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LE-1-2008

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

UNTERNEHMEN IM FOKUS Sei

UNTERNEHMEN IM FOKUS Sei es die Wiederaufbereitung von Fahrzeugen im modernen Gebrauchtgerätewerk in Klipphausen nahe Dresden oder die ständige Sortimentserweiterung – Jungheinrich steht für Qualität. Nimmt man nun noch das Vordringen in das Segment der Generalunternehmer hinzu, scheint das Unternehmen für die Zukunft bestens gewappnet. Jungheinrich – von Altbewährtem zur neuesten Technologie Seit 2006 betreibt die Jungheinrich AG in Klipphausen in der Nähe von Dresden ein zentrales Aufarbeitungswerk für gebrauchte Gabelstapler für den europäischen Markt. Grund für den Ausbau und die Konzentration auf ein spezialisiertes Werk war die seit 2004 kontinuierlich steigende Anzahl zulaufender Gebrauchtgeräte. Waren es 2004 noch knapp 23.000 gebrauchte Flurförderzeuge, so betrug die Zulaufrate im zweiten Quartal 2007 bereits etwa 30.000 Geräte. Inklusive der mit 1. Jänner 2008 in Betrieb genommenen zweiten Ausbaustufe stehen nun 11.500 m 2 Produktions- und Lagerfläche zur Verfügung. Die Voraussetzung für die europaweite Vermarktung der wiederaufbereiteten Stapler ist eine Vereinheitlichung sowohl im Bezug auf die Qualität und Klassifizierung als auch auf den Preis. Ronald Ohlrogge, seit 2004 verantwortlich für den Bereich Gebrauchtgeräte, ist mit der Entwicklung zufrieden: „Sowohl die Geschäftsfelder Vermietung als auch Gebrauchtgeräte wachsen dynamisch und erreichen hohe Zuwachsraten.“ Doch wie funktioniert das mit den Gebrauchtgeräten? Zuallererst kommen die Stapler aus ganz Europa in das Werk in Klipphausen, wo sie in einem Eingangstest bewertet werden, der je nach Fahrzeugtyp zwischen 20 Minuten und einer Stunde dauert. Ab diesem Zeitpunkt ist das Gerät mit einer vierstelligen Nummer im Datensystem erfasst und weltweit sichtbar. In den Tests wird ermittelt, ob sich die Aufarbeitung auszahlt – nicht aufarbeitungswürdige Geräte werden ausgeschlachtet, einzelne Teile dienen als Ersatzteile. Dann wird eine Teileliste zusammengestellt und fehlendes Material bestellt. Rund 80 Prozent aller Teile des Fahrzeuges werden hierbei ausgetauscht. Ohlrogge: „Es gibt nur einen Aufarbeitungsstandard. Egal wie alt das Fahrzeug ist, jedes wird nach dem gleichen Prinzip behandelt. Je nach Nutzenintensität werden natürlich eventuell unterschiedliche Komponenten getauscht“. Da Klipphausen nur über ein minimales Teilelager mit 7 Teilgruppen verfügt, kommen die benötigten Ersatzteile aus einem der drei europäischen Lager per Nachtsprung. Versehen mit derselben vierstelligen Nummer wie das Gerät landen die Teile in einer Metallgitterbox direkt am Reparaturplatz des Fahrzeuges. Die Aufbereitung dauert derzeit etwa sechs bis acht Wochen, angepeilt ist in Zukunft die Verringerung auf vier bis sechsWochen, wobei die Auslieferung über europäische Logistiker erfolgt. Wurden im ersten Jahr noch 2.800 Fahrzeuge aufbereitet, rechnet Ohlrogge für 2008 bereits mit etwa 4.500 Geräten. Ohlrogge ist von der Sinnhaftigkeit der Gebrauchtgeräteaufbereitung überzeugt: „Der Markt muss nicht geschaffen werden, er ist bereits vorhanden, der Fokus liegt hierbei klar auf dem Endkundengeschäft. Es geht nur darum, den Bedarfsfall beim Kunden zu klären, und der hängt sowohl von der Liquidität als auch von der Nutzung ab.“ Immerhin beträgt der Preisvorteil von Gebrauchtgeräten je nach Fahrzeugtyp zwischen 30 und 40 Prozent gegenüber dem Neugerät – trotz voller Garantieleistung. Das Werk arbeitet allerdings nur für Niederlassungen, nicht für Endkunden. Zum Einsatz kommen die Gebrauchtgeräte auch als Mietflotte, zum Beispiel wenn ein Kunde seinen Fuhrpark überholen lässt und in der Zwischenzeit Altgeräte zur Überbrückung anmietet. Diese werden im Anschluss dann natürlich aufbereitet, ehe sie in den Verkaufskreislauf gelangen. Neuer Sieben-Tonnen-Schlepper nimmt den Markt in Angriff Ab Sommer 2008 bietet Jungheinrich den neuen EZS 570 Schlepper an, der in Lüneburg gebaut wird. Für Oliver Rosenthal, Produktmanager im Bereich TC, ist ein Schlepper vergleichbar mit einem Metranom, das zwischen Lager und Produktion pendelt. „Der neue Schlepper ist ein Bindeglied auf dem Weg zum Vollsortimenter“, freut sich Rosenthal über das neue Produkt im Sortiment von Jungheinrich, das auf der CeMAT der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Dieser neue 3-Rad-Sitzschlepper, der dank seiner gefederten Radaufhängung, großer Bodenfreiheit und möglicher Luftbereifung auch für den Außeneinsatz geeignet ist, kann einen oder mehrere Anhänger bis zu einer Gesamtmasse von sieben Tonnen problemlos FOTOS: WERK 18 LOGISTIK express 1|2008 www.logistik-express.at

UNTERNEHMEN IM FOKUS ziehen. Der 4,3 kW AC Drehstrom-Antriebsmotor ermöglicht Geschwindigkeiten von 18 km/h ohne Last und bis zu 8,5 km/h bei Volllast. Die automatisch einfallende Parkbremse erleichtert das Anfahren aus dem Stand besonders an Steigungen, die Trittstufe im Rahmen und die einstellbare Schleichfahrt erleichtern das Arbeiten zusätzlich. Im Vergleihc mit dem Wettbewerb bietet der EZS 570 nach VDI-Zyklus 13 Prozent mehr Lastspiele bei gleichzeitig 18 Prozent weniger Energieverbrauch und ist dadurch besonders wirtschaftlich. Der neue Schlepper soll besonders Kunden aus den Bereichen Automotive und Logistikdienstleister ansprechen. Alles aus einer Hand – Jungheinrich als Generalunternehmer Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, sind Unternehmen gezwungen, immer weiter zu optimieren. Besonders in der Getränkeindustrie im Bereich der Chargenverfolgung ist dieser Trend deutlich spürbar, die Verwaltung mehrerer Standorte und mehrerer Mandanten sowie die elektronische Anbindung an IT-Systeme der Kunden stellen hohe Anforderungen dar. Dr. Markus Heinecker, Abteilungsleiter Methoden und Tools, sieht in dem neuen Geschäftsfeld „Logistiksysteme“ großes Potenzial: „Der Geschäftsbereich Gesamtlösungen entsteht gerade erst und befindet sich im Aufbau, allerdings besteht jetzt schon eine hohe Bestandskundennachfrage“. Erst im Herbst 2007 konnten zwei Großaufträge im Wert von mehr als 16 Millionen Euro gewonnen werden. Durch Jungheinrich als international agierenden Generalunternehmer können die Kunden nicht nur die nötigen Schnittstellen minimieren, durch das dichte Vertriebs- und After-Sales-Netz ist auch die spätere optimale Betreuung garantiert. Im ersten Schritt erfolgt die Planung der neuen Anlage unabhängig vom Automatisierungsgrad. Erst im zweiten Schritt erfolgen die Auswahl und die Zusammenstellung der Komponenten inklusive eines eigenen Verwaltungs- und Steuerungssystems. Die Systemintegration erfolgt durch die Jungheinrich AG, die auch die allumfassende Wartung und das Service mit 24/7 Erreichbarkeit übernimmt. Besonderes Augenmerk liegt auf der durchgängigen Vernetzung aller Bereiche, hierzu gehört auch ein Datenfunksystem auf sehr hohem Standard. Jungheinrich kooperiert bei den dazugehörigen Geräten mit festen Partnern, spezielle Kundenwünsche werden natürlich berücksichtigt. Heinecker: „In Zukunft werden Terminal und Stapler eine einzige logistische Einheit darstellen“. Erwartungen für 2008 und für die CeMAT durchwegs positiv Dr. Helmut Limberg, Vorstandsmitglied der Jungheinrich AG, sieht dem Jahr 2008 positiv gestimmt entgegen: „Ich erwarte keinen drastischen Einbruch. Der Logistikbereich wird stärker wachsen als das BIP, wenn auch schwächer als 2007 bezogen auf den absoluten Wachstumswert.“ Der Schwerpunkt liegt klar auf dem Ausbau der Geschäftsfelder und dem Engagement in den Regionen. Osteuropa und Asien stellen aufgrund ihres Wachstums enormes Potenzial durch den Ausbau der Vertriebsstruktur dar. Doch auch der Ausbau des Produktprogramms als Vollsortimenter entsprechend der Kundennachfrage und das Ausnutzen des vorhandenen Gebrauchtgerätemarktes sind für Limberg vorrangige Bereiche. Ein weiterer Schritt zum Ausbau der Produktkapazitäten ist der neue Standort in Landsberg bei Halle. Durch seine gute infrastrukturelle Anbindung und die Nähe zu Leipzig stellt dieses „Center of Excellence“ für Niederhubgeräte mit einer Fläche von 15.000 m2 und einer Kapazität von 30.000 Flurförderzeugen eine optimale Ergänzung des Jungheinrichnetzes dar. Wachstumsschwerpunkte sieht Limberg vor allem in Russland, wo Jungheinrich mit einem eigenen Partner auftritt, sowie in China, wo Jungheinrich sowohl mit einem Joint Venture als auch mit einer eigenen Produktionsstätte präsent ist. Trotz der Rückgänge bleibt auch Nordamerika besonders im Bereich der Lagerhaustechnik ein wichtiger Markt für das Unternehmen. Auf der CeMAT erwarten die Besucher etwa ein Dutzend Neuheiten, der EZS 570 Stapler ist nur eine davon. Neue Niederhub Kommissionierer, Niederhubwagen zum Mitgehen und welche zum Mitfahren, Elektro-Vierad-Gegengewichtsgabelstapler mit JetPilot und Diesel/-Treibgasstapler mit Hydrostatik-Antrieb ergänzen nun die Jungheinrichpalette. Ebenfalls präsentiert wird auf der Messe die neue Technologiestudie Concept 08, die unter anderem Ergebnisse zur effizienteren Energienutzung liefert.

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