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LE-1-2011

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

NETZWERKE | MANAGEMENT

NETZWERKE | MANAGEMENT Richtig vernetzt? Ob als landesweite Plattformen, als regionale Netzwerke, oder als Arbeitskreise innerhalb von branchenfremden Unternehmensverbänden: Karin Walter Logistiknetzwerke bieten die Möglichkeit des Wissenstransfers und vermitteln ihren Mitgliedern besonders in Krisenzeiten ein Gefühl des Zusammenhalts und der Stärke. In Deutschland erfreuen sich Logistiknetzwerke daher einer ungebrochen starken Beliebtheit. Das verdeutlichen die Zahlen: Das Netzwerk der Bundesvereinigung Logistik beispielsweise, das den Logistikakteuren aus den Bereichen Industrie, Handel, Dienstleistung und Wissenschaft eine neutrale Austauschplattform bietet, ist in den vergangenen drei Jahren um etwa 1.500 auf insgesamt rund 10.000 Mitglieder gewachsen. Ähnlich stark hat sich die Logistik- Initiative Hamburg, Deutschlands größtes Standort-Netzwerk der Branche, entwickelt. Sie wurde 2005 als Public-Private- Partnership aus der Taufe gehoben und führt in ihrer Mitgliederliste heute schon mehr als 450 Unternehmen und Institutionen, die allesamt für ein gemeinsames Ziel einstehen: die Standortbedingungen für Logistikaktivitäten in der Region zu stärken und das Wachstums- und Beschäftigungspotenzial der Branche zu beflügeln. So ähnlich die Ziele der Logistiknetzwerke in Deutschland auch klingen mögen: Sie haben jedoch alle ihre Daseinsberechtigung – sei es, um den unternehmensübergreifenden Austausch zu fördern, direkte Unterstützung bei der Optimierung von Geschäftsprozessen zu leisten (wie es sich etwa die Standardisierungsorganisation GS1 Germany auf die Fahnen geschrieben hat), oder um wie der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) als Sprachrohr der Branche zu agieren. Trotz positiver Bemühungen: Der Gedanke, Plattformen zu einer starken Einheit zu vernetzen, hat den Durchbruch in Deutschland aber noch nicht geschafft. Themen, Branchen und Regionen enger miteinander zu verbinden, das ist wird die Herausforderung der Zukunft sein. (WAL) Netzwerker unter einem Dach Im Verbund wollen Unternehmen, Wissenschaftler und Institutionen künftig nachhaltige und umweltverträgliche Logistik- und Mobilitätskonzepte entwickeln. Redaktion: KARIN WALTER Wenn man genauer hinschaut, sind Logistik und Mobilität zwei sehr eng miteinander verwobene Themenbereiche, die aber bis heute nicht gemeinsam erforscht und geplant werden. Um dies zu ändern, wird am Frankfurter Flughafen – einem der wichtigsten Verkehrsdrehkreuze Europas – ein ganz besonderer Ort der Begegnung entstehen: Das House of Logistics & Mobility (HOLM). Es wird Akteuren aus Unternehmen, öffentlichen Institutionen und Branchen ab Mitte 2013 die Möglichkeit bieten, Lösungen für branchenübergreifende Zukunftsfragen auf den Weg zu bringen. Teure Sicherheit Das diesjährige Luftfrachtseminar des Swiss Shippers Council befasste sich mit den Risiken im Luftverkehr und den preistreibenden Auswirkungen auf die Luftfrachtbranche. Redaktion: URSULA SCHMELING Die Konzentration von Wissenschaftlern und Institutionen, die im HOLM zusammenarbeiten werden, soll eine internationale Strahlkraft erzeugen: als Zentrum der Aus- und Weiterbildung für Fach- und Führungskräfte, als Inkubator innovativer Konzepte und Geschäftsideen und als Anziehungspunkt für Unternehmen und kreative Nachwuchstalente. Integration, Nachhaltigkeit und Sicherheit werden die Schwerpunkthemen des HOLM sein. Die in den Forschungsprojekten beteiligten Unternehmen werden unter anderem aus den Bereichen Automotive, Aviation, Handel, Transport, Verkehr und IT kommen. Einen ersten Vorgeschmack für das, was die zirka 20.000 Quadratmeter umfassende Begegnungsstätte einmal bieten wird, gibt es im HOLM-Forum, das am Tag der Logistik am 14. April 2011 feierlich eröffnet wird. Es ist am Übergang vom Frankfurter Flughafen zum Fernbahnhof zu finden, und gibt Interessierten, Fachbesuchern und Reisenden gleichermaßen die Möglichkeit, sich über Wissenswertes aus den Bereichen Logistik und Mobilität zu informieren. (WAL) Fünfzig Prozent aller Fracht fliegt als Beiladung in Passagierflugzeugen. Angesichts steigender Kerosinpreise wären 90 Prozent der Mittel- und Langstreckenflüge nicht kostendeckend ohne diese Frachtzuladung, so Oliver Evans, COO der Swiss WorldCargo. Während Passagiere akribisch kontrolliert werden, gilt bei der Fracht das Vertrauensprinzip „Bekannter Versender“ oder Screening nach Zufallsprinzip bzw. Risikoanalyse. Peter Widmer, Präsident des Verbands Swiss Export und Vorstandsmitglied der international tätigen Spedition Rhenus, zeigte sich anlässlich der Tagung des Swiss Shippers Council in Interlaken Ende Januar überzeugt, dass binnen zwei Jahren auch für die Luftfracht ein lückenloses Scanning wie im Passagierverkehr eingeführt wird. Das werde erhebliche Kosten verursachen, so der Manager. Und noch viele technische Probleme („In einem Behälter mit gefrorenem Fisch sehen sie gar nichts!“) müssten gelöst werden. Doch er rate Verladern und Spediteuren, sich auf das Unausweichliche einzustellen. Dem konnten Des Vertannes, Frachtchef beim Internationalen Lufttransportverband IATA, und Oliver Evans nur zustimmen. Mit Risiken befasste sich auch Reto Frei von der Basler Versicherung. Er gab den Seminarteilnehmern Ratschläge, wie sich Transportschäden durch moderne Technik (GPS, Temperatursensoren, Datenlogger etc.) vermeiden lassen. www.swiss-shippers.ch (US) 16 LOGISTIK express 1|2011 www.logistik-express.com

NETZWERKE | MANAGEMENT Lebenslanges Lernen ist „in“ Am 17. März findet in Salzburg wieder das beliebte qualityaustria Forum statt. „Lessons Learned – Learning for the future“ ist mehr als nur eine Phrase, in vielen Unternehmen herrscht dringender Handlungsbedarf. Wie, warum und welche Rolle Audits spielen erfährt man hier aus der Praxis. Redaktion: ANGELIKA THALER Nicht nur Menschen müssen sich weiterbilden, um mit dem Marktumfeld mithalten zu können, auch Unternehmen als Ganzes, Netzwerke und Organisationen dürfen nicht auf der Stelle treten. „Angesichts des aktuell herrschenden, eklatanten Reformstaus müssen wir sofort reagieren. Das wirtschaftliche Umfeld ändert sich ständig, am Ball zu bleiben ist der zentrale Erfolgsfaktor für jeden Einzelnen“, versichert DI Axel Dick, MSc, Prokurist bei der Quality Austria. Hier stelle sich die Frage, wie selbstverständlich dieser Faktor für Unternehmen sei, und welcher Instrumente diese sich bedienen würden. Ein besonders taugliches Werkzeug zur Identifizierung von Defiziten in Unternehmen oder Organisationen sind interne und externe Audits – wenn sie richtig genutzt werden. „Hier kommen verschiedene Wechselwirkungen, etwa zwischen Kern- und Stützungsprozessen, zum Vorschein. Ein Audit ist wie ein vorgehaltener Spiegel“, erklärt Dick. Dementsprechend spannend werden wohl auch die ersten Vorträge der Veranstaltung: „Das professionelle Audit als fundiertes Lerninstrument im Wandel der Zeit“ von Konrad Scheiber, CEO der Quality Austria, gefolgt von „Moderne Auditund Bewertungspraxis – ein starker Entwicklungshebel für alle Organisationen“, von Ing. AXEL DICK Prokurist & Marketing Quality Austria Wolfgang Hackenauer, MSc, Produktmanager Umwelt der Quality Austria. Dick: „In Gesprächen mit unseren Kunden fällt mir auf, dass auch bereits lang zertifizierte Unternehmen sich zunehmend die Frage nach effizientem Riskmanagement stellen; und was es heißt, Vertrieb und Human Ressources in die Gesamtprozesse zu integrieren. Im Rahmen des Forums werden dazu Beispiele aufgezeigt von Unternehmen, die das bereits in die Praxis umgesetzt haben.“ Um die Qualitätsmanagementnorm dreht sich der erste Expertentalk „100 Jahre Lernerfahrung mit ISO 9001“, gefolgt von der „Auszeichnung 20 Jahre ISO 9001 zertifiziert by Quality Austria“. Nach der Mittagspause stehen dann die Prozesse im Vordergrund: „Prozessmanagement – Können wir noch was lernen?“ fragt Dr. Franz-Peter Walder, Vorstandsmitglied der Quality Austria. „Man darf nicht glauben, nur weil man etwas schon lange macht, sei man perfekt, es gibt immer etwas zu verbessern. Oft fehlt es an der Kommunikation“, weiß Dick. „Das Prozessmanagement bildet auch die Basis für Umwelt- oder Produktmanagement, und hier ist noch Vieles möglich. Ich glaube nicht, dass die Mehrheit der Unternehmen tatsächlich prozessorientiert arbeitet“, ist er skeptisch. Daher widmet sich der zweite Expertentalk des Forums dem Prozessmanagement. Weiter geht es dann mit dem Beitrag „Lernen in Netzwerken praktisch umgesetzt“ von Dr. Anni Koubek und Gerald Perschler von der Quality Austria, ehe der dritte Expertentalk sich des gleichen Themas „Wie lernen wir in Netzwerken?“ annimmt. Ehe dann die Teilnehmer gedanklich schon beim Networking sind, wird es noch einmal richtig spannend: „Die 5 größten Qualitätshandicaps der österreichischen Wirtschaft“, präsentiert von Dipl.-Ing. Mag. Helmut Langanger, Mitglied des Aufsichtsrates österr. und internationaler Unternehmen, Dr. Josef Kubitschek, Geschäftsführer Verein für Konsumenteninformation (VKI) und Konrad Scheiber, CEO der Quality Austria. Nach der Zusammenfassung und einem kurzen Ausblick steht einem gemütlichen und kommunikativen Ausklang nichts mehr im Wege. (AT) LOGISTIK -EXPRESS.COM Früh übt sich! Wer sein Handwerk von der Pike auf lernen will. Logistik express informiert. 2D Code | Link: amano media i-Pad STORE www.logistik-express.com LOGISTIK express 1|2011 17

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