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LE-1-2009

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

IM FOKUS Bereits seit

IM FOKUS Bereits seit 1495 wird im Herzen der Steiermark Bier gebraut. In diesen mehr als 500 Jahren hat sich natürlich auch die Technik weiterentwickelt, ein Umstand, dem die Brauerei nun wieder durch die Ausstattung mit moderner Informationstechnik Rechnung getragen hat. Im Jahr 2007 wurden erstmals über 300.000 hl Bier produziert, 160 Mitarbeiter sorgen für den reibungslosen Ablauf. Aber natürlich unterliegt auch das Murauer Bier dem Wettbewerb. „Der Kostendruck führt zu einer ständigen Suche nach Rationalisierungsmöglichkeiten, die Modernisierung der IT war da der nächste logische Schritt“, erklärt Controller Stefan Auer. Viele Fliegen mit einer Klappe Durch die neue MDE-Lösung kann nicht nur die TVV- (Telefonischer Vorverkauf, Anm.) und Heimdienstbelegeverarbeitung direkt auf der Tour erfolgen, sondern auch die Leergut-, Inkasso- und OP-Abwicklung. Zum Einsatz kommt [m]BEV, ein speziell für die Anforderungen der Zustell-Logistik des Getränkehandels zugeschnittenes Programm, das an das ERP-System L5000 von COPA angebunden ist. In den fünf Depots stehen 45 moderne MDE-Geräte für 70 Fahrverkäufer zur Verfügung. „Die Vorteile zeigen sich vor allem in der Administration, die Datenübertragungsgeschwindigkeit ist dank dieser Lösung um vieles höher, die täglichen Arbeitsabläufe der Fahrverkäufer sind reduziert, die Bestandskontrolle im LKW erfolgt automatisch und der Depotleiter hat auf Knopfdruck einen Überblick über den laufend aktualisierten Lagerstand – im Endeffekt profitieren alle“, ist Auer von der Umsetzung begeistert. Durch das automatische Einspielen der Belege ins System würde auch die Verbuchungsnotwendigkeit wegfallen. Insgesamt seien die Prozesse schneller und effizienter geworden, wodurch auch die Rechnungen schneller beim Kunden einlangen würden. Für edles Bier die beste Lösung Auf der Suche nach Einsparungsmöglichkeiten stieß die Murauer Traditionsbrauerei auf eine äußerst praktische Lösung von COPA und [unit]IT. Das System im Detail Das COPA-ERP läuft auf einem Server in der Zentrale, an den ein Kommunikationsserver von Unit-IT angeschlossen ist. Dieser wiederum kommuniziert mit den Dockingstations der mobilen Datenerfassungsgeräte in den Niederlassungen. In Nachtjobs werden automatisch Daten mit den MDE-Geräten ausgetauscht: Im TVV erfasste Informationen etwa von der einen Seite, mit den MDEs erfasste von der anderen. Die wichtigsten, ans MDE-Gerät gesendeten Informationen sind Kunden-, Artikeldaten, Preise, eine MwSt.- Tabelle, Fahrerdaten, der EAN-Stamm sowie Fußtexte. Umgekehrt versendet das MDE-Gerät beispielsweise Tourensatz, Auftragsdaten, digitale Unterschriften, Lager- und Inventurdaten bis hin zu von den Fahrern verfassten elektronischen Nachrichten. „Sobald ein Neukunde im ERP-System L5000 Stefan Auer erfasst wurde, wird er ab der nächsten Datenübertragung auch auf dem MDE-Gerät angezeigt“, weist Auer auf die ständige Aktualisierung hin. Immerhin bis zu 70 Prozent der Aufträge stammen aus dem TVV und werden augenblicklich im zentralen ERP-System erfasst. Gemeinsam mit den von den Fahrverkäufern übermittelten Informationen werden die importierten Daten verarbeitet, gegebenenfalls Kommissionen zusammengefasst und verteilt (Feste). Nach etwa drei Minuten ist die Tourenplanung im Kommunikationsserver abgeschlossen, ab 4 Uhr Früh steht die Datenladung der MDE-Geräte zur Verfügung. Wenn der Fahrer morgens kommt, kann er das fertig beladene Fahrzeug mitsamt vorkommissionierter Ware, Tourenplan und Ladeschein übernehmen und muss lediglich zum Tourenstart das MDE-Gerät aus der Dockingstation entnehmen und sich anmelden, schon kann er loslegen. Eine eindeutige Entscheidung „Als wir das Projekt gestartet haben, standen mehrere Anbieter zur Auswahl, die wir vorab selektierten. In der Anfangsphase gab es Einige, die an unserer Entscheidung für die [unit]IT aufgrund deren damals noch geringer Erfahrung auf diesem speziellen Gebiet zweifelten, doch die konnten wir inzwischen alle vom Gegenteil überzeugen. Wir sind mit der Lösung vollauf zufrieden, und würden uns auch aus heutiger Sicht wieder dafür entscheiden“, findet Auer lobende Worte. Schließlich sei es durch den Einsatz von [m]BEV gelungen, ein geschlossenes Lagerstand-System (Voll- und Leergut am LKW und im Depot) inklusive der gesamten Festebelieferung zu erschaffen, das nicht nur schnell und flexibel, sondern auch effizient arbeitet. Obendrein sei die Fahrerschulung durch die einfache Bedienbarkeit besonders schnell und problemlos vonstatten gegangen. 22 LOGISTIK express 1|2009 www.logistik-express.at

IM FOKUS Lehre statt Leere Bei Linde erhalten Lehrlinge nicht nur eine Ausbildung, sondern auch eine Perspektive – zum Wohle aller Beteiligten. Die Linde Fördertechnik GmbH mit Sitz in Linz hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich ihr qualifiziertes Fachpersonal selbst auszubilden und damit gleichzeitig jungen Menschen die Chance auf eine erfolgreiche Zukunft zu bieten. „Bereits im Jahr 2004 haben wir die Linde Nachwuchs-Akademie, die LINAK, ins Leben gerufen. Gemeinsam mit der voestalpine Lehrwerkstätte und anderen Partnern bilden wir Mechatroniker aus“, erklärt Dipl.-Ing. Klaus-Dieter Witzger, Geschäftsführer des Unternehmens. Geplant sei in weiterer Folge eine österreichweite Ausbildungsoffensive, um in allen Standorten ortsansässige Mitarbeiter beschäftigen zu können. Inzwischen konnten bereits etwa 60 Lehrlinge ihre Ausbildung abschließen, viele davon mit ausgezeichnetem Erfolg. „Wir geben allen die Garantie, im Unternehmen bleiben zu dürfen, wenn sie gut abschließen“, verrät Witzger einen zusätzlichen Ansporn. Die Vorteile der eigenen Ausbildung liegen für den Unternehmer klar auf der Hand: „Die jungen Menschen bekommen in ihrer Ausbildung schon den Stallgeruch und die nötige Nestwärme.“ So seien sie in der Lage zu erkennen, ob sie sich langfristig in dem Unternehmen wohlfühlen würden. Deshalb sei ein zukünftiges Ziel, neben Mechatronikern auch Lehrlinge in den Bereichen IT, Administration und anderen aufzunehmen. Um den Horizont der künftigen Fachkräfte zu erweitern, bietet Linde auch internationale Rotationen mit Niederlassungen in Deutschland, Schweden und England an. „Die LINAK ist für uns aber bei Weitem nicht nur eine reine Personalschmiede“, betont Witzger, „sie erlaubt unseren Mitarbeitern Harald Leimer und Daniel Rammer auch, sich an die ständigen Marktentwicklungen anzupassen.“ So gebe es auch eine Fachkraft, die ausschließlich für die Aus- und Weiterbildung zuständig sei. Aktuell gibt es 20 Lehrlinge bei Linde, 9 davon werden im März fertig und möchten – wen wundert‘s – allesamt im Unternehmen bleiben. www.logistik-express.at LOGISTIK express 1|2009 23

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