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AKTUELL KOMMENTAR Es

AKTUELL KOMMENTAR Es geht bergauf! Wenn ich meine letzten Kommentare an dieser Stelle betrachte, sticht mir vor allem der leicht pessimistische Grundtenor ins Auge, der an Angelika Thaler und für sich überhaupt nicht meinem Naturell entspricht. Umso schöner ist es, von Positivem berichten zu können: Es geht tatsächlich bergauf! Der Besuch der Logi- MAT Anfang März vermochte es, in mir die Hoffnung zu schüren, dass das Ende der „Konjunkturdelle“ – das Wort „Krise“ ist ja inzwischen verpönt – in Sicht, das finstere Tal bald durchschritten ist. Die Gespräche mit zahlreichen Unternehmen ergaben, dass der Investitionswille zunimmt und bislang auf Eis gelegte Projekte langsam aufgewärmt werden. Brandaktuell ist das Thema Energieeffizienz, endlich sickert das offene Geheimnis durch, dass mit modernen Systemen Energie eingespart werden kann. Und für alle jene, die es noch nicht wissen: Energie kostet Geld! Der Energieverbrauch, insbesondere bei produzierenden Unternehmen, ist ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor. Somit wird in neue, energieeffiziente Anlagen investiert und der Anlagenbauer freut sich über einen Auftrag, der Kunde über die zukünftige Einsparung und die Umwelt über weniger Emissionen. Na dann – alles paletti! Oder? Leider ist Energieeffizienzsteigerung kein Allheilmittel für die Probleme dieser Welt. Nehmen wir beispielsweise den Klimaschutz: die Reduktion des Stromverbrauchs ist natürlich ein wichtiger Punkt auf der „Klimarettungs-to-do-Liste“, aber nicht der einzige. Ein Umstieg auf alternative Treibstoffe und die Investition in die Entwicklung nachhaltigeren Warenverkehrs sind das Gebot der Stunde. Die freiwillige Selbstbeschränkung des Individualverkehrs ist auch eine Möglichkeit, seinen Beitrag zu leisten. Ach übrigens: ich besitze kein Auto ;) E-Mail: a.thaler@logistik-express.at LogiMAT 2010 ein voller Erfolg Auch im 8. Jahr ihres Bestehens konnte die Stuttgarter Fachmesse für Distribution, Material- und Informationsfluss einen Besucher- und Ausstellerrekord erzielen. Damit wurde eindrucksvoll bewiesen, dass die größte jährlich stattfindende Intralogistikveranstaltung Europas trotz noch immer schwieriger Wirtschaftslage weiter an Beliebtheit gewinnt. Glaubt man den Zahlen der Messe, ist der Konjunkturmotor dabei, wieder anzuspringen, denn ein Zuwachs an Ausstellern bedeutet, dass es Neues zu zeigen gibt – und der Besucherrekord lässt darauf schließen, dass diese Neuerungen auch begierig aufgenommen werden. 763 Aussteller bedeuten ein Plus von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die Nettofläche konnte um 4,6 Prozent bei gleicher Hallenbelegung (Hallen 1, 3, 5 und 7, Bruttofläche 52.000 m2) auf 24.570 Quadratmeter gesteigert werden. Die Aussteller kamen aus 23 Ländern, wobei der Auslandsanteil bei 14,5 Prozent lag – ebenfalls ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, wo lediglich 11 Prozent nicht aus Deutschland kamen. Insgesamt 19.400 Fachbesucher drängten vom 2. bis 4. März 2010 durch die Eingangstore des Ausstellungsgeländes direkt neben dem Flughafen Stuttgart, ein Zuwachs von stolzen 19,4 Prozent. „Mit einem Ausstellerrekord, großem Zuspruch von Fachbesuchern und erstaunlich vielen Neuheiten weist die Logi- MAT 2010 den Weg in den konjunkturellen Aufschwung“, freute sich daher Messeleiter Peter Kazander. Die Mischung macht’s Ein Punkt, den die vielen Fachbesucher – das ausländische Publikum reiste überwiegend aus Österreich, Italien, Spanien, Dänemark, der Schweiz und den Niederlanden an – besonders schätzten, war die Vielfalt der angebotenen Leistungen. Deutliche Schwerpunkte gab es in den Bereichen Förder- und Lagertechnik (37,6 Prozent), Software für Simulation, Lagersysteme und Bestandsmanagement (37,2 Prozent), Lager- und Betriebseinrichtungen (28,8 Prozent) sowie Kennzeichnung und Identifikation (26,3 Prozent), wobei es natürlich bei etlichen Anbietern Überschneidungen der unterschiedlichen Themenbereiche gab. Zusätzlich zur Ausstellung zogen 22 Fachforen und 63 Ausstellervorträge die Aufmerksamkeit des interessierten Publikums auf sich. Komplettiert wurde das umfangreiche Rahmenprogramm durch vier Live-Präsentationen auf themenspezifischen Sonderflächen. Stolze Preisträger Zu einem fixen Bestandteil des ersten Abends ist inzwischen die Verleihung für den Preis „Bestes Produkt“ avanciert. Eine unabhängige Jury aus Wissenschaftlern und Journalisten wählt aus den eingereichten Bewerbungen der Aussteller jeweils einen Sieger in den drei Kategorien „Software, Kommunikation, IT“, „Kommissionieren, Verpacken, Sichern“ und „Beschaffen, Fördern, Lagern“, der sich durch herausragende Rationalisierung, Kostenersparnis und Produktivitätssteigerung auszeichnet. Der Preis ist zugleich Lohn für das Engagement, auch in Krisenzeiten in Innovationen zu investieren und soll gleichzeitig anspornen, nicht nachzulassen. In der ersten Kategorie durfte sich das Karlsruher Unternehmen gaxsys mit seinem modularen E-Commerce g.a.x.-System (global article exchange, Anm.) über den Preis freuen. Dieses auf einem adaptiven Softwareansatz basierende flexible System steuert die gesamte Prozesskette, hilft durch Auswahl der nächstgelegenen Fachhändler gegen Plagiate und damit der Umwelt und der regionalen Infrastruktur. Den Preis für die zweite Kategorie holte sich das Chamer Unternehmen Gebhardt Transport- und Lagersysteme mit seinem EcoPick, einem Gerät zur Erleichterung des Kommissionierens durch Unterstützung bei Hebevorgängen, wodurch eine zehnprozentige Leistungssteigerung bei einer Kommissionierdauer ab 5 Stunden möglich ist. Die dritte Kategorie schließlich entschied die Firma Lanfer CARGO-TECHNIK aus Borken-Weseke für sich. Ihr „Internet der Dinge“ Exponat THINGtelligence® ist ein autonomes, modulares und dezentrales Fördersystem, durch das Modernisierungsprojekte und spätere Änderungen an bestehenden Anlagen schneller und flexibler realisiert werden können. Redaktion: Angelika Thaler (AT) FOTO: OEBB.AT 4 LOGISTIK express 1|2010 www.logistik-express.com

AKTUELL rück)zu gewinnen. „Eine wesentliche Aufgabe bis 2030 wird es sein, eine „intelligente“ Infrastruktur zu bieten“, meint Dr. Eduard Saxinger, Aufsichtsrats-Präsident der Asfinag. Zum Beispiel könne er sich durchaus integrierte Abstandsmesser auf Autobahnen vorstellen. „Ohne Telematik oder andere Verkehrslenkungsmaßnahmen wird im Jahr 2030 staufreies Fahren nicht mehr möglich sein“, ist er überzeugt. Zudem sieht er die dringende Notwendigkeit der Errichtung mehrerer intermodaler Knoten mit ausreichenden Parkund Umlademöglichkeiten, um den Umstieg zwischen den Verkehrsträgern zu erleichtern. Dann lässt Saxinger aufhorchen: „Wir rechnen mit der Fertigstellung des Ausbaus 2018, dann geht es nur noch um die Erhaltung. Ausgehend von den derzeitigen Mauteinnahmen von rund 900 Millionen Euro, sind wir bis 2035 schuldenfrei.“ Infrastruktur in Österreich 2030 Eine gut ausgebaute, funktionierende Infrastruktur ist die fundamentale Voraussetzung für Produktion, Handel und die Gesellschaft. Doch die Entwicklung geschieht nicht von heute auf morgen, Planungen sind langfristig angelegt und die Weichenstellungen müssen zeitgerecht erfolgen. Wie wird die Infrastruktur in 2030 aussehen? Leider hat niemand eine Kristallkugel, um damit in die Zukunft zu blicken. Dennoch ist es wichtig, Trends frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig die Rahmenbedingungen für Wirtschaftswachstum und Wohlstand in den nächsten 10, 20 oder auch 50 Jahren zu legen. Beim Wiener Kongress com.sult 2010 unter dem Motto „Shape the Future“ diskutierten im Haus der Industrie namhafte Praktiker darüber, was uns später erwarten wird. Schiene vor Straße Glaubt man den Worten von Dipl.-Ing. Michael Salzmann, technischer Geschäftsleiter, HOCHTIEF Construction Austria, wird der Autobahn- und Schnellstraßenausbau zurückgehen, da das Netz bereits sehr dicht ist. Eine Ausnahme seien allerdings Sicherheitsaspekte, wie etwa der Bau zweiter Tunnelröhren zum Vermeiden von Gegenverkehrsbereichen. „Alleine aus Umweltschutzgründen muss die Schiene zur Verstärkung der Güterbewegung ausgebaut werden – auch für die internationale Wettbewerbsfähigkeit ein beachtlicher Aspekt.“ Wichtig ist seiner Meinung nach bei jeglichem Ausbau die Interaktion mit anderen Ländern. Für Mag. Arnold Schiefer, Vorstandsmitglied ÖBB-Infrastruktur AG, zählt nicht nur der Güterverkehr: „Wir arbeiten am „Schiene 2025plus“ Programm. Unser Ziel ist es, im Wettbewerb mit dem Auto mithalten zu können, beispielsweise die Strecke Wien – Zürich in 7 Stunden anzubieten.“ Die größten Herausforderungen für die ÖBB aus seiner Sicht sind die Pünktlichkeit der Züge und die Unterstützung der Bevölkerung (zu- Intermodale Knoten Saxingers Meinung teilt auch Ronald Friedreich, Geschäftsführer DHL Global Forwarding: „Auch die Errichtung von Anknüpfungspunkten zwischen Flugzeug und öffentlichen Verkehrsmitteln ist nötig. Sinnvoll wäre in diesem Zusammenhang auch eine Direktförderung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekten.“ Angesprochen auf seine Meinung zum Güterverkehr auf der Donau, äußert sich Friedreich kritisch: „Das Problem ist das Fehlen einer funktionierenden, durchgehenden Containerverbindung auf der Donau. Derzeit rechnet sich der Transport leider nur für Massengüter.“ Einen Fortschritt beim Schienenausbau kündigt Schiefer an: „Der Baubeginn des Güterterminals Inzersdorf ist für 2012/2013 geplant.“ Leider existieren im Bezug auf die Infrastrukturstrategie Österreichs noch einige „Baustellen“, woran das liegt, ist für Schiefer schneller erklärt: „Die Wahlzyklen sind kurz, aber Infrastrukturprojekte laufen lange. Leider spielt die Tagespolitik in der Entscheidung eine Rolle. Aber man muss den Infrastrukturausbau wie einen Generationenvertrag sehen.“ Problemfeld Energie Mag. Helmut Miksits, Vorstandsdirektor der Wiener Stadtwerke Holding AG, weiß: „Wien ist eine wachsende Stadt. Dank unserer ständigen Energieeffizienzmaßnahmen wird der Energieverbrauch in den nächsten Jahren glücklicherweise nur gering steigen. Zudem bauen wir die Fernwärme massiv aus.“ Probleme sieht er hingegen bei den neuen EU- Ländern, hier ortet Miksits einen Engpass bei Strom und Gas: „Das kann vor allem bei grenzüberschreitenden Leitungen eine wahre Herausforderung bedeuten.“ (AT) www.logistik-express.com LOGISTIK express 1|2010 5

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