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LE-1-2010

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

IM FOKUS

IM FOKUS Prozesskostenrechnung als Erfolgsfaktor Der Anteil der Gemeinkosten am Gesamtaufwand in Unternehmen ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen, wodurch Entscheidungen, welche Produkte über die beste Wertschöpfung verfügen, unmöglich sind. Moderne Prozesskostenmodelle, wie ARBOR sie anbietet, schaffen Abhilfe. ARBOR - Methode zur Durchführung der PKR Prozessmodell AENEIS GPM -Tools ©ARBOR / Prozesskostenrechnung Die ARBOR Management Consulting GmbH bietet ihren Kunden neben Demand Chain Management-Beratung, Logistikprozessoptimierungen vor allem Vorteile durch die Entwicklung maßgeschneiderter Prozesskostenmodelle. Für Geschäftsführer MMag. Wolfgang Minarik liegt der Nutzen der Prozesskostenrechnung (PKR) klar auf der Hand: „Da die Gemeinkosten nicht mehr nach den Einzelkosten, sondern nach der mengenmäßigen Beanspruchung der jeweiligen Ressource zugeordnet werden, erhält man eine verursachungsgerechte Kostenabbildung.“ So könne man eine Quersubventionierung von komplexen Leistungen durch Standardleistungen erheblich verringern. Full-Service-Paket Die erfolgreiche Einführung der Prozesskostenrechnung im laufenden Betrieb bedingt genaue Planung und Analyse, weswegen die Beauftragung eines Experten oft der beste Weg ist. Ist die Entscheidung zur Einführung der PKR gefallen, muss eine auf das jeweilige Prozessmengen PPS, MAWI, Statistiken Kalkulationsmodell basierend auf Prozesskostensätzen Prozessorientierte Deckungsbeitragsrechnung 22,00 0,50 3,00 4,00 4,00 22,50 0,50 2,00 21,00 1,00 6,50 6,00 Kostenrechnung Prozesskostenstellen Kostentreiber Kostentreiber Unternehmen abgestimmte Prozessanalyse erfolgen. „Dafür müssen sämtliche relevante Ressourcen, Zeiten und Kostentreiber ermittelt werden, ebenso führen wir eine Auslastungsanalyse der Organisationseinheit durch“, schildert Minarik die Vorgangsweise. Auch komplexe Berechnungen wie Wirtschaftlichkeitsanalyen vor Investitionsentscheidungen sind dadurch möglich. Step by Step Für die erfolgreiche Einführung einer Prozesskostenrechnung im Unternehmensalltag ist laut Minarik neben des Einsatzes spezialisierter Software – hier setzt ARBOR das Prozessmanagement-Tool AENEIS ein - vor allem die Wahl des optimalen Detaillierungsgrad entscheidend. Zu allererst müssen die relevanten Prozesse identifiziert werden, ehe die Analyse erfolgt. Anhand der Tätigkeitsanalyse wird ein Prozessmodell festgelegt, dann werden die Kostentreiber bestimmt. „Hier hinterfragen wir beispielsweise, welche quantitativen Faktoren 7 Interview mit wolfgang minarik Geschäftsführer ARBOR Management Consulting GmbH für den tatsächlichen Aufwand entscheidend sind“, erklärt Minarik. „Ob z.B. der Prozess einer Kommissionierung nach Aufträgen, Auftragszeilen oder Anzahl der Picks bewertet wird, kann erheblich die Verursachungsgerechtigkeit der Ergebnisse beeinflussen“, schildert Minarik. Im zweiten Schritt kommt es zur Bewertung der einzelnen Prozesse: „Dabei müssen den jeweiligen Tätigkeiten sorgfältig die tatsächlich benötigen Mitarbeiter, Flächen, Fahrzeuge, ... zugeordnet werden. Der nächste Schritt ist die Prozesssteuerung: „Je nach Zielsetzung führen wir eine Artikel- oder Kundenergebnisrechnung, eine Kostenträgerkalkulation, eine Lieferantenkostenanalyse oder eine prozessorientierte DB-Rechnung durch“, erläutert Minarik. Der abschließende Schritt ist vielleicht der wichtigste: die Optimierung durch Prozess-Redesign. „Sind die Schwachstellen identifiziert, kann gezielt daran gearbeitet werden, beispielsweise anhand eines Maßnahmenkatalogs zur Soll-Prozessgestaltung“, weiß Minarik. Vorteile Die Prozesskostenrechnung erlaubt eine verursachungsgerechte Bewertung der Kundenaufträge, was sich auf strategische Geschäftsfeldentscheidungen auswirkt: „Oft kommt ein Unternehmer drauf, dass manche Kunden aufgrund langjähriger Beziehungen Waren zu Konditionen beziehen, die unter dem Deckungsbeitrag liegen, was natürlich nicht sein sollte – und kann nun Maßnahmen setzen“, nennt Minarik ein Beispiel. Insgesamt steigt die Kostentransparenz durch die PKR erheblich. Einziger kleiner Wermutstropfen: die Auswertungen dienen vornehmlich als Basis für mittel- und langfristige Entscheidungen, bei kurzfristigen sind sie keine Hilfe. (AT) 26 LOGISTIK express 1|2010 www.logistik-express.com

IM FOKUS Styria Know-how in Südafrika Die steirische Softwareschmiede ISA GmbH hat sich weltweit erfolgreich als Anbieter für Lager- und Materialflusssysteme etabliert. So ist es wenig verwunderlich, dass auch im weit entfernten Südafrika Großkunden auf die Kompetenz des kleinen, aber feinen Softwarehauses setzen. Südafrika ist ein Land voller Gegensätze, und so findet Geschäftsführer und Firmenmitgründer Dr. Werner Schaberl gleich auf Anhieb einige Unterschiede zu Europa, die das Geschäft in dem riesigen Land zu einer spannenden Herausforderung machen: „Die sehr niedrigen Personal- und Grundstückskosten bedingen in Südafrika eine gänzlich andere Herangehensweise an Logistikprojekte als bei uns, neue Immobilien werden in die Fläche statt in die Höhe gebaut. Dieser geringe Aufwand für Mitarbeiter erschwert natürlich Wirtschaftlichkeitsberechnungen.“ Ein markanter Unterschied betrifft ein heikles Thema, die Sicherheit: „Die Kriminalitätsrate in Südafrika ist bekanntermaßen hoch, die Anzahl der Diebstähle in den Lägern ist für unsere Begriffe nahezu unvorstellbar. Daher ist die Erhöhung der Bestandsgenauigkeit ein heißes Thema“, nennt Schaberl interessante Aspekte. Die Tatsache, dass in den Lägern Großteils ungelernte Männer arbeiteten, würde gerade in Bezug auf die Kommunikation weitere Herausforderungen bergen. Trotzdem bereue er die Eröffnung Interview mit Werner Schaberl Geschäftsführer ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH des Büros nicht: „Der Bedarf ist eindeutig gegeben, in einem Land mit enormen Distanzen ist eine funktionierende Logistik unabdingbar. Zu unseren Kunden zählen beispielsweise 3rd Pary Logistics-Provider, erst unlängst haben wir ein 90.000 m2 Lager für Schenker in nur drei Monaten realisiert.“ Ein Manko ortet er beim Thema Projektmanagement, da die Einheimischen es nicht gewohnt seien, große IT-Projekte durchzuführen, was zu Verzögerungen führe. Zudem verstünden regionale Logistikberater sich mehr als Regaldesigner denn als Lagerplaner. „Ein regionaler Partner ist gerade in einem solchen Land Goldes wert, da der direkte Kontakt zu den Kunden äußerst wichtig ist. Wir liefern das WMS, und unser Partner versorgt den Kunden mit passender Hardware und den nötigen Service- und Wartungsdienstleistungen, so ist uns beiden geholfen“, beschreibt Schaberl. Derzeit führt die ISA in Südafrika jährlich etwa zwei bis drei Großprojekte durch, inklusive umfassender Schulungs- und Beratungsleistung. (AT) www.logistik-express.com LOGISTIK express 1|2010 27

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