dm drogeriemarkt Es gibt wohl niemanden, der noch nie in einer dm-Filiale war. Allerdings wissen eher Wenige, dass der Firmengründer Götz Wolfgang Werner als bekennender Anthroposoph auf die Unterstützung von Künstlern sowohl in der Lehrlingsausbildung als auch bei Workshops mit langjährigen Mitarbeitern setzt. Unter dem Titel „Abenteuer Kultur“ nehmen alle Lehrlinge während ihrer Ausbildungszeit zwei Mal an jeweils 8-tägigen Theater- und Kunstprojekten teil, und das bereits seit über 10 Jahren. Dabei setzen sie sich mit Situationen und Figuren epischer oder dramatischer Literatur auseinander. Das Ziel? Die eigene Persönlichkeit zu entfalten! Denn in der oft hektischen Arbeitswelt steht man immer wieder vor unvorhersehbaren Situationen oder Prozessen, die es zu bewältigen gilt. Durch die künstlerische Betätigung lernen die Mitarbeiter, sich auf Neues einzulassen, Nerven zu bewahren und sachgemäß zu reagieren. Auch nach abgeschlossener Lehre bietet dm kreative „Fähigkeitswerkstätten“ an, um die Persönlichkeitsentwicklung weiter zu fördern. Frei nach dem Motto: ein ausgeglichener, gut vorbereiteter Mitarbeiter kann sich auf die Kunden einlassen und somit zu deren Zufriedenheit beitragen. Kunst und Logistik? So wichtig Kreativität und Innovationen auch sein mögen, und so wertvoll die Kunst hinsichtlich Mitarbeiterführung erscheint, irgendwo gibt es eine Grenze: nämlich dann, wenn es beispielsweise um die konkrete Ausführung von Logistikdienstleistungen geht. Eine künstlerisch wertvolle Routengestaltung mag zwar auf dem Papier originell wirken, bei der Endabrechnung, dem Spritverbrauch und vor allem dem Zeitplan hingegen ist die optimale (kürzeste) Verbindung das Maß aller Dinge. Obwohl... Güter binnen kürzester Zeit sicher, unversehrt und zu niedrigen Kosten von einem Ort zum anderen zu transportieren, ist in gewisser Weise auch eine Kunst – und da schließt sich der Kreis. (AT) ANGELIKA THALER Logistik express Redaktion 4 LOGISTIK express 1|2011 www.logistik-express.com

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