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LE-1-2011

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

IM FOKUS Bei Kerbl ist

IM FOKUS Bei Kerbl ist Flexibilität vorprogrammiert Seit zwei Jahren hat der Bayerische Agrargroßhändler Albert Kerbl ein Logistikkonzept im Einsatz, mit dem sich sowohl Auftrags-, als auch Volumen- und Gewichtsschwankungen mühelos bewältigen lassen. Redaktion: KARIN WALTER Wenn das saisonale Geschäft mit Artikeln rund um die Themen Tierzucht, Weide, Agrarbedarf, Reitzubehör und Heimtierbedarf in den kommenden Wochen wieder auf Hochtouren kommt, ist die Logistik des Agrargroßhändlers Albert Kerbl GmbH gut dafür gerüstet. Denn das neue Zentrallager des Unternehmens im Bayerischen Ampfing bietet nicht nur reichlich mehr Platz als der bisherige Lagerstandort am Firmensitz in Buchbach - auch die Logistikprozesse, die ehemals noch durch das Modul Basis Lager von Microsoft Dynamics NAV gesteuert wurden, erfuhren durch die Installation des hochmodernen Lagerverwaltungssystems KiSoft WMS von KNAPP noch einmal eine deutliche Auffrischung. Dass das Geschäft mit dem breiten Kerbl- Produktspektrum von Geburtsschlingen über Produkte für den Heimtier- und Pferdebedarf bis hin zu Elektrozäunen von Auftragsspitzen von März bis Juni geprägt ist, war nur eine der großen Herausforderungen des vor zwei Jahren umgesetzten Lagerneubauprojektes. Als weitere Herausforderung kam hinzu, dass eine optimale Logistiklösung für die besonders heterogene Artikelstruktur hinsichtlich Gewicht und Volumen gefunden werden musste, sowie ein flexibles Logistikkonzept, mit dem es möglich ist, Bestellungen von einer bis zu 500 Auftragszeilen abzuarbeiten. Das Lagerverwaltungssystem KiSoft WMS in Kombination mit den Kommissioniersystemen KiSoft EPL (Elektronische Pickliste) und KiSoft Voice bietet eine Lösung, die den Anforderungen des Agrargroßhändlers Kerbl in jeglicher Hinsicht gerecht wird: KiSoft ermöglicht die zentrale Steuerung aller Lagerprozesse in den Lagern Ampfing und Buchbach sowie an den zirka 20 weiteren Außenstandorten des Unternehmens. Darüber hinaus ermöglicht es die beleglose Abwicklung der gesamten Lagerprozesse, einer optimierten Abarbeitung der unterschiedlichsten Auftragstypen sowie eine erhebliche Effizienzsteigerung in der Kommissionierung. „Mithilfe des neuen Systems konnten wir unseren Durchsatz erheblich steigern und liefern heute täglich zirka 1.000 Pakete und etwa 500 Paletten aus“, schwärmt Firmeninhaber Albert Kerbl. „Das hätten wir mit unserem alten System nicht geschafft.“ Im Vergleich mit dem bisher eingesetzten Lagerverwaltungssystem bietet das KiSoft WMS den Mitarbeitern in der Kerbl-Logistik den Vorteil, dass die Reihenfolge der aufgelisteten Kommissionierpositionen alternativ zum vorgegebenen Ablauf frei wählbar ist. Zudem lassen sich mit dem System eine optimierte Mehrkundenkommissionierung realisieren sowie eine systemgeführte Verpackung. Auch der Umstand, dass die Zuordnung der Kommissioniersysteme zu den jeweiligen Kommissionierbereichen nicht statisch verläuft, sondern an die jeweilige Situation jederzeit flexibel angepasst werden kann, bietet der Kerbl-Lagerlogistik große Vorteile. In Spitzenzeiten ist es somit möglich, in allen Bereichen auch auf die Methode des RF Pickings zurückzugreifen. Bei der Anzeige der Kommissionierpositionen hat KNAPP darauf geachtet, dass es dem Lagermitarbeiter möglich ist, diese auch von ALBERT KERBL Geschäftsführer Albert Kerbl GmbH weiterer Entfernung zu erkennen. Befindet sich unter den Kommissionierpositionen zum Beispiel eine Mistgabel, kann der Kommissionierer rechtzeitig den benötigten Platz auf dem Ladungsträger berücksichtigen, um dann zum geeigneten Zeitpunkt diesen sperrigen Artikel auf die Palette zu packen. „In unserem neuen Gebäude in Ampfing ist es uns nun möglich, die Arbeitsabläufe optimal auf unsere logistischen Anforderungen anzupassen“, fasst Kerbl zusammen. „Im Fokus steht die schnelle und sichere sowie korrekte Kommissionierung. Weiters konnten wir aber auch besonders unsere Ausliefergenauigkeit erhöhen und so unsere Retouren minimieren.“ Mit KNAPP habe das Unternehmen einen starken Logistikpartner an der Seite, mit dem man auch für die Zukunft gut gerüstet sei. (WAL) FOTO: KNAPP 26 LOGISTIK express 1|2011 www.logistik-express.com

IM FOKUS Freiraum für Innovationen Planen kann man nur vorwärts, das Ergebnis verstehen nur rückwärts, hat der dänische Philosoph Soren Kierkegaard einmal sinngemäß gesagt. Dieses Motto gilt auch beim deutschen Fachplaner für Logistiksysteme Luy & Partner in Wiesbaden. Redaktion: Markus Trostmann Geschäftsführer Hans-Jürgen Luy und seine Crew sind darauf spezialisiert, Unternehmen beim Auf- und Ausbau ihrer Logistiksysteme behilflich zu sein. Logistik-Systeme lassen sich auf vielfältige Weise auf den Prüfstand stellen und optimieren. Luy nennt als Beispiel dafür die konsequente Analyse aller Prozesskosten innerhalb der Supply Chain, wobei naturgemäß nur bestimmte Stufen von den einzelnen Teilnehmern tatsächlich im gewünschten Maße beeinflussbar sind. Bestehende bzw. geplante Materialfluss-, Lager- und Kommissioniersysteme lassen sich im Rahmen von alternativen Zukunftsszenarien optimieren. „Die daraus ableitbaren Anforderungen an die Intralogistik sind der eigentliche Schwerpunkt unserer Beratungs- und Planungsdienstleistungen“, betont Luy gegenüber Logistik express. Hans-Jürgen Luy Geschäftsführer Luy & Partner Auf Basis von Planungsgrundlagen, Systemauswahl und Wirtschaftlichkeitsnachweisen folgt ein Konzeptvorschlag mit anschließender Detailplanung, Ausschreibung und Vergabebegleitung. Die nachfolgende Realisierung und Inbetriebnahme umfasst sowohl Teilsysteme, Gesamtanlagen und Abnahmen. Aktuell werden von Luy & Partner ein neues TK- Logistikzentrum für die Back Shop Tiefkühl und eine Erweiterung des Logistikzentrums für die Carl Roth (Chemikalien, Laborbedarf) ausgeschrieben. Für den deutschen Tiernahrungshersteller Josera entsteht gerade das von Luy & Partner geplante erste Hochregallager (Höhe 30 m) in Silobauweise aus Brettschichtholz (BSH = Hess Timer , Logistik-GU: LTW Intralogistics, Wolfurt). Auch bei dem Hygienepapierhersteller Fripa befindet sich das von Luy & Partner geplante Hochregallager 2 (H = 38 m) für 22.000 Paletten in der Realisierungsphase (GU: Hörmann Logistik GmbH, München). Der erfreuliche Trend, Luy & Partner für Konzeptchecks zu Planungen von Wettbewerbern/Systemanbietern zu beauftragen, hat sich laut Luy in den letzten drei Jahren verstärkt. Als Ergebnis wurden Teil- oder Gesamtanlagen im Sinne der Kundenanforderung modifiziert. Wie aus den Referenzen hervorgeht, ist Luy & Partner branchenübergreifend für Produktions- und Handelsunternehmen tätig. (MT) Moderne Logistikhalle in Wörgl Paukenschlag für die Umwelt: In Wörgl errichtet der bewusst nachhaltig agierende Speditionskonzern Gebrüder Weiss die nach eigenen Angaben erste klimaneutrale Logistikhalle Österreichs. Redaktion: Angelika Thaler Dass Nachhaltigkeit für sie nicht nur aus Alibihandlungen besteht, haben die Eigentümer von Gebrüder Weiss schon des Öfteren bewiesen. Mit dem neuen, rund zwei Millionen Euro teuren Bauprojekt in Wörgl werden sie abermals ihrer Vorreiterrolle gerecht. „Dieser Bau ist ein weiterer Baustein in unserer Nachhaltigkeitsstrategie, die wir als Dreiklang aus Ökonomie, Ökologie und sozialer Verantwortung definiert haben“, ist Vorstandsmitglied Wolfram Senger-Weiss zu Recht stolz. Die neue Logistikhalle bietet auf 1.300 m2 Platz für Umschlags- und Kommissioniertätigkeiten, hinzu kommt ein Kühllager mit 150 Palettenplätzen. Klimapartner Zur Unterstützung bei der Planung und Umsetzung des ambitionierten Projektes holte der Logistikspezialist die ClimatePartner Austria GmbH an Bord, eine international agierende Strategieberatung im freiwilligen Klimaschutz. Da Vermeiden immer besser ist als reduzieren und kompensieren, wurde die Halle zur Gänze in der CO2-vermeidenden Holzständerbauweise ohne Metallpaneele errichtet. Der Einbau einer energiesparenden Wärmepumpe zur Temperierung bringt etwa 59 Tonnen Treibhausgasreduktion mit sich. Extrazuckerl: die komplette Anlage bezieht Strom aus regenerativer Erzeugung, wodurch die jährlichen CO2 Einsparungen sogar auf etwa 90 Tonnen ansteigen. Die trotzdem unvermeidbaren, beim Bau entstandenen Treibhausgase wurden durch die Unterstützung des Baus eines Windparks in Indien (zertifiziertes Klimaschutzprojekt) ausgeglichen. ClimatePartner-Geschäftsführer DI Dr. Klaus Reisinger ist von der Kooperation begeistert: „Wir konnten ein auf den aktuellen Geschäftsbedarf abgestimmtes, individuelles Klimaschutz-Konzept erstellen, das von Gebrüder Weiss eins zu eins umgesetzt wurde.“ Vorgehensweise Bereits im Vorfeld analysierte ClimatePartner sämtliche durch Bau und Betrieb zu erwartende CO2-Emissionen, um Minderungspotenziale zu ermitteln. Anschließend folgten die konsequente Umsetzung der Emissionsreduktionsmaßnahmen bzw. die Neutralisierung der Treibhausgase durch das Klimaschutzprojekt – und das alles professionell und transparent. Als Tüpfelchen auf dem „i“ erfolgte nach gelungenem Projektabschluss die Übergabe einer offiziellen Urkunde, die auch Außenstehenden bestätigt, was im Unternehmen schon jeder weiß: Taten sagen mehr als Worte. (AT) www.logistik-express.com LOGISTIK express 1|2011 27

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