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LE-1-2009

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

IM FOKUS Musste bislang

IM FOKUS Musste bislang noch der Fahrer die richtige Position im Lager ansteuern, hilft nun das neuentwickelte Transpondersystem, den gefragten Palettenplatz anzufahren. Möglich wird dies durch die Module „Horizontal-Positionierung“ und „Hubhöhen-Vorwahl“, mit denen der neue Vertikalkommissionierer EKS 210/312 bereits serienmäßig ausgestattet ist. So kommuniziert das Fahrzeug nicht nur wie bisher mit dem Boden, sondern auch gleich mit dem Lagerverwaltungssystem – und „weiß“ daher genau, welcher Pickplatz der nächste ist und in welche Richtung es sich bewegen muss – der Fahrer muss lediglich den Kommissionierauftrag per Klick am Terminal annehmen. „Im Fahrzeug befinden sich zwei Lesegeräte, die die Transponder im Boden und in den Regalen auslesen. Der Transponder teilt der Steuerung dann millimetergenau mit, in welchem Gang und auf welchem Platz sich die gewünschte Ware befindet“, erklärt Sebastian Riedmaier, Leiter Lager und System bei der Jungheinrich Moosburg GmbH. Der Bediener steuert den richtigen Gang an, den Rest übernimmt das Fahrzeug. „Sofort nach der Freigabe beginnt die Wegmessung des Staplers, die Regalposition wird auf dem kürzesten Weg, mit optimaler Geschwindigkeit bei niedrigstem Energieeinsatz automatisch angefahren“, beschreibt Riedmaier die Funktionsweise. Zur Referenzierung befinden sich im Boden jedes Ganges Sender: einer am Anfang, einer nach 50 cm, einer bei 5 m und dann alle 5 bis 10 Meter wieder einer. In ersten Tests konnten durch die Nutzung des Systems Umschlagsleistungssteigerungen von bis zu 25 Prozent erreicht werden, gleichzeitig kommt es zu einer Entlastung des Fahrers und einer Minimierung der Fehlerquote. „Die Kommissionierung gewinnt zunehmend an Bedeutung. Wir sehen die Zukunft darin, die Leistung der Förderzeuge durch eine Integration in das Lagerverwaltungssystem zu erhöhen“, ist Riedmaier überzeugt. ANGELIKA THALER, Logistik express redaktion in aktion bei jungheinrich Mit Entwicklungen der Krise trotzen Die CS Parts Logistics GmbH, eine gemeinsame Tochterfirma der CLAAS KGaA mbH und der Stute Verkehrs-GmbH, betreibt in Hamm-Uentrop ein topmodernes Logistikzentrum, in dem bereits die neueste Technologie von Jungheinrich erfolgreich im Einsatz ist. Schmalgang oder Breitgang? Diese Frage stellt sich mit dem EKS 210 nicht mehr, er kann dank seiner kompakten Bauweise in beiden Lagertypen zum Einsatz kommen. Die Rahmenbreite misst lediglich 90 Zentimeter bei 2,70 Metern Länge und maximal neun Kilometern pro Stunde Geschwindigkeit. Trotz der geringen Dimensionen kann der EKS 210 bis zu 1.000 Kilogramm in eine Hubhöhe von 6 Metern bewegen. Neben der Optimierung für den Breitgang verfügt er über alle Voraussetzungen für die Integration ins Lagerverwaltungssystem im Schmalganglager. Der große Bruder EKS 312 wurde für den Einsatz im Schmalgang optimiert, er misst 1 Meter Rahmenbreite bei 3,30 Metern Länge. Mit 10,5 Kilometern pro Stunde Spitzengeschwindigkeit würde er den EKS 210 bei einem Langstreckenrennen eindeutig abhängen. Auch bezüglich der Hubhöhe von 9,5 Metern beweist der EKS 312 seine Stärke. Gemeinsam haben die beiden Baureihen das Innenleben, zum Einsatz kommt die bereits vierte Drehstrom-Generation, wodurch der Energieverbrauch besonders sparsam ist. Effizienzsteigernd wirkt auch die verbaute Kompakthydraulik mit gegossenem Hydraulikblock. Beide Fahrzeuge zeichnen sich zudem durch bestmögliche Ergonomie und Sicherheit für die Fahrer aus. Paletten-Identifizierung leicht gemacht Je nach Anforderung des Kunden stellt Jungheinrich unterschiedliche Möglichkeiten zur eindeutigen Zuordnung von Paletten im Lager zur Verfügung. Unterscheiden muss man hier zwischen der Erfassung von Einzelpaletten, zwei oder mehr Paletten nebeneinander sowie zwei oder mehr Paletten hin- 28 LOGISTIK express 1|2009 www.logistik-express.at

IM FOKUS tereinander. Für den ersten Fall bietet sich der praktische Automatik-Scanner an, der bei den Jungheinrich-Staplern am Gabelrücken angebracht ist. Beim Aufnehmen der Palette erfasst der Scanner automatisch den Barcode auf der Palette, kommuniziert mit dem LVS und schließt nach positiver Prüfung und Verbuchung den Vorgang ab. „Zum Vorteil der Zeitersparnis im Vergleich zum manuellen Scannen kommt die Entlastung des Fahrers hinzu“, freut sich Dr. Markus Heinecker, Leiter Warehouse-Management- Systeme der Jungheinrich AG. Handelt es sich bei dem Auftrag um mehrere Paletten, sind eine Blockbildung und das Scannen einer „Schlüssel-ID“ nötig. Hierfür werden am Wareneingang oder Produktionsausgang mehrere Paletten im LVS zu logischen Einheiten zusammengefasst, jede Palette erhält ein Etikett mit einer Paletten-ID, der Palettenblock bekommt eine Schlüssel-ID. Der Rest stimmt mit dem Ablauf bei den Einzelpaletten überein, der Vorteil ist für Heinecker klar: „Für die Identifizierung beliebig vieler aufgenommener Paletten ist lediglich ein Scanvorgang nötig.“ Die Grundvoraussetzungen für den Einsatz der Automatik-Scanlösung sind der Einsatz des LVS „Jungheinrich-WMS“ sowie das Vorhandensein einer Datenfunkumgebung, eines Jungheinrich-Staplerterminals und eines Automatik-Scanners am Stapler selbst; für mehrere Paletten wird ergänzend das Modul „Blockbildung“ im LVS benötigt. „Wir erwarten trotz Krise ein Wachstum im Geschäftsfeld Logistiksysteme.“ HELMUT LIMBERG Schwierige Zeiten für die Branche Dass das wirtschaftliche Umfeld unangenehme Auswirkungen auf das Geschäft hat, bringt Dr. Helmut Limberg, Vorstand Vertrieb der Jungheinrich AG, auf den Punkt: „Der Blick in den Rückspiegel ist immer schwieriger als durch die Frontscheibe“ – und meint damit den weltweiten Einbruch bei den Verkaufszahlen der Flurförderzeuge seit Mitte 2008. „Aktuell bewegen wir uns etwa auf dem Niveau von Jänner 2004, in allen großen Zielmärkten gibt es einen spürbaren Negativtrend, insgesamt gibt es ein Minus von acht Prozent im Gesamtmarktvolumen“, findet Limberg klare Worte. Trotzdem blickt er optimistisch in die Zukunft: „Wir möchten 2009 unsere Expansion im Vertrieb fortsetzen, allerdings eher mit Vertriebspartnern als im Direktvertrieb. Wir erwarten trotz der Krise ein Wachstum im Geschäftsfeld Logistiksysteme.“ Im Geschäftsfeld „Miete und Gebrauchtgeräte“ seien 2008 die Umsätze gestiegen, die Bruttomargen lägen sogar über jenen der Neugeräte. Während Deutschland von den Einbrüchen relativ wenig betroffen sei, hätte es Spanien Limberg zufolge am stärksten getroffen: „Der Markt in Spanien hat sich fast halbiert.“ Auch Russland und England seien aufgrund der Wechselkursdynamik problematisch. Dank der Eigentümerstruktur sei Jungheinrich im Vergleich zu seinen Mitbewerbern gut aufgestellt, aber „Natürlich können auch wir uns der Absatzkrise nicht entziehen. Aber unsere Devise lautet „gemeinsam durch die Krise“, und wir haben Vorkehrungen getroffen.“ www.logistik-express.at LOGISTIK express 1|2009 29

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